3. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
16'
Amenyido
1:0
51'
Wolze
2:0
72'
Ouahim
3:0
79'
Alvarez
4:0
4
:
0
SV Darmstadt 98
Mo. 19.08.2019 Anstoß: 20:30 Uhr | Schiedsrichter: Patrick Ittrich
Zuschauer: unbekannt

match-center

Flutlichtspiel gegen die „Lilien“

Flutlicht, Bremer Brücke – und ein attraktiver Gegner, den eine lange Geschichte mit dem VfL verbindet. Es ist alles vorbereitet für das nächste Heimspiel in der 2. Bundesliga, zu dem die Lila-Weißen den SV Darmstadt 98 empfangen (Montagabend, 20.30 Uhr).

Nach dem 22. Spieltag der Vorsaison betrug der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch vier Punkte. Zu wenig für die Verantwortlichen, die sich vom einstigen Erfolgstrainer Dirk Schuster trennten, dann Kai-Peter Schmitz mit dem Heimspiel gegen Dresden betrauten (2:0) und anschließend Dimitrios Grammozis unter Vertrag nahmen.

Der in Wuppertal geborene Grieche, der für den Hamburger SV, den 1. FC Kaiserslautern und den 1. FC Köln insgesamt 143 Bundesliga-Spiele absolviert hatte, führte die „Lilien“ zum Klassenerhalt. Auch dank überraschender Dreier bei seinen Ex-Klubs Hamburg (3:2) und Köln (2:1). In der laufenden Saison punkteten Grammozis´ Schützlinge ebenfalls an der Elbe (1:1). Anschließend setzen sie sich gegen Holstein Kiel durch (2:0) und gewannen im DFB-Pokal beim FC Oberneuland (6:1).

Die Darmstädter reisen folglich ungeschlagen an die Bremer Brücke. Wenn es nach dem Cheftrainer geht, der gerne eine „stabile Saison“ spielen möchte kann das noch eine Weile so bleiben. Dabei muss Grammozis neben dem Wechsel von Stammkeeper und Ex-VfLer Daniel Heuer Fernandes (Hamburger SV) 14 Abgänge kompensieren.
Auf der anderen Seite stehen neun Neuverpflichtungen, von denen insbesondere Tim Skarke einen Einstand nach Maß feierte. Der Linksaußen, der aus Heidenheim ans Böllenfalltor wechselte, traf in jedem seiner drei Pflichtspiele für Darmstadt. Sein Mannschaftskollege, Stürmer Serdar Dursun, netzte bereits viermal ein.

Die Taktik

Dursun war beim HSV und daheim gegen Kiel auch der Stoßstürmer im 4-2-3-1-System, das die Lilien schon in der Vorsaison mit Erfolg praktizierten. Die „Lilien“ können bei Bedarf aber auch eine Schippe drauflegen und mit einer 4-1-4-1-Formation noch mehr Druck ausüben.
Bemerkenswert außerdem: Die „Lilien“ agieren auch ohne Spielgerät erfolgreich. Sowohl Hamburg als auch Kiel hatten deutlich mehr Ballbesitz als die Darmstädter.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

Dreimal die Acht: Diese Kombination beschreibt die ausgeglichene Matchbilanz der beiden Traditionsvereine in der 2. und 3. Liga. 24 Partien stehen hier zu Buche, von denen beide Vereine je acht für sich entscheiden konnten.
Die Kontrahenten trafen sich 1977 aber auch schon im DFB-Pokal (2:1 VfL) sowie 1973 in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga (2:1 VfL und 5:3 Darmstadt).

