Faninfos

VfL unterliegt Magdeburg deutlich

Am Samstagnachmittag musste sich der VfL Osnabrück dem 1. FC Magdeburg mit 0:3 geschlagen geben. Nach einer passiven ersten Hälfte steigerten sich die Lila-Weißen nach dem Seitenwechsel offensiv, konnten die Niederlage an der Bremer Brücke aber nicht mehr verhindern. Der Spielbericht.

Im Vergleich zum vorherigen Spiel nahm Cheftrainer Timo Schultz eine Änderung in der Startelf vor. Tony Lesueur rückte für Konrad Faber in die Anfangsformation und kam damit erstmals in einem Zweitligaspiel von Beginn an zum Einsatz. Joel Abu Hanna fiel zudem kurzfristig erkrankt aus. Auch der 1. FC Magdeburg veränderte seine Startelf auf drei Positionen.

Die erste Torannäherung an der mit 15.741 Zuschauern ausverkaufte Bremer Brücke gehörte den Lila-Weißen. Nach einem sehenswerten Konter über Robin Meißner, David Kopacz und Ismail Badjie landete der Ball bei Patrick Kammerbauer auf der rechten Seite. Seine Flanke stellte Dominik Reimann im Magdeburger Tor allerdings vor keine Probleme (12.). Kurz darauf kamen auch die Gäste zu ihrem ersten Abschluss. Emmanuel Iyoha verzog vom rechten Strafraumrand knapp am linken Pfosten vorbei (13.).

In der Folge erhöhte Magdeburg den Druck. Jonas Krumrey parierte zunächst einen Kopfball von Alexander Nollenberger stark und fischte den Ball aus dem langen Eck. Den anschließenden Abschluss von Mateusz Zukowski lenkte der VfL-Torhüter an den Außenpfosten (16.). Acht Minuten später war Krumrey machtlos: Nach einem Eckball setzte Magdeburg nach, Nollenberger kombinierte sich per Doppelpass durch und traf aus dem linken Halbfeld ins obere rechte Eck zur 1:0-Führung (24.).

Die Gäste blieben anschließend die aktivere Mannschaft. Baris Atik verfehlte das Tor mit einem Distanzschuss nur knapp (29.), ehe Nollenberger seinen zweiten Treffer erzielte. Atik hob den Ball über die Osnabrücker Defensive in den Lauf des Angreifers, der per Drop-Kick zum 2:0 abschloss (35.).

Der VfL suchte noch vor der Pause nach einer Antwort. Nach einem Foul an Badjie kurz vor dem Strafraum trat der Offensivspieler selbst zum Freistoß an. Sein Versuch flog über die Mauer, aber auch knapp über den Querbalken (40.). In der Nachspielzeit sorgte ein schnell ausgeführter Freistoß von Kammerbauer noch einmal für Gefahr. Meißner kam im Strafraum zum Abschluss, traf den Ball jedoch nicht voll und setzte ihn knapp am linken Pfosten vorbei (45.+1). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Justin Hasmann zur Halbzeit.

Zur zweiten Hälfte reagierte Timo Schultz und brachte gleich drei neue Akteure. Konrad Faber, Leonhard Münst und Bernd Riesselmann ersetzten Tony Lesueur, Ismail Badjie und David Kopacz. Der VfL trat nun offensiver auf, musste aber zunächst beinahe den dritten Gegentreffer hinnehmen. Zukowski traf vermeintlich zum 0:3, stand beim Zuspiel jedoch hauchzart im Abseits. Der Videoassistent erkannte den Treffer anschließend ab (49.).

In der 54. Minute verhinderte Krumrey erneut einen weiteren Treffer der Gäste. Nach einem Osnabrücker Freistoß schaltete Magdeburg schnell um. Atik schickte Zukowski mit einem Steckpass auf die Reise, doch Krumrey machte sich breit und parierte den Abschluss des Stürmers (54.).

Der VfL kam nun selbst häufiger vor das Magdeburger Tor. Bjarke Jacobsen legte den Ball auf Fridolin Wagner ab, dessen Schuss aus der Drehung am Tor vorbeiging (58.). Drei Minuten später fand Kammerbauer mit einer Flanke von links den völlig freistehenden Meißner. Dessen Kopfball konnte Reimann allerdings problemlos aufnehmen (61.).

Auch bei Standardsituationen blieb der VfL gefährlich. Nach einer zunächst kurz ausgeführten Ecke brachte Münst den Ball erneut in den Strafraum. Jacobsen stieg am zweiten Pfosten hoch, setzte seinen Kopfball aber links neben das Tor (64.). Wenig später kam Riesselmann nach einer Hereingabe von Jacobsen zum Volley, verfehlte das Tor jedoch deutlich (68.).

In der 69. Minute sorgte Magdeburg für die Entscheidung. Iyoha setzte sich im Strafraum mit einer Körpertäuschung gegen Niklas Wiemann durch und schloss anschließend mit links ins linke Eck zum 0:3 ab (69.).

Die Lila-Weißen steckten trotz des Rückstands nicht auf. Faber flankte von rechts auf Riesselmann, dessen Kopfball Reimann jedoch sicher parierte (79.). Zwei Minuten später hatte Meißner gleich doppelt die Chance auf den Anschlusstreffer: Zunächst scheiterte er nach einem sehenswerten Zuspiel von Kammerbauer an Reimanns Fußabwehr. Der Ball kam erneut zu Meißner, der für Riesselmann ablegte. Dessen wuchtigen Abschluss klärte Reimann ebenfalls zur Ecke (81.).

Wenig später war das erste Heimspiel der neuen Zweitligasaison zu Ende. Letztendlich steigerte der VfL seine offensiven Bemühungen nach der Pause deutlich und kam zu mehr Abschlusssituationen. Wirklich herausfordern konnte die Mannschaft von Timo Schultz Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann dabei jedoch nur selten. So blieb es an der Bremer Brücke beim 0:3. 

Für den VfL Osnabrück steht auf Grund des DFB-Pokalwochenendes nun eine pflichtspielfreie Woche an. Diese nutzen die Lila-Weißen für zwei Testspiele am Dienstag (18. August 2026) auswärts beim SC Spelle-Venhaus (Anpfiff: 19:00 Uhr) und am Freitagabend (21. August 2026) zu Hause an der Bremer Brücke gegen den TuS Bersenbrück (Anpfiff: 18:00 Uhr). Informationen zum Ticketverkauf folgen in Kürze über die Kanäle des VfL Osnabrück.

 

Tore:
0:1 (Nollenberger 24.), 0:2 (Nollenberger 35.), 0:3 (Iyoha 69.)

Aufstellungen:
VfL Osnabrück
Krumrey – Lesueur (Faber 46.), Wiemann, J. Müller, Fabinski, Kammerbauer (Opitz 88.) – Jacobsen (Henning 78.), Wagner – Badjie (Riesselmann 46.), Meißner, Kopacz (Münst 46.)

1.FC Magdeburg
Reimann – Nollenberger (Dzogovic 83.), Garcia MacNulty, T. Müller, Nadjombe (Tachie 71.) – Mergner (Reitz 83.), Hyryläinen (Jaeckel 89.), F. Michel – Atik (Baars 89.), Zukowski, Iyoha