1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
17. Babelsberg -15 44
18. Oberhausen -10 39
19. Jena -20 39
20. Bremen II -41 22
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Im Blickpunkt: Werder Bremen II
04.11.11

Wenn die Lila-Weißen auf die U23 des SV Werder Bremen treffen, wissen sie spätestens, dass sie in der dritthöchsten deutschen Spielklasse gelandet sind. Wann immer der VfL in den vergangenen 17 Jahren den Klassenerhalt in der 2. oder den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasste, waren die Bremer zur Stelle und bereiteten den Nachbarn oft erhebliche Probleme. Am Samstag kommt es nun zum Jubiläums-Duell der lila-weißen Ersten gegen die grün-weiße Zweite. Das 25. Aufeinandertreffen wird um 14.00 Uhr in der osnatel ARENA angepfiffen.


Rettung am grünen Tisch

Diesmal wurde die Partie allerdings erst durch eine Entscheidung am grünen Tisch ermöglicht. Hätten die besser platzierten Konkurrenten Rot-Weiß Ahlen und TuS Koblenz eine Lizenz für Liga 3 erhalten, wäre Bremen II jetzt nur noch in der Regionalliga Nord aktiv. Denn in der vergangenen Saison lief beim Team von Thomas Wolter nicht viel zusammen. Sportlich konnte man lediglich die Reserve des deutschen Rekordmeisters Bayern München hinter sich lassen, die in 38 Spielen als einziges Team noch weniger Tore erzielte (30) als die Bremer (33).
Rang 19 war – nach Platz 17 in der Saison 2008/09 und Platz 13 in der Saison 2009/10 - die bis dato schlechteste Platzierung in der 3. Liga. Anhänger und Verantwortliche werden hin und wieder wehmütig an die alte Regionalliga Nord zurückdenken. Hier stießen die Grün-Weißen regelmäßig in die Spitzengruppe vor und belegten zwischen 1999 und 2008 am Ende dreimal den 5. und einmal den 6. Platz. Derzeit geht es für den Deutschen Amateurmeister von 1966, 1985 und 1991 aber ausschließlich um den Klassenerhalt.

36 Wechsel

Mit Spielern wie Stefan Ronneburg (Carl Zeiss Jena), Kevin Maek (Alemannia Aachen), Pascal Testroet (Kickers Offenbach), Jose Alex Ikeng (FC Ingolstadt) und Henning Grieneisen (SF Lotte) verließen noch 13 weitere Akteure die Nachwuchsschmiede an der Weser. Trainer Thomas Wolter konnte allerdings nur zwei Tage nach dem verspäteten Klassenerhalt schon vier Neuzugänge präsentieren: Max Wegner (SV Wilhelmshaven), Niklas Hörber (1.FC Nürnberg II), Andreas Schön (VfR Aalen) und Jéròme Reisacher (SC Freiburg II). Dazu kamen Tom Trybull (Hansa Rostock), Leon Henze (VfL Wolfsburg) und Aleksandar Stevanovic  (Schalke 04) sowie elf Spieler aus der eigenen U19.
Einige Neuzugänge dürfen sich Hoffnungen auf Einsätze in der Bundesliga machen und haben selbstredend genau deshalb einen Vertrag bei Werder unterschrieben. So auch Aleksandar Stevanovic, der seinem Bruder Predrag an die Weser folgte. „Ich gehe davon aus, dass ich mich durch Einsätze in der U23 zeigen kann und hoffe, dass es mir wie meinem Bruder gelingt, schnell Fuß zu fassen, um dann mein Debüt in der Bundesliga feiern zu können“, gab der 19-jährige im Juni zu Protokoll.
Doch die U23 bekommt auch regelmäßig Besuch aus der 1. Mannschaft. Torwart Christian Vander und Mittelfeldmann Florian Trinks wurden ebenso in die 3. Liga abkommandiert wie die Stürmer Lennart Thy oder Sandro Wagner.
Ganz besonderes Interesse erregt die Entwicklung von Felix Kroos. Der jüngere Bruder des Nationalspielers, der selbst in mehrere DFB-Auswahlmannschaften berufen wurde, kam über Hansa Rostock nach Bremen und in der vergangenen Saison zu fünf Bundesligaeinsätzen. „Nebenbei“ erzielte er für die U23 sechs Tore in 21 Spielen.
Doch der 20-jährige, dem Dieter Eilts vor zwei Jahren attestierte „wie sein Bruder Toni“ ein außergewöhnlicher Spieler zu sein, fand sich in dieser Saison mehrfach auf der Bank wieder. „Felix hat auf seiner Position im offensiven Mittelfeld mit dem genesenden Ayik sowie Trinks und den Stevanovic-Brüdern große Konkurrenz“, so Wolters Begründung gegenüber dem Fachmagazin „kicker“.

