Gesmold

Lila und Weiß gehören zusammen:

VfL Osnabrück und SV Viktoria Gesmold fördern gemeinsam den Fußball für Mädchen und Frauen

Der VfL Osnabrück und der SV Viktoria Gesmold gehen im Bereich des Fußballs für Mädchen und Frauen gemeinsame Wege. Seit 2023 verbindet beide lila-weißen Klubs eine Kooperation, die nicht nur formale Anforderungen im Rahmen der Lizenzierung erfüllt, sondern vor allem inhaltlich gedacht ist: Gemeinsam soll der Fußball für Mädchen und Frauen in Stadt, Landkreis und Region Osnabrück gestärkt, weiterentwickelt und sichtbarer gemacht werden.

Mit dem SV Viktoria Gesmold hat der VfL einen Partnerverein gefunden, der seit vielen Jahren im Fußball für Frauen und Mädchen verwurzelt ist. Der Klub aus dem südlichen Landkreis Osnabrück steht für ein familiäres Umfeld, gewachsene Strukturen, viele Eigengewächse und großes ehrenamtliches Engagement. Die Kooperation verfolgt das Ziel, diese bestehenden Strukturen zu unterstützen und gemeinsam weiterzuentwickeln, ohne die wichtige Arbeit der Breitensportvereine in der Region zu gefährden.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen fachlicher Austausch, gemeinsame Impulse und konkrete Maßnahmen zur Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs. Dazu gehören unter anderem Schulungen für Trainerteams, Trainingseinheiten beim VfL oder mit VfL-Trainerinnen und -Trainern sowie die gemeinsame Weiterentwicklung sportlicher und organisatorischer Strukturen. Beim VfL Osnabrück wird das Thema federführend von Ronny Maul begleitet, der in seiner Zeit beim SV Meppen bereits umfangreiche Erfahrungen in der erfolgreichen Entwicklung des Frauenfußballs sammeln konnte.

Frauenfußball

Für den VfL ist die Kooperation auch ein bewusster Schritt zurück zu den eigenen Wurzeln. Denn Osnabrück ist eine Fußballregion mit einer besonderen Geschichte im Frauenfußball. Schon Anfang der 1970er-Jahre, kurz nach der Aufhebung des DFB-Verbots für Frauenfußball, gründete der VfL Osnabrück eine eigene Damenfußballabteilung. Innerhalb weniger Wochen lagen damals mehr als 40 Anmeldungen vor, später wuchs die Abteilung auf über 70 Spielerinnen. Auch wenn diese Entwicklung nicht dauerhaft fortgeführt wurde, zeigt sie: Der Fußball für Frauen und Mädchen hat beim VfL historische Anknüpfungspunkte.

Auch die Bremer Brücke ist mit der Geschichte des Frauenfußballs verbunden. Am 2. Juli 1989 gewann die deutsche Frauen-Nationalmannschaft dort mit einem 4:1 gegen Norwegen die Europameisterschaft und damit ihren ersten internationalen Titel. Es war ein besonderer Moment für den deutschen Frauenfußball – und zugleich ein Ereignis, das bis heute mit Osnabrück verbunden bleibt.

Der SV Viktoria Gesmold bringt ebenfalls eine lange Tradition in diesem Bereich mit. Bereits von 1970 bis Mitte der 1980er-Jahre waren die Gesmolder Frauen auf Bezirksebene erfolgreich und bestritten sogar Spiele gegen internationale Gegner. Diese Geschichte, das gewachsene Engagement im Verein und der Wunsch, die eigene Abteilung weiterzuentwickeln, bilden eine starke Grundlage für die Zusammenarbeit mit dem VfL.

Frauenfußball

Die Kooperation steht damit für mehr als eine formale Partnerschaft. Sie ist Ausdruck eines gemeinsamen Verständnisses: Fußball soll Perspektiven schaffen, Menschen verbinden und Entwicklung ermöglichen. Der VfL möchte seiner Rolle als Brückenbauer in der Region gerecht werden und gemeinsam mit der Viktoria dazu beitragen, ambitionierten und leistungsorientierten Mädchen und Frauen aus Stadt, Landkreis und Region Osnabrück bessere Möglichkeiten im Fußball zu eröffnen.

Langfristig soll die Zusammenarbeit helfen, den Fußball für Mädchen und Frauen in der Region breiter aufzustellen, sportlich weiterzuentwickeln und sichtbarer zu machen. Dabei geht es nicht darum, bestehende Strukturen zu verdrängen, sondern sie zu stärken, zu vernetzen und gemeinsam neue Perspektiven zu schaffen. Mit der Kooperation zwischen dem VfL Osnabrück und dem SV Viktoria Gesmold soll Osnabrück Schritt für Schritt stärker auf der deutschen Frauenfußballlandkarte verankert werden.

Lila und Weiß gehören zusammen – auf dem Platz, in der Region und in der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft des Fußballs für Mädchen und Frauen.