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Im Blickpunkt: Rot-Weiß Oberhausen
14.10.11
Heute Abend (Anstoß: 19.00 Uhr) gastiert der VfL im Stadion Niederrhein. Rot-Weiß Oberhausen musste mit den Lila-Weißen und Arminia Bielefeld am Ende der letzten Saison den Gang in die 3. Liga antreten.

Nach dem Abstieg lief es nicht rund beim ehemaligen Bundesligisten, der 1999 ins Halbfinale des DFB-Pokals vorstieß. Von den ersten elf Spielen konnten die Rot-Weißen lediglich zwei gewinnen (1:0 gegen Unterhaching, 4:1 gegen Sandhausen), siebenmal ging der Gegner mit drei Punkten vom Platz.
Cheftrainer Theo Schneider, der 20 Abgänge kompensieren und ein Dutzend Neuzugänge in seinen Kader integrieren musste, verlor seinen Job nach dem jüngsten 1:1 gegen die Amateure des VfB Stuttgart. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden, obwohl sich mehr als 50 Übungsleiter um den Platz an der Seitenlinie beworben haben sollen. Präsident Hajo Sommers war angesichts des großen Interesses schon wieder zum Scherzen aufgelegt: „Ich staune. Da sind tatsächlich welche dabei, die ich nur vom Fußballsammelbildchensammeln kannte“, zitierte ihn das Fachmagazin „kicker“.
Interimstrainer ist nun Peter Kunkel, der selbst reichlich Erfahrung in der 2. Liga sammelte und hier auf 310 Spiele Einsätze kam. Für Wattenscheid 09 erzielte er 87 Tore. Unter Kunkels Regie erreichte RWO das Achtelfinale im Niederrheinpokal – allerdings nur durch ein knappes 1:0 gegen den Landesligisten 1. FC Kleve.
Die schwache Torausbeute gehört derzeit zu den zentralen Problemen. Mittelfeldmann Felicio Brown Forbes und Christopher Kullmann sind mit je drei Treffern die besten Schützen der Rot-Weißen, erzielten gemeinsam aber auch schon sechs der zehn Saisontore. Mit 15 Gegentreffern gehört RWO allerdings auch zu den defensivstärksten Teams im unteren Tabellendrittel.
Oberhausen und Osnabrück treffen am Freitag erstmals in Liga 3 aufeinander. Zuvor gab es allerdings bereits 25 Duelle – in der 2. Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Regionalliga Nord 2005/06. Die Kicker vom Niederrhein liegen im Direktvergleich mit zehn Siegen, sieben Unentschieden und acht Niederlagen knapp vorn. Doch immerhin konnte der VfL dreimal bei RWO gewinnen. 1980 holte Werner Biskups Team ein 1:0, und fünf Jahre später siegten die Lila-Weißen unter Rolf Grünther erneut mit 1:0. Auch 1986 saß Rolf Grünther beim 2:0-Sieg des VfL auf der Trainerbank der Osnabrücker.
Seitdem hat RWO gegen den VfL kein Heimspiel mehr verloren ...
Von: Thorsten Stegemann
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