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Eine Achterbahnfahrt, die weltweit für Aufsehen sorgt

Die Pokalpartie des VfL Osnabrück gegen den FC Bayern München hat auch international für Aufmerksamkeit gesorgt. Dabei stand aber nicht nur das Endergebnis der Partie im Fokus: Vor allem die außergewöhnliche Choreografie der VfL-Fans und das Traumtor von Robin Meißner fanden in zahlreichen Ländern Beachtung.

„Is this the greatest tifo of all time?“ – mit dieser Frage überschrieb GOAL.com seinen Bericht über die Choreografie der VfL-Fans. Auch die britische „The Sun“ zeigte sich beeindruckt und titelte „SHOCK 'N ROLL: German minnows create incredible moving rollercoaster Tifo for Bayern Munich clash“. Die außergewöhnliche Aktion vor dem Anpfiff entwickelte sich damit auch über Deutschland hinaus zum Gesprächsthema.

In Frankreich bezeichnete „Le Dauphiné“ die Choreografie als „noch nie dagewesen“ und schrieb, die VfL-Fans hätten womöglich schon jetzt die schönste Choreografie der Saison präsentiert. „L’Equipe“ und „Orange“ stellten ebenfalls die aufwendige Konstruktion in den Mittelpunkt. Und auch in Italien sorgte die Aktion für Staunen. „La Gazzetta dello Sport“ fasste die Bilder unter der Überschrift „Montagne russe funzionanti in curva! Coreografia folle in Germania“ – „Funktionierende Achterbahn in der Kurve! Verrückte Choreografie in Deutschland“ – zusammen. „A Bola“ aus Portugal fragte: „Hast du schon mal eine Achterbahn auf der Tribüne gesehen?“ und sah in der Aktion einen neuen Maßstab für Fußball-Choreografien.

SvenskaFans.com zeigte sich von der Choreografie regelrecht sprachlos und schrieb, man habe im deutschen Fußball bereits vieles auf den Tribünen gesehen – die Achterbahn aus Osnabrück übertreffe aber offenbar alles bisher Dagewesene. In Griechenland bezeichnete „Gazetta“ die Aktion als die „lebhafteste Choreografie, die wir je gesehen haben“ und hob die große Kreativität der VfL-Fans hervor.

Von Polen über Schweden bis nach Griechenland reichten die Reaktionen. Das polnische Fußballportal „Weszlo“ rückte das Tor von Robin Meißner in den Mittelpunkt und titelte: „Das Tor seines Lebens – und das ausgerechnet gegen Bayern! Der Torwart konnte nur zusehen.“

Auch „L’Equipe“ widmete dem Treffer besondere Aufmerksamkeit und beschrieb diesen wie folgt: „Nachdem Meißner das Duell mit Jonathan Tah für sich entschieden hatte, folgte ein Volleyschuss aus 25 Metern, der im Winkel des Tores von Jonas Urbig einschlug. Der Bayern-Torhüter sei dabei wie angewurzelt stehen geblieben.“

Und auch „AS“ aus Spanien betonte, wie lange der VfL dem Favoriten Paroli bieten konnte. „Im brodelnden Stadion an der Bremer Brücke hielt Osnabrück die Partie gegen den sechsmaligen Europapokalsieger lange offen, ehe der FC Bayern in der Schlussphase endgültig davonzog.“

Aber eben nicht nur in Europa erhielt der VfL Osnabrück durch seine Aktionen auf und neben dem Platz Aufmerksamkeit. So kürte in den USA der Sportsender ESPN Robin Meißners Führungstreffer sogar zum drittbesten Sportmoment des Tages. In Australien beschrieb beIN SPORTS den Treffer als Moment individueller Klasse: „Meißner setzte sich zunächst gegen Jonathan Tah und Kim Min-Jae durch, ehe er aus rund 25 Metern einen sensationellen Schuss in den rechten oberen Winkel setzte.“

VFL Osnabrück Logo

In Argentinien wurde die Geschichte hinter der Choreografie aufgegriffen. „PODIO Deportes“ lobte dabei unter anderem auch die integrierte imaginäre Fotostation inklusive Blitzlicht. In Indonesien wurde die Choreografie schließlich als ein außergewöhnlicher Anwärter auf den Titel des besten Tifos der Fußballgeschichte bezeichnet.

Am Ende lobten aber nicht nur die Journalisten und Fans die Leistung der lila-weißen Fans und Profis auf dem Platz. Auch die Bayern-Profis waren nach Abpfiff vollen Lobes. „Das Ding knallt er in den Winkel. Das ist Wahnsinn. […] Gratulation an ihn für das Tor“, erklärte FCB-Torwart Jonas Urbig nach der Partie bei Sky Sports. Und auch Harry Kane war vom Osnabrücker Führungstreffer beeindruckt: „Incredible goal! What a way to start the match for them and for him! Sometimes you just have to clapp you hand and say well done to the opponent. To volley that from thirty metres or wherever it was! It's an amazing memory for him, for the crowd, and for everyone watching. Fair play to him.“ Zur Atmosphäre an der Bremer Brücke führte der englische Nationalspieler bei Sky Sport weiter aus: „It was incredible. I've said before that fans in Germany are at the highest level. No matter what division the team plays in, wherever you travel, you have an incredible atmosphere. You could see that before and during the game. Credit to them and everyone here tonight.“

Die funktionierende Achterbahn, die sich über die Tribüne bewegte, und Robin Meißners Traumtor sorgten weltweit für Aufsehen – und machten deutlich, dass der Pokalabend an der Bremer Brücke trotz des 1:4 aus VfL-Sicht weit über Osnabrück hinaus wahrgenommen wurde. Der Traum von einer großen Pokalreise ist für den VfL damit zwar geplatzt. Die Bilder der außergewöhnlichen Choreografie und das Traumtor von Robin Meißner haben jedoch ihren Weg rund um den Globus gefunden und bleiben somit nicht nur den VfL-Fans noch lange in Erinnerung.

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Jendrik Greiwe

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