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VfL feiert in Nordhorn ersten Testspielsieg

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Am Freitagabend setzte sich der VfL Osnabrück im Testspiel gegen den Oberligaaufsteiger SV Vorwärts Nordhorn souverän mit 7:0 durch. Dabei überzeugten die Lila-Weißen immer wieder mit sehenswerten Steckpässen und einem guten Zusammenspiel in der Offensive. Der Spielbericht.

Mit Blick auf die Aufstellungsgrafik wurde den VfL-Fans schnell klar, dass in der Partie gegen den Oberligaaufsteiger fast alle Startelfakteure über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stehen würden. So nahmen mit Luca Böggemann, Luca Kröger und Adem Bukvic lediglich drei Spieler auf der Osnabrücker Bank Platz. Dass die Saison bereits ihre Schatten vorauswirft und sich die Spieler für einen möglichen Stammplatz bewerben, wurde am Freitagabend schnell deutlich. So zeigten sich die Lila-Weißen von der ersten Sekunde an als spielbestimmende Mannschaft und brachten viel Offensivdrang auf den Rasen. Daraus folgend landete bereits nach elf Minuten der Ball erstmals im Kasten von Jan Behrens, dem Keeper des SV Vorwärts Nordhorn. Nach einem Steckpass von Bernd Riesselmann setzte sich Leon Opitz im Sechzehner gegen seinen Gegenspieler durch und hatte dann das Auge für den mitlaufenden David Kopacz. Den Querpass verwandelte der Flügelstürmer schließlich sicher gegen die Laufrichtung des Schlussmanns ins linke Eck (11.). Nur drei Minuten später war Kopacz dann wieder im Mittelpunkt des Geschehens, als er für Riesselmann durchsteckte und dieser die Kugel flach im Tor unterbrachte (14.). Den Doppelschlag machte schließlich Leon Opitz perfekt, als er sich in der 16. Minute dank seiner Schnelligkeit auf der linken Außenbahn durchsetzte und den Ball anschließend mit rechts in das oberen rechten Eck schoss(16.).

Die Marschroute war im Waldstadion am Immenweg also schnell gesetzt. Immer wieder setzten die Lila-Weißen mit langen Steckpässen die Nordhorner Defensive vor Probleme. Während Torwart Behrens einen solchen langen Pass in der 18. Minute in letzter Not noch vor David Kopacz klären konnte, hatte er beim sehenswerten Zuspiel von Abu Hanna in der 23. Minute keine Chance. Konrad Faber schlich sich zwischen Torwart und Defensivspieler und lief anschließend mit dem Ball am Fuß ins Tor (23.).

Immer wieder machte der Neuzugang aus St. Gallen über die rechte Außenbahn Dampf, wie auch in der 36. Minute, als er den Ball mit viel Wucht flach in den Fünfmeterraum spielte. Dort konnte Tony Lesueur diesen aber nicht mehr kontrolliert auf das Tor bringen, sodass Jan Behrens sicher parierte (36.). Besser gelang es dann bei der nächsten Osnabrücker Offensivaktion von der gegenüberliegenden Seite. Leon Opitz setzte sich durch, sprintete bis zur Grundlinie und spielte in den Rückraum zu Bernd Riesselmann, der in der Folge den Doppelpack schnürte und auf 5:0 erhöhte (37.).

Kurz vor dem Pausenpfiff ging dann noch einmal ein Raunen durch das Waldstadion, als Kamlijt Singh nach der Flanke von Tom Hopp zum Fallrückzieher ansetzte, der Ball allerdings deutlich über das Tor flog (41.). Den Schlusspunkt der ersten 45 Minuten setzten dann ebenfalls die Gastgeber in Person von Leon Harms-Ensink, der bei seinem Abschluss im Fünfmeterraum den Querbalken traf. Es war die einzige Aktion, in der VfL-Keeper Niklas Sauter erwähnenswert herausgefordert wurde.

Nach der Pause hütete dann Luca Böggemann den Osnabrücker Kasten, hatte zunächst aber ebenfalls einen ruhigeren Arbeitstag. Aber auch der VfL ließ es in den zweiten 45 Minuten offensiv etwas ruhiger angehen. Dabei stand Vorwärts Nordhorn nun auch etwas tiefer in der eigenen Hälfte und erschwerte somit die starken Steckpässe der Osnabrücker, die zuvor mehrfach im Torerfolg endeten. Dennoch fanden die Lila-Weißen Lücken in der Nordhorner Defensivreihe. In der 57. Minute war es wie so oft am Freitagabend das Duo aus Bernd Riesselmann und Leon Opitz, das für den Jubel der VfL-Fans sorgte. So legte Riesselmann im Strafraum den Ball quer, wodurch Opitz diesen nur noch zum 0:6 ins Tor einschieben musste. Wenig später wollte sich die Leihgabe von Werder Bremen revanchieren, doch obwohl Riesselmann auf der rechten Seite ziemlich viel Platz vor sich hatte, verzog er seinen Abschluss am Ende knapp am rechten Pfosten vorbei ins Toraus (66.). Ebenfalls knapp wurde es drei Minuten später, als Bjarke Jacobsen und David Kopacz einen Doppelpass spielten und der Pole schließlich eine Hereingabe auf den zweiten Pfosten spielte. Dort flog Riesselmann haarscharf am Spielgerät vorbei und der Ball schließlich ins Toraus.

Im internen Duell um die Torjägerkanone des Abends setzte sich kurz vor Schluss noch Leon Opitz durch. Nach einem Zuspiel von, wie sollte es auch anders sein, Bernd Riesselmann, ließ der Linksaußen durch eine Körpertäuschung erst einen Gegenspieler alt aussehen und setzte den Ball dann ins kurze Eck (81.). Zuvor ließ Youngster Luca Kröger, der in der 69. Minute für Tony Lesueur ins Spiel kam, den Ball eben für den besser platzierten Opitz durch. In der Schlussphase konnte sich dann noch Torwart Fabian Pley auszeichnen, der zur zweiten Halbzeit ins Spiel kam, immer wieder offensive Gefahrensituationen des VfL erkannte und durch sein frühes Herauskommen entschärfte.

Am Ende sahen die 1.475 Zuschauer am Immenweg eine unterhaltsame und souveräne Partie des VfL Osnabrück. Mit dem 7:0-Erfolg fuhren die Lila-Weißen nicht nur den ersten Testspielsieg der Saison ein, sondern belohnten sich auch mehrfach für ihr gutes Offensivspiel. Daran anknüpfen soll dann am morgigen Samstag der zweite Teil des Profikaders, der in einem Geheimtest unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den nächsten Testspielgegner treffen wird.

Tore:
0:1 (Kopacz 11.), 0:2 (Riesselmann 14.), 0:3 (Opitz 16.), 0:4 (Faber 23.), 0:5 (Riesselmann 37.), 0:6 (Opitz 57.), 0:7 (Opitz 81.)

 

Aufstellungen:
SV Vorwärts Nordhorn
Behrens (Pley 46.) – Klein, Houdegle, S. Singh (Heesmann 46.), Heidrich, Harms-Ensink, Korte, Löpker, Hopp, K. Singh, Möllermann

VfL Osnabrück
Sauter (Böggemann 46.) – Lesueur (Kröger 69.), Abu Hanna, Janotta, Bornschein, Faber – Jacobsen, Münst – Opitz, Riesselmann, Kopacz

Titelbild: Fabian Frommeyer

Text: Jendrik Greiwe

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