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Später Anschlusstreffer reicht nicht: VfL unterliegt Hertha BSC

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Am Sonntagnachmittag musste sich der VfL Osnabrück gegen Hertha BSC mit 1:3 geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte wurde es nach dem Wiederanpfiff eine torreiche Partie, an deren Ende der Osnabrücker Anschlusstreffer schließlich zu spät kam. Der Spielbericht.

Timo Schultz musste seine Startelf aufgrund des Ausfalls von Ismail Badjie auf einer Position verändern. So kehrte Leonhard Münst zurück in die Anfangsformation. Den frei gewordenen Kaderplatz übernahm Tony Lesueur. Bei den Gästen aus Berlin musste Stefan Leitl den gesperrten Paul Seguin ersetzen. Für diesen stand Pascal Klemens von Beginn an auf dem Platz. Außerdem startete Oluwaseun Adewumi für Soufian Gouram, der auf der Bank Platz nahm.

Die Lila-Weißen starteten engagiert in die Partie und verbuchten den ersten Abschluss. Nach einer Flanke legte Bjarke Jacobsen per Kopf für Niklas Wiemann ab, dessen Versuch aus rund 13 Metern jedoch über das Tor ging (7.). Auf der Gegenseite kam Mads Pedersen nach einem Angriff über links zum Abschluss, zielte aber deutlich am Tor vorbei (10.). Kurz darauf probierte es Jon Dagur Thorsteinsson artistisch in der Luft mit der Hacke, setzte den Ball aus kurzer Distanz aber direkt in die Arme von Jonas Krumrey (12.). Hertha wurde in der Folge gefährlicher, doch auch der VfL kam immer wieder zu Möglichkeiten. Nach einem missglückten Rückpass von Josip Brekalo tauchte Robin Meißner frei vor Marius Gersbeck auf, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch am Berliner Schlussmann (17.). Wenig später setzte sich Meißner nach einem Steckpass von Gómez durch und zog ab. Sein Schuss wurde noch entscheidend abgefälscht und landete auf dem Tornetz (20.).

Die Gäste erhöhten wenig später den Druck und kamen mehrfach gefährlich vor das VfL-Tor. Nach einer Kombination über die linke Seite kam Thorsteinsson zum Abschluss, doch Bjarke Jacobsen warf sich in den Schuss und blockte den Ball in letzter Sekunde ab (28.). Kurz darauf setzte sich der VfL über einen Konter durch. Adrian Beck bediente Jonathan Gómez, dessen wuchtiger Abschluss jedoch zu zentral geriet und von Gersbeck zur Ecke abgewehrt wurde (31.). Auch Krumrey musste noch einmal eingreifen und lenkte einen Abschluss mit einer Hand über die Latte (34.).

Bis zur Pause blieb die Partie offen. Hertha hatte deutlich mehr Ballbesitz (63 Prozent), die Lila-Weißen verteidigten kompakt und suchten nach Ballgewinnen den schnellen Weg nach vorne. Auf der anderen Seite war Krumrey mehrfach zur Stelle und hielt den VfL im Spiel. So zwang der VfL die Berliner in dieser Saison erstmals torlos in die Kabine.

Pünktlich zum Wiederanpfiff setzte an der Bremer Brücke starker Regen ein. Die Gäste erwischten den besseren Start in den zweiten Durchgang und gingen in Führung. Nach einer Hereingabe konnte Krumrey den Ball aus dem Strafraum boxen, Brekalo nahm die Kugel auf und traf aus rund 24 Metern per Aufsetzer ins linke untere Eck (50.). Für den Berliner war es bereits der vierte Treffer in den vergangenen drei Spielen. Die Gäste blieben anschließend die aktivere Mannschaft. Pedersen verpasste nach einer Flanke nur knapp das 2:0 (53.), ehe der VfL eine gute Möglichkeit zum Ausgleich bekam. Nach einem Abschluss von Leonhard Münst prallte der Ball an den Arm von Pascal Klemens. Schiedsrichter Felix Weller zeigte jedoch zunächst zur Eckfahne statt auf den Elfmeterpunkt. Erst nach VAR-Überprüfung entschied er schließlich auf Handelfmeter. Robin Meißner schnappte sich den Ball, scheiterte jedoch an Gersbeck, der den Schuss parierte (60.).

