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Duell der Gegensätze an der Bremer Brücke
Im vorletzten Heimspiel der Saison empfängt der VfL Osnabrück den SC Verl an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die spielstarken Ostwestfalen wollen sich die Lila-Weißen für die deutliche Niederlage im Hinspiel revanchieren und damit einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit dem Sportclub Verl treffen die Lila-Weißen auf eine Mannschaft, die dem VfL in der Hinrunde deutlich die Grenzen aufzeigen konnte. Mit 1:4 musste sich Timo Schultz im November 2025 gegen seinen Trainerkollegen Tobias Strobl geschlagen geben. Der 38-Jährige ist seit dieser Saison Cheftrainer der Ostwestfalen und setzte die kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft nahtlos nach seinem Vorgänger Alexander Ende fort. So spielt der Sportclub aktuell die beste Drittligasaison der Vereinsgeschichte. Mit dem Heimsieg gegen Viktoria Köln am vergangenen Wochenende fuhr man die Punkte 56, 57 und 58 ein – die bislang höchste Ausbeute der Verler in der 3. Liga.
Trotz des Erfolgs gegen die Domstädter musste der SCV jedoch personelle Rückschläge hinnehmen. Sowohl Joshua Eze als auch Timur Gayret mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Während Eze mit Oberschenkelproblemen ausfiel, zog sich Gayret einen Kreuzbandriss zu und wird somit bis zum Jahresende nicht mehr für die Schwarz-Weißen auflaufen können.
Bislang wenig Spielzeit verzeichnen auch die Winterneuzugänge des Sportclubs. Mit Antonio Foti (Borussia Dortmund II), Marco Wörner (SC Paderborn II) und Raphael Araoye (Bristol U21) sicherte man sich die Dienste von drei vielversprechenden Talenten. Dabei konnte sich jedoch nur Rechtsaußen Marco Wörner als Startelfspieler behaupten und feierte in seinen bislang 14 Einsätzen bereits vier Torbeteiligungen (2 Tore, 2 Vorlagen). Antonio Foti dagegen warf Anfang März eine Fersenverletzung zurück, ehe er sich nun einen Innenbandriss im Knie zuzog. Zuvor kam er in neun Partien überwiegend zu Kurzeinsätzen. Innenverteidiger Raphael Araoye kam hingegen noch gar nicht zum Einsatz.
Eine Startelfgarantie hat dagegen Offensivakteur Berkan Taz. Der 27-Jährige ist aktuell mit bislang 16 Toren und 16 Vorlagen der Topscorer der Liga. Unerreichte Topwerte weist er zudem auch bei den Statistiken zu den Torschüssen (130) und Torschussvorlagen (102) auf. Einige Male legte er somit auch Treffer für Jonas Arweiler auf, der mit 13 Treffern der zweitbeste Torschütze des Teams ist. Dabei trifft der 29-Jährige besonders gerne nach Einwechslungen und schnürte auch am vergangenen Wochenende nach seiner Einwechslung einen Doppelpack. Neun seiner 13 Treffer erzielte er somit als Joker und stellte damit bereits den bisherigen Drittligarekord von Serhat-Semir Güler aus der vergangenen Saison (2024/25 für Viktoria Köln) ein. Einen neuen Rekord haben die Verler allerdings bereits aufgestellt: So erzielte der SCV 19 seiner insgesamt 74 Tore durch Einwechselspieler und übertrifft damit den bisherigen Bestwert von 18 Jokertoren (Essen aktuell und Paderborn 2008/09 je 18). Aber auch die Lila-Weißen weisen Jokerqualitäten in ihren Reihen auf. Ismail Badjie erzielte nicht nur am vergangenen Wochenende gegen den FC Ingolstadt den entscheidenden 1:0-Treffer nach Einwechslung, sondern zuvor auch in vier weiteren Spielen. Damit ist der 20-Jährige nach Arweiler der zweitbeste Joker der Liga.
Die Ausgangslage
Lange Zeit spielten die Verler im Aufstiegsrennen der 3. Liga eine maßgebliche Rolle. Zuletzt ließ man jedoch gegen den SSV Ulm (0:1), Hansa Rostock (1:2) und Erzgebirge Aue (1:1) wichtige Punkte liegen. Zwar konnte der SCV am vergangenen Wochenende mit dem 2:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, weist nun aber einen Rückstand von fünf Punkten auf den Relegationsplatz auf. Zur Tabellenspitze, an der weiterhin der VfL Osnabrück steht, sind es gar zwölf Zähler.
