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Im Blickpunkt: VfB Stuttgart II
17.11.11
Das erste von zwei Auswärtsspielen in Folge führt die Lila-Weißen am Freitagabend zum Nachwuchs des Bundesligisten VfB Stuttgart. Die Partie wird um 19.00 Uhr angepfiffen.

Die Schwaben stellen mit Werder Bremen das einzige U23-Team, das 2011/12 in der 3. Liga antritt. Trotz eines beachtlichen 10. Tabellenplatzes musste Cheftrainer Jürgen Seeberger seinen Platz im Sommer für den bisherigen U19-Coach Jürgen Kramny räumen. „Er ist ein guter Zweitligatrainer, vielleicht sogar ein guter Erstligatrainer. Aber wir brauchen eine guten Ausbildungstrainer“, gab Sportdirektor Fredi Bobic zu Protokoll und kündigte gleichzeitig an, die Nachwuchsarbeit weiter zu intensivieren.
Offenbar mit Erfolg, denn der junge VfB gehört zu den positiven Überraschungen in dieser Spielzeit. Der 6. Tabellenplatz ist vor allem der guten Heimbilanz zu verdanken. Im eigenen Stadion verloren die Schwaben nur ein einziges Spiel (am 5. November beim 0:1 gegen Sandhausen). Erfurt, Heidenheim oder Unterhaching wurden im Gazi-Stadion auf der Waldau bezwungen, für Wehen Wiesbaden oder Saarbrücken reichte es nur zu einem Remis.
Fast schon routinemäßig stand bei den Schwaben vor Saisonbeginn ein größerer personeller Umbau an. Einige Abgänge konnten aus den eigenen Reihen ersetzt werden, indem frühzeitig sechs A-Junioren befördert wurden. Jonas Wieszt, Patrick Bauer, Patrick Maurer, Steffen Lang, Manuel Janzer und Kevin Stöger sollen die Chance bekommen, sich über die U23 für höhere Aufgaben zu empfehlen und wurden – mit Ausnahme von Abwehrmann Maurer – auch bereits mehrfach eingesetzt.
Der Wechsel von Sven Schipplock zu 1899 Hoffenheim ist allerdings kaum zu kompensieren. Zwar musste sich das Drittliga-Team seine Dienste schon in der vergangenen Saison mit dem Bundesligakader teilen, aber Schipplocks zehn Treffer in nur 14 Spielen halfen den Schwaben beträchtlich weiter. Doch immerhin: Die beiden aktuell besten Torschützen Christoph Hemlein (14 Spiele/4 Tore) und der erst 19-jährige Alexander Aschauer (11 Spiele/4 Tore) sind gleichfalls auf dem Weg, sich eine gute Saisonquote zu erarbeiten.
Am letzten (länderspielfreien) Wochenende trat der VfB zu einem Testspiel gegen den Regionalligisten FSV Mainz 05 II an. Die Partie im Mainzer Bruchwegstadion endete 2:2-Unentschieden. Ebenso ausgeglichen ist die Bilanz des VfL Osnabrück gegen den Stuttgarter Bundesliganachwuchs. Die beiden einzigen Leistungsvergleiche, die 2009/10 ausgetragen wurden, endeten mit einem 1:0-Erfolg des Gastes. In Osnabrück gewann der VfB (Tor durch Matthias Schwarz), in Stuttgart hatten die Lila-Weißen das bessere Ende für sich (Tor durch Konstantin Engel).
Von: Thorsten Stegemann
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