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Im Blickpunkt: FC Carl Zeiss Jena 28.08.09
Im dritten Heimspiel der noch jungen Saison empfangen die Lila-Weißen den FC Carl Zeiss Jena. Seit 1992 traf der VfL in sechs Pflichtspielen auf den Traditionsverein aus Thüringen.

In der Zweitligasaison 2007/08 trennten sich beide Teams sowohl in Jena als auch in Osnabrück 1:1-unentschieden. Für den VfL war die magere Ausbeute von zwei Punkten aus zwei Partien allerdings schon ein Fortschritt, denn 1992/93 und 2005/06 gab es für die Niedersachsen noch weniger zu holen. So verlor der VfL unter der Regie von Hubert Hüring am 22. Juli 1992 mit 0:2 in Jena, und auch das Rückspiel am 14. Februar 1993 gewann der FC an der Bremer Brücke deutlich mit 3:1. Im September 2005 standen sich beide Vereine in der Regionalliga Nord erneut gegenüber, und diesmal lief es etwas besser für die Lila-Weißen, die nach Toren von Dave de Jong, Thomas Reichenberger und dem Anschlusstreffer von Ronny Thielemann lange mit 2:1 führten. In der 90. Minute gelang dem eingewechselten Fiete Sykora, der später zum VfL wechselte und heute für Holstein Kiel spielt, aber doch der Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand. Beim Rückspiel auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld sah es geraume Zeit nach einem weiteren Remis aus, ehe die Jenenser erneut ihr Talent für späte Tore unter Beweis stellten. Daniel Zaccanti traf in der 80. Minute, der VfL musste die Heimreise wieder einmal mit leeren Händen antreten. Lange Rede, kurzer Sinn: Von den sechs Spielen gegen Jena konnte Osnabrück kein einziges gewinnen. Höchste Zeit also, die Statistik um einen VfL-Erfolg zu bereichern!
Der extrovertierte niederländische Trainer René van Eck, der in den 90ern lange für den FC Luzern spielte, war bei den Jena-Fans nach seiner Rückkehr noch umstrittener als während seiner ersten, vergleichsweise erfolglosen Amtszeit. Allerdings zeigte sich der 43-jährige kompromissbereit und kündigte unter anderem an, auf sein kantiges 4-1-4-1-System verzichten zu wollen. Grundsätzlich seien auch die Varianten 4-4-2 oder 4-3-3 denkbar, erklärte van Eck, der bei den Vorbereitungsspielen gegen unterklassige Gegner mehrfach zweistellige Ergebnisse einfahren konnte. So gewann sein Team gegen den Kreisligisten Sportfreunde Elxleben mit 24:0, und auch der Start in die neue Saison ließ zunächst wenig Wünsche offen. Dem 2:1-Achtungserfolg gegen Wehen Wiesbaden folgte ein 2:2 in Sandhausen. Anschließend setzten sich van Ecks Schützlinge im heimischen Stadion mit einem spektakulären 6:0-Sieg gegen die Amateure des Deutschen Rekordmeisters Bayern München durch. Nach Treffern von Eckardt und Smeekes erzielte der italienische Stürmer Salvatore Amirante in der zweiten Halbzeit vier Treffer hintereinander. Die anschließenden Ostduelle gegen Aue und Erfurt endeten 0:0 und 0:3.
Wohin der Weg des FC Carl Zeiss Jena in der laufenden Saison führen wird, ist noch nicht absehbar. Die Chancen stehen allerdings gut, dass sich die Mannschaft diesmal mindestens im gesicherten Mittelfeld platzieren kann. René van Eck peilt einen einstelligen Tabellenplatz an, und auch Torwart und Kapitän Carsten Nulle gab sich bereits vor dem 1. Spieltag optimistisch. "Wir sind weiter als im Vorjahr, haben uns qualitativ besser präsentiert als zuletzt. Das liegt auch an den Neuzugängen, die wir recht schnell integrieren konnten", erklärte Nulle gegenüber dem Fachmagazin "kicker".
Den kompletten Vorbericht können Sie am Samstag in der neuen "DRIN! lesen.
Von: Thorsten Stegemann
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