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Im Blickpunkt: 1. FC Heidenheim 1846
13.09.11
Nach dem Derbysieg wartet die nächste schwere Aufgabe auf die Lila-Weißen. Heute Abend gastiert der VfL beim 1. FC Heidenheim (Anstoß: 19.00 Uhr).

Platz 6 im ersten Jahr, Platz 9 im zweiten – der 1. FC Heidenheim hat sich in der 3. Liga schnell etabliert und setzt in der laufenden Saison möglicherweise zum nächsten Höhenflug an. In der Liga kassierten die Baden-Württemberger erst am vergangenen Freitag eine Niederlage (0:1 bei Stuttgart II), und im DFB-Pokal stehen sie nach einem kaum erwarteten 2:1-Erfolg gegen Werder Bremen in der 2. Runde.
Selbst die Verletzung des treffsicheren Mannschaftskapitäns Marc Schnatterer, der sich im Spiel gegen Jena einen Mittelfußbruch zuzog, konnte die Heidenheimer bis dato nicht stoppen. Allerdings war Cheftrainer Frank Schmidt zu diesem Zeitpunkt bereits an Umstellungen gewöhnt. In der Sommerpause musste er neben Andreas Glockner (VfL) und Christian Beisel (Darmstadt) auch Patrick Mayer ersetzen. Der Stürmer, der 2010/11 19 Treffer erzielte und gemeinsam mit Braunschweigs Dominick Kumbela Torschützenkönig wurde, nahm ein Angebot von Bundesliga-Aufsteiger Augsburg an.
Mit Adam Jabiri (Hoffenheim II), Tobias Rühle (VfB Stuttgart II) oder Scipon Bektasi (SC Freiburg II) haben zwar gleich mehrere potenzielle Nachfolger den Weg auf die schwäbische Alb gefunden, doch sie kamen – ähnlich wie die anderen Neuzugänge aus dem Großraum Süddeutschland – bislang noch nicht regelmäßig zum Einsatz. Teils aus Verletzungsgründen, doch Schmidt vertraute auch den bewährten Kräften: Sieben Akteure standen in allen acht Partien auf dem grünen Rasen. Gegen den VfL werden neben dem neuen Kapitän Martin Klarer und Marc Schnatterer auch die verletzten Akteure Jabiri, Sirigu, Weil und Wittek zuschauen müssen.
Ein Grundproblem der letzten Saison scheint in der neuen übrigens gelöst worden zu sein. 2010/11 kassierte Heidenheim 58 Gegentreffer, unerfreuliche 20 fielen in den letzten 15 Minuten. Seitdem musste Frank Lehmann in der Liga nur siebenmal hinter sich greifen.
Die bisherigen Leistungsvergleiche zwischen Osnabrück und Heidenheim verliefen ausgeglichen. Am 5. September 2009 gewann der VfL ein aufreibendes Heimspiel nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2. In Heidenheim revanchierte sich der FC am 6. März 2010. Seinerzeit erzielte Richard Weil per Elfmeter das Tor des Tages.
Von: Thorsten Stegemann
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