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Effektive Wölfe bestrafen Osnabrücker Abschlussschwäche

Dank eines unter anderem stark aufspielenden Fabian Reese musste sich der VfL Osnabrück am Samstagmittag im Duell mit dem VfL Wolfsburg mit 0:2 geschlagen geben. Dabei kamen die Lila-Weißen immer wieder zu guten Kontergelegenheiten, forderten Wölfe-Keeper Timon Wellenreuther letztendlich aber zu selten heraus. Der Spielbericht.

Timo Schultz nahm in seiner Anfangsformation eine Veränderung vor. Für Patrick Kammerbauer stand Konrad Faber erstmals für den VfL in der Startelf. Ansonsten blieb die Formation der Osnabrücker unverändert. Bei den Hausherren gab es nach dem Pokalspiel in Freiburg zwei Wechsel in der Startelf. So standen Fabian Reese und Robert Glatzel für Ellyes Skhiri und Kento Shiogai von Beginn an auf dem Platz.

Nachdem schließlich die Pfeife von Schiedsrichter Konrad Oldhafer ertönte, tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Der erste Abschluss des Spiels kam nach acht Minuten vom Wolfsburger Kapitän Maximilian Arnold, der das Spielgerät aus gut 30 Metern aber deutlich über das Tor beförderte (8.). Etwas gefährlicher wurde es bei der ersten Osnabrücker Torannäherung nach einer Viertelstunde. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß brachte Robin Meißner von der linken Außenbahn die Hereingabe an den zweiten Pfosten, an dem Keeper Timon Wellenreuther den Ball jedoch sicher abfangen konnte (15.). Vier Minuten später landete ein kurz ausgeführter Eckball der Lila-Weißen bei Jonathan Gómez, der am Strafraumrand abschlussbereit stand. Dem Linksverteidiger rutschte der Ball jedoch über den Spann, wodurch die Chance harmlos blieb (19.).

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Daraufhin kamen die Hausherren in eine kleine Drangphase. Muhammed Damar scheiterte aus spitzem Winkel und kurzer Distanz an Krumreys Armabwehr (24.), ehe Fabian Reese eiskalt zuschlug. Adrian Beck vertändelte den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum gegen den Flügelspieler, der gedankenschnell abzog und Krumrey mit seinem Schuss in den linken Winkel keine Chance ließ (30.). Nur wenige Augenblicke nach dem Wolfsburger Führungstreffer kam Damar aus fast identischer Position erneut zum Abschluss. Seinen halbhohen Versuch konnte Krumrey aber sicher aufnehmen (31.). Kurz vor der Pause hatten die Osnabrücker dann dennoch die große Chance auf den Ausgleich. Nach einem Freistoß wurde der Schussversuch von Bjarke Jacobsen zunächst geblockt, doch der Ball landete dadurch bei Niklas Wiemann, der völlig frei am zweiten Pfosten zum Kopfball kam. Der Innenverteidiger bekam allerdings nicht wirklich viel Druck hinter die Kugel, sodass Wellenreuther den Ball sicher aufnahm und es aus Sicht der Osnabrücker mit einem 0:1-Rückstand in die Kabinen ging.

Auch nach der Pause ließen die Wölfe immer wieder ihre individuelle Klasse aufblitzen. Fünf Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als Reese sich auf der linken Außenbahn mit einem Beinschuss gegen Fabinski durchsetzte und anschließend das Auge für Muhammed Damar im Sechzehner hatte. Dieser setzte die Kugel mit der Innenseite direkt flach ins rechte untere Eck und erhöhte somit früh auf 2:0 (50.). Im ersten Osnabrücker Angriff nach dem Anstoß wurde es dann wieder gefährlich. Nach einem langen Diagonalball stand plötzlich Jonathan Gómez allein vor Keeper Wellenreuther und zog mit seinem starken linken Fuß ab. Der Wolfsburger Schlussmann hob seinen linken Arm aber noch rechtzeitig und parierte zur Ecke (51.).

Vor 23.222 Zuschauern von den weit über 6.000 den Osnabrückern die Daumen drückten bot sich Maximilian Arnold nach einer guten Stunde die nächste Gelegenheit, den Vorsprung der Wölfe auszubauen. Sein Freistoß aus rund 20 Metern flog jedoch haarscharf am rechten Pfosten vorbei (63.). Auf der Gegenseite kamen die Lila-Weißen kurz darauf zu einer guten Möglichkeit. Nach einer Hereingabe von Konrad Faber kam Kyereh per Grätsche zum Abschluss, setzte den Ball allerdings zu zentral und flach auf Wellenreuther, der sicher parierte (65.).

In der Schlussphase versuchten die Osnabrücker weiterhin, offensiv Akzente zu setzen. Ein Schussversuch vom eingewechselten Luca Raimund aus rund 25 Metern verfehlte das Tor jedoch deutlich (77.). Auch Joker Ismail Badjie kam noch einmal aus der Distanz zum Abschluss, setzte den Ball aber etwa fünf Meter links am Tor vorbei (87.). Zwei Minuten später legte Meißner für Riesselmann ab, dessen Versuch ebenfalls deutlich am Tor vorbeiging (89.).

In der anschließenden dreiminütigen Nachspielzeit bot sich den Gastgebern die letzte gute Möglichkeit der Partie. Reese setzte sich im Laufduell gegen Niklas Wiemann durch und brachte den Ball von der rechten Seite an den zweiten Pfosten. Dort kam Alessio Besio per Volley zum Abschluss, setzte den Ball aber knapp rechts neben den Kasten von Jonas Krumrey (90.+1). So blieb es beim 2:0 für die Wolfsburger, die ihre individuelle Qualität vor allem in den entscheidenden Momenten unter Beweis stellten. Die Osnabrücker konnten zwar immer wieder offensive Nadelstiche setzen, blieben im Abschluss jedoch zu ungefährlich, um das Spiel noch einmal spannend zu machen.

Die nächste Gelegenheit auf drei Punkte bietet sich den Osnabrückern am kommenden Samstag (7. November), wenn man an der heimischen Bremer Brücke den 1. FC Kaiserslautern empfängt (Anpfiff: 13:00 Uhr). Für die Partie gegen die „Roten Teufel“ sind im Online-Ticketshop dabei nur noch wenige Restkarten für die Dieckmann-Westkurve erhältlich.

 

Tore:
1:0 (Reese 30.), 2:0 (Damar 50.)

Aufstellungen:
VfL Wolfsburg
Wellenreuther - Kumbedi, Wahl, Cleiton, Maehle - Vinicius Souza, Damar (Shiogai 69.), Arnold (Gerhardt 85.), Bernhardsson (Besio 79.), Reese – Glatzel (Dárdai 79.)

VfL Osnabrück
Krumrey - Fabinski, J. Müller, Wiemann - Faber, B. Jacobsen (Badjie 63.), Beck, Gómez (Raimund 75.), R. Meißner (Abu Hanna 89.), Münst (Flach 63.) – Kyereh (Riesselmann 75.)

Titelbild: Jonas Jürgens

Text: Jendrik Greiwe

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