1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
17. Babelsberg -15 44
18. Oberhausen -10 39
19. Jena -20 39
20. Bremen II -41 22
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Der Jahresrückblick: März 2011
22.12.11

Der März entwickelt sich für den VfL Osnabrück in jeglicher Hinsicht zu einem wahren Seuchenmonat. Die drei bitteren Niederlagen im sich zuspitzenden Abstiegskampf werden jedoch von der schweren Verletzung Flamur Kastratis beim Gastspiel der Lila-Weißen in Cottbus in den Schatten gestellt.


Am 25. Spieltag empfängt die Mannschaft von Karsten Baumann den Aufstiegsaspiranten Greuther Fürth. Die zu diesem Zeitpunkt auf dem vierten Tabellenplatz angesiedelte Spielvereinigung schockt den VfL und 12.500 Zuschauer in der osnatel ARENA bereits nach 28 Sekunden mit dem 0:1, dass Sercan Sararer erzielt. Die Hausherren erholen sich nur schwer von diesem frühen Rückschlag und haben Glück, dass die konterstarken Gäste nicht nachlegen. Noch vor der Pause sind die Lila-Weißen aber in der Partie angekommen, und spätestens in der zweiten Hälfte wäre der Ausgleich verdient gewesen. Der Ball will jedoch einfach nicht über die Linie, und so schließt Tayfun Pektürk einen der schnellen Gegenstöße in der 89. Minute zum entscheidenden 0:2 ab.

Eine Woche später wird Fußball zur Nebensache, als sich Angreifer Flamur Kastrati beim Auswärtsspiel in der Lausitz schwer verletzt. Beim Stand von 2:0 für den FC Energie, der durch Nils Petersen (56., Foulelfmeter) und Uwe Hünemeier (60.) in Führung gegangen ist, stockt allen Anwesenden im Stadion der Freundschaft in der 81. Minute der Atem. Nach einem Zweikampf mit dem Cottbuser Markus Brzenska bleibt Kastrati regungslos nahe der Mittellinie liegen. Schnell wird klar, dass sich der Norweger schwer verletzt hat und zwischendurch sogar das Bewusstsein verliert. Während der mehr als zehn Minuten dauernden Erstmaßnahmen ist es mucksmäuschenstill unter den 12.200 Zuschauern, die den 19-Jährigen anschließend unter lauten ‚Flamur Kastrati‘-Rufen verabschieden, als dieser mit dem Krankenwagen aus dem Stadion in eine Cottbuser Klinik befördert wird.

Das Ereignis löst in ganz Fußball-Deutschland eine Welle der Anteilnahme aus, und wohl alle sind erleichtert, dass nach zwei Tagen und vielen Untersuchungen klar ist, dass es sich nicht um eine zunächst befürchtete schwere Halswirbelverletzung handelt und Kastrati somit keine bleibenden Schäden davontragen wird.

Mittlerweile auf Relegationsrang 16 abgerutscht, steht der VfL im Heimspiel gegen Alemannia Aachen unter Erfolgsdruck. Der Wunsch auf einen Befreiungsschlag gegen die Elf vom Tivoli erfüllt sich beim 1:3 (0:0) allerdings nicht. Zwar gehen die Osnabrücker unmittelbar nach dem Seitenwechsel vor 12.500 Zuschauern durch ein Eigentor des Aacheners Thomas Stehle in Front, doch quasi im direkten Gegenzug gleicht Aimen Demai die Partie wieder aus, ehe Tolgay Arslan per Foulelfmeter und Alper Ulduag den VfL auf die Verliererstraße schicken.

Die sportliche Talfahrt mit vier Niederlagen in Serie veranlasst die Vereinsführung, Chefcoach Karsten Baumann und seinen Assistenten Heiko Nowak von ihren Aufgaben zu entbinden. U23-Trainer Joe Enochs soll fortan die Geschicke des Profiteams leiten und mit seiner gewohnt kämpferischen Art eine Aufbruchsstimmung für die entscheidende Phase des Abstiegskampfs erzeugen.

Vor dem richtungsweisenden Spiel am 1. April gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten KSC im Karlsruher Wildpark haben die Osnabrücker Akteure beim 4:0-Testspielerfolg beim Bezirksliga-Spitzenreiter Union Lohne die Gelegenheit, sich ihrem neuen Übungsleiter zu empfehlen. Während Flamur Kastrati dem Team wieder zur Verfügung steht, fallen Michael Lejan mit einer Fraktur des Schienbeinkopfes und Aleksandar Kotuljac, der einen Kreuzbandriss erleidet, hingegen für den Rest der Spielzeit aus. Wie auch immer: Im April müssen dringend Punkte her …

Kai Schleibaum


Von: Kai Schleibaum




 

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