1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
17. Babelsberg -15 44
18. Oberhausen -10 39
19. Jena -20 39
20. Bremen II -41 22
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Im Blickpunkt: Union Berlin
22.09.10

Knapp dreieinhalb Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen in der alten Regionalliga Nord steht endlich wieder ein Leistungsvergleich zwischen dem VfL Osnabrück und Union Berlin auf dem Spielplan. Die Partie wird am Mittwochabend um 17.30 Uhr in der osnatel ARENA angepfiffen.


Hin- und Rückrunde, Heim- und Auswärtsspiele

Nach dem souveränen Aufstieg im Mai 2009 gelang Union Berlin in der neuen Spielklasse der berühmte Start nach Maß. Drei Siegen gegen Oberhausen, Düsseldorf und Rostock folgte ein Unentschieden gegen Augsburg, und auch in den nächsten drei Spielen gegen Paderborn, Koblenz und Ahlen fuhren die "Eisernen" noch einmal sieben Punkte ein. Erst dem MSV Duisburg gelang am 8. Spieltag ein Sieg gegen das Team von Uwe Neuhaus, das zu diesem Zeitpunkt bereits 17 Punkte auf die Habenseite geschaufelt und sich damit einen beträchtlichen Sicherheitsabstand zu den Abstiegsplätzen erarbeitet hatte.
Bis zum Ende der Hinrunde kamen weitere neun Zähler hinzu, doch in der zweiten Saisonhälfte lief nicht mehr viel zusammen. Nur Ahlen und Rostock erspielten sich in der Rückrunde weniger Punkte (beide 14) als die oft glücklosen Köpenicker, die sich mit vier Siegen, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen abfinden mussten. Dass 44 Punkte am Ende deutlich zum Klassenerhalt reichten, war vor allem der guten Heimbilanz an der "Alten Försterei" zu verdanken. Hier verloren die "Eisernen" in der gesamten Saison lediglich drei Spiele, während sie auf fremden Plätzen nur zwei gewinnen konnten.
Trainer Neuhaus und Teammanager Christian Beeck sahen aufgrund der Leistungsschwankungen erheblichen Handlungsbedarf. Schließlich ist das zweite Jahr nach dem Aufstieg in vielen Fällen das schwerste.

Die "Eisernen" in Nahaufnahme

Drei Neuzugänge schafften beim Saisonauftakt am Aachener Tivoli gleich den Sprung in die Startelf. Jérôme Polenz kehrte damit überraschend schnell an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er absolvierte 51 Zweitligaeinsätze für die Alemannia, musste in der vergangenen Saison aber lange pausieren, nachdem er sich einen Teilabriss des Kreuzbandes zugezogen hatte. Der 23-jährige Verteidiger stellte in früheren Jahren auch sein Offensivtalent unter Beweis. So erzielte er als Mittelfeldspieler der Werder-Amateure 2005/06 neun Tore in der Regionalliga Nord.
In der Jugend spielte Polenz allerdings für den SC Siemensstadt, den CFC Hertha 06 und Tennis Borussia Berlin. Christian Beeck brachte bei der Vorstellung der Neuverpflichtung denn auch eine lokalpatriotische Note ins Spiel: "Mit Jerome Polenz holen wir erneut einen Berliner Jungen zurück an die Spree!"
Ahmed Reda Madouni kommt nicht aus der Hauptstadt, aber auch in seinem Fall gab es für Beek gute Argumente, sich die Dienste des mittlerweile 30-jährigen, im marokkanischen Casablanca geborenen Algeriers zu sichern: "Ahmed Madouni ist ein international erfahrener Innenverteidiger, der mit seiner Routine für Stabilität in der Abwehr sorgen soll. Es ist uns gelungen, ihn von den Perspektiven des 1. FC Union Berlin zu überzeugen (...)."
Madouni stand zuletzt beim französischen Zweitligisten Clermont Foot unter Vertrag, bestritt aber auch 85 Bundesliga-Spiele für Bayer Leverkusen und die Dortmunder Borussia, mit der er 2002 Deutscher Meister wurde. Sechs Jahre später gewann der agile, 1,92 m große Abwehrspieler mit Al-Gharafa Doha auch die Meisterschaft im Emirat Katar.
Santi Kolks Laufbahn verlief bis dato weniger weiträumig, doch im niederländischen Profifußball ist der Spielgestalter seit vielen Jahren eine bekannte Größe. Von 2007 bis 2010 war der 29-jährige für Vitesse Arnheim aktiv und erzielte in 87 Spielen vorzeigbare 23 Tore. Der wichtigste Treffer für seine weitere Karriere gelang ihm im Mai bei einem Testspiel gegen Union Berlin. "Manchmal muss man einfach im richtigen Moment zur Stelle sein. Santi Kolk hat im Spiel gegen uns viel gezeigt, was uns sehr gut gefallen hat, " stellte Beeck trocken fest und stattete den Niederländer mit einem Vertrag bis 2012 aus, der für die 2. und die 1. Liga gilt.

Achtungserfolge und Rückschläge

Union Berlin traf schon in der Vorbereitung auf einige namhafte Mannschaften wie den spanischen Erstligisten Deportivo La Coruña (3:3), den englischen Traditionsklub Middlesbrough FC (2:2) oder den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach (1:4). Nach dem Test gegen Middlesbrough relativierte Coach Uwe Neuhaus aber gleich den Aussagewert der freiwilligen Leistungsvergleiche. Von der künftigen Startelf habe man allenfalls "63,75 Prozent" gesehen, scherzte der 50-jährige.
Nach dem überraschen Pokalaus gegen den Halleschen FC (0:1) konnten die Unioner in Liga 2 bislang kaum Akzente setzen, mussten allerdings auch ein denkbar schweres Auftaktprogramm absolvieren. Die Partien in Aachen (2:2) und Paderborn (0:2), das Heimspiel gegen Greuther Fürth (1:2) und das in der Hauptstadt mit Hochspannung erwartete Derby gegen Hertha BSC (1:1) bescherten dem Team von Uwe Neuhaus bis dato zwei Punkte.

 

Der VfL-Lauschangriff, das offizielle Fanradio des VfL Osnabrück, überträgt die Partie gegen Union Berlin 90 Minuten live. Aufgrund der frühen Anstoßzeit gehen die Kommentatoren Holger Elixmann und Kai Schleibaum etwa ab 17.15 Uhr auf Sendung.

 

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Von: Thorsten Stegemann


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