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VfL verliert Spitzenspiel - Verfolger rücken auf
06.03.10

Der VfL Osnabrück hat das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten aus Heidenheim mit 0:1 (0:0) verloren. Nachdem - neben Heidenheim - auch Offenbach (4:0 gegen Bremen II) seine Partie gewinnen konnte und Ingolstadt nach einer 3:0-Führung gegen Braunschweig am Ende 3:3 spielte, sind die aktuellen vier Topteams der 3. Liga wieder eng zusammengerückt.


Die 6.660 Zuschauer in der Gagfah-ARENA hatten kaum Platz genommen, als der VfL zum erstenmal für Aufregung vor dem Tor von Erol Sabanov sorgte. Nach Vorarbeit von Ricky Pinheiro zog Björn Lindemann aus 20 Metern ab und verfehlte das Tor der Gastgeber nur um Haaresbreite. Pinheiro, diesmal als Opfer eines Foulspiels, und Lindemann, nun als Freistoßschütze, waren auch an der nächsten gefährlichen Aktion (13.) der Lila-Weißen beteiligt, die der erfahrene Heidenheimer Schlussmann allerdings vereiteln konnte.

Im mitunter dichten Schneetreiben entwickelte sich ein spannendes Spitzenspiel, denn auch der Tabellenzweite hätte durch Bagceci (7.) oder Göhlert (16.) bereits frühzeitig in Führung gegen können. Bis zur 30. Minute hatte der VfL gleichwohl mehr vom Spiel, dann erhöhten die Gastgeber die Schlagzahl und setzten die Osnabrücker Defensive immer stärker unter Druck. Der zurück geeilte Pinheiro (33.), Nickenig (42.), der sich immer wieder mit dem agilen Andreas Spann auseinandersetzen musste, und Schlussmann Berbig (39./45.) entschärften die brenzligsten Situationen und sorgten dafür, dass es mit einem alles in allem leistungsgerechten Remis in die Pause ging.

Nach dem Wiederanpfiff setzte sich der muntere, aber auch kampfbetonte (sieben gelbe Karten, eine rote Karte für Martin Klarer) Schlagabtausch fort. In der 60. Minute führte eine unübersichtliche Situation im Osnabrücker Strafraum dann zum 1:0 für die Gastgeber. Schiedsrichter Benjamin Cortus ahndete ein Handspiel von Alexander Krük, den fälligen Strafstoß verwandelte Richard Weil, ohne Tino Berbig eine Abwehrchance zu lassen. Neun Minuten später hätte es - auf der anderen Seite des Spielfeldes - erneut Elfmeter geben können, nachdem der eingewechselte Dennis Schmidt im Heidenheimer Strafraum behindert wurde. Doch Cortus beurteilte die Situation anders als die protestierenden Osnabrücker.

Der VfL kam in der 81. Minute noch zu einer guten Gelegenheit, als Dennis Schmidt aus kurzer Distanz an Erol Sabanov scheiterte. Auch Krük (88.) und Lindemann (90.) versuchten kurz vor dem Abpfiff noch einmal ihr Glück. Den Lila-Weißen gelang es allerdings nicht, sich eine dauerhafte Feldüberlegenheit zu erspielen und so das 1:1 zu erzwingen.


Von: Thorsten Stegemann


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