1. Sandhausen 15 66
2. Aalen 8 64
3. Regensburg 15 61
4. Heidenheim 12 60
5. Erfurt 9 57
6. Burghausen 8 57
7. VfL 11 55
8. Offenbach 7 55
9. Chemnitz 4 55
10. Saarbrücken 10 54
11. Stuttgart II -3 50
12. Münster -4 50
13. Bielefeld -6 50
14. Darmstadt 4 49
15. Unterhaching 4 44
16. Wehen -8 44
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18. Oberhausen -10 39
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Im Pokal gegen die "Löwen"
29.07.11

In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals empfängt der VfL Osnabrück heute Abend den TSV 1860 München. Die Partie gegen den Zweitligisten wird um 20.30 Uhr angepfiffen.


Von Barcelona träumen …

Die sportliche Qualifikation für die 2. Bundesliga war eine leichte Übung, doch die finanzielle Schieflage hätte den Münchner Traditionsverein in der abgelaufenen Saison beinahe die Existenz gekostet. Zunächst wurden nur zwei Punkte wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung abgezogen. Dann war von einer möglichen Insolvenz die Rede, am Ende ging es um alles oder nichts.
Gut möglich, dass 1860 München ohne Hasan Ismaik für lange Zeit von der Profi-Landkarte verschwunden wäre. So wie 1982, als der DFB die Lizenz der Löwen schon einmal wegen wirtschaftlicher Unregelmäßigkeiten kassierte. Seinerzeit folgte ein rundes Jahrzehnt in der drittklassigen Bayernliga - diesmal gab es gut 18 Millionen Euro von einem in Abu Dhabi lebenden Betriebswirt.
Hasan Ismaik, der sein offenbar nicht unbeträchtliches Vermögen mit Immobiliengeschäften verdient, kassierte dafür 49 Prozent der Anteile an der KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) des Zweitligisten. Elf Prozent ohne Stimmrecht kamen obendrauf, denn Ismaik musste auch noch eine plötzlich aufgetauchte Finanzierungslücke in Höhe von 5 Millionen Euro füllen. Für diese Gefälligkeit hätten ihm weitere 20, insgesamt also 69 Prozent zugestanden, doch Ismaik gab sich bescheiden.
Alles in allem hatte der Präsident viel Anlass, sich auch gesondert bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu bedanken. „Im Rahmen der 50+1-Regelung war sie sehr kooperativ, sonst wäre der Vertrag in der Kürze der Zeit nicht zustande gekommen‘“, meinte Dieter Schneider, der kurze Zeit später schon wieder mit Rücktrittgerüchten konfrontiert wurde. Aber auch die waren offenbar haltlos. Es lief rund für die Sechzger …
Der erste arabische Investor im deutschen Profifußball, zu dem 1860 bereits im März Kontakt aufnahm, hat jetzt große Pläne. Bis 2014 soll der der Klub wieder in der 1. Bundesliga spielen, und in zehn Jahren wollen sich die Löwen vielleicht sogar in den Regionen des FC Barcelona bewegen. „Davon zu träumen ist legitim“, meinte Ismaik auf einer Pressekonferenz Anfang Juni, in deren Verlauf er auch einen ökonomischen Grund für sein millionenschweres Engagement nannte. Demnach dient der Einstieg vor allem als Plattform, um seine Geschäftsaktivitäten in Deutschland und Europa zu intensivieren. „Jeder weiß, dass man im Fußball kein Geld verdienen kann“, erklärte der Jordanier. „Sollte das Investment bei 1860 wirklich mal Geld abwerfen, dann werde ich es in die Mannschaft und in die Infrastruktur des Klubs reinvestieren.“

Prominenter Neuzugang und viele Talente

Wo das Geld bei 1860 München am besten angelegt ist, steht wohl außer Frage. Die unbestritten hervorragende Jugendarbeit des Vereins brachte immer wieder außergewöhnliche Talente hervor. Lars und Sven Bender, Alexander Eberlein, Florian Jungwirth und Peniel Mlapa wurden in den vergangenen Jahren mit der Fritz-Walter-Medaille des DFB für Nachwuchsspieler ausgezeichnet. Das Problem: Wenn ein Youngster die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllt, spielt er in der Regel nicht mehr für die Löwen. Gut möglich, dass dieser Aderlass in den kommenden Jahren gestoppt und so die Basis für eine erfolgreiche Mannschaft gelegt werden kann, die sich wenigstens zum Teil aus den eigenen Reihen rekrutiert. Korbinian Vollmann, Sebastian Maier, Philipp Steinhart, Daniel Jais und Tobias Schilk, alle zwischen 17 und 19 Jahre alt, durften im Juni schon einmal mit ins Trainingslager.
Der prominenteste Neuzugang dieser Saison heißt allerdings Collin Benjamin. Der Namibier bestritt seit 2001 insgesamt 146 Bundesligaspiele für den Hamburger SV. Folgerichtig sehen Trainer Reiner Maurer und Sportkoordinator Florian Hinterberger in dem bald 31-jährigen Defensivallrounder, der auch schon als Mittelfeldspieler und Stürmer eingesetzt wurde, eine wichtige, wenn nicht die entscheidende Ergänzung ihres vergleichsweise jungen Kaders.
Timo Ochs ist bei beiden Pokal-Kontrahenten kein Unbekannter. Der Keeper hütete 2003/04 das Tor der Lila-Weißen, ging dann zu 1860 München und wurde später zweimal Österreichischer Meister mit Red Bull Salzburg. Zuletzt stand er beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag. Sein zweites Engagement in München führt zunächst wohl auf die Ersatzbank. Urgestein Gabor Kiraly dürfte bis auf Weiteres den Vorzug erhalten.

Gute Ansätze

In der Vorbereitung auf die Saison 2011/12 konnte das Team von Reiner Maurer ein beachtliches Ausrufezeichen setzen. Die Sechzger gewannen mit 2:0 gegen den tschechischen Rekordmeister Sparta Prag, gönnten sich aber auch mehrere Remis gegen die SKN St. Pölten (2:2), den österreichischen Rekordmeister Rapid Wien (0:0) oder den künftigen Oberligisten SSV Ulm (3:3). Das 0:0 gegen Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen durfte freilich als Achtungserfolg gewertet werden.
Zum Saisonstart in Liga 2 stand das Löwen-Duell gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig auf dem Programm und ging überraschend deutlich mit 1:3 verloren. Am vergangenen Wochenende gewann 1860 das erste Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit 2:1.

Den kompletten Vorbericht können Sie ab heute in der ersten „DRIN!“ der neuen Saison lesen.


Von: Thorsten Stegemann




 

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