1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
17. Babelsberg -15 44
18. Oberhausen -10 39
19. Jena -20 39
20. Bremen II -41 22
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Im Blickpunkt: SC Paderborn 07
03.12.10

Knapp anderthalb Jahre nach den beiden Relegationsspielen, die den VfL in die 3. und Paderborn in die 2. Bundesliga katapultierten, treffen beide Mannschaft zum ersten Mal wieder aufeinander. Dem VfL ist der direkte Wiederaufstieg geglückt, Paderborn setzte als Tabellenfünfter der Saison 2009/10 ein sattes Ausrufezeichen hinter die gestiegenen Ambitionen. Das "Nachbarschaftsduell" wird am Freitagabend um 18.00 Uhr angepfiffen.


Auf dem Platz - und in der Kasse

14 Siege, neun Unentschieden und elf Niederlagen bedeuteten bei einem ausgeglichenen Torkonto von 49:49 am Ende der vergangenen Saison Platz 5 für die Ostwestfalen, die sich direkt hinter Fortuna Düsseldorf als bester Aufsteiger des Jahres empfahlen. Aus den letzten fünf Partien gegen Ahlen (H), Greuther Fürth (A), Duisburg (A), Aachen (H) und St. Pauli (A) hatte das Team von Andre Schubert noch einmal 13 von 15 möglichen Punkten geholt und somit eine beachtliche, in dieser Form kaum zu erwartende sportliche Bilanz vorzuweisen.
In wirtschaftlicher Hinsicht stellte sich die Situation weniger positiv dar. Der Aufsichtsratsvorsitzende Elmar Volkmann bezifferte den Fehlbetrag für die Spielzeit 2009/10 während der Jahreshauptversammlung Anfang November auf 1,8 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2010 seien dadurch auf rund 6,2 Millionen Euro angewachsen, 2,8 Millionen Euro aber auch schon wieder getilgt worden. Die aktuellen Verbindlichkeiten gab Volkmann mit 3,4 Millionen Euro an. "äußerste Ausgabendisziplin" sei deshalb auch in Zukunft geboten. Der Sportliche Leiter und Cheftrainer lenkte die Aufmerksamkeit aber auch auf die möglichen Folgen eines allzu rigiden Sparkurses: "Die 2. Liga ist ein brutaler Konkurrenzkampf. Hier können wir nur bestehen, wenn wir auch finanziell konkurrenzfähig bleiben."
Ende August sah es allerdings nicht so aus, als ob sich Andre Schubert um die finanzielle Konkurrenzfähigkeit seines Klubs besondere Sorgen machen müsste. Seinerzeit holten die Ostwestfalen kurz vor Schließung der Transferliste gleich fünf neue Spieler, die mehrheitlich auf Leihbasis verpflichtet wurden: Edmond Kapllani (Augsburg), Jukka Raitala (Hoffenheim), Dragan Georgiev (Mainz), Berkan Afsarli (VfB Stuttgart II) und Selcuk Alibaz (Eskisehirspor).

Paderborner in Nahaufnahme

Schon vor Saisonbeginn hatte sich der SC die Dienste von mehreren hoffnungsvollen Nachwuchsspielern gesichert. Defensivallrounder Markus Palionis (Dynamo Dresden) entsprach dem Anforderungsprofil der sportlichen Leitung ebenso wie die Stürmer Nico Klotz (Erzgebirge Aue), David Jansen (Chemnitzer FC) und Jorge Mosquera (CS 2 de Mayo Pedro Juan Caballero). Von der insgesamt beträchtlichen Liste der Neuzugänge wurden bislang aber nur Kapllani, Raitala und Palionis regelmäßig berücksichtigt.
Andre Schubert vertraute im ersten Saisondrittel den bewährten Kräften und setzte mit zunehmendem Erfolg auf eine eingespielte Mannschaft. In den ersten zwölf Partien kamen Daniel Masuch, Sören Gonther, Florian Mohr, Jukka Raitala, Enis Alushi, Daniel Brückner, Rolf-Christel Guié-Mien, Markus Krösche und Edmond Kapllani mindestens zehnmal zum Einsatz.
Kapitan Markus Krösche, das Urgestein der Ostwestfalen, fungierte dabei passender Weise als Fels in der Brandung. Der 30-jährige Abwehrspieler, der mit Enis Alushi in dieser Saison auch auf der "Doppel-Sechs" eingesetzt wurde, kam 2001 von den Amateuren des SV Werder Bremen nach Paderborn und bestritt seitdem über 260 Partien in der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der alten Regionalliga Nord. Krösche gelang so mühelos der Sprung in die 2007 gewählte "Jahrhundertelf", und er wird den Paderbornern auch noch einige Zeit erhalten bleiben. Sein aktueller Vertrag läuft bis 2012.
Gaetano Manno spielte von 2007 bis 2009 für die Lila-Weißen, nachdem er sich beim Wuppertaler SV (2006/07: 12 Tore in 30 Spielen) überzeugend in Szene gesetzt hatte. Doch der sympathische Stürmer wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Nach Außenmeniskusriss, Syndesmosebandriss, Kreuzbandriss und einem Einriss am Außenmeniskus musste der Deutsch-Italiener in den vergangenen drei Jahren vier Operationen über sich ergehen lassen.
Doch jetzt will Manno einen Neuanfang und schnellstmöglich zurück in die Stammformation. "Ich habe die Seuche gehabt und deshalb alles weggeworfen, was mich als Fußballer in den vergangenen Jahren begleitet hat. Sogar neue Fußballschuhe habe ich mir besorgt", verriet der 28-jährige dem "Westfalen-Blatt". "Ich bin seit vier Jahren Zweitligaprofi, müsste mehr als 100 Spiele in meiner Statistik stehen haben, komme aber gerade mal auf 53 Einsätze. Das ist für einen wie mich, der seinen Traum lebt, ganz bitter. Heute kann ich gut verstehen, dass der ständige Kampf um die Fortsetzung der Karriere einen Spieler zermürben kann. Deshalb hoffe ich, dass der liebe Gott in Zukunft ein bisschen besser auf mich aufpasst."

Zwei Gesichter

Nur ein Heimspiel verloren, nur ein Auswärtsspiel gewonnen - wenn es nach dem SC Paderborn ginge, könnten gern sämtliche Spiele in der Energieteam Arena ausgetragen werden. Hier gelang der Mannschaft von Andre Schubert der erste Saisonsieg (2:0 gegen Union Berlin) nach drei Niederlagen in Liga und DFB-Pokal. Hier dominierte sie den Lokalrivalen aus Bielefeld (3:1), Konkurrent Fortuna Düsseldorf (3:0) und sogar den haushohen Favoriten Hertha BSC Berlin (1:0).
Der erste Auswärtssieg wurde am 12. Spieltag eingefahren, als die Ostwestfalen mit 2:1 beim FC Ingolstadt gewinnen und sich damit zunächst ins Mittelfeld der Tabelle absetzen konnten. Alle anderen Reisen bescherten dem SC, der in Osnabrück ohne die gesperrten Innenverteidiger Christian Strohdiek und Markus Palionis antreten muss, viel Frust und insgesamt sechs Niederlagen. Am vergangenen Freitag setzte es ein 0:3 beim VfL Bochum.

Den kompletten Vorbericht mit weiteren Spielerporträts und einer kleinen VfL-SCP-Historie können Sie am Freitag in der neuen "DRIN! lesen.

Der "Sportclub aktuell" des NDR-Fernsehens zeigt am Samstag ab 17.00 Uhr einen Spielbericht von der Partie Osnabrück vs. Paderborn.


Von: Thorsten Stegemann


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