
Am Samstagnachmittag setzte sich der VfL Osnabrück im Geheimtest gegen den Regionalligisten BSV Kickers Emden souverän mit 3:0 durch. Dabei ließen die Lila-Weißen defensiv kaum etwas anbrennen und zeigten sich offensiv erneut in Spiellaune. Der Spielbericht.
Wie erwartet schickte Cheftrainer Timo Schultz die elf Akteure von Beginn an auf den Rasen, die am gestrigen Freitagabend beim Testspiel gegen den SV Vorwärts Nordhorn nicht zum Einsatz kamen. Bei den Gästen standen indessen sowohl Ex-Osnabrücker Luc Ihorst als auch VfL-Leihgabe Ibrahim Touray in der Startaufstellung.
Trotz des veränderten Personals gaben die Lila-Weißen aber ein ganz ähnliches Bild wie in Nordhorn ab und zeigten sich von Beginn an offensivfreudig. Bereits in der sechsten Minute meldete sich Robin Meißner erstmals bei Torwart Luca Petzold an, als er nach einem Zuspiel von Jonathan Wensing flach auf das Emder Tor abzog (6.). Drei Minuten später ließ Bryan Henning seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung vorbeirauschen und zog wuchtig auf den Kasten ab. Petzold reagierte jedoch stark und parierte zum Eckball (9.).
Wenige Augenblicke später hatte der Schlussmann dann aber keine Chance mehr. Wensing spielte auf den rechts startenden Henning, der wiederum Robin Meißner in den Lauf schickte. Der Stürmer vollendete den Angriff mit einem Heber über Petzold hinweg ins rechte obere Eck zur 1:0-Führung (15.). Der VfL blieb anschließend offensiv und kam durch Luca Raimund sowie Ismail Badjie zu weiteren Möglichkeiten. Auf der Gegenseite musste Jonas Krumrey erstmals eingreifen, als er einen Kopfball von Semin Kojic nach einer Ecke stark ins Toraus klärte (25.).
Im direkten Gegenzug nach der anschließenden Ecke starteten die Lila-Weißen den Konter und erhöhten auf 2:0. Luca Raimund spielte einen sehenswerten Ball auf Henning, der die Kugel auf den zweiten Pfosten weiterleitete. Dort kam Patrick Kammerbauer angerauscht und brachte den Ball per Grätsche im Tor unter (26.). Bis zur Pause blieb der VfL spielbestimmend, ohne die Führung weiter auszubauen.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur wenige Sekunden, ehe die Gastgeber erneut jubeln durften. Badjie blieb bei einem Vorstoß im Strafraum am Gegenspieler hängen, der Ball sprang jedoch vor die Füße von Henning. Der heute sehr auffällige Mittelfeldspieler schloss direkt ab und traf unhaltbar ins obere rechte Eck zum 3:0 (47.).
In der Folge hatte der VfL weitere Möglichkeiten. Meißner scheiterte mit einem flachen Abschluss aus 16 Metern an der Präzision (61.). Zuvor hatte Petzold bereits einen sehenswerten Volley des Stürmers nach einem hohen Steckball von Niklas Wiemann pariert (51.), auch wenn dabei die Fahne des Assistenten aufgrund einer Abseitsposition hochging. Die Gäste standen in der zweiten Hälfte defensiv kompakter, kamen offensiv aber kaum zu Abschlussgelegenheiten. Bei einer Emder Kontersituation war Robin Fabinski zur Stelle und lief seinen Gegenspieler stark ab (70.).
Beide Mannschaften wechselten anschließend mehrfach durch. Während bei den Gästen bis auf Luc Ihorst und Torwart Petzold alle Akteure ausgewechselt wurden, gab es bei den Osnabrückern nur einen einzigen Wechsel. So kam der 17-Jährige Adem Bukvic in der 77. Minute für Ismail Badjie. In der Schlussphase kam es jedoch kaum noch zu weiteren nennenswerten Offensivaktionen. Nach 90 Minuten beendete Schiedsrichter Lennart Wolff also die Partie.
Der VfL konnte nach dem gestrigen 7:0-Erfolg in Nordhorn also den zweiten Testspielsieg des Wochenendes einfahren und geht somit mit Selbstbewusstsein in die Generalprobe gegen den SC Paderborn. Den Bundesligaaufsteiger empfängt man am kommenden Samstag an der Bremer Brücke (Anpfiff: 15:30 Uhr). Tickets sind zu familienfreundlichen Preisen im Online-Ticketshop und im Fanshop an der Bremer Brücke erhältlich.
Tore:
1:0 (Meißner 15.), 2:0 (Kammerbauer 26.), 3:0 (Henning 46.)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück
Krumrey – Raimund, Wiemann, Müller, Fabinski, Kammerbauer – Wagner, Wensing, Badjie (Bukvic 77.), Meißner, Henning
BSV Kickers Emden
Petzold – Miyamoto, Herbst, Mahncke, Shubin, Kojic, Tjaden, Ihorst, Igwe, Kühling, Touray
Titelbild: Fabian Frommeyer
Text: Jendrik Greiwe