Die Partie gegen die Lila-Weißen wird am Samstag gewissermaßen ein Duell der Gegensätze. So trifft die beste Offensive (Verl: 74 Tore) auf die beste Defensive (VfL: 27 Gegentore) der Liga. Auch bei den Ballbesitzwerten unterscheiden sich beide Teams deutlich. Während die Verler mit durchschnittlich 61,8 Prozent den höchsten Wert aller Drittligateams aufweisen, ist das Spiel der Lila-Weißen weniger auf Ballbesitz ausgelegt. Mit einem Wert von 46,5 Prozent rangiert der VfL in dieser Statistik auf dem 18. Platz.
Gewinnt der Sportclub jedoch den Ball, geht es blitzschnell in die Tiefe. Die Pressingqualitäten spiegeln sich auch in den Toren nach Ballgewinnen wider: 21 Treffer erzielte Verl nach gegnerischen Ballverlusten, was den Ligabestwert darstellt. Aber auch die Osnabrücker sind in diesem Bereich stark und kommen bereits auf 19 Tore. Darüber hinaus unterstreichen zahlreiche weitere Kennzahlen die Spielstärke der Mannschaft von Trainer Tobias Strobl. Mit insgesamt 540 abgegebenen Torschüssen stellt Verl einen der höchsten Werte der Liga. Auch in Sachen Zweikampfführung sind die Ostwestfalen effizient: Mit einer Quote von 52,8 Prozent weist der SCV den besten Wert der Liga auf. Dabei scheuen die Verler jedoch Eins-gegen-eins-Duelle ein wenig. Nur Erzgebirge Aue und Wehen Wiesbaden bestritten in dieser Spielzeit weniger Zweikämpfe. Zudem verfügt Verl über die beste Passquote der 3. Liga (87,4 Prozent). Auffällig ist darüber hinaus die Abschlussstärke aus der Distanz, denn kein Team erzielt mehr Tore von außerhalb des Strafraums als die Verler (13).
Mit dieser Stärke könnten sie bei den Lila-Weißen jedoch nicht allzu weit kommen. Schließlich kassierte VfL-Keeper Lukas Jonsson erst zwei Gegentreffer nach Distanzschüssen und musste in diesem Jahr insgesamt erst sechsmal hinter sich greifen. Mit der herausragenden Defensivleistung stellte der Schwede gemeinsam mit seinen Vorderleuten gar einen neuen Vereinsrekord auf: Mit bereits 19 weißen Westen ist dies der neue Bestwert des VfL Osnabrück in der 3. Liga. Offensiv setzen die Lila-Weißen bekanntlich auf ein gut ausgespieltes Umschaltspiel. Keine andere Mannschaft kam bislang nach Kontersituationen so oft zu Abschlussgelegenheiten wie der VfL (45 Torschüsse). Ein sich im Laufe der Saison entwickelter Erfolgsfaktor ist zudem die gewachsene Heimstärke der Osnabrücker. So ist der VfL in diesem Jahr an der Bremer Brücke weiterhin ungeschlagen. Lukas Jonsson musste dort sogar nur ein einziges Mal hinter sich greifen. Für Rechtsaußen Patrick Kammerbauer, der am Samstag auf seinen Ex-Verein trifft, sind dabei die Fans ein entscheidender Faktor. So hob der 29-Jährige im Spieltagsinterview am Donnerstagvormittag die besondere Atmosphäre beim vergangenen Brückentag gegen Energie Cottbus hervor und fordert diese auch am Samstag wieder ein: „Es ist wichtig, dass wir die gleiche Energie auf den Platz bringen wie schon gegen Cottbus. Da hat das Stadion gebebt. Da war ein Knistern in der Mannschaft, aber auch in der Luft drum herum. Das war einfach phänomenal, dass wir das Stadion so angezündet haben. Und es wird wieder wichtig sein, dass wir alle gemeinsam diese Energie auf den Platz und ins Stadion bringen. Dann, glaube ich, haben wir gute Chancen, das Spiel zu ziehen.“
Ein weiterer Heimsieg könnte sogar zum vorzeitigen Aufstieg führen, jedoch müssten die Lila-Weißen dafür auf passende Ergebnisse auf den anderen Plätzen hoffen und dürften erst am Sonntag feiern. So müssten sowohl der MSV Duisburg (Freitag in Aachen) als auch Energie Cottbus (Sonntag in Köln) verlieren. Falls die „Zebras“ am Tivoli keinen Dreier holen, hätte der VfL mit einem Sieg gegen den SC Verl zumindest Rang drei und damit auch die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison sicher.
