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Im Blickpunkt: 1. FC Heidenheim 04.09.09
Das Heimspiel gegen den Liga-Neuling aus Heidenheim (Samstag, 14.00 Uhr) setzt den Schlusspunkt unter die englische Woche. Das Team von Karsten Baumann empfängt eine Mannschaft, die in den vergangenen Jahren vom Erfolg verwöhnt wurde.

2008/09 realisierte der FC den zweiten Aufstieg in Folge, denn ein Jahr zuvor hatte sich Heidenheim als Vierter der Oberliga Baden-Württemberg mit der U23 des SC Freiburg, dem SSV Ulm und Waldhof Mannheim bereits für die neu gegründete Regionalliga Süd qualifiziert. Seinerzeit stellte der FC das torgefährlichste Team der Oberliga (69 Treffer in 34 Spielen), ein Jahr später avancierte Heidenheim zur besten Auswärtsmannschaft der Regionalliga Süd. Die wenigsten Vereine freuten sich über den Besuch aus Ost-Württemberg, der sich nur drei Mal geschlagen gab und in 17 Auswärtsspielen stolze 36 Punkte holte.
Der Verein, der bereits 1846 als "Turngemeinde Heidenheim" gegründet wurde, konnte mit dem Erfolg seiner Fußballabteilung kaum Schritt halten. Der steile Aufstieg stellte die ehrenamtlichen Mitarbeiter vor ungewohnte Herausforderungen, außerdem musste sich der Klub dem Lizenzierungsverfahren des DFB stellen, neue Strukturen schaffen und seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in höheren Ligen nachweisen. An der Brenz entschied man sich deshalb zu einem klaren Schnitt. Im Sommer 2007 spaltete sich die Fußballabteilung rückwirkend zum 1. Januar 2007 vom Heidenheimer Sportbund 1846 e. V. ab und firmierte fortan als 1. FC Heidenheim 1846.
Rund um Kulttorhüter Erol Sabanov (35), der auf solide 200 Einsätze für den VfR Ahlen, Saarbrücken, Regensburg, Reutlingen und Heidenheim zurückblicken kann und sich in der dritthöchsten deutschen Spielklasse gut auskennt, wurde eine auf den ersten Blick überzeugende Mischung aus hoffnungsvollen Talenten und bewährten Routiniers versammelt. Den meisten Heidenheimer Akteuren fehlt es allerdings an Zweit- oder Drittliga-Erfahrung. FC-Trainer Frank Schmidt weiß, dass sein Team schnell und viel dazulernen muss (s. Interview in der neuen "DRIN!"), wenn es nicht permanent Lehrgeld zahlen und sich stattdessen längerfristig in der 3. Liga etablieren will.
Dabei fehlt es der Mannschaft keineswegs an spielerischem Potenzial. Für die ersten Auftritte in der neuen Umgebung gab es einhelliges Lob, und mit etwas mehr Glück und weniger Nerven hätte sich der FC vielleicht gleich im Mittelfeld der Tabelle platzieren können. Doch schon im ersten Spiel vergab Heidenheim eine zweimalige Führung und musste sich am Ende mit einem 2:2 daheim gegen Wuppertal zufrieden geben. Auch in Stuttgart lag Schmidts forsch auftretende Elf zunächst in Front, ehe der U23 des VfB 20 Minuten vor dem Abpfiff noch der Ausgleichstreffer gelang. Gegen Wiesbaden (0:2) und in Sandhausen (0:3) waren die Gewichte ebenfalls nicht so deutlich verteilt und in den letzten drei Partien gegen Bayern München II (4:2), Aue (1:0) und Erfurt (2:2) stimmten dann auch die Ergebnisse.
Die Fußball-Historie verzeichnet bislang keinen Leistungsvergleich zwischen Heidenheim und Osnabrück, die Zuschauer in der osnatel ARENA können sich also auf eine echte Premiere freuen. Dass der VfL als Favorit in diese Begegnung geht, sollte die Lila-Weißen allerdings nicht zu voreiligen Schlussfolgerungen verleiten. In den vergangenen Jahren starteten viele Mannschaften mit einer ähnlichen Voraussetzung in das Spiel gegen Heidenheim …
Von: Thorsten Stegemann
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