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Fabinski trifft spät: VfL sichert sich Punkt gegen Dresden

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Am Samstagnachmittag trennte sich der VfL Osnabrück mit einem 1:1-Unentschieden von der SG Dynamo Dresden. Dabei köpfte Robin Fabinski kurz vor Spielende den erlösenden Ausgleich an der Bremer Brücke. Der Spielbericht.

VfL-Cheftrainer Timo Schultz schickte im Vergleich zum letzten Pflichtspiel in Kiel (1:1) eine unveränderte Startelf auf den Rasen. Ein wenig Rotation gab es dagegen auf der Bank. Für Leon Opitz und Tony Lesueur rückten Ismail Badjie nach seiner Verletzungspause und Leon Flach erstmals in den Spieltagskader. Auf der Gegenseite nahm SGD-Coach Thomas Stamm gleich vier Wechsel vor. So feierte Torwart und Ex-Osnabrücker Lennart Grill sein Saisondebüt. Auch die Viererkette wurde fast komplett neu aufgestellt. Das Trio Till Neininger, Alexander Rossipal und Ahmet Muhamedbegovic musste auf die Bank, dafür standen Friedrich Müller, Jonas Sterner und Tobias Raschl neu in der Startelf. Da Raschl offenbar für das Mittelfeld vorgesehen war, rückte Rapp in die Innenverteidigung. Auch Simon Straudi wechselte von der rechten auf die linke Verteidigerposition, sodass die Abwehrreihe nahezu komplett neu zusammengestellt wurde.

Mit dem Anpfiff kamen die Osnabrücker besser ins Spiel und tauchten schon früh gefährlich vor dem Dresdner Tor auf. Nach drei Minuten spielte Robin Meißner den Steckpass auf Bernd Riesselmann. Lennart Grill war jedoch hellwach und vor dem VfL-Eigengewächs am Ball (3.). Nur wenige Sekunden später bekam Adrian Beck den Ball auf der rechten Schiene in den Lauf gespielt und leitete ihn in die Mitte zu Meißner weiter. Der anschließende Abschluss des 27-Jährigen wurde allerdings im letzten Moment noch von einem Dresdner Bein geblockt.

Wie zu erwarten, folgten anschließend längere Ballbesitzphasen der Gäste. Immer wieder liefen die Lila-Weißen, angeführt von Bernd Riesselmann und Robin Meißner, vorne hoch an und verpassten den Ballgewinn das eine oder andere Mal nur um Haaresbreite. Dynamo wurde offensiv erst nach einer knappen halben Stunde gefährlich. Der erste nennenswerte Torabschluss der SGD erfolgte durch Leihgabe Patrice Covic, der im Sechzehner abzog, VfL-Keeper Jonas Krumrey aber vor keine Probleme stellte (27.). Neun Minuten später hatte Bernd Riesselmann den Führungstreffer auf dem Fuß. Bjarke Jacobsen verlagerte den Ball auf die rechte Seite, wo Patrick Kammerbauer völlig freistand und viel Zeit zum Flanken hatte. Auf Höhe des zweiten Pfostens senkte sich der Ball, und Bernd Riesselmann schloss per Direktabnahme ab. Die Kugel flog jedoch zu zentral auf den Kasten, sodass Grill den Ball problemlos auffangen konnte (36.).

Stattdessen schlug der Ball wenig später im Osnabrücker Tor ein. Tobias Raschl legte einen langen Ball sehenswert per Hacke zurück auf Jonas Sterner, der wiederum Niklas Hauptmann bediente. Unter Bedrängnis ging dieser auf das Tor zu und konnte den Ball mit etwas Glück noch vor dem Aufeinandertreffen mit Krumrey an diesem vorbei ins Tor stochern (38.).

