13. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
0
:
1
SC Paderborn 07
56'
Michel
0:1
Sa. 19.12.2020 Anstoß: 13:00 Uhr | Schiedsrichter: Martin Petersen

match-center

Das letzte Heimspiel des Jahres

Nur drei Tage nach dem Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf bekommt es der VfL mit dem zweiten Bundesliga-Absteiger zu tun. Im letzten Heimspiel des Jahres 2020 trifft das Team von Marco Grote am Samstag (Anstoß: 13.00 Uhr) auf den SC Paderborn 07.

Wo steht Paderborn? Steffen Baumgart wusste es nach dem frustrierenden 0:3 in Bochum selbst nicht so recht. „Das ist eine Riesenenttäuschung. Jetzt sind wir wieder da, wo wir schon einmal waren“, meinte der Cheftrainer und spielte damit auf den verpatzen Saisonstart mit nur einem Punkt aus drei Spielen an.
Im weiteren Saisonverlauf lief es besser für die Ostwestfalen, die gegen Regensburg, Darmstadt und St. Pauli auch drei Spiele nacheinander gewinnen konnten. Der Miniserie folgten dann aber drei Niederlagen gegen Karlsruhe, Nürnberg und Bochum, ehe der SCP am Mittwoch gegen Braunschweig 2:2 unentschieden spielte.

Neuaufbau

Nach dem Abstieg drehte sich das Transferkarussell naturgemäß schneller als bei vielen anderen Zweitligisten. Die Ostwestfalen verzeichneten mehr als 30 Abgänge und Neuverpflichtungen – Baumgart war also kaum um die Aufgabe zu beneiden, aus dieser Situation schnell wieder eine schlagfähige Mannschaft zu formen, die mit konstanten Leistungen überzeugt.
Das augenscheinlich größte Leistungsgefälle liegt derzeit zwischen Offensive und Defensive, was freilich auch daran liegen kann, dass die Angriffsspieler nicht effektiv genug nach hinten arbeiten.
Fakt ist: Während der Deckungsverband der Ostwestfalen nur 15 Gegentore kassierte und sich damit für die obere Tabellenhälfte empfahl, blieb die Abteilung Attacke mit 16 Toren hinter den Erwartungen zurück. Zumal elf dieser Treffer auf das Konto von nur zwei Spielern gingen: Chris Führich traf fünfmal ins Schwarze, während sich Dennis Srbeny sechsmal in die Torschützenliste eintrug.

Taktisches

Beim letzten Auswärtsspiel in Bochum trat Paderborn im gewohnten 4-3-3-System an, verbuchte aber trotzdem nur 40% Ballbesitz. 184 Pässe fanden den eigenen Mitspieler, beim blau-weißen VfL waren es 338.
Gegen die Braunschweiger Eintracht nahm Baumgart dann einen Systemwechsel Richtung 4-2-3-1 vor und beorderte Antwi-Adjei, Terrazzino und Correia für Pröger, Ingelsson und Schonlau in die Startelf.
Als es nach 20 Minuten 2:0 stand, schien das Konzept aufzugehen. Doch am Ende egalisierte Braunschweig den Rückstand, der SCP musste sich mit einem Remis begnügen.

Lila-Weiß gegen Blau-Schwarz

Fünf VfL-Siege, acht Paderborn-Erfolge und fünf Unentschieden – das ist die Bilanz aus 18 Pflichtspielen zwischen Niedersachsen und Ostwestfalen. Nur zwei Partien endeten torlos.

Spieltag: 19.12.2020, 13.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNSCP
Gegner-Homepage: www.scp07.de

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Ludovit Reis
14
Etienne Amenyido
18
Maurice Trapp
19
Kevin Wolze
23
David Blacha
29
Bryan Henning
30
Maurice Multhaup
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
8
Ulrich Taffertshofer
9
Christian Santos
10
Niklas Uwe Schmidt
13
Ken Reichel
17
Adam Susac
25
Sven Köhler
27
Luc Ihorst
28
Tim Möller
SC Paderborn 07
Spielaufstellung
17
Leopold Zingerle
 TW
2
Uwe Hünemeier
8
Ron Schallenberg
11
Sven Michel
13
Sebastian Schonlau
16
Johannes Dörfler
18
Dennis Srbeny
23
Maximilian Thalhammer
27
Chris Führich
31
Svante Ingelsson
36
Chima Sean Okoroji
 
Ersatzbank
1
Moritz Schulze
 ETW
3
Frederic Ananou
6
Aristote Nkaka
7
Prince Osei Owusu
9
Kai Pröger
20
Marco Terrazzino
25
Marcel Correia
29
Jamilu Collins
30
Streli Mamba

