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VfL gewinnt torreiches Testspiel in Spelle-Venhaus

Der VfL Osnabrück hat am Dienstagabend das Testspiel beim SC Spelle-Venhaus mit 5:3 gewonnen. Luca Raimund und Leon Opitz brachten die Lila-Weißen früh in Führung, ehe Opitz mit zwei weiteren Treffern seinen Dreierpack perfekt machte. Der Spielbericht.

In seiner Startaufstellung ließ Cheftrainer Timo Schultz viele Jungs von Beginn an spielen, die in den ersten beiden Ligaspielen bisher kaum zum Einsatz kamen. So stand beispielsweise Niklas Sauter im Tor. Die defensive Dreierkette bildeten Theo Janotta, Lukas Bornschein und Bjarke Jacobsen, der die Mannschaft als Kapitän auf das Feld führte. Luca Raimund kam zudem auf der offensiven Außenposition zum Einsatz und konnte sich dort früh auszeichnen.

Die Lila-Weißen erwischten einen guten Start und belohnten sich bereits nach wenigen Minuten mit der Führung. Luca Raimund zog von der rechten Außenbahn auf Höhe des Strafraumecks nach innen und schloss mit links ins lange Eck ab. Der Ball setzte kurz vor dem Tor noch einmal auf und sprang über die Hände von Spelles Torhüter Alexander Moll hinweg ins Netz (4.). Auch danach blieb der VfL offensiv aktiv. Nach einem schnell ausgeführten Eckball landete der Ball erneut im Tor der Gastgeber. Theo Janotta stieg am zweiten Pfosten hoch und legte für Leonhard Münst ab, doch die Fahne des Assistenten ging hoch: Janotta hatte bei der Hereingabe im Abseits gestanden (11.).

Kurz darauf konnte Spelle die erste Druckphase der Lila-Weißen zunehmend abschütteln und selbst für Gefahr sorgen. Das zahlte sich für den Tabellenführer der Oberliga Niedersachsen in der 20. Minute aus. Daniel Benke bekam den Ball am Strafraumrand zugespielt und zog halbhoch ins linke Eck ab. Niklas Sauter war bei dem platzierten Abschluss zum 1:1-Ausgleich chancenlos (20.).

Die Antwort des VfL folgte allerdings nur wenige Minuten später. Nach einem Eckball der Gastgeber gewannen die Lila-Weißen den Ball und schalteten schnell um. Bernd Riesselmann trieb die Kugel nach vorne und spielte rechts auf Konrad Faber, der wiederum Leon Opitz bediente. Aus rund 18 Metern setzte der Linksfuß seinen Abschluss sehenswert ins linke obere Eck und brachte den VfL wieder in Führung (28.). Damit war der Torhunger der Osnabrücker aber noch nicht gestillt. Nach einem weiteren Eckball brachte Bryan Henning den zweiten Ball erneut in den Strafraum. Theo Janotta stieg hoch, kam jedoch nicht an die Kugel. Stattdessen wurde der Ball von Joe Klöpper abgefälscht und landete unhaltbar für Moll im Tor der Gastgeber (34.).

Spelle-Venhaus ließ sich in einer für die 700 Zuschauer vor Ort unterhaltsamen ersten Halbzeit davon jedoch nicht beeindrucken und fand erneut eine schnelle Antwort. Artem Popov gewann den Ball im Mittelkreis und erkannte, dass Niklas Sauter weit vor seinem Tor stand. Mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte überwand der Speller den VfL-Schlussmann und verkürzte sehenswert auf 2:3 (35.).

Es sollte allerdings nicht der letzte Treffer vor dem Pausenpfiff sein. So stellte die Lila-Weißen schnell den alten Abstand wieder her. Leonhard Münst spielte einen Steckpass auf Leon Opitz, der direkt abzog und den Ball flach ins rechte Eck setzte (42.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff bot sich den Lila-Weißen sogar noch die Chance auf einen weiteren Treffer. Bernd Riesselmann lief nach einem Zuspiel von Luca Raimund alleine auf Alexander Moll zu und versuchte es mit einem Lupfer. Spelles Schlussmann ahnte den Versuch jedoch und bekam noch eine Hand an den Ball (45.+1). Wenig später ging es mit der 4:2-Führung des VfL in die Kabinen.

