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VfL unterliegt in Bielefeld

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Am Sonntagmittag musste sich der VfL Osnabrück im Derby gegen Arminia Bielefeld mit 1:2 geschlagen geben. Nachdem die Lila-Weißen durch Robin Meißner früh in Führung gegangen waren, übernahmen die Bielefelder im Laufe der zweiten Halbzeit zunehmend das Spielgeschehen und drehten die Partie. Der Spielbericht.

Mit Leon Flach, der sein Startelfdebüt für den VfL feierte, und Ismail Badjie gab es beim VfL zwei Veränderungen im Vergleich zum 1:1-Remis gegen Dynamo Dresden. Bei den Gastgebern nahm Cheftrainer Oliver Kirch einen Wechsel vor und schickte Benjamin Boakye anstelle von Joel Felix von Beginn an auf das Feld.

In den Anfangsminuten kamen die Osnabrücker besser ins Spiel und profitierten bei ihren Torchancen vor allem von Bielefelder Fehlern. Der Rückpass von Stefano Russo geriet viel zu kurz, sodass sich Robin Meißner das Spielgerät schnappte und frei vor Jonas Kersken stand. Der Stürmer entschied sich für den schnellen Torabschluss, setzte den Ball aber rechts am Tor vorbei (8.). Doch die Bielefelder luden Meißner nur acht Minuten später erneut ein. Erneut unterlief Sicker ein Fehlpass direkt in die Füße von Meißner. Dieses Mal umkurvte der 27-Jährige den Keeper und schob den Ball ins leere Tor zur Osnabrücker Führung – direkt vor dem mit 2.800 Zuschauern besetzten, ausverkauften Auswärtsblock (16.).

Die Hausherren kamen auch in den Folgeminuten offensiv nicht zur Geltung, schlugen dann aber mit ihrem ersten Torschuss der Partie eiskalt zu. Nachdem Jonathan Gómez am rechten Strafraumrand am ausgestreckten Arm angeschossen worden war, entschied Schiedsrichter Michael Bacher auf Freistoß. Diesen führte Sicker aus und fand im Fünfmeterraum den völlig freistehenden Maximilian Bauer, der zum 1:1 ins rechte Eck einköpfte (26.). Damit erzielte die Arminia bereits ihren dritten Treffer nach einem Freistoß in dieser Saison. Nach dem Ausgleich setzte sich die in der ersten Halbzeit ereignisarme Partie fort, sodass es bis zum Pausenpfiff keine nennenswerten Torchancen mehr gab.

Mit dem Wiederanpfiff änderte sich dies jedoch. Die erste Gelegenheit hatten erneut die Lila-Weißen, als Meißner am Strafraumrand für Ismail Badjie ablegte, dieser jedoch am Tor vorbeizog (59.). In der Defensive warfen sich die Osnabrücker zunächst immer wieder erfolgreich in die Schussversuche der Bielefelder. Erstmals richtig gefährlich wurde es dann in der 63. Minute. Joel Grodowski setzte sich auf der rechten Seite durch und schlug die Kugel in Richtung des langen Ecks, wo der Ball vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld prallte und anschließend vom VfL geklärt werden konnte (63.).

In der anschließenden Aktion kamen dann auch die Lila-Weißen erneut gefährlich vor den Kasten von Jonas Kersken. Robin Meißner ließ seinen Gegenspieler auf der rechten Außenbahn alt aussehen und legte an der Grundlinie auf Adrian Beck zurück. Dieser zog direkt ab, setzte den Ball aber haarscharf über den Querbalken ins Toraus (64.). Etwa zehn Minuten später dribbelte auf der Gegenseite der kurz zuvor eingewechselte Jannik Rochelt durch den Osnabrücker Strafraum und legte auf Grodowski ab, der ebenfalls über das Tor verzog (75.). Zusammen mit Rochelt war auch Monju Momuluh in die Partie gekommen. Auf der rechten Außenbahn brachte er Jonathan Gómez immer wieder in Bedrängnis, zog in der 85. Minute an ihm vorbei und brachte eine scharfe Hereingabe in den Fünfmeterraum. Am zweiten Pfosten stieg schließlich Rochelt zum Kopfball hoch und setzte die Kugel ins linke Eck. VfL-Keeper Jonas Krumrey war chancenlos.

Die anschließenden Schlussminuten waren von der erwarteten Drangphase der Osnabrücker geprägt, in der Torwart Jonas Kersken jedoch kaum eingreifen musste. Die auf drei Minuten angesetzte Nachspielzeit wurde von der Verletzung von Vincent Ocansey überschattet, der unter Applaus aus beiden Fanlagern vom Spielfeld getragen wurde. So richtete Timo Schultz auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zunächst Genesungswünsche an Vincent Ocansey, der direkt ins Krankenhaus gebracht wurde.

Am Ende blieb es also beim 1:2 aus Osnabrücker Sicht. Am kommenden Sonntag empfängt der VfL an der heimischen Bremer Brücke die SpVgg Greuther Fürth (Anpfiff: 13:30 Uhr). Für die Partie gegen die Kleeblätter sind im Online-Ticketshop nur noch Stehplatztickets für die Ostkurve und die Dieckmann-Westkurve verfügbar.

 

Tore:
0:1 (Meißner 16.), 1:1 (Bauer 26.), 2:1 (Rochelt 85.)

 

Aufstellungen:
DSC Arminia Bielefeld
Kersken – Sicker, Bauer, Großer, Hagmann (Koudossou 81.) – Wörl, Russo, Jensen (Felix 81.) – Boakye (Rochelt 60.), Grodowski (Ocansey 88.), Young (Momuluh 60.)

VfL Osnabrück
Krumrey – Gómez (Münst 89.), Wiemann, Müller (Janotta 89.), Fabinski, Kammerbauer – Jacobsen, Flach (Raimund 83.) – Badjie (Kyereh 68.), Meißner, Beck (Riesselmann 89.)

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Jendrik Greiwe

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