Der VfL sorgte vor der Pause aber fast noch für den direkten Gegenschlag. Nach einer Flanke von Kammerbauer versuchte Riesselmann, per Hacke auf Meißner abzulegen. Dieser war von der Idee jedoch überrascht und stand nicht in Ballnähe. Wenige Augenblicke später schlug Jonathan Gómez den Ball von der linken Seite in den Fünfmeterraum, in dem Adrian Beck eigentlich goldrichtig stand. Bei seinem Volleyabschluss traf er den Ball jedoch nicht richtig, sodass Grill ihn problemlos fangen konnte (42.). So ging es für die Lila-Weißen mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit brachte Timo Schultz Leon Flach für Fridolin Wagner in die Partie. Der US-Amerikaner kam somit zu seinem Pflichtspieldebüt für den VfL Osnabrück. Der defensive Mittelfeldspieler war in einer zweiten Halbzeit, in der viele intensive Zweikämpfe geführt wurden, direkt gefragt. Offensivaktionen waren an der erneut mit 15.741 Zuschauern ausverkauften Bremer Brücke dagegen zunächst Mangelware. In der 55. Minute versuchte es Torschütze Niklas Hauptmann aus der Distanz, beförderte das Spielgerät aber deutlich über das Tor. Die Lila-Weißen blieben bis dahin harmlos. Für deutlich mehr Schwung sorgte kurze Zeit später der Dreifachwechsel von Timo Schultz, bei dem er Ismail Badjie, Daniel Kofi Kyereh und Konrad Faber ins Spiel brachte. Isy Badjie benötigte dabei nur wenige Sekunden, um das Stadion erstmals anzuzünden. Von der linken Außenbahn zog der 20-Jährige nach innen und brachte eine scharfe Hereingabe in den Sechzehner. Dort verpasste Adrian Beck den Abschluss nur knapp (62.).

Danach beruhigte sich die Partie und war vor allem von vielen taktischen Fouls geprägt, sodass Schiedsrichter Dr. Florian Exner insgesamt neun Gelbe Karten verteilte. Der VfL kam erst in der Schlussphase wieder zu Torgelegenheiten. In der 83. Minute wiederholte Ismail Badjie den Laufweg aus der 62. Minute und brachte den Ball erneut an den zweiten Pfosten. Dort köpfte Faber zunächst seinen Gegenspieler an und spielte den Ball anschließend zu Meißner. Doch auch der Abschluss des Mittelstürmers wurde von den Dresdnern erfolgreich abgewehrt (83.). Zwei Minuten später suchte der auffällige Badjie selbst den Abschluss. Lennart Grill war aber auch bei dem Aufsetzer aus 25 Metern zur Stelle (85.).

Chancenlos war der Schlussmann dann beim Kopfball von Robin Fabinski. Nach einer zunächst geklärten Ecke brachte Faber den zweiten Ball in die Gefahrenzone vor dem Tor. Als Niklas Wiemann am ersten Pfosten verpasste, war Fabinski am zweiten zur Stelle und köpfte den Ball in die freie linke Ecke (87.). Für den 23-Jährigen war es somit der Premierentreffer in der 2. Bundesliga. In den Schlussminuten ging es noch einmal wild hin und her, doch wie so oft in der Partie scheiterten die Osnabrücker Konterversuche an unglücklichen Fehlpässen.

Am Ende blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden. Für die Lila-Weißen geht es am kommenden Sonntag im Derby gegen Arminia Bielefeld weiter (Anpfiff: 13:30 Uhr). Beim Auswärtsspiel in der SchücoArena wird der VfL von einem ausverkauften Auswärtsblock unterstützt und möchte dann wieder drei Zähler auf das Punktekonto addieren.

 

Tore:
0:1 (Hauptmann 38.), 1:1 (Fabinski 87.)

 

Aufstellungen:
VfL Osnabrück
Krumrey – Gómez (Badjie 61.), Wiemann, J. Müller, Fabinski, Kammerbauer (Faber 61.) – Jacobsen (Raimund 82.), Wagner (Flach 46.) – Beck, Meißner, Riesselmann (Kyereh 61.)

SG Dynamo Dresden
Grill – Straudi (Rossipal 88.), F. Müller, Rapp, Sterner – Hauptmann (Lemmer 82.), R. Wagner, Raschl – Bobzien (Muhamedbegovic 88.), Vermeij (Daferner 69.), Covic (Okpala 88.)

Titelbild: Fabian Frommeyer

Text: Jendrik Greiwe

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