|
Verkehrte Welt
22.10.11
Die Serie der ungeschlagenen Spiele hält für den VfL Osnabrück auch nach dem Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena an. Mit dem 2:2-Unentschieden bleiben die Lila-Weißen auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen. Den zweimaligen Ausgleich erzielten Glockner (31.) und Hansen (87.).

VfL-Trainer Uwe Fuchs veränderte die Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Oberhausen nur auf einer Position, im Mittelfeld begann Andreas Glockner für Michael Gardwaski. Bereits nach vier Minuten sah sich der VfL in Rückstand. Timo Beermann leistete sich im Spielaufbau einen Fehlpass - mit verheerenden Folgen. Nils Pischnot schoss den Ball aus 30 Metern über Towrart Manuel Riemann hinweg ins Tor und erzielte so die frühe Führung für den FC Carl Zeiss Jena.
Im 4-2-3-1-System hatte das Spiel der Lila-Weißen dennoch und vor allem nach dem Gegentreffer mächtig Tempo. Die Drangphase zwischen der 15. und 31. Minute, in der der VfL zahlreiche Ecken und Freistöße und dadurch sehr viele hochkarätige Tormöglichkeiten hatte, endete mit dem Ausgleich. Niels Hansen wurde im Strafraum von Robert Zickert gehalten. Den fälligen Elfmeter knallte Glockner in den Winkel - 1:1.
Die Lila-Weißen drängten auf das zweite Tor, doch in dieser Phase stach Carl Zeiss ein zweites Mal zu. Nils Miatke brachte die Gäste erneut in Führung, als er eine Kombination im Strafraum des VfL mit einem Flachschuss gegen die Laufrichtung von Keeper Riemann erfolgreich abschloss.
Vor 9.200 Zuschauern begann der zweite Spielabschnitt personell mit einer Veränderung. Aleksandar Kotuljac kam als Stürmer für den defensiveren Nils Fischer in die Partie. Die Partie verflachte im Gegensatz zum ersten Durchgang am Anfang der zweiten Hälfte deutlich. Es dauerte bis zur 64. Minute ehe der VfL wieder Offensivakzente setzte. Nach einer Ecke von Kampl köpft Hudec den Ball perfekt in Richtung Winkel, doch dort klärt ein Abwehrspieler auf der Linie.
Zehn Minuten vor dem Ende hatte Kotuljac den ausgleich auf dem Fuß. Nach einer Kombination über Kampl und Hansen kommt der Angreifer aus 11 Metern zum bedrängt zum Schuss und scheitert an Ex-VfL-Keeper Tino Berbig. Erlöst wurde die lila-weiße Fangemeinde von Mittelfeldmotor Niels Hansen. Mit einem gezielten Kopfball ins lange Eck nach einer Flanke des eingewechselten Paddy John erzielte „Hansi“ den späten Ausgleich.
In den letzten Minuten warf der VfL, angetrieben von den Anfeuerungsrufen von den Rängen, alles nach vorne, doch in Unterzahl – Hudec sah in der 88. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte – gelang kein weiterer Treffer. Am Ende wusste niemand genau, ob man nach einem einseitigen Spiel zwei verlorenen Punkten hinterher trauern oder einen gewonnen Punkt in fast letzter Sekunde bejubeln sollte.
Vorwerfen lassen müssen sich die Mannen um Kapitän Claus Costa die mangelnde Chancenauswertung. Aus 15 Ecken und etwa ebenso vielen Freistößen aus dem Halbfeld konnte der VfL kaum Kapital schlagen. Die nächste Gelegenheit, dies zu verbessern erhalten die Lila-Weißen am kommenden Samstag beim SV Babelsberg.
Von: Sebastian Rüther
|