1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
17. Babelsberg -15 44
18. Oberhausen -10 39
19. Jena -20 39
20. Bremen II -41 22
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Im Blickpunkt: Alemannia Aachen
18.03.11

Vor der Länderspielpause können sich die Lila-Weißen auf einen echten Zweitligaklassiker freuen. Die Alemannia aus Aachen, die am Samstag in der osnatel ARENA gastiert, führt mittlerweile die Ewige Tabelle an und kommt auf 27 „Dienstjahre“ im Fußball-Unterhaus. Der VfL ist 23 Jahre dabei und rangiert auf Platz 7.


Fast 1.000 Spiele in Liga 2

978 Partien absolvierte Alemannia Aachen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Die Westdeutschen werden somit in der Saison 2011/12 als erster Verein überhaupt die Tausendergrenze überqueren, doch die Verantwortlichen hätten auf diese Premiere gerne verzichtet. Der Deutsche Vizemeister von 1969, der dreimal das DFB-Pokalfinale erreichte, würde nach dem letzten kurzen Gastspiel in der Saison 2006/07 gern wieder in der Bundesliga spielen.
Doch seit dem Abstieg hatte Aachen die begehrten Aufstiegsplätze nur noch selten im Visier. Nach einem unbefriedigenden siebten Platz in der Spielzeit 07/08 eroberten die Schwarz-Gelben ein Jahr später immerhin den vierten Rang, verpassten die Relegation mit vier Punkten Rückstand aber vergleichsweise deutlich. Im Mai 2010 stand schließlich Platz 13 zu Buche – indiskutabel für den ambitionierten Traditionsverein, aber auch teilweise erklärbar durch die finanziellen Schwierigkeiten, die mit dem Bau des neuen Tivoli entstanden. Eine Bürgschaft der Stadt verhinderte das Schlimmste, doch in der Saison 2010/11 fehlte das Geld für die ganz großen Lösungen.
Geschäftsführer Erik Meijer machte aus der Not eine Tugend. Mit dem bis dato wenig bekannten Peter Hyballa verpflichtete er einen jungen, erfolgshungrigen Cheftrainer, der sich wiederum für Spieler mit ähnlichen Voraussetzungen interessierte. Heraus kam die jüngste Mannschaft der 2. Bundesliga, die in der Liga eine gute Rolle spielt und im Pokal einmal mehr bis ins Viertelfinale vorstieß. Nach dem durchaus überraschenden Sieg gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt sah sich Meijer denn auch in seinem Kurs bestätigt. „Wir haben mit zehn deutschen Spielern in der Startelf, davon vier aus unserem eigenen Nachwuchs, einen Erstligisten aus dem Pokal geworfen. Auf der Bank saßen fünf weitere Spieler aus der U23. Das ist unsere Basis“, erklärte der Manager.

Alemannen in Nahaufnahme

Zehn Spieler verließen das Zweitligateam der Alemannia vor oder während der Saison – unter ihnen langjährige Leistungsträger wie Reiner Plaßhenrich (Karriereende, heute U19-Trainer), Jérôme Polenz (1. FC Union Berlin), Patrick Milchraum (FC Erzgebirge Aue) oder Cristian Fiél (Dynamo Dresden). An ihrer Stelle musste Hyballa elf Neuzugänge integrieren. Tobias Feisthammel (VfB Stuttgart II), Marco Höger (eigene U23), Tolgay Arslan (ausgeliehen vom HSV) und Zoltán Stieber (TuS Koblenz) eroberten sich auf Anhieb einen Stammplatz. Sie gehören zu den neun Akteuren, die in der laufenden Saison in über 20 Spielen zum Einsatz kamen.
Zoltán Stieber war zweifellos einer der verhaltensauffälligsten. Der Ungar mauserte sich mit mit sechs Treffern und sage und schreibe 13 Vorlagen zu einem der torgefährlichsten Spieler der 2. Bundesliga. Der gerade erst 22-jährige, der unbedingt einmal in der Bundesliga spielen möchte und bereits fleißig umworben wird, brachte internationale Erfahrung mit an den Tivoli. 2004 ging er von Újpest Budapest zu Aston Villa, spielte hier in Nachwuchs- und Reservemannschaften, ehe er an den Drittligisten Yeovil Town ausgeliehen wurde. In der Rückrunde der Saison 2008/09 heuerte Stieber in Koblenz an und markierte schon damals fünf Tore in 17 Spielen. Im vergangenen Jahr blieb der wendige Mittelfeldmann ein Stück hinter den Erwartungen zurück, die er in der laufenden Spielzeit mindestens ebenso weit übertraf.
Benjamin Auer ist ein dankbarer Abnehmer der punktgenauen Stieber-Vorlagen und mit 16 Saisontreffern aktuell zweitbester Goalgetter in Liga 2. Der Stürmer, der auf über 250 Erst- und Zweitligaeinsätze zurückblicken kann, traf bereits in den letzten beiden Spielzeiten insgesamt 30 Mal ins Schwarze. Durchschnittlich kann die Alemannia also in jedem zweiten Spiel mit einem Tor ihrer „Nr.9“ rechnen.

Lila-Weiß gegen Schwarz-Gelb

Die Bilanz gegen den alten Zweitligakonkurrenten fällt aus Osnabrücker Sicht nicht wirklich positiv aus. 39 Mal trafen der VfL und die Alemannia bereits aufeinander, 19 Mal hatten die Westdeutschen am Ende die Nase vorn (11 VfL-Siege, 9 Unentschieden).
Die Heimstatistik der Lila-Weißen fällt dagegen freundlicher aus. Der letzte von vier Aachener Siegen in Osnabrück liegt fast 25 Jahre zurück. Am 1. November 1986 gewannen die Gäste mit 2:0. Sechs Partien endeten remis, neunmal setzten sich die Lila-Weißen im eigenen Stadion durch.
Die beiden spektakulärsten Erfolge sind allerdings schon ein paar Tage her. Am 7. Mai 1977 sorgten Gerd-Volker Schock, Heinz-Dieter Greif, Klaus Baumanns, Günter Schäfer und Alfred Hußner (Gegentor: Rolf Kucharski) für einen glanzvollen 5:1-Sieg, der knapp 24 Jahre später noch einmal wiederholt werden konnte. Am 1. April 2001 trugen sich Ansgar Brinkmann, Christian Claaßen, Daniel Thioune (2) und Michael Petri (Gegentor: Hui Xie) in die Torschützenliste ein.
Torlos ging es übrigens selten zu, wenn diese beiden Vereine aufeinandertrafen. Nur drei von 39 Spielen endeten 0:0.

Den kompletten Vorbericht können Sie in der neuen „DRIN!“ lesen.



Von: Thorsten Stegemann




 

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