
Im strömenden Regen fuhr der VfL Osnabrück am Sonntagmittag einen souveränen 3:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth ein. Beim zweiten Heimsieg der Saison ließ der VfL dabei noch einige hochkarätige Chancen liegen. Der Spielbericht.
Zwei Veränderungen nahm VfL-Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startaufstellung vor. So standen für Ismail Badjie und Leon Flach Leonhard Münst und Daniel Kofi Kyereh in der Anfangsformation. Für Kyereh war es damit nicht nur das Startelfdebüt im Dress des VfL, sondern auch sein erster Profi-Startelfeinsatz seit Februar 2023. Auch auf der Gegenseite nahm Heiko Vogel zwei Wechsel in seiner Startformation vor. Wegen muskulärer Probleme fiel Lukas Reich kurzfristig aus und auch Omar Sillah musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für die beiden standen Jannik Dehm und Jordan von Beginn an auf dem Platz.
Nachdem Schiedsrichter Justin Hasmann die Partie pünktlich angepfiffen hatte, sahen die 14.080 Zuschauer an der Bremer Brücke zunächst wenige Strafraumszenen. Zwar suchten die Gäste aus Fürth immer wieder den Weg nach vorne, bei den wenigen Abschlussversuchen war jedoch zunächst stets ein Osnabrücker Bein dazwischen. Die Lila-Weißen kamen selbst ebenfalls erst in der 24. Minute zu ihrem ersten Torabschluss, hatten damit aber direkt die beste Torgelegenheit der Anfangsphase. So spielte Robin Meißner einen Steckpass auf Jonathan Gómez, der wiederum das Auge für den mitgelaufenen Leonhard Münst hatte. Dessen Direktabschluss landete am rechten Pfosten und sprang von dort zurück ins Spielfeld (24.).
Auch bei der nächsten lila-weißen Torgelegenheit zeigte der VfL ein sehenswertes Kombinationsspiel. Als den Fürthern im Aufbauspiel ein Fehlpass unterlief, schalteten die Osnabrücker blitzschnell um. Robin Meißner leitete das Zuspiel von Jonathan Gómez direkt auf Daniel Kofi Kyereh weiter, der mit dem Ball am Fuß allein auf das Tor zusprintete und im Eins-gegen-Eins gegen Florian Hellstern den Ball erfolgreich im linken Eck platzierte (37.). Nur zwei Minuten später gelang dem VfL dann der Doppelschlag. Paul Will verlor nach dem Fürther Abstoß den Zweikampf gegen Bjarke Jacobsen, der wiederum auf Kyereh spielte. Statt selbst auf den Doppelpack zu gehen, legte dieser bewusst auf den besser platzierten Robin Meißner ab, der die Kugel nur noch flach ins leere Tor schieben musste (39.). So fanden zwei der insgesamt drei Osnabrücker Torschüsse in der ersten Halbzeit den Weg ins Tor und der VfL ging mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause.
Mit demselben Offensivschwung kam die Mannschaft von Timo Schultz aus der Kabine. Und wieder war Kofi Kyereh derjenige, der den ersten Offensivakzent für die Lila-Weißen setzte. Mit seinem Abschluss aus gut 20 Metern forderte er Hellstern bereits wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff zur ersten Glanztat heraus (46.). Nur zwei Minuten später knallte das Spielgerät gegen die Latte. Nach einem Eckball zog Kyereh volley ab und wurde nur vom Querbalken an seinem zweiten Torjubel des Tages gehindert. Die Fürther hatten in dieser Phase viel Glück, dass der VfL die Partie nicht bereits frühzeitig entschied.
Danach beruhigte sich die Partie wieder ein wenig. Nachdem Schultz bereits zur Halbzeitpause Konrad Faber für Patrick Kammerbauer in die Partie gebracht hatte, nutzte er sein zweites Wechselfenster für die Einwechslung von Ismail Badjie, der für Daniel Kofi Kyereh ins Spiel kam (67.). Und diese Einwechslung machte sich schnell bezahlt. Nach einem Fürther Eckstoß gewann der VfL den Ball und spielte einen langen Ball auf den vorne gebliebenen Ismail Badjie. Dieser ließ seinem Gegenspieler mit seiner Geschwindigkeit keine Chance und blieb auch beim wuchtigen Torabschluss (106 km/h) gegen Florian Hellstern eiskalt (75.).
Im strömenden Regen erlebte Jonas Krumrey in der Osnabrücker Defensive einen ruhigen Arbeitstag. Erst in der 82. Minute musste der VfL-Keeper in der zweiten Halbzeit erstmals eingreifen, als er einen Schussversuch von Felix Klaus über die Latte lenkte (82.). Ein paar Sekunden später hatte der eingewechselte Bernd Riesselmann noch den vierten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Hellstern (83.). Auch Robin Meißner blieb ein zweiter Treffer nach einer Parade des Fürther Schlussmanns verwehrt (90.+2).
So blieb es beim 3:0 und der VfL fuhr hochverdient seinen zweiten Heimsieg der Saison ein. Ein gefühlstechnisches Heimspiel steht für die Lila-Weißen dann in der kommenden Woche an, wenn sie auswärts beim VfL Wolfsburg von über 5.000 VfL-Fans begleitet werden (Samstag, Anpfiff: 13:00 Uhr). Der Gästeblock ist also ausverkauft, für die angrenzenden Blöcke sind im Onlineshop des VfL Wolfsburg noch vereinzelte Tickets verfügbar.
Tore:
1:0 (Kyereh 37.), 2:0 (Meißner 39.), 3:0 (Badjie 75.)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück
Krumrey – Gómez, Wiemann, Müller (Janotta 76.), Fabinski, Kammerbauer (Faber 46.) – Beck, Jacobsen (Wagner 88.) – Münst (Riesselmann 76.), Meißner, Kyereh (Badjie 67.)
SpVgg Greuther Fürth
Hellstern – Itter, Blank, Heuer, Dehm (Wallentowitz 67.) – Will, Bansé (Ademi 56.) – Pohlmann (Keller 76.), Appelkamp (Sillah 56.), Klaus – Jordan (Srbeny 67.)
Titelbild: Fabian Frommeyer
Text: Jendrik Greiwe


