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Im Blickpunkt: SV Babelsberg 03
28.10.11
Am Samstag steht das nächste Auswärtsspiel für den VfL auf dem Programm. Die Reise führt die Lila-Weißen nach Potsdam – im Karl-Liebknecht-Stadion wartet der SV Babelsberg 03 (Anstoß: 14.00 Uhr, Live-Übertragung im Fanradio hier auf vfl.de sowie im Liveticker der NOZ).

Eine Bankbürgschaft, die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung und die vielen einsatzfreudigen Fans bewahrten den SV Babelsberg 03 nach der vergangenen Saison vor dem Sturz in die Viertklassigkeit. Sportlich war der Klassenerhalt klar gesichert (46 Punkte), aber die Finanzen drohten den Filmstädtern einmal mehr einen Strich durch die Rechnung Profifußball zu machen.
Doch am Ende erteilte der DFB die ersehnte Lizenz. Der Verein musste keinen kompletten Neuanfang starten und sich doch auf vielen Positionen verändern. Cheftrainer Dietmar Demuth, der seit vier Jahren bei den „Nulldreiern“ unter Vertrag steht, gab 15 Spieler ab und holte 13 neue in die erste Mannschaft.
Für Markus Müller hat sich Demuths Feinarbeit besonders gelohnt. Der Stoßstürmer wechselte vom Halleschen FC nach Potsdam, kam in allen 14 Spielen zum Einsatz und erzielte sechs Treffer. Allerdings liegen die Probleme der Babelsberger nicht vornehmlich im Sturm, sondern in der Defensivabteilung. Vor Daniel Zacher, der am 9. Spieltag seinen langjährigen Konkurrenten Marian Unger „beerbte“, kommen die gegnerischen Angreifer zu oft in aussichtsreiche Positionen. Unger und Zacher mussten bereits 22 Mal hinter sich greifen. Schlimmer traf es nur die Werder- Keeper Christian Vander und Bernd Düker (24) sowie Jenas Tino Berbig (28).
Dass bisher erst zwei Heimspiele gewonnen werden konnten, die „Nulldreier“ aber auch nur eine Auswärtspartie verloren geben mussten, deutet an, dass die Mannschaft von Dietmar Demuth derzeit schwer auszurechnen ist. Der Blick auf die Einzelergebnisse bestätigt diese These: Die Zweitvertretungen aus Bremen und Stuttgart konnten sich zuletzt gegen Babelsberg durchsetzen, aber Regensburg, Münster, Heidenheim oder Offenbach kamen nicht über ein Remis hinaus.
Der VfL Osnabrück traf bisher erst zweimal auf Babelsberg und konnte beide Spiele in der Regionalliga-Saison 2002/03 für sich entscheiden. In der Filmstadt markierte Harun Isa das einzige Tor des Tages, beim Rückspiel trafen Guido Spork (2) und Benjamin Schüßler. Hendryk Lau gelang im April 2003 der zwischenzeitliche Ausgleich. Am Ende hieß es 3:1 für den VfL.
Von: Thorsten Stegemann
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