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VfL erkämpft sich Punkt in Kiel

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Der VfL Osnabrück hat sich am Samstag mit einem 1:1-Unentschieden von Holstein Kiel getrennt. Nach einer umkämpften ersten Hälfte gingen die Gäste kurz vor der Pause per Elfmeter in Führung. Nach dem Seitenwechsel kamen die Lila-Weißen durch ein Eigentor zum Ausgleich und drängten in Überzahl anschließend auf den Siegtreffer. Trotz weiterer guter Möglichkeiten blieb es am Ende beim Remis. Der Spielbericht.

In seiner Anfangsformation nahm Cheftrainer Timo Schultz eine Veränderung vor. So nahm Leonhard Münst anstelle von Bernd Riesselmann auf der Bank Platz. Das Osnabrücker Eigengewächs feierte somit sein Startelfdebüt in der 2. Bundesliga. Auf der Gegenseite wechselte Tim Walter seine Mannschaft auf drei Positionen durch. So standen Noah Madsen, Gyan de Regt und Kasper Davidsen neu von Beginn an auf dem Platz.

Die Anfangsphase im Holstein-Stadion war von vielen kleineren Foulspielen geprägt. Bereits nach zehn Minuten hatte Schiedsrichter Tom Bauer drei Gelbe Karten verteilt. Die erste Torchance gehörte anschließend dem VfL. Jonathan Gómez spielte einen Diagonalpass in Richtung Strafraum, den Robin Meißner aufnahm und aus halblinker Position wuchtig auf das kurze Eck abschloss. Kiels Schlussmann Timon Weiner war jedoch zur Stelle und parierte (13.).

Nur zwei Minuten später ging Meißner einem Ball hinterher und Weiner musste weit vor seinem Strafraum per Fußabwehr klären. Die Kugel landete bei Adrian Beck, der es kurz hinter der Mittellinie mit einem Heber versuchte, den Ball aber deutlich zu hoch ansetzte (15.). Kiel kam in der Folge besser ins Spiel, ohne zunächst wirklich gefährlich zu werden. Kurz darauf bekam der VfL einen gefährlichen Standard zugesprochen. Adrian Beck trat aus rund 18 Metern an, setzte den Ball jedoch knapp am rechten Tor vorbei (31.). Der VfL hatte trotz geringeren Ballbesitzes weiterhin die besseren Chancen. Nach einem Zuspiel tauchte Robin Meißner halbrechts frei vor Weiner auf, der mit einer Fußabwehr das 0:1 verhinderte (31.).

Nun kamen auch die Kieler gefährlicher vor das Osnabrücker Tor. Nach einem Umschaltmoment kam Adrián Kaprálik halbrechts im Strafraum zum Abschluss. Sein wuchtiger Schuss prallte von der Unterkante der Latte zurück ins Feld (38.). Wenig später legte Phil Harres nach einem Ballgewinn auf Kasper Davidsen ab, dessen Schlenzer aus rund 16 Metern direkt in den Armen von Jonas Krumrey landete (39.). Auch bei Davidsens Distanzschuss wenig später war Krumrey zur Stelle (44.).

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam Kiel schließlich doch zur Führung. Guillermo Balzi schickte Gyan de Regt in den Strafraum. Der Kieler ging an Krumrey vorbei und wurde vom VfL-Keeper nahe des rechten Fünferecks zu Fall gebracht. Bauer zeigte auf den Punkt (45.+1). Phil Harres übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher ins rechte Eck, während Krumrey gegen seinen alten Teamkollegen in die andere Richtung sprang (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel suchte Kiel zunächst den Weg nach vorne. Kaprálik flankte von der rechten Seite an den ersten Pfosten, wo Harres heranflog, den Ball aber nur mit der Schulter traf und am Tor vorbeisetzte (46.). Kurz darauf versuchte es Balzi aus der Distanz, setzte den Ball aber deutlich über das Tor (47.). Kiel blieb zunächst spielbestimmend. Balzi schickte Kaprálik in die Gasse, der sich gegen Gómez behauptete, aus halbrechter Position aber am Tor vorbeischoss (49.). Wenig später bediente Riesselmann Meißner mit einer flachen Hereingabe am zweiten Pfosten. Der VfL-Angreifer setzte den Ball jedoch über das Tor, stand dabei allerdings ohnehin im Abseits (54.).

