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Im Blickpunkt: SpVgg Greuther Fürth 15.10.10
Es geht weiter in Liga 2: Nach 13 Tagen Unterbrechung greift auch der VfL wieder ins Geschehen ein und gastiert heute Abend bei der SpVgg Greuther Fürth. Die Partie wird um 18.00 Uhr angepfiffen.

Die Abgänge von Marco Caligiuri und Sami Allagui, die beim Überraschungsteam der 1. Bundesliga, Mainz 05, anheuerten, wiegen vielleicht besonders schwer, doch neben den beiden verließen noch fünf weitere Akteure die Franken, die sich somit einmal mehr vor die Aufgabe Neuanfang gestellt sahen.
Der "dienstälteste" Zweitligist, der seit 1997 im Fußball-Unterhaus aktiv ist, kommt mit diesen Herausforderungen in der Regel gut zurecht. Jahr für Jahr gelingt es Trainern und Vereinsführung, eine Mannschaft zusammenzustellen, die an die Tür zur 1. Liga klopfen oder mindestens eine wichtige Rolle in der 2. Liga spielen kann. 2009/10 vertrauen die Fürther unter anderem auf die Neuzugänge Thomas Kleine (Borussia Mönchengladbach), Stefan Kolb (Carl Zeiss Jena), Philipp Langen (TuS Koblenz, war ausgeliehen), Kingsley Onuegbu (Eintracht Braunschweig), Tayfun Pektürk (Eintracht Trier) Marius Strangl (SpVgg Greuther Fürth II), Stefan Vogler (Bahlinger SC), Kevin Kampl (Bayer Leverkusen) und Danijel Aleksic (Leihgabe vom CFC Genua 1893).
Und der Plan scheint aufzugehen, denn die Franken sind auch in der laufenden Saison wieder oben dabei und rangieren aktuell auf dem 2. Tabellenplatz. Bis dato verlor das Team von Mike Büskens nur eine einzige Partie (0:2 in Cottbus), sicher auch das Verdienst der stabilen Defensive, die in sieben Spielen nur fünf Gegentreffer hinnehmen musste.
Einen überraschenden Ausrutscher leisteten sich die Kleeblätter allerdings vor einer Woche beim 0:2 gegen den viertklassigen Testspielgegner SpVgg Weiden. Mike Büskens erklärte anschließend: „Nach dem positiven Lauf in der Meisterschaft ist das Spiel heute ein wichtiges Signal für unser Team. Das Ergebnis kann von großer Bedeutung sein, denn es führt uns deutlich vor Augen, dass wir nichts geschenkt bekommen. Nicht in der Liga und auch nicht in solchen Testspielen."
In den nächsten vier Wochen könnte eine Vorentscheidung darüber fallen, was für den Deutschen Meister von 1914, 1926 und 1929 in dieser Saison möglich oder unerreichbar ist. Nach dem Heimspiel gegen die Lila-Weißen reist die Spielvereinigung zu Hertha BSC. Anschließend steht das Pokalheimspiel gegen den FC Augsburg auf dem Programm, der Mitte November noch einmal als Ligakonkurrent in die Trolli Arena kommt. Zwischen den beiden Duellen mit dem FCA heißen die Gegner Aue (H) und Duisburg (A).
Die Bilanz des VfL gegen Greuther Fürth ist insgesamt negativ (4 Siege, 3 Unentschieden, 6 Niederlagen in DFB-Pokal und 2. Liga), doch an das letzte Aufeinandertreffen werden sich die Fans der Lila-Weißen gerne erinnern. Am 15. März 2009 erzielte Bernd Nehrig in der osnatel ARENA zwar das frühe 1:0 für die Gäste. Doch dann drehten die Osnabrücker das Spiel und kamen durch Treffer von Thomas Reichenberger (2), Henning Grieneisen, Thomas Cichon und Dominic Peitz zu einem spektakulären 5:1-Sieg.
In Franken konnte der VfL in den letzten 30 Jahren allerdings kein einziges Spiel gewinnen. Bei den sechs Besuchen erwiesen sich die Fürther in sportlicher Hinsicht als wenig gastfreundlich und schickten die Osnabrücker fünfmal ohne zählbaren Erfolg auf die Heimreise. Nur am 28. September 2003 konnten die Lila-Weißen nach einem 1:1-Unentschieden einen Punkt mitnehmen.
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