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Im Blickpunkt: FC Augsburg 18.09.10
Neun Punkte aus drei Spielen, mehr geht nicht. Dem FC Augsburg gelang nach der verunglückten Relegation ein Start nach Maß in die neue Saison. In dieser Form ist das Team von Jos Luhukay ein klarer Aufstiegsfavorit, entsprechend schwer wird die Aufgabe, die den VfL Osnabrück am Sonntag in der Impuls-Arena (Anstoß: 13.30 Uhr) erwartet.

Schon die Saison 2009/10 war die erfolgsreichste in der Geschichte des FCA. Mit dem Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal und dem Relegationsplatz in der 2. Bundesliga setzten die Schwaben zwei deutliche Ausrufezeichen, und auch wenn ihnen Pokalsieg und Aufstieg am Ende verwehrt blieben, gab es rund um die Donauwörther Straße 170 Grund genug, mit der Leistung zufrieden zu sein und optimistisch in die nähere Zukunft zu blicken.
Doch Manager Andreas Retting und Chefcoach Luhukay hatten offenbar nicht vor, sich auf dem Erreichten auszuruhen. In der Sommerpause verließen 14 Spieler den Verein, die durch eine Reihe namhafter Akteure ersetzt wurden. Wer Gibril Sankoh (FC Groningen), Marcel de Jong (Roda Kerkrade), Paul Verhaegh (Vitesse Arnheim), Torsten Oehrl (Werder Bremen), Nando Rafael (AGF Arhus), Lukas Sinkiewicz (Bayer 04 Leverkusen), Sören Bertram (Hamburger SV) oder Kees Kwakman (NAC Breda) unter Vertrag nimmt, wird kaum vorhaben, um die Plätze 8 bis 10 zu spielen.
Zumal der FCA auch noch auf die Dienste von Torwart-Routinier Simon Jentzsch, Abwehr-Ass Uwe Möhrle oder Goalgetter Michael Thurk zurückgreifen kann. Der Torschützenkönig der letzten Saison steht stellvertretend für die Spielkultur und Effizienz des Teams: In 81 Ligaspielen für Augsburg erzielte er 43 Tore und bereitete zehn weitere vor!
Angesichts der Qualität dieses Kaders sind Ausfälle wie etwa der von Lukas Sinkiewicz, der wegen einer Knieverletzung operiert werden musste, zu kompensieren, und so dominierte Augsburg die ersten drei Gegner auch über weite Strecken. In Ingolstadt kam das Team zu einem völlig ungefährdeten 4:1-Sieg, hatte anschließend etwas mehr Mühe gegen den SC Paderborn (1:0), um dann in Bochum erneut groß aufzuspielen und die ebenfalls aufstiegsambitionierte Mannschaft von Friedhelm Funkel mit 2:0 zu bezwingen.
In Schwierigkeiten geriet der FCA bislang nur in Sandhausen. In der ersten Runde des DFB-Pokals trotzte der Drittligist Augsburg ein spektakuläres 4:4 ab und musste sich erst im Elfmeterschießen mit 1:3 geschlagen geben.
Die Außenseiter haben also doch eine Chance, wenn sie kompakt stehen und offensive Akzente setzen können. Der Direktvergleich zwischen Augsburg und Osnabrück verzeichnet zwei Siege und drei Niederlagen der Lila-Weißen, eine Partie endete unentschieden. Der erste und bislang einzige Sieg des VfL im Südwesten Bayerns datiert allerdings vom 21. August 1982. Vor gut 28 Jahren sorgten Guido Szesni und Ralf Lehmann für einen 2:0-Sieg der Lila-Weißen. Am Ende der Spielzeit belegte Osnabrück den 10. Tabellenplatz, Augsburg stieg als 17. in die damalige Oberliga ab. Dieses Szenario dürfte sich zumindest was die Platzierung des FCA angeht in der laufenden Saison kaum wiederholen …
Von: Thorsten Stegemann
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