Das Personal
Tobias Strobl muss auf Seiten der Gäste zwei Ausfälle für die Partie verzeichnen. So fallen Antonio Foti (Innenbandriss im Knie) und Timur Gayret (Kreuzbandriss) aus.
Beim VfL muss Cheftrainer Timo Schultz weiterhin auf Robin Fabinski (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Lars Kehl trainierte unter der Woche, wie bereits vor dem Spiel gegen Ingolstadt, teilweise individuell. So soll der 23-Jährige auch gegen die Verler wieder ein Kandidat für den Spieltagskader sein.
Stimmen zum Spiel
Es geht in die heiße und entscheidende Phase der Saison. Für VfL-Cheftrainer Timo Schultz ist dies bereits spürbar. „Die Anspannung ist da. Wir sind in der finalen Phase der Saison. Aber es liegt auch an uns, inwiefern wir diesen Druck an uns heranlassen. Es ist ein Privileg, in so einer Situation zu sein. Damit hätten wir vor der Saison nicht gerechnet. Und jetzt wollen wir natürlich gegen Verl nachlegen. Wir wissen, dass es ein sehr spielstarker Gegner ist. Trotzdem spielen wir zu Hause. Wir spielen auf Sieg und wollen die drei Punkte hierbehalten.“
Dabei freut sich der 48-Jährige auch aus taktischer Sicht auf das Duell mit dem Sportclub: „Es ist so ein bisschen die Mannschaft, die am anderen Ende der Statistiken steht. Sie haben extrem viel Ballbesitz und sind vor allem eine sehr torgefährliche Mannschaft. […] Es ist eine Truppe, die sich sehr darüber definiert, alles spielerisch lösen zu wollen und auch den Torwart viel in die Spieleröffnung einbindet. Wir wissen, was auf uns zukommt. Man kann sagen, dass die beste und spielfreudigste Offensive der Liga gegen das Abwehrbollwerk der Liga spielt. […] Es wird sicherlich für alle, die die taktischen Aspekte des Spiels lieben, ein sehr interessantes Spiel werden.“
Patrick Kammerbauer kennt die Stärken seines Ex-Vereins bestens und lässt sich dadurch nicht von der jüngsten Ergebniskrise täuschen. „Ich glaube, dass sie ihren Plan weiterhin gut durchziehen. Natürlich gibt es Mannschaften, die sich gut auf sie eingestellt haben. Trotzdem sind sie eine sehr gefährliche Mannschaft. Sie haben Stärken, die sie jedes Wochenende auf den Platz bringen. Und da müssen wir schauen, dass wir diese möglichst eindämmen und unsere Stärken wieder zum Tragen kommen und wir unser Spiel durchziehen.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch Stream vom NDR zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Joker Badjie sticht erneut – VfL gewinnt in Ingolstadt
Wie schon im Hinspiel konnte der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag beim Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt 04 einen knappen 1:0-Erfolg einfahren. Dabei bestätigte Ismail Badjie einmal mehr seine herausragenden Jokerqualitäten. Der Spielbericht.
Zwei notwendige Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz gegen die „Schanzer“ vor. So ersetzten Tony Lesueur und Theo Janotta die gelbgesperrten Frederik Christensen und Yigit Karademir. Die beiden freigewordenen Kaderplätze nahmen zudem Kevin Schumacher und Kevin Wiethaup ein. Bei den Gastgebern entschied sich Sabrina Wittmann für drei Wechsel in ihrer Anfangsformation. Yann Sturm, Jonas Scholz und Kapitän Simon Lorenz standen für Ognjen Drakulic, Jasper Maljojoki und Lukas Fröde von Beginn an auf dem Platz.
