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Maßnahmen gegen steigende Gewaltbereitschaft
13.09.11
Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte der VfL Osnabrück heute einen Maßnahmenkatalog vor, um der zunehmenden Gewaltbereitschaft aus der Fanszene entgegenzuwirken. Den Fragen der Medienvertreter stellten sich Dr. Dirk Rasch (Präsident des VfL Osnabrück), Ralf Heskamp (VfL-Geschäftsführer), Bruno Richter (Sicherheitsbeauftragter VfL Osnabrück), Michael Maßmann (Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück), Georg Linke (Pressesprecher der Polizei), Carsten Gockel (Geschäftsführer SC Preußen Münster) und Tanja Eilert (Fanprojekt Preußen Münster).

Durch die Ausschreitungen im Umfeld der Drittligapartie zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Preußen Münster waren am Samstag 23 Personen zum Teil erheblich verletzt worden und mussten mit offenen Wunden und Knalltraumata ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Polizei ermittelt im Zusammenhang mit dem Wurf mehrerer Sprengsätze wegen eines Verbrechens. Kurz vor dem Spiel wurden aus dem Münsteraner Block zwei pyrotechnische Gegenstände in den Innenraum und den ehemaligen Spielertunnel geworfen. Durch die Detonation des zweiten Sprengsatzes, dessen genaue Zusammensetzung noch untersucht wird, kam es zu den zahlreichen, mitunter schweren Verletzungen.
Der VfL Osnabrück und der SC Preußen Münster haben sich deshalb entschlossen, jeweils 2.500 Euro auf Hinweise auszusetzen, die zur Ergreifung des Täters führen. „Wir wollen nichts unversucht lassen, um den Verursacher dingfest zu machen, damit er sich für diese Tat verantworten muss“, erklärte Geschäftsführer Ralf Heskamp im Anschluss an die Pressekonferenz gegenüber vfl.de.
Darüber hinaus wurde ein Maßnahmenkatalog vorgestellt, der zunächst die folgenden Schritte beinhaltet.
- In der osnatel ARENA gilt ab sofort ein komplettes Vermummungsverbot.
- Gegen die 29 Osnabrücker „Fans“, die hinter der Nordtribüne von der Polizei festgenommen wurden, wird die Verhängung eines Stadionverbots in Erwägung gezogen. Vorher sollen aber die weiteren Ermittlungen und Stellungnahmen der Polizei abgewartet werden.
- Nachdem die Ultras mehrfach klare Absprachen mit dem Verein gebrochen haben, erhalten sie für den Innenraum der osnatel ARENA keine Akkreditierung mehr. Der Aufbau eines eigenen Fanartikelstandes hinter der Ostkurve wird in Zukunft untersagt.
- Darüber hinaus sollen die Kontrollen an den Spieltagen weiter verstärkt und auch bauliche Veränderungen einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. „Wir haben schon im Vorfeld der Partie viele vorbeugende Maßnahmen getroffen, um so eine Eskalation zu verhindern. Jetzt werden wir die Situation noch einmal genau analysieren und gegebenenfalls schnell Verbesserungen in die Wege leiten“, so Heskamp am späten Dienstagnachmittag.
Von: Thorsten Stegemann
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