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VfL verpflichtet Daniel Kofi Kyereh

Der VfL Osnabrück verstärkt seine Offensive mit Daniel Kofi Kyereh. Der 30-Jährige wechselt ablösefrei an die Bremer Brücke. Bei den Lila-Weißen trifft der ghanaische Nationalspieler auf Cheftrainer Timo Schultz, unter dem er bereits beim FC St. Pauli spielte und seine bislang erfolgreichste Zeit im deutschen Profifußball erlebte.

Kyereh bringt Erfahrung aus der 2. Bundesliga, der Bundesliga, der Europa League und der ghanaischen Nationalmannschaft mit. Seine außergewöhnlichen offensiven Fähigkeiten stellte er insbesondere während seiner beiden Jahre beim FC St. Pauli unter Beweis. In 62 Zweitligaspielen für die Hamburger erzielte der variable Offensivspieler 21 Tore und bereitete 20 weitere Treffer vor.

Seine stärkste Saison absolvierte Kyereh 2021/22: Mit zwölf Treffern und zehn Vorlagen war er an 22 Toren des FC St. Pauli direkt beteiligt und gehörte damit zu den gefährlichsten Offensivspielern der 2. Bundesliga. Unter der Leitung des heutigen VfL-Cheftrainers Timo Schultz kämpften die Hamburger in dieser Spielzeit lange um den Aufstieg und beendeten die Saison auf dem fünften Tabellenplatz.

Im Sommer 2022 wechselte Kyereh für eine Millionen-Ablösesumme in die 1. Bundesliga zum SC Freiburg. Für die Breisgauer kam er auch in der Europa League zum Einsatz. Im Februar 2023 erlitt der Offensivspieler einen Kreuzbandriss. Es folgte eine lange, von Rückschlägen geprägte Rehabilitationszeit. Im Frühjahr dieses Jahres kehrte Kyereh für die zweite Mannschaft des SC Freiburg in den Pflichtspielbetrieb zurück und sammelte in sieben Regionalligapartien wieder Wettkampfpraxis.

Seinen Weg zurück auf den Platz begleitet Sebastian Schwermann, Head of Performance des VfL, bereits seit längerer Zeit intensiv. Kyereh war in den vergangenen Monaten regelmäßig in Osnabrück und konnte bereits viele seiner neuen Mitspieler kennenlernen. Dadurch verfügen die Lila-Weißen über ein umfassendes Bild von seiner körperlichen Entwicklung und seinem aktuellen Leistungsstand. Die Verantwortlichen sind davon überzeugt, dass der 30-Jährige zeitnah in das Mannschaftstraining integriert werden und dann auch im Spielbetrieb eine wichtige Rolle übernehmen kann. Beim VfL wird Kyereh mit der Rückennummer 7 auflaufen.

„Kofi hat in der Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt, über welche außergewöhnlichen Fähigkeiten er verfügt. Er kann selbst Tore erzielen, seine Mitspieler in Szene setzen und mit seiner technischen Qualität sowie seinem Spielverständnis den Unterschied ausmachen. Insbesondere in seiner Zeit beim FC St. Pauli war er einer der herausragenden Offensivspieler der 2. Bundesliga“, sagt Daniel Latkowski, Technischer Direktor des VfL Osnabrück. „Gleichzeitig wissen wir natürlich um seine lange Leidenszeit. Nur diese besonderen Rahmenbedingungen ermöglichen uns eine solche Verpflichtung. Durch die intensive Begleitung von Sebastian Schwermann kennen wir Kofis körperlichen Zustand, seine Entwicklung und seinen aktuellen Leistungsstand sehr genau. Auf dieser Grundlage haben wir diesen Transfer entscheiden und sind vollkommen davon überzeugt, dass Kofi zeitnah für uns auf dem Platz stehen und unserer Mannschaft mit seiner Qualität helfen wird.“

Joe Enochs, Direktor Fußball beim VfL Osnabrück, ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass wir ausschließlich Spieler verpflichten werden, von denen wir überzeugt sind, dass sie unserer Mannschaft sofort oder zumindest sehr zeitnah weiterhelfen können. Dieses Profil kann Kofi aus unserer Sicht erfüllen. Natürlich werden wir seine Belastung verantwortungsvoll steuern und ihn Schritt für Schritt an die Anforderungen heranführen. Gleichzeitig verpflichten wir ihn mit der klaren Überzeugung, dass er schon bald eine sportlich wichtige Rolle für uns übernehmen kann. Seine nachgewiesene Qualität, seine Erfahrung und seine Fähigkeiten im letzten Drittel werden unserer Mannschaft zusätzliche Möglichkeiten geben. Außerdem ist Kofi ein super Typ, der optimal ins bisherige Gefüge passt.“

Cheftrainer Timo Schultz kennt Kyereh bereits aus der gemeinsamen Zeit beim FC St. Pauli: „Ich weiß aus unserer Zusammenarbeit, welche besonderen Qualitäten Kofi als Fußballer und als Mensch besitzt. Er war bei St. Pauli ein absoluter Unterschiedsspieler und hat sich seine damaligen Leistungen durch seine fußballerische Klasse, aber auch durch sehr viel Arbeit verdient. Die vergangenen Jahre waren für ihn zweifellos eine enorme Herausforderung. Umso mehr freue ich mich darüber, dass wir nun wieder zusammenarbeiten.“

VFL Osnabrück Logo

Daniel Kofi Kyereh sagt zu seinem Wechsel: „Die vergangenen Jahre waren für mich eine sehr schwierige Zeit. Ich habe aber nie den Glauben daran verloren, wieder auf den Platz zurückzukehren. Der VfL hat sich sehr intensiv mit mir, meiner Situation und meinem aktuellen Stand beschäftigt. Dieses Vertrauen bedeutet mir sehr viel. Ich kenne Timo aus unserer erfolgreichen gemeinsamen Zeit beim FC St. Pauli und weiß, wie er Fußball spielen lassen möchte. Jetzt freue ich mich auf die Mannschaft, die Bremer Brücke und darauf, Schritt für Schritt wieder an mein bestes Niveau heranzukommen.“

Der in Accra geborene und in Braunschweig aufgewachsene Kyereh wurde in den Nachwuchsleistungszentren von Eintracht Braunschweig und des VfL Wolfsburg ausgebildet. Über den TSV Havelse führte sein Weg 2018 zum SV Wehen Wiesbaden, für den er bereits in der 3. Liga seine außergewöhnliche Torgefahr unter Beweis stellte. In der Saison 2018/19 erzielte Kyereh 15 Treffer und bereitete fünf weitere Tore vor. Zudem traf er in beiden Relegationsspielen gegen den FC Ingolstadt und hatte damit entscheidenden Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auch eine Spielklasse höher blieb er äußerst produktiv: In 29 Pflichtspielen der Saison 2019/20 verbuchte der Offensivspieler sieben Tore und sieben Vorlagen. Nach insgesamt 34 Torbeteiligungen in zwei Jahren bei Wehen Wiesbaden wechselte Kyereh 2020 zum FC St. Pauli und zwei Jahre später zum SC Freiburg. In Summe erzielte Kyereh in 91 Zweitligaspielen 27 Tore und lieferte 27 Assists. Für die ghanaische Nationalmannschaft absolvierte er bislang 18 Länderspiele. Bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar kam er in allen drei Gruppenspielen Ghanas zum Einsatz.

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Malik Scherz

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