Zum Wiederbeginn nahm der VfL einen Wechsel auf der Torhüterposition vor: Luca Böggemann kam für Niklas Sauter ins Spiel. Die Gastgeber wechselten dagegen komplett durch und traten mit einer rundum erneuerten Elf an. Die Umstellungen sorgten zunächst für ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften schnell wieder den Weg nach vorne suchten. Böggemann musste dabei früh eingreifen. Ein Abschluss der Gastgeber wurde von Lukas Bornschein noch abgefälscht und drohte dadurch gefährlich zu werden. Der VfL-Torhüter reagierte aufmerksam, streckte sich und konnte den Ball festhalten (51.).

Auf der Gegenseite sorgte Luca Raimund mit einer Einzelaktion für Gefahr. Der Offensivspieler spielte den Ball am Sechzehnerrand durch die Beine seines Gegenspielers und zog anschließend mit links wuchtig ab. Torwart Bernd Lichtenstein war jedoch zur Stelle und verhinderte zunächst den fünften VfL-Treffer (53.). Der fiel jedoch wenige Minuten später, als Luca Raimund Leon Opitz auf der Außenbahn in Szene setzte und dieser seine Geschwindigkeit ausspielte. Seine Gegenspeilern davongelaufen, blieb der 21-Jährige auch im Duell mit Torhüter Lichtenstein cool und schob den Ball flach ins Tor. Mit seinem dritten Treffer des Tages erhöhte er auf 5:2 aus Sicht des VfL (61.).

Anschließend nahmen die Osnabrücker zunehmend das Tempo aus der Partie, ohne dabei die Offensivaktionen vollständig einzustellen. Robin Fabinski kam für Bjarke Jacobsen ins Spiel (65.). Die Gastgeber blieben trotz des Rückstands gefährlich und kamen in der Schlussphase noch einmal heran. Maximilian Meier nahm den Ball aus rund 20 Metern mit links und traf präzise ins rechte Eck (76.).

In den letzten Minuten wurde die Partie zudem durch eine Behandlungspause von Bernd Riesselmann unterbrochen. Der Stürmer musste außerhalb des Spielfelds behandelt werden, sodass der VfL zwischenzeitlich in Unterzahl agierte (79.). Kurz darauf kam Robin Meißner für Riesselmann in die Partie (80.). Spelle-Venhaus versuchte anschließend noch einmal, den Anschluss herzustellen. Die Lila-Weißen verteidigten die letzten Angriffe jedoch konzentriert und ließen in den Schlussminuten kaum noch nennenswerte Strafraumszenen zu.

Am Ende fuhr der VfL Osnabrück trotz zeitweiser defensiver Lücken einen verdienten Auswärtssieg beim Oberligisten ein. Für die Lila-Weißen geht es bereits am Freitag mit dem nächsten Testspiel weiter. Dann trifft der VfL um 18:00 Uhr im Stadion an der Bremer Brücke auf den TuS Bersenbrück. Tickets für das Flutlichtspiel sind bereits ab 8,00 Euro im Online-Ticketshop oder im Fanshop an der Bremer Brücke (montags bis freitags von 13:00 bis 18:00 Uhr) erhältlich.

 

Tore:
0:1 (Raimund 4.), 1:1 (Benke 20.), 1:2 (Opitz 28.), 1:3 (ET Klöpper 34.), 2:3 (Popov 35.), 2:4 (Opitz 42.), 2:5 (Opitz 61.), 3:5 (Meier 73.)

Aufstellungen:
SC Spelle-Venhaus
Moll – Krone, Popov, Benke, Wullkotte, Lenz, Ahillen, Kehl, Schepers, Pauli, Klöpper

VfL Osnabrück
Sauter (Böggemann 46.), Lesueur (Badjie 77.), Bornschein, Jacobsen (Fabinski 65.), Janotta, Faber (Bukvic 77.) – Henning, Münst (Kröger 77.) – Raimund, Riesselmann, Opitz

VFL Osnabrück Logo

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Jendrik Greiwe

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