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Dank starker zweiter Halbzeit: VfL fährt gegen Braunschweig ersten Heimsieg ein

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Der VfL Osnabrück hat Eintracht Braunschweig am Sonntagmittag an der Bremer Brücke mit 3:1 geschlagen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit kamen die Lila-Weißen deutlich verbessert aus den Kabinen und fuhren am Ende den verdienten ersten Heimsieg der Saison ein. Der Spielbericht.

Eine Veränderung nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startaufstellung im Vergleich zu den letzten zwei Pflichtspielen vor. So stand Neuzugang Jonathan Gómez von Beginn an auf dem Platz und feierte somit sein Startelfdebüt. Dafür nahm Leonhard Münst zunächst auf der Bank Platz. Tony Lesuer rotierte aus dem Kader. Bei den Gästen aus Braunschweig nahm Trainer Lars Kornetka zwei Wechsel vor. Andi Hoti und Fabio Di Michele Sanchez rückten für Lukas Frenkert und Noah Katterbach in die Startelf.

In den Anfangsminuten mussten sich beide Mannschaften zunächst zurechtfinden. So blieb es verhalten und ausgeglichen, Torchancen gab es zunächst auf beiden Seiten nicht zu bestaunen. Erst nach zehn Minuten näherten sich die Braunschweiger erstmals gefährlich dem Osnabrücker Tor. Eine abgefälschte Flanke von Fabio Di Michele Sanchez führte zur ersten Ecke der Gäste, welche gefährlich in den Sechzehner flog, Jonas Krumrey aber entschärfen konnte (12‘). Nach rund 20 Minuten wurde es dann erstmals richtig gefährlich. Bjarke Jacobsen schlug im eigenen Strafraum über den Ball, sodass dieser vor den Füßen von Andi Hoti landete. Dessen Rechtsschuss wurde noch von Jannik Müller abgefälscht. Krumrey war bereits geschlagen, doch die Kugel prallte an den Pfosten (21‘). Die Lila-Weißen hatten in dieser Situation Glück.

Die Gäste strahlten nun mehr Präsenz und Zielstrebigkeit aus. Yann Sturm versuchte es aus rund 18 Metern mit einem flachen Abschluss, den Krumrey sicher parierte (25‘). Auf der Gegenseite spielte Wagner einen langen Ball auf den startenden Badjie. Der Offensivspieler konnte die Kugel mit der Brust zunächst mitnehmen, doch sie sprang etwas zu weit nach vorne, sodass Eintracht-Keeper Ron-Thorben Hoffmann den Vorstoß unterbinden konnte (26‘).

Die Defensivreihen standen in der Folge aufmerksam und ließen nur wenige gefährliche Aktionen zu. Die Braunschweiger blieben bei Distanzschüssen gefährlich. So zog Yann Sturm erneut aus der Distanz ab, Krumrey war abermals zur Stelle und klärte sicher ins Seitenaus (34‘). Kurz darauf wurde Max Marie durch einen Steckpass im Strafraum bedient und lief frei auf Krumrey zu. Der Osnabrücker Schlussmann kam jedoch schnell aus seinem Kasten und verhinderte den Abschluss (37‘). Der Keeper hielt also durch mehrere starke Reaktionen die Null seiner Mannschaft bis zum Pausenpfiff fest.

Zur zweiten Halbzeit reagierte Timo Schultz auf die bis dahin blasse Offensive der Lila-Weißen und brachte Daniel Kofi Kyereh für Fridolin Wagner ins Spiel (46‘). Die Lila-Weißen wirkten direkt nach dem Wiederanpfiff gefestigter und kamen durch Patrick Kammerbauer, der eine flache Hereingabe aus dem Halbfeld in Richtung Zentrum brachte, gefährlich vor das Tor (48‘). Kurz darauf folgte der erste Eckball für den VfL nach der Pause – und dieser sollte Folgen haben (52‘).

Adrian Beck brachte den Ball in den Strafraum, Jacobsen kam zum Kopfball und zwang Hoffmann zu einer Parade. Der Braunschweiger Keeper konnte die Kugel jedoch nicht festhalten. Über Fabinski landete der Ball schließlich bei Kyereh, der aus nächster Nähe zum 1:0 abstaubte (52‘). Für den 30-Jährigen war es der erste Treffer im VfL-Trikot. Kyereh war im Sommer aus Freiburg nach Osnabrück gekommen, nachdem ihn eine schwere Verletzung und deren Folgen zuvor jahrelang außer Gefecht gesetzt hatten. Anschließend lief der Torschütze zu Sebastian Schwermann, der ihn auf seinem langen Weg zurück auf den Platz stets eng begleitet hatte (52‘).