Die Lila-Weißen blieben bemüht, doch Hertha schlug erneut zu. Nach einer Ecke von Pedersen landete der Ball über Umwege bei Kevin Sessa, der aus kurzer Distanz ins linke Eck traf und auf 0:2 erhöhte (70.). Kurz zuvor hatte Gustaf Nilsson bei seinem ersten Ballkontakt bereits die Chance auf den zweiten Treffer gehabt, war aber am erneut stark aufspielenden Krumrey gescheitert (69.).

Der VfL gab sich nicht auf und suchte weiter den Weg nach vorne. Nach einer Ecke verpasste Bjarke Jacobsen den Ball knapp, Fridolin Wagner kam anschließend zum Kopfball, setzte diesen aber zu zentral auf Gersbeck (74.). Zehn Minuten später leitete Konrad Faber auf der rechten Seite einen Angriff ein und legte den Ball flach in den Rückraum. Jonathan Gómez kam zum Abschluss, doch Gersbeck parierte stark (80.).

Kurz darauf belohnte sich der VfL dann endlich für seine Bemühungen. Gómez dribbelte sich auf der linken Seite in Richtung Strafraum und zog aus spitzem Winkel mit links ab. Unklar, ob Flanken- oder Schussversuch, flatterte der Ball durch die Luft, schlug am rechten Innenpfosten ein und landete zum Anschluss- und für den Neuzugang persönlichen Premierentreffer im Tor (82.). Die Lila-Weißen drängten nun unter tosendem Applaus der mit 15.741 Zuschauern ausverkauften Bremer Brücke auf den Ausgleich. Nach einem Klärungsversuch von Deyovaisio Zeefuik landete der Ball im Strafraum bei Meißner, dessen direkter Abschluss jedoch genau auf Gersbeck ging (83.).

In der Nachspielzeit feierte Theo Janotta mit seiner Einwechslung sein Zweitligadebüt, musste aber nur wenig später zusehen, wie die „Alte Dame“ für die Entscheidung sorgte. Der eingewechselte Farid Alfa-Ruprecht setzte sich bei einem Konter auf der rechten Seite durch und traf vor Krumrey ins linke Eck zum 1:3 (90.+2). Daraufhin verhinderte Krumrey abermals einen Berliner Treffer, indem er gegen Soufian Gouram stark parierte (90.+4).

Damit blieb es am Ende an der Bremer Brücke beim 1:3. Die Lila-Weißen zeigten nach dem Rückstand Moral und kamen durch Gómez noch einmal heran, mussten sich dem alten und neuen Tabellenführer Hertha BSC am Ende aber geschlagen geben. Nach nun drei Heimspielen in Folge geht es für die Lila-Weißen im letzten Pflichtspiel vor der anstehenden Länderspielpause hoch in den Norden zu Holstein Kiel. Gegen die „Störche“ tritt man am Samstag, den 19. September, an (Anpfiff: 13:00 Uhr). Während der Stehplatzbereich im Gästeblock bereits ausverkauft ist, sind im Online-Ticketshop bis einschließlich Dienstag, den 15. September, noch wenige Sitzplatztickets verfügbar. Sollten anschließend noch Tickets verfügbar sein, wird am Spieltag in Kiel eine Tageskasse geöffnet.

 

Tore:
0:1 (Brekalo 50.), 0:2 (Sessa 70.), 1:2 (Gómez 82.), 1:3 (Alfa-Ruprecht 90+2.)

 

Aufstellungen:
VfL Osnabrück
Krumrey – Gómez (Raimund 90+1.), Wiemann, Müller (Janotta 90+1.), Fabinski, Kammerbauer (Faber 77.) – Wagner (Riesselmann 77.), Jacobsen, Münst (Kyereh 68.), Meißner, Beck

Hertha BSC
Gersbeck – Pedersen (Zeefuik 77.), Kolbe, Gechter, Eitschberger – Sessa, Klemens (Telib 87.), Brekalo, Adewumi (Alfa-Ruprecht 77.), Thorsteinsson (Gouram 87.) – Grönning (Nilsson 68.)

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Jendrik Greiwe

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