1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
17. Babelsberg -15 44
18. Oberhausen -10 39
19. Jena -20 39
20. Bremen II -41 22
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Im Blickpunkt: 1. FC Saarbrücken
26.08.11

Es ist fast ein Zweitligaklassiker, der am Freitagabend um 19.00 Uhr im Ludwigspark angepfiffen wird. Immerhin 14 Mal trafen der 1. FC Saarbrücken und der VfL Osnabrück im Fußball-Unterhaus aufeinander. Doch das ist lange her. 2011/12 geht es für beide Vereine eine Etage tiefer um wichtige Punkte. Die Gastgeber wollen ihren komfortablen Tabellenplatz verteidigen, die Lila-Weißen können bei einem Sieg auf drei Punkte an den aktuellen Tabellendritten heranrücken.


Diese Serie kann sich wahrlich sehen lassen: Seit sage und schreibe 16 Ligaspielen ist der 1. FC Saarbrücken mittlerweile ungeschlagen. Saisonübergreifend, versteht sich. Der phänomenale Endspurt mit zehn Spielen ohne Niederlage (davon neun Siege in Folge) bescherte dem letztjährigen Aufsteiger einen beachtlichen 6. Tabellenplatz in der Abschlusstabelle 2010/11. Und derzeit sieht es noch besser aus: Das Team von Jürgen Luginger rangiert auf Platz 3 und kassierte in der neuen Saison erst vier Gegentore. Ähnlich gut oder noch erfolgreicher verteidigten bis dato nur Münster und Regensburg.

Mittelfeldspieler und Kapitän Stephan Sieger, der mit seinem Osnabrücker "Amtskollegen" Claus Costa bei Fortuna Düsseldorf  zusammenspielte, übt sich trotzdem in Zurückhaltung: „Zu solch einem Lauf gehören viele Faktoren. Wir hatten in manchen Spielen auch das nötige Glück. Mit jeder Partie, die wir nicht verloren haben, steigerte sich unser Selbstvertrauen. Wir wissen jetzt, dass wir jeden Gegner schlagen können“, erklärte der 31-jährige in einem Gespräch mit dfb.de.

Dabei musste der Cheftrainer in der Sommerpause mehrere Erfolgsgaranten ersetzen. Innenverteidiger Marcus Mann zog es nach Wiesbaden, und die beiden Mittelfeldstrategen Nico Zimmermann (Braunschweig) und Manuel Zeitz (Nürnberg) fanden sogar höherklassige Arbeitgeber. An ihrer Stelle tragen nun unter anderem Marcel Ziemer (Wehen Wiesbaden), Marius Laux (Offenbach), Sven Sökler (Darmstadt), Christian Eggert (Borussia Dortmund) und Tim Kruse (Oberhausen) das Trikot der Blau-Schwarzen. Offenbar mit Erfolg, denn die Genannten kamen bislang in allen Saisonspielen zum Einsatz.

Johannes Wurtz musste einmal zuschauen und verdiente sich doch die kicker-Durchschnittsnote 2,5 und viel Lob für einige rasante Auftritte im Sturmzentrum.  Gleich bei seinem ersten Auftritt in der Startelf holte er gegen Jena einen Elfmeter heraus und sorgte persönlich für den 2:1-Endstand. Mit 41 Toren in der A-Jugend-Regionalliga und dem Aufstieg seines Teams in die Bundesliga empfahl sich Wurtz, der in ganz jungen Jahren bei der  DJK Bexbach spielte, für höhere Aufgaben. Mit dem gewachsenen Interesse an seiner Person geht der Stürmer erstaunlich locker um. „Was sich geändert hat? Nichts. Es gibt ein paar Schulterklopfer mehr“, erklärte Johannes Wurtz der „Saarbrücker Zeitung“.

Sechs Trainingseinheiten standen in dieser Woche auf dem Programm der Saarländer, die noch um den Einsatz von Torjäger Giuseppe Pisano (Aufbautraining) bangen, der 2010/11 acht Tore in 27 Einsätzen erzielte. Abwehrmann Lukas Kohler laboriert an Adduktorenproblemen. Auch er muss am Freitag möglicherweise zuschauen.

Da das letzte Pflichtspiel zwischen Saarbrücken und Osnabrück über zehn Jahre zurückliegt, werden sich die Wenigsten noch an eine Matchstatistik erinnern. Aus VfL-Sicht ist das sicher auch gut so, denn von den 14 Duellen konnten die Lila-Weißen lediglich drei gewinnen und kassierten acht, mitunter giftige Niederlagen. So wie am 17. September 1989, als Anthony Yeboah gleich vier Treffer zum 7:1-Erfolg der Saarländer beisteuerte. Der einzige VfL-Sieg in Saarbrücken datiert vom 22. März 1988, als der Mannschaft von Anton Rudinski ein 3:2-Erfolg gelang.


Von: Thorsten Stegemann




 

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