Gezielt zu neuen Spitzenleistungen
Gemeinsam die Talente der Region mit System fordern und fördern - das hat sich der VfL Osnabrück in punkto Nachwuchsförderung zum Ziel gesetzt. In einem neuen Modell für die Friedensstadt soll bewusst das altersspezifische Coaching der Jugend in den Vordergrund gerückt werden. Um das zu verwirklichen, kooperiert der VfL Osnabrück nun unter dem Motto "Teamwork für Talente" mit der DFB-Talentförderung sowie den NFV-Kreisen Osnabrück Stadt und Land.
Die Konkurrenz der verschiedenen Heimat- oder Profi-Vereine, von Schulmannschaften, DFB-Stützpunkten und Kreisauswahl soll damit zumindest in Osnabrück vorerst ein Ende haben. Die Gründe: zu viele Egoismen im Wettstreit um die Besten, sowie zu wenig Transparenz für Kinder und Eltern. Stattdessen soll der Fußballnachwuchs erst dann zielorientiert gefördert werden, wenn es tatsächlich sinnvoll ist.
Konkret heißt das: Bis zu einem Alter von zehn Jahren wird der Nachwuchs gemeinsam in Vereinen und Schulmannschaften stark gemacht, danach soll er im Junioren-Leistungszentrum des VfL aktiv weiter spielen und professionelle Schulung erhalten. Sportartspezifisches, individuelles Training zum richtigen Zeitpunkt und eine altersgemäße Förderung sind Grundlagen des Gesamtkonzeptes.
Das hat nicht nur einen partnerschaftlichen und offenen Umgang der verschiedenen Ausbilder der Friedensstadt zum Vorteil, sondern bietet darüber hinaus auch den Eltern und dem Nachwuchs selbst die bisher fehlende Transparenz. "Wir wollen gemeinsam die Talente der Region fordern und fördern zu Spitzenleistungen in Spitzenteams" ist der Tenor der verantwortlichen Partnerorganisatoren, dem VfL Osnabrück, der DFB-Talentförderung und der NfV-Kreise Osnabrück Stadt und Land.
Die wichtigsten Punkte in der Übersicht:
- Das Ziel des Projektes ist die Optimierung und Harmonisierung der Talentförderung im Raum Weser/Ems.
- Ab der Saison 2008/2009 soll eine zu frühe Konzentration der Talente vermieden werden.
- Viel mehr sollen alle Talente ihrem Alter entsprechend eine breite, kompetente für alle transparente Förderung erhalten.
- Kein Talent darf verloren gehen, weil zu wenig Möglichkeiten der Förderung durch Training bestehen.
- Die regionalen Talente sollen in ihrem sozialen Umfeld eine möglichst optimale Förderung erfahren.
- Eine optimale Verbindung der Schul- u. Fußballausbildung muss dabei ebenso berücksichtigt werden. Hier sind mit der Kooperationsvereinbarung mit dem Schulzentrum Sonnenhügel die besten Voraussetzungen geschaffen worden.
Konkrete Umsetzung:
- Durch die VfL-Akademie transportiert der VfL Osnabrück sein Know-How durch "vor Ort" durchgeführte, exemplarische Trainingseinheiten (Kurstraining) in die Region. Zielgruppen sind vor allem Spieler im E- und F-Jugendalter und die Trainer vor Ort.
- Beim Sparkassen-Cup (U11) werden die Spieler für die DFB-Stützpunkte gesichtet. Aus den Spielern, die im Stadtkreis gesichtet worden sind, wird eine U12-VfL Osnabrück gebildet.
- Die U12 (JLZ-Einstiegsmannschaft und spielberechtigt in der D-Junioren Kreisliga Osnabrück-Stadt) nimmt zusätzlich an den Sichtungsturnieren der DFB-Stützpunkte teil, damit jeder Spieler die Möglichkeit erhält, vom NFV gesichtet zu werden. Teilnahmen an interessanten Turnieren und Freundschaftsspiele runden die Förderung ab.
- Ein Jahr weiter, bei der U13, kommt das gleiche Prinzip zur Anwendung. Hier bildet der VfL Osnabrück einen (kleinen) U13-Kader. Spielklasse ist die C-Junioren-Kreisliga Osnabrück-Stadt. Die intensiv geförderten VfL-U13-Talente werden bei Spielen oftmals ergänzt durch Spieler aus der Region, die ein Zweitspielrecht für den VfL Osnabrück haben.
- Nach der D-Jugend-Altersklasse und der Beendigung des DFB-Stützpunkt-Programms, bildet die U14 des VfL Osnabrück die nächste Ausbildungsstufe im zertifizierten Junioren-Leistungszentrum.
- Jedes Jahr, nach dem E.ON-Avacon-Cup im Januar/Februar findet ein Meinungsaustausch mit allen Projektbeteiligten statt.
Stand: Juli 2011