Doch die Kieler blieben in dieser Phase die gefährlichere Mannschaft. Nach einer guten Kombination über Balzi und Kaprálik landete eine flache Hereingabe am zweiten Pfosten, wo Zec den Ball nicht mehr erreichen konnte (58.). Nach einem Konter kam de Regt halblinks an den Ball und zog aus rund 16 Metern ab. Gómez fälschte den Versuch in letzter Sekunde mit einer Grätsche noch ab, sodass der Ball am Außennetz landete (61.).

Cheftrainer Timo Schultz reagierte und brachte Daniel Kofi Kyereh für Fridolin Wagner in die Partie (63.). Der Joker war sofort an einer guten Gelegenheit beteiligt. So kam er halbrechts an den Ball und suchte am zweiten Pfosten Gómez. Weiner reagierte jedoch schnell und verhinderte mit einer Fußparade die Chance (65.). Wenig später bot sich dem VfL eine weitere Möglichkeit. Nach einem Kieler Ballverlust entschied sich Jacobsen zunächst gegen einen Abschluss und blieb anschließend mit seinem Dribbling hängen (67.).

Doch dann fiel der mittlerweile verdiente Ausgleich. Meißner schickte Gómez auf der linken Seite in den Halbraum. Der Außenverteidiger flankte direkt in die Mitte, wo Hiroki Sekine den Ball mit dem Fuß abfälschte und unhaltbar für seinen Keeper ins kurze Eck lenkte (72.). Kurz darauf wurde die Partie für die Störche noch schwieriger. David Zec hielt Meißner am Trikot fest und verhinderte damit dessen Vorstoß. Da der Kieler bereits verwarnt war, zeigte Bauer ihm die Gelb-Rote Karte (75.). Die Gäste mussten die Schlussphase damit in Unterzahl bestreiten.

Die Lila-Weißen nutzten die numerische Überlegenheit und erhöhten den Druck. Die größte Möglichkeit zur Führung bot sich in der 81. Minute. Meißner setzte sich auf der linken Seite durch und flankte mit Übersicht an den zweiten Pfosten. Dort legte Konrad Faber den Ball direkt ins Zentrum zurück, wo Kyereh aus kurzer Distanz zum Kopfball kam. Der Joker setzte den Ball jedoch haarscharf am linken Pfosten vorbei (81.).

Auch danach blieb der VfL offensiv. Meißner suchte Kyereh auf dem linken Flügel, doch Weiner kam aus seinem Tor und klärte den Ball mit dem Fuß (84.). Kurz darauf kam Raimund aus halbrechter Position zum Abschluss, setzte den Ball jedoch zu schwach und damit ohne Gefahr für Weiner auf das Tor (85.). Auf der Gegenseite wurde ein Schussversuch von Skrzybski geblockt (85.).

In der Schlussphase warfen die Osnabrücker noch einmal alles nach vorne. Leon Opitz und Joel Abu Hanna kamen für Meißner und Gómez in die Partie (87.). In der dreiminütigen Nachspielzeit bot sich dem VfL schließlich noch einmal die Chance auf den Sieg. Faber tauchte rechts im Strafraum auf und legte den Ball quer an Weiner vorbei. Im Zentrum fand sich jedoch kein Abnehmer, sodass die Gelegenheit ungenutzt blieb (90.+2). Damit blieb es für den VfL aufgrund der fünfzehnminütigen Überzahl bei einem etwas bitteren 1:1-Unentschieden.

In der nun anstehenden dreiwöchigen Länderspielpause stehen für die Lila-Weißen zwei Testspiele an. So tritt man am Mittwoch, den 23. September, beim Regionalligisten SC Wiedenbrück an (Anpfiff: 18:00 Uhr) und empfängt am Samstag, den 3. Oktober, den schwedischen Erstligisten Djurgårdens IF an der Bremer Brücke (Anpfiff: 15:30 Uhr). Für die Partie sind noch ausreichend Tickets im Online-Ticketshop verfügbar.

 

Tore:
1:0 (FE Harres 45+2.), 1:1 (ET Sekine 72.)

Besondere Vorkommnisse:
Platzverweis (Zec 75.)

 

Aufstellungen:
Holstein Kiel
Weiner – Parduzi, Madsen, Zec, Sekine (Ugoh 88.) – Davidsen, Meffert, Balzi (Kvilitaia 88.) – de Regt (Skrzybski 68.), Harres, Kapralik

VfL Osnabrück
Krumrey – Gómez (Abu Hanna 87.), Wiemann, Müller, Fabinski, Kammerbauer (Faber 73.) – Wagner (Kyereh 63.), Jacobsen – Beck, Riesselmann (Raimund 73.), Meißner (Opitz 87.)

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Jendrik Greiwe

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