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VfL unterliegt souveräner Hertha 16.04.11
Der VfL Osnabrück hat das Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin mit 0:4 (0:2) verloren. Den spielerisch hochklassigen Gastgebern war – anders als im Hinspiel – an diesem Samstag nicht beizukommen.

Dabei kam der VfL beim Tabellenführer gut in die Partie. Mit klugem Stellungsspiel und energischem Zweikampfverhalten ließen die Lila-Weißen dem Favoriten wenig Raum zur Entfaltung und verbuchten so auch die erste größere Chance: Schon in der 7. Minute nahm Benjamin Siegert einen Pass von Sebastian Tyrala auf, lief in den Berliner Strafraum, verhedderte sich dann aber in der Abwehr der Gastgeber. 20 Minuten später tauchte Björn Lindemann in noch aussichtsreicherer Position vor Maikel Aerts auf. Dem reaktionsschnellen Keeper und Abwehrroutinier Levan Kobiashvili gelang es allerdings mit vereinten Kräften, die Führung der Osnabrücker zu verhindern.
Zwischenzeitlich hatte sich auch die Hertha auf Torejagd begeben. Pierre-Michel Lasogga traf zunächst allerdings nur das Außennetz (24.), der agile Ramos setzte das Leder an den Pfosten des Osnabrücker Tores (27.). In der 37. Minute zielte Lasogga dann genauer: Er verwertete eine Hereingabe des eingewechselten Nikita Rukavytsya und versenkte den Ball aus kurzer Distanz im Kasten von Tino Berbig.
Die Führung der Berliner war umso ärgerlicher, als sich die mutig nach vorne spielenden Lila-Weißen gerade ihrerseits wieder einige Möglichkeiten erarbeitet hatten. Doch es kam noch schlimmer: Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Ramos nach raffinierter Vorarbeit von Fabian Lustenberger auf 2:0. Kein unverdienter Zwischenstand für die spielerisch hochklassigen Herthaner, aber doch bitter für den VfL, der sich bis dahin gut geschlagen hatte.
Die 46.000 Zuschauer, unter ihnen mehr als 3.000 reise- und gesangsfreudige Osnabrücker, sahen im zweiten Durchgang einen weiterhin engagierten VfL, aber auch überlegene Herthaner, die Ball und Gegner immer wieder laufen ließen und in der 56. Minute durch Pierre-Michel Lasogga für die endgültige Entscheidung sorgten. Der 19-jährige brachte sich mit einer Körpertäuschung in die richtige Schussposition und erzielte seinen 12. Saisontreffer.
In der Folge ließen es die Gastgeber, die nun endgültig die Planungen für die 1. Liga aufnehmen können, ruhiger angehen. Der VfL, für den Christian Pauli sein Zweitliga-Debüt gab, gingen mit Blick auf die Tordifferenz kein hohes Risiko mehr, verursachten, auch durch den eingewechselten Debütanten, aber noch einige Unruhe in der gegnerischen Hälfte.
Ein letztes Gegentor konnten die Lila-Weißen trotzdem nicht verhindern. Raffael bediente den freistehenden Ramos, der aus kurzer Entfernung keine Mühe hatte, den 4:0-Endstand zu erzielen.
Von: Thorsten Stegemann
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