1. Aalen 10 43
2. Sandhausen 9 43
3. Regensburg 15 38
4. Erfurt 5 36
5. Saarbrücken 10 35
6. Burghausen 7 35
7. Chemnitz 2 35
8. Heidenheim 2 34
9. Offenbach 3 33
10. Stuttgart II -2 33
11. Münster -1 31
12. VfL 4 29
13. Wehen -2 29
14. Babelsberg -3 29
15. Bielefeld -6 29
16. Unterhaching 0 28
17. Darmstadt -3 27
18. Oberhausen -10 21
19. Jena -19 18
20. Bremen II -21 17
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Im Blickpunkt: SV Sandhausen
31.03.10

Englische Woche, Teil 2: Heute Abend tritt der VfL beim Tabellenachten der Saison 2008/09 an, der auch in der laufenden Spielzeit zum erweiterten Verfolgerfeld der 3. Liga gehört. Die Partie im Hardtwaldstadion, das gut 10.000 Zuschauern Platz bietet, wird um 19.00 Uhr angepfiffen.


SV-Präsident Jürgen Machmeier verkündete im vergangenen Jahr ein vergleichsweise ungewöhnliches Saisonziel. "Wir streben den vierten Platz an!" So bescheiden, wie er auf den ersten Blick klingt, ist dieser Anspruch freilich nicht. Berechtigt der vierte Platz doch zur Teilnahme am DFB-Pokal und zum engen Kontakt mit der Tabellenspitze.

Zu Saisonbeginn deutete denn auch einiges darauf hin, dass der Deutsche Amateurmeister von 1978 und 1993 die Messlatte noch höher legen könnte. Nach den Auftakt-Unentschieden gegen Unterhaching und Jena gewann Sandhausen die Partien gegen Dresden, Heidenheim, Wuppertal und Stuttgart II und beschloss den 6. Spieltag als Tabellenführer der 3. Liga. Auch am 9. Spieltag standen die Kicker aus dem nordwestlichen Baden-Württemberg, die mit Regis Dorn (14 Tore in der Hinrunde) einen brandgefährlichen Torjäger aufboten, nach einer Niederlage gegen Wehen Wiesbaden und zwei weiteren Erfolgen gegen Regensburg und München II auf Platz 1. Dann folgte jedoch eine ganze Serie von Rückschlägen, die mit drei punktlosen Spielen gegen Aue, Erfurt und Osnabrück begann und beim 0:6-Debakel in Braunschweig am 7. November 2009 ihren Höhepunkt erreichte.

Als der SV im neuen Jahr noch einmal zwei Niederlagen in Folge gegen Heidenheim und Wuppertal kassierte, musste der langjährige Chefcoach seinen Stuhl räumen. Gerd Dais hatte das Team seit September 2005 trainiert und von der Oberliga in die 3. Liga geführt. "Wir hatten eine tolle und sehr erfolgreiche Zeit, für die wir ihm sehr dankbar sind. Wir sind aber zu dem Punkt gekommen, dass dieser Schritt der richtige ist, um das Saisonziel nicht zu gefährden", begründete Präsident Machmeier die schnelle Entscheidung. Rund 50 Fußballlehrer sollen sich um Dais´ Nachfolge beworben haben, die Wahl fiel schließlich auf den 38-jährigen Frank Leicht, der bis dahin die U23 des Bundesligisten Eintracht Frankfurt trainiert hatte.

In Sandhausen unterschrieb Frank Leicht einen Kontrakt bis 2011, der für die 2. und 3. Liga gilt. Das ominöse Saisonziel hat der junge Coach noch auf dem Schirm. Er will mit seinem Team "mittelfristig vorne mitspielen", weiß allerdings auch, dass in der engen 3. Liga viele Varianten denkbar sind. "Auch dieses Jahr ist der dritte Platz möglich. Wenn einer schwächelt, gerne auch höher", erklärte Leicht auf einer Pressekonferenz.

Am spielerischen Potenzial fehlt es Sandhausen (zuletzt 0:3 in Stuttgart und 0:1 in Erfurt) ebenso wenig wie am nötigen Selbstbewusstsein. Doch damit es in dieser Saison zum Aufstieg reicht, müssten sich die Fußballgötter schon in Mannschaftsstärke auf die Seite des SV schlagen. Abgesehen vom mittlerweiten weiten Anstand zu Platz 3 hat es auch noch das Restprogramm, allein der Spieltage 35 bis 38, in sich. In den abschließenden vier Ligapartien heißen die Gegner Eintracht Braunschweig, Werder Bremen II, Kickers Offenbach und FC Ingolstadt.


Von: Thorsten Stegemann


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