Am morgigen Mittwoch steht für den VfL Osnabrück das erste der beiden Testspiele während der Länderspielpause auf dem Programm. Die Lila-Weißen treten dabei beim Regionalligisten SC Wiedenbrück an (Anpfiff: 18:00 Uhr). Der Vorbericht.
Der Sportclub Wiedenbrück hat sich in den vergangenen Jahren als fester Bestandteil in der Regionalliga West etabliert und spielt, bis auf eine Ausnahme in der Saison 2019/20, seit 2010 in der vierthöchsten Spielklasse. Allerdings wäre man in der vergangenen Saison mit 29 Punkten auf Platz 16 eigentlich abgestiegen. Doch durch den Abstieg von Fortuna Düsseldorf, die am letzten Spieltag durch die 0:3-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth noch auf Platz 17 der 2. Bundesliga rutschten, musste auch die Zweitvertretung der Fortuna trotz ihres sportlich sicheren Klassenerhalts (40 Punkte) aufgrund der DFB-Regularien gezwungenermaßen den Gang in die Fünftklassigkeit antreten. So durfte die Mannschaft, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf Mannschaftsfahrt auf Mallorca befand, vor dem Fernseher doch noch den Klassenerhalt feiern.
Trainer der Wiedenbrücker ist Dominik Sammer, der seit Juli 2025 zunächst als Co-Trainer unter Sascha Mölders im Verein tätig war und nach dessen Entlassung im April dieses Jahres den Cheftrainerposten übernahm. Unter dem 29-Jährigen erlebte der SCW zuletzt einen durchwachsenen Saisonstart. So steht man mit acht Punkten nach neun Spieltagen auf dem 16. und damit ersten Abstiegsplatz. Zuletzt feierte man jedoch gegen den SV Rödinghausen (3:2) und den SC Paderborn (1:0) die ersten beiden Saisonsiege. Beim Heimsieg gegen die Paderborner stand dabei auch die Osnabrücker Leihgabe Joschka Kroll wieder auf dem Platz. Der 20-Jährige verpasste den Saisonstart aufgrund eines Außenbandrisses im Sprunggelenk und feierte somit vor zwei Wochen sein Comeback, bei dem er direkt in der Startelf stand. Und auch am vergangenen Samstag stand Kroll im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Bocholt in der Anfangsformation, musste allerdings eine 1:2-Niederlage hinnehmen.
Zweimal hinter sich greifen musste dabei Keeper Marcel Hölscher, der bislang keine einzige Minute verpasste und das Team als Kapitän auf das Feld führt. Der 35-Jährige ist seit 2011 in Wiedenbrück und lief in seiner Jugend drei Jahre lang auch für den VfL Osnabrück auf. Ebenfalls eine Osnabrücker Vergangenheit im Wiedenbrücker Kader hat Mittelfeldspieler Max Ritter. Der 22-Jährige gehört beim SCW ebenfalls zu den Stammspielern und lief von 2021 bis 2023 zwei Jahre für die U19 der Lila-Weißen auf. So trifft er am Mittwoch auf seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Luca Böggemann, mit dem er in 14 Partien zusammen für den VfL auf dem Platz stand.
Bester Torschütze des SCW ist indessen Davud Tuma, der in acht Einsätzen fünf Treffer erzielen konnte. Bester Vorlagengeber ist Samuele Carella, der drei Assists vorweisen kann und leihweise von Viktoria Köln in Wiedenbrück spielt. Während die beiden also auch am Mittwoch für Gefahr in der Wiedenbrücker Offensive sorgen könnten, muss Trainer Dominik Sammer definitiv auf Marlon Lakämper (Adduktorenverletzung), Elia Schütte (Mittelfußbruch), Simeon Tsanev (Schlüsselbeinbruch) und Furkan Yilmaz (Muskelfaserriss) verzichten.
Auf der Gegenseite möchte VfL-Cheftrainer Timo Schultz die Partie vor allem dafür nutzen, um den Spielern Spielpraxis zu ermöglichen, die zuletzt weniger zum Zug kamen. So werden auch Leon Flach und Elias Bakatukanda, die beiden am letzten Tag des Sommertransferfensters nach Osnabrück kamen, morgen erstmals im VfL-Trikot auflaufen. Verzichten muss Timo Schultz dagegen auf Ismail Badjie, der nach seiner Knieverletzung weiterhin nur individuell trainiert. Und auch Daniel Kofi Kyereh fiel zum Wochenbeginn erkrankt aus und wird am Mittwoch vermutlich nicht zum Einsatz kommen.
Tickets und Anreise
Für die Partie im Jahnstadion (Rietberger Straße 29, 33378 Rheda-Wiedenbrück) sind Tickets sowohl im Online-Ticketshop des SC Wiedenbrück als auch vor Ort an der Abendkasse verfügbar. Sitzplätze sind dabei für 15,00 Euro (13,00 Euro ermäßigt) und Stehplatztickets für 10,00 Euro (8,00 Euro ermäßigt) erhältlich. Im direkten Stadionumfeld sind genügend Parkplätze vorhanden.

Titelbild: Fabian Frommeyer
Text: Jendrik Greiwe