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
1
Nils Körber
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Moritz Heyer
8
Ulrich Taffertshofer
10
Anas Ouahim
13
Joost Maurits van Aken
14
Etienne Amenyido
19
Kevin Wolze
20
Marc Heider
23
David Blacha
27
Felix Agu
 
Ersatzbank
22
Philipp Kühn
 ETW
2
Manuel Farrona Pulido
9
Marcos Alvarez
11
Nico Granatowski
16
Thomas Konrad
17
Adam Susac
25
Sven Köhler
28
Kevin Friesenbichler
30
Benjamin Girth
SV Darmstadt 98
Spielaufstellung
31
Florian Stritzel
 TW
2
Mandela Chinweizu Egbo
4
Gudlaugur Victor Pálsson
6
Marvin Mehlem
19
Serdar Dursun
20
Marcel Heller
21
Immanuel Höhn
25
Yannick Stark
27
Tim Skarke
32
Fabian Holland
35
Dario Dumic
 
Ersatzbank
13
Carl Klaus
 ETW
3
Sebastian Hertner
5
Patric Pfeiffer
8
Fabian Schnellhardt
9
Johannes Wurtz
11
Tobias Kempe
15
Mathias Wittek

Bildergalerie: VfL-Darmstadt

VfL konserviert Pokalleistung

Mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung hat der VfL Osnabrück den Brückentag gegen den SV Darmstadt 98 für sich entschieden. Es war ein verdienter Sieg, der in der Höhe gerechtfertigt war – am Ende hieß es 4:0 für Lila-Weiß!

Abzüglich der 459 Gästefans werden alle der insgesamt 14.101 Zuschauer an der Bremer Brücke auch beim nächsten Heimspiel wiederkommen. Und diejenigen, die am Montagabend nicht dabei waren, haben definitiv etwas verpasst. Der VfL Osnabrück hat mit hoher Intensität das Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 dominiert und dabei die Stadionbesucher immer wieder von den Sitzen gerissen – sogar während des 45-minütigen Stimmungsboykotts der aktiven Fanszene.

Die Lila-Weißen boten eine über die volle Distanz konzentrierte und geschlossene Leistung. Bissig in den Zweikämpfen, schnell im Umschaltspiel, kreativ bei eigenem Ballbesitz – die Zutaten eines tollen Brückentags.

Etienne Amenyido verzog erst aus kurzer Distanz (2.), um es in der 17. Minute besser zu machen. Flanke Wolze, Verlängerung Heider und erfolgreicher Abschluss von Amenyido. Die Führung zur Pause hätte bereits höher ausfallen können. Sehenswert das 2:0 durch Wolze kurz nach Wiederanpfiff: Über drei Stationen lief der Ball direkt durch die Osnabrücker Reihen. Wolze leitete ein und vollendete den besten Spielzug der Partie. Den dritten Treffer erzielte Anas Ouahim nach einem Bilderbuch-Konter. Den Schlusspunkt setzte Marcos Alvarez kurz nach seiner Einwechslung mit einem sehenswerten Schlenzer. Die verbleibenden 12 Minuten nahm der VfL das Tempo etwas raus und wurde zurecht vom Publikum mit stehenden Ovationen bis weit nach Abpfiff gefeiert.

Fazit

Der Matchplan der Osnabrücker ging auf. Das 3-4-3-System und ein cleveres Positionsspiel erwiesen sich als erfolgreiches Mittel in Offensive und Defensive. Darmstadt fand nie wirklich ins Spiel und hatte in jedem der beiden Spielabschnitte eine gefährliche Torchance. Das Ergebnis nach sechs Punkten aus drei Spielen ist ein vorübergehender 3. Platz. Eine Momentaufnahme einer bisher nicht aussagekräftigen Tabelle, dennoch ein fantastischer Augenblick.

Das nächste Spiel

Am kommenden Sonntag ist der VfL zu Gast beim Bundesligaabsteiger 1. FC Nürnberg. Der nächste Brückentag findet statt Sonntag, den 01. September um 13.30 Uhr. Dann ist Mitaufsteiger Karlsruher SC zu Gast an der Bremer Brücke. Tickets sind erhältlich – zum Beispiel online unter www.vfl.de/ticketshop.