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Spielphilosophie

Die fast 120-jährige Geschichte des VfL Osnabrück findet ihren Ursprung im Stadtteil Schinkel in Osnabrück. Einem Arbeiterviertel, in dem auch das Stadion an der Bremer Brücke beheimatet ist. Das Stadion hat gegenüber den meisten anderen Stadien im deutschen Profifußball das Merkmal einer sehr großen Nähe zum Spielfeld, was wiederum eine spezielle Stimmung bei Spielen hervorrufen kann.

Diese Besonderheiten prägen sehr einschlägig die Kultur und Identität auf dem Platz. Ein hohes Maß an Leidenschaft, Kampfgeist und Widerstandskraft gehören zu dem Fundament.  Diese Tugenden sind Voraussetzung für eine äußerst hohe Intensität im Spiel und führen somit zu einer Verbindung zwischen der Mannschaft auf dem Spielfeld und dem Publikum auf den Rängen.

Die Spielauffassung fußt auf den Begriffen „Emotionalität“ und „Variabilität“. Der VfL Osnabrück ist für das leidenschaftliche Verteidigen an der Bremer Brücke bekannt. Das Osnabrücker Publikum bejubelt lautstark erfolgreiche Balleroberungen. Das kollektive Agieren auf dem Platz orientiert sich an den eigenen Prinzipien, bei denen das Prinzip „Aktion und Reaktion“ besonderer Aufmerksamkeit gewidmet wird, und am Verhalten des Gegners. Diese prinzipienorientierte Spielweise schreibt keine Spielsysteme vor. Die Spieler müssen in der Lage sein, verschiedene Spielsysteme spielen und situativ ändern zu können.

Die Prinzipien, die in jeder Spielphase allgemeingültig sind, lauten:

·       Prinzip der Geschlossenheit

Wir wollen als Mannschaft kompakt agieren, ballorientiert verschieben, Passwege schließen und durch unterschiedliche Pressingvarianten unser eigenes Tor verteidigen, um so unsere Balleroberung vorzubereiten. Geschlossenheit bedeutet für uns, füreinander einzustehen, seinen Mitspieler zu unterstützen (doppeln) oder zu sichern. Unsere Balleroberungsmentalität dokumentiert den unbedingten Willen, den Zweikampf zu gewinnen. Konsequentes Anlaufen, Stellen des Gegners sowie die Tempoaufnahme sind Grundvoraussetzungen, um den Ball zu erobern. Tackeln, Rempeln, Blocken und Ablaufen bilden die technische Basis.

·       Prinzip der Aktion und Reaktion

Die Handlungs- und Reaktionsfähigkeit nach Ballgewinn oder bei Ballverlust besitzt bei uns höchste Priorität. Nach Ballverlust gilt es, unmittelbar möglichst großen „Stress“ auf den Gegner auszuüben, sofortigen Ballgewinn zu forcieren und dadurch das offensive Umschaltspiel auszulösen. Nach Ballgewinn richtet sich der erste Blick tief in Richtung des gegnerischen Tores. Die sich anbietenden Räume müssen im maximalen Tempo bespielt und belaufen werden. Das Ziel, innerhalb kürzester Zeit Torchancen herauszuspielen und zum Torabschluss zu kommen, bestimmt unsere Umschaltaktionen.

·       Prinzip der Anspielbarkeit

Das permanente Überprüfen der Anspielbarkeit muss im kompletten Spielverlauf automatisiert werden. Besetzte Räume, in denen keine Anspielbarkeit gewährt ist, müssen schnellstmöglich geöffnet werden. Ein geordneter Spielaufbau übers Zentrum, mit dem Ziel den Gegner dort zu binden, um Räume zu schaffen, zeichnet das VfL–Spiel gegen einen organisierten Gegner aus. Das Freilaufen und Anbieten und das Spielen und Gehen sollen dazu führen, die gegnerischen Linien zu überspielen, um viele Strafraumszenen und Torchancen zu kreieren. Der VfL–Spieler verfügt über ein scharfes, präzises Passspiel, sucht mutig das offensive 1–gegen–1, um den Gegner zu überwinden, und sucht den direkten Weg zur konsequenten Abschlussaktion.

·       Prinzip der Unterstützung

Neben der Kommunikation durch klar vereinbarte Keywords auf dem Platz, sowie der nonverbalen Kommunikation durch Körpersprache, ist die Kommunikation mit dem Osnabrücker Publikum bezeichnend für den Osnabrücker Weg. Unabhängig vom Spielertypus, extrovertiert oder reserviert, polarisierend oder bescheiden, begegnet man den Fans respektvoll und auf Augenhöhe. In den Aufgabenfeldern getrennt, auf dem Osnabrücker Weg vereint, bilden wir eine Einheit auf und neben dem Platz.

 

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