Knappe Niederlage gegen Paderborn

Im letzten Ligaspiel vor dem Weihnachtsfest empfing der VfL Osnabrück die Ostwestfalen vom SC Paderborn zum #daheimspiel an der Bremer Brücke. Nach zwei engen Halbzeiten mussten sich die Osnabrücker mit 0:1 geschlagen geben.
Schon zwei Tage nach der 0:3 Auswärtsniederlage bei Bundesligaabsteiger mussten die Lila-Weißen erneut antreten. Für das Spiel auf heimischen Rasen nahm VfL-Cheftrainer Marco Grote vier Änderungen in der Startelf vor und stellte auf ein 4-3-1-2 um: Sebastian Kerk, Lukas Gugganig, David Blacha und Bryan Henning kehrten in die „erste Elf“ zurück. Bashkim Ajdini musste verletzungsbedingt passen, Christian Santos, Uli Taffertshofer und Niklas Schmidt nahmen zunächst auf der Bank Platz. Die Paderborner kamen mit einer Bilanz von zuletzt vier sieglosen Partien, der VfL hatte seine letzten beiden #daheimspiele gegen den Karlsruher SC und den 1. FC Nürnberg verloren.

Paderborn machte gleich Druck und kam bereits in der 2. Spielminute zur ersten Ecke. Der Ball von Okoroji. Der Kopfball von Hünemeier strich allerdings am linken Pfosten vorbei. Die Gäste pressten von Beginn an hoch und ließen den Lila-Weißen wenig Raum zur Entfaltung. Der VfL näherte sich in den ersten zehn Minuten dem Tor von Zingerle zwar an, echte Torchancen blieben aber aus. Die erste Gelegenheit hatte Multhaup in der 13. Minute, als er über halblinks an der Strafraumkante zum Abschluss kam, Zingerle konnte aber festhalten. Nach 20 Minuten kam der VfL zu seiner ersten Ecke: Kerk zog den Ball kurz aufs Tor, traf aber nur das Außennetz. In der 28. Minute sah Paderborns Innenverteidiger Hünemeier nach einem Ellenbogenschlag gegen Kevin Wolze folgerichtig die gelbe Karte, wenig später auch Ingelsson nach hartnäckigem Ziehen an Sebastian Kerk. In der 34. Minute stand Schiri Petersen im Mittelpunkt: Nach einem Foul in letzter Sekunde an Sven Michel zückte der Referee ohne langes Zögern die rote Karte für VfL-Mannschaftskapitän Maurice Trapp. Eine sehr harte Entscheidung. Der darauf stark geschlenzte Freistoß von Führich konnte von Kühn mit einer Glanzparade entschärft werden. Wenig später sah Kevin Wolze die gelbe Karte. Es blieb bis zur Pause eine von beiden Teams Teams verbissen geführte Partie, bei der der VfL froh sein konnte, ohne Gegentor in die Kabine zu gehen.

Doppelwechsel beim VfL zur Pause: Für Reis und Kerk kamen Taffertshofer und Santos in die Partie. Defensiv stellte der VfL auf eine Fünferkette um. In der 53. Minute ließ Bryan Henning eine echte Großchance liegen, als er allein auf Zingerle zulief. Sein Schuss geriet aber zu schwach und strich rechts vorbei. In der 56. Minute passierte es dann doch: „Eule“ Beermann verschätzte sich gegen Dörfler, der scharf vor den Kasten flankt. Sven Michel muss nur noch über die Linie schieben, 0:1 aus Osnabrücker Sicht. Paderborns Schallenberg sah in der 67. Minute nach taktischem Foul an Taffertshofer die gelbe Karte, der anschließende Freistoß blieb wirkungslos. Nur zwei Zeigerumdrehungen später musste er nach einem weiteren, harten Foul am „Sheriff“ den Platz mit Gelb-Rot verlasen. Die Parität war wieder hergestellt. In der 73. Minute wechselte VfL-Cheftrainer Marco Grote erneut: Für den unermüdlich ackernden Henning kam Niklas Schmidt. Der VfL versuchte in der Folge alles, um noch den Anschlusstreffer zu erzielen. In der 85. Minute der letzte Doppelwechsel beim VfL: Blacha und Wolze gingen, dafür kamen die beiden Offensiven Ihorst und Reichel. Paderborn wechselte in der 88. Minute letztmalig Nkaka für Thalhammer und Pröger für Fürich.

Am Ende verliert der VfL knapp und ärgerlich, aber auch am heutigen Tag fehlte es an der allerletzten Torgefahr. Erneut bleibt aber keine Zeit zum Verschnaufen. Bereits am Dienstag gastieren die Lila-Weißen zur zweiten Runde im DFB-Pokal beim 1. FC Köln.

Startaufstellungen:

Paderborn: Zingerle, Hünemeier, Schallenberg, Michel, Schonlau, Dörfler, Srbeny, Thalhammer, Führich, Ingelsson, Okoroji

Osnabrück: Kühn – Wolze, Trapp, Beermann, Henning – Blacha, Reis, Gugganig – Kerk – Amenyido, Multhaup