Der VfL Osnabrück hat am Mittwochabend das Testspiel beim SC Wiedenbrück mit 3:0 gewonnen. Dabei legten die Lila-Weißen den Grundstein für den Testspielsieg vor allem in den ersten 45 Minuten. Der Spielbericht.
Mit Leon Flach und Elias Bakatukanda schickte VfL-Cheftrainer Timo Schultz zwei lila-weiße Debütanten von Beginn an auf das Feld. Auch bei den übrigen neun Spielern handelte es sich vermehrt um Akteure, die zuletzt weniger Einsatzzeit sammeln konnten.
Wie zu erwarten waren die Osnabrücker von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Während sich die Gastgeber also in ihre eigene Hälfte zurückzogen und auf Kontersituationen lauerten, suchten die Lila-Weißen die Lücken in der Wiedenbrücker Defensivreihe. Erstmals gefährlich vor das Tor kamen die Osnabrücker, nachdem sie den SCW selbst hoch anliefen und Leon Flach den Ball gewann. Gedankenschnell spielte dieser auf den freistehenden Leon Opitz, der mit seinem Abschluss Torwart Lukas Kasparek erstmals herausfordern konnte (3.). Zehn Minuten später setzte Konrad Faber auf der rechten Außenbahn zum Sprint an und spielte an der Grundlinie die flache Hereingabe auf den zweiten Pfosten, an dem Tony Lesueur im letzten Moment einlief und vor seinem Gegenspieler zum Abschluss ansetzte. Wenig platziert flog die Kugel allerdings deutlich über das Tor (13.). Im direkten Gegenangriff kamen dann auch die Wiedenbrücker zu ihrer ersten Torannäherung. Der Volleyabschluss von Sebastian Mai flog aber ebenfalls deutlich über den Kasten, sodass Luca Böggemann nicht eingreifen musste (14.).
Kurz darauf lag der Ball dann erstmals am Mittwochabend im Tor. Nach einem Doppelpass mit Jonathan Wensing stand Leon Opitz im Strafraum völlig frei. Dessen Schussversuch konnte Keeper Kasparek zwar zunächst parieren, doch der Abpraller landete bei Wensing, der nachsetzte und den Ball an den linken Innenpfosten zum Führungstreffer setzte (17.). Der VfL blieb anschließend spielbestimmend. Opitz zwang Kasparek erneut zu einer Parade (21.), ehe der Angreifer wenig später selbst für den nächsten Treffer sorgte. Nach einem langen Ball von Tony Lesueur nahm Opitz die Kugel mit dem Kopf mit und legte sie am herauseilenden Kasparek vorbei ins Tor (28.).
Nur zwei Minuten später schnürte Opitz den Doppelpack. Luca Raimund setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und legte zurück auf den Angreifer, der den Ball sicher ins linke Eck schob (30.). Kurz darauf bot sich dem VfL noch eine weitere gute Konterchance: Wensing schickte Opitz in die Tiefe, dessen Querpass auf Raimund jedoch zu steil geriet (36.). Tony Lesueur zwang Kasparek mit einem Abschluss von der linken Strafraumkante erneut zu einer Parade (38.).
Kurz vor der Pause bot sich Konrad Faber eine weitere Möglichkeit. Nach einem langen Ball verschätzte sich Maik Amedick, sodass Faber alleine auf das Tor zulief und Kasparek umkurvte. Aus spitzem Winkel traf der VfL-Kapitän jedoch nur das Außennetz (43.). Nach einer dominanten ersten Halbzeit der Osnabrücker ging es mit der verdienten 3:0-Führung in die Halbzeitpause.
Zur zweiten Halbzeit wechselte der VfL einmal und brachte Bryan Henning für Bernd Riesselmann. Der SC Wiedenbrück rotierte dagegen deutlich und wechselte bis auf Torhüter Kasparek seine Mannschaft komplett durch. Damit kam auch VfL-Leihgabe Joschka Kroll aufseiten der Gastgeber zum Einsatz.
Im zweiten Durchgang kam der VfL seltener gefährlich vor das Tor. Kurz nach Wiederbeginn setzte sich Opitz erneut auf der Außenbahn durch, doch Julius Bochmann verhinderte den Abschluss im letzten Moment mit einer Grätsche (53.). Ansonsten kamen die Lila-Weißen zwar mit Tempovorstößen in die Gefahrenzone, aber eben nicht mehr zu zwingenden Abschlussgelegenheiten. Luca Raimund hatte die beste Möglichkeit, traf den Ball nach einem Haken gegen seinen Gegenspieler jedoch nicht richtig (71.). Für etwas Aufregung auf der Bank des SCW sorgte wenige Sekunden später ein Rückpass von David Tuma, bei dem Luca Böggemann angelaufen wurde und anschließend bei seinem Klärungsversuch sowohl den Ball als auch den Gegenspieler traf. Trotz der leichten Proteste der Wiedenbrücker blieb die Pfeife von Schiedsrichter Niklas Simpson stumm (72.).
Die Hausherren kamen in der Schlussphase immer wieder vereinzelt nach vorne. Iskender Aslan wurde auf der rechten Seite geschickt und brachte den Ball in den Strafraum, wo Theo Janotta per Kopf klärte (83.). Leon Opitz wurde anschließend noch einmal von Tony Lesueur in Szene gesetzt, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch erneut am stark aufspielenden Kasparek (86.). Die letzte Gelegenheit des Spiels hatten dann noch einmal die Wiedenbrücker. Davud Tuma zog von rechts nach innen und schloss aus rund 20 Metern ab. Sein Schuss streifte noch das Außennetz, brachte Luca Böggemann aber nicht besonders in Gefahr (89.).
Am Ende setzte sich der VfL Osnabrück also vor allem dank einer starken ersten Halbzeit beim SC Wiedenbrück mit 3:0 durch. Für die Jungs von Cheftrainer Timo Schultz folgen nun erst einmal ein paar freie Tage. So steht erst am kommenden Montag die nächste Trainingseinheit an. Dann beginnt die Vorbereitung auf das Testspiel gegen den schwedischen Erstligisten Djurgården IF. Für die Partie am Samstag, den 3. Oktober, sind sowohl Steh- als auch Sitzplatztickets im Onlineshop verfügbar.
Tore:
0:1 (Wensing 17.), 0:2 (Opitz 28.), 0:3 (Opitz 30.)
Aufstellungen:
SC Wiedenbrück (erste Halbzeit)
Kasparek – Krüger, Mai, Kaptan, Amedick, Toia, Saygili, Kayser, Chantzopoulos, Ritter, Tuppeck
SC Wiedenbrück (zweite Halbzeit)
Kasparek – Kondziella, Bochmann, Geller, Kroll, - Zentler, Seiler – Carella, Tuma, Aydinel
VfL Osnabrück
Böggemann – Lesueur, Abu Hanna, Janotta, Bakatukanda, Faber – Wensing, Flach (Münst 62.) – Raimund, Riesselmann (Henning 46.), Opitz

Titelbild: Fabian Frommeyer
Text: Jendrik Greiwe