Fehlstart

Zu Saisonbeginn passte die Mischung bei einer der erfolgreichsten Nachwuchsabteilungen im deutschen Profifußball nicht. In den ersten acht Partien kassierte Bremen II sechs Niederlagen und sammelte durch zwei Unentschieden nur zwei von 24 möglichen Punkten.
Dem überraschenden Auswärtserfolg bei der SpVgg Unterhaching (2:0) folgten eine Heimniederlage gegen Chemnitz (0:2) und zwei Remis gegen Oberhausen (1:1) und Jena (2:2). Aus den letzten drei Spielen gegen Babelsberg (3:2), Sandhausen (0:2) und Stuttgart II (3:1) holte Wolters Team weitere sechs Punkte.

Blick in die Historie: Werders Erste und der VfL

Dass der VfL Osnabrück einst mit der 1. Mannschaft des SV Werder Bremen in einer Spielklasse antrat, ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Dabei trafen sich beide Vereine zwischen 1947 und 1963 zweimal pro Saison in der Oberliga Nord, wo es die Lila-Weißen gelegentlich auch mit dem Werder-Stadtrivalen Bremer SV zu tun bekamen.
1980/81, in der einzigen Zweitligaspielzeit der Grün-Weißen, sah man sich wieder. Zum Leidwesen des VfL, der sowohl in Bremen (1:3) als auch an der Bremer Brücke (1:4) das Nachsehen hatte. Die Ehrentreffer der Lila-Weißen erzielten seinerzeit Horst Feilzer und Ralf Lehmann.
Für Bremen trafen neben Uwe Bracht, Hartmut Konschal und dem späteren VfLer Erwin Kostedde zwei Akteure, die mittlerweile eine erfolgreiche Trainerlaufbahn eingeschlagen haben. Norbert Meier (Chefcoach von Fortuna Düsseldorf) sorgte für das 2:0 in Bremen und die beiden ersten Treffer in Osnabrück, wo sich auch Benno Möhlmann (Chefcoach des FC Ingolstadt) in die Torschützenliste eintrug.

Lila-Weiß gegen Grün-Weiß (II)

Wie das 25. Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und den Amateuren des SV Werder ausgeht, wissen wir noch nicht. Aber die 24 vorangegangenen liefern viel statistisches Material. Der VfL liegt im Direktvergleich knapp vorn (zehn Siege, acht Niederlagen, sechs Unentschieden), erlebte aber gerade im eigenen Stadion einige unangenehme Überraschungen.
Viermal ging Bremen II in Osnabrück als Sieger vom Platz. Die letzte Niederlage liegt allerdings mehr als fünf Jahre zurück. Am 6. Mai 2006 brachte Andreas Schäfer die Lila-Weißen schon nach zehn Minuten in Führung, doch dann trafen Amaury Bischoff und Doppeltorschütze Thiago Rockenbach Da Silva zum 3:1-Erfolg für die Werderaner, die das noch sehr viel unerfreulichere Hinspiel schon mit 5:1 gewonnen hatten.
In der Aufstiegssaison 2008/09 entschieden die Lila-Weißen dann beide Partien für sich. Am 28. Juli 2009 sorgte Matthias Heidrich per Foulelfmeter für den ersten Dreier der neuen Spielzeit. Das Rückspiel fand am 16. März 2010 wie gewohnt auf dem legendären Platz 11 des Bremer Weserstadions statt. Diesmal erzielte Alexander Krük das Tor des Tages, sodass der VfL drei wichtige Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnte.


Von: Thorsten Stegemann




 

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