1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
17. Babelsberg -15 44
18. Oberhausen -10 39
19. Jena -20 39
20. Bremen II -41 22
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Im Blickpunkt: FSV Frankfurt
20.04.11

Am Gründonnerstag empfängt der VfL Osnabrück den FSV Frankfurt zum nächsten wichtigen Heimspiel in der osnatel ARENA. Die Partie gegen das Team von Hans-Jürgen Boysen wird um 18.00 Uhr angepfiffen.


Zwei Gesichter

Die Hessen überraschten viele Beobachter mit einer eminent starken Hinrunde, in der die Weichen frühzeitig Richtung Klassenerhalt gestellt wurden. Stolze 28 Punkte sammelte der FSV im ersten Teil der Saison – vorwiegend gegen Teams, die im Sommer 2010 noch als direkte Konkurrenten im möglichen Abstiegskampf galten.
2011 schien sich diese Serie nahtlos fortzusetzen. Dem 1:1 bei Arminia Bielefeld folgte ein 4:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen, doch dann kam der Frankfurt-Express ins Stocken. Nach einer deftigen 0:6-Klatsche bei Fortuna Düsseldorf verlor man das Nachholspiel in Aue und konnte auch in den folgenden neun Partien keinen dreifachen Punktgewinn verbuchen.
Plötzlich kreiste das Abstiegsgespenst auch wieder über dem Frankfurter Volksbank-Stadion, doch der jüngste 2:1-Erfolg gegen 1860 München dürfte es endgültig vertrieben haben. Gut für den FSV, denn das Restprogramm hat es in sich. Nach dem Gastspiel beim VfL müssen die Hessen noch gegen den MSV Duisburg (H), den FC Augsburg (A) und Erzgebirge Aue (H) antreten.
In den beiden vorangegangenen Jahren stellte die Situation des FSV ganz anders dar. Seinerzeit holten die Frankfurter nach der Winterpause die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt - 2008/09 als siebtbestes und 2009/10 als achtbestes Team der Rückrunde.
Sollte diesmal das Polster aus der ersten Saisonhälfte zum gewünschten Ziel führen, hätten die Hessen Beachtliches geleistet. Schließlich spielte der FSV 2006/07 noch in der viertklassigen Oberliga. Dass man sich nach dem Durchmarsch in die 2. Bundesliga längerfristig im Fußball-Unterhaus einmieten könnte, war nicht unbedingt zu erwarten. Umso bedauerlicher, dass die Zuschauer den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre kaum honorierten. In der laufenden Saison fanden im Schnitt nur rund 4.000 Fans den Weg ins Volksbank-Stadion.
Die Verantwortlichen wollen sich vom geringen Zuspruch allerdings nicht entmutigen lassen und den Deutschen Vizemeister von 1925 Schritt für Schritt voranbringen. Im Februar verlängerten die Geschäftsführer Uwe Stöver, Clemens Krüger und Jens-Uwe Münker ihre Verträge, und der seit Oktober 2009 amtierende Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen soll dem Verein ebenfalls noch einige Jahre erhalten bleiben. „Es ist sehr reizvoll, nach der sportlich schwierigen letzten Saison die neu aufgebaute Mannschaft weiter zu formen, Automatismen weiter auszuprägen und zu optimieren. Wir haben in dieser Spielzeit einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht“, erklärte der Coach Ende Februar.

Hessen in Nahaufnahme

Vor Saisonbeginn leitete Boysen einen personellen Umbruch ein, der wie ein Austausch der Belegschaft anmutete. 15 Spieler verließen den Verein, 15 neue kamen zum FSV.
Zu den alten Bekannten gehört Patric Klandt, der Anfang 2008 durch einen Torwartwechsel mit Rostocks Kenneth Kronholm an den Main kam. Für den gebürtigen Frankfurter, der auch schon bei Eintracht Frankfurt und Wehen aktiv war, erwies sich die Rückkehr in die alte Heimat als Glücksgriff. Klandt wurde Stammkeeper, absolvierte seitdem mehr als 100 Pflichtspiele für den FSV und sorgte immer wieder für positive Schlagzeilen. Auch in der laufenden Saison zeigte der Torhüter, nach dem der eine oder andere Bundesligist seine Fühler ausgestreckt haben soll, viele sehenswerte Paraden, ein gutes Stellungsspiel - und die Fähigkeit zur Selbstkritik.
„Nach den Niederlagen in Düsseldorf und Aue haben wir vielleicht gedacht, dass nach oben nichts mehr geht und wir zu viel verloren haben. Dabei haben wir dann eventuell nicht mehr den Blick nach unten gehabt“, meinte Klandt mit Blick auf die frustrierende Rückrunde, die auch für ihn selbst Konsequenzen hatte. Gegen 1860 München gab Boysen Ersatzmann Michael Langer den Vorzug. Der 26-jährige Österreicher, der schon in Stuttgart und Freiburg unter Vertrag stand, kam somit zu seinem Zweitligadebüt für die Bornheimer.
Toptorjäger Sascha Mölders versenkte den Ball bereits 15 Mal im Kasten des Gegners. Mölders besitzt noch einen Vertrag bis 2013, bat zwischenzeitlich aber um eine Freigabe für den niederländischen Erstligisten De Graafschap Doetinchem, ehe er sich entschloss, doch lieber in Frankfurt zu bleiben.
Trotzdem wird der Stürmer für finanzkräftige Ligakonkurrenten und höherklassige Vereine immer interessanter. Das hätte er allerdings auch schon in früheren Zeiten sein müssen. Als der gebürtige Essener 2006/07 für die U23 des MSV Duisburg auflief, wurde er mit 24 Treffern bereits Torschützenkönig der Oberliga Nordrhein. Zwei Jahre später erzielte er für Rot-Weiß Essen sagenhafte 28 Tore in 34 Spielen und krönte sich diesmal zum Torschützenkönig der Regionalliga West.


Von: Thorsten Stegemann




 

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