Der VfL blieb nun am Drücker. Nur kurz nach dem Führungstreffer wurde es erneut im Braunschweiger Strafraum gefährlich, die Gäste überstanden die Situation jedoch unbeschadet (54‘). Badjie zwang Hoffmann wenig später zu einer weiteren Parade (59‘). Auch Kyereh hatte die Chance, direkt nachzulegen, als er von einem Missverständnis zwischen Hoti und Di Michele Sanchez profitierte und Hoffmann aus der zweiten Reihe prüfte (63‘).

Braunschweig fand offensiv nach und nach weniger Lösungen. Der VfL hielt den Ball weit vom eigenen Strafraum fern und suchte weiter den Weg nach vorne. Ein vielversprechender Vorstoß wurde zunächst nicht konsequent ausgespielt (68‘). Bei einem harmlosen Distanzversuch von Mehmet Aydin musste Krumrey nicht eingreifen, der Ball rollte weit am Tor vorbei (70‘).

Kurz nach seiner Einwechslung sorgte Leonhard Münst direkt für einen gefährlichen Moment. Der Mittelfeldspieler schickte Robin Meißner mit einem Steckpass auf die Reise. Meißner ging mit dem Ball am Fuß Richtung Tor, traf aus halbrechter Position jedoch nur das Außennetz (74‘). Wenig später schlug der VfL erneut zu. Nach einem weiteren Eckball flankte Beck an den zweiten Pfosten, wo Jacobsen völlig unbedrängt hochstieg. Der Däne köpfte aus fünf Metern mit voller Wucht in die Maschen und erhöhte auf 2:0 (76‘). Und die Osnabrücker hatten immer noch nicht genug und legten weiter nach. Bei einem Rechtsschuss von Gomez konnte Hoffmann den Ball nicht festhalten. Münst setzte zum Nachschuss an, die Kugel sprang jedoch vor die Füße von Meißner, der zum 3:0 einschob (80‘).

Braunschweig wirkte nun geschlagen, während der VfL die Partie kontrollierte und den Ball weit vom eigenen Strafraum fernhielt (83‘). Kurz darauf sorgten die Gäste aber noch einmal für Gefahr. Yann Sturm setzte sich im Strafraum durch, doch Krumrey lenkte auch diesen Ball mit den Fingerspitzen stark an die Latte. Den Nachschuss konnte der VfL-Keeper sicher aufnehmen (84‘). Kurz vor dem Ende kam Braunschweig dann doch noch zum Anschlusstreffer. Nach einem Ballgewinn von Kevin Ehlers leitete der eingewechselte Jan Urbich auf Yann Sturm weiter. Dessen Flachschuss war für Krumrey nicht mehr zu erreichen (88‘).

Und auch in der vierminütigen Nachspielzeit wurde es noch einmal gefährlich. Im Eins-gegen-eins mit Urbich behielt Krumrey die Oberhand, unmittelbar danach klärte Fabinski kurz vor der Torlinie (90‘+2). Die Eintracht kam damit nicht mehr entscheidend heran. Wenig später war Schluss an der Bremer Brücke und der 3:1-Heimsieg in trockenen Tüchern.

Nach einer intensiven englischen Woche dürfen sich die Jungs von Cheftrainer Timo Schultz nun an zwei freien Tagen erholen. Ab Mittwoch bereitet man sich dann auf das nächste Heimspiel an der Bremer Brücke vor. Am Sonntag, den 13. September, empfängt man den aktuellen Spitzenreiter Hertha BSC in der Hasestadt (Anpfiff: 13:30 Uhr). Für das letzte Heimspiel vor der bald anstehenden Länderspielpause sind im Online-Ticketshop nur noch Stehplatzkarten für die Dieckmann-Westkurve erhältlich.

 

Tore:
1:0 (Kyereh 53.), 2:0 (Jacobsen 76.), 3:0 (Meißner 80.), 3:1 (Sturm 88.)

 

Aufstellungen:
VfL Osnabrück
Krumrey – Gomez, Wiemann, Müller, Fabinski, Kammerbauer – Wagner (Kyereh 46.), Jacobsen – Badjie (Münst 73.), Meißner (Raimund 86.), Beck

Eintracht Braunschweig
Hoffmann – Di Michele Sanchez (Katterbach 79.), Hoti, Ehlers, Aydin – Di Benedetto (Tempelmann 79.), Flick, Marie (Urbich 61.) – Sturm, Entrup (Mijatovic 73.), Opoku (Zé 61.)

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Jendrik Greiwe

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