Nachdem Schiedsrichter Felix Weller die Partie anpfiff, ging es im mit 7.570 Zuschauern besetzten Audi-Sportpark zunächst ruhig zu. Nach zehn Minuten verbuchten die Osnabrücker in Person von Tony Lesueur den ersten Torabschluss der Partie. Mit seinem Schuss von der linken Außenbahn forderte er FCI-Keeper Kai Eisele jedoch nicht besonders heraus. Der Schlussmann wehrte die Kugel ins Toraus ab (10‘). Wenn es für die Lila-Weißen in den ersten 45 Minuten offensiv gefährlich wurde, war der Franzose meist im Mittelpunkt des Geschehens. So auch einige Augenblicke später, als Lesueur im Anschluss an eine Osnabrücker Ecke aus der zweiten Reihe abzog und ein Ingolstädter Bein das Spielgerät haarscharf am rechten Pfosten vorbei ins Toraus lenkte (23‘). Wiederum zehn Minuten später spielte Lesueur von der linken Außenbahn in den Rückraum, wo Robin Meißner freistand und direkt abzog. Besonders platziert war der Schuss des Osnabrücker Toptorschützen jedoch nicht, sodass Eisele ohne Probleme parieren konnte (33‘). Die Gastgeber dagegen kamen in der ersten Halbzeit kaum vor das Tor des VfL. Zwar trafen die „Schanzer“ kurz vor dem Pausenpfiff in Person von Yann Sturm ins Gehäuse von Lukas Jonsson, allerdings stand der Stürmer beim Zuspiel von Marcel Costly deutlich im Abseits (41‘). Somit ging es wenig später torlos in die Kabinen.
Zwar personell unverändert, aber mit mehr offensivem Schwung kamen die Osnabrücker in die zweite Halbzeit. Schon wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff setzte sich David Kopacz auf der rechten Außenbahn durch, sprintete bis zur Grundlinie und legte den Ball zurück auf Robin Meißner, der zwar direkt abzog, das Ziel aber knapp verfehlte (46‘). Acht Minuten später zog Kopacz nach einem Konter selbst auf das Tor der Gastgeber. Bei seinem flachen Schussversuch war Eisele jedoch rechtzeitig unten (54‘). Wie schon in der ersten Halbzeit zeigten sich die Ingolstädter nach vorne recht ungefährlich. Wenn sie zum Abschluss kamen, forderten sie Lukas Jonsson kaum heraus. Zu einer Glanzparade zwang jedoch Fridolin Wagner Eisele mit seinem Distanzschuss in der 63. Minute. Der Schlussmann lenkte den Ball noch über den Querbalken ins Toraus (63‘). Langsam häuften sich nun die torgefährlichen Abschlusschancen des VfL. Als Patrick Kammerbauer den Ball elegant über die Ingolstädter Abwehrreihe hob, lief Robin Meißner in den Strafraum und köpfte auf das Gehäuse, jedoch ohne den Keeper vor größere Probleme zu stellen (68‘). In der 78. Minute köpfte Bjarke Jacobsen den Ball nach einem Eckstoß von Patrick Kammerbauer knapp über den Kasten den FCI (78‘).
In der Schlussphase erhöhten die Lila-Weißen dann noch einmal den Druck und wurden schließlich, wie sollte es auch anders sein, durch den eingewechselten Ismail Badjie belohnt. Als Kammerbauers Abschluss am Strafraumrand geblockt wurde, fiel „Isy“ der Ball vor die Füße. Nach einem Haken in Richtung Elfmeterpunkt zog der 20-Jährige ab. Der ebenfalls eingewechselte Julian Kania fälschte den Schuss noch entscheidend ab, sodass dieser unhaltbar für Eisele im rechten oberen Eck einschlug (83‘). Damit ließ Badjie wie schon im Hinspiel die 1.100 mitgereisten Fans im Auswärtsblock jubeln.
In den Schlussminuten warfen die „Schanzer“ erwartungsgemäß noch einmal alles nach vorne, doch Lukas Jonsson hielt den Osnabrücker Sieg fest. Mit einer herausragenden Parade gegen Emre Gül sicherte sich der Schwede seine 19. Weiße Weste der Saison und seiner Mannschaft die Punkte 68, 69 und 70 (90‘). Nach der vierminütigen Nachspielzeit war die Partie schließlich beendet. Mit viel Selbstvertrauen kann der VfL am kommenden Samstag den Sportclub aus Verl an der ausverkauften Bremer Brücke empfangen (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die Ostwestfalen könnte der VfL den nächsten wichtigen Schritt Richtung Aufstieg gelingen.
Tore:
0:1 (Badjie 83‘)
Aufstellungen:
FC Ingolstadt 04:
Eisele – Antzoulas, Si. Lorenz, Scholz – Y. Deichmann (Hoppe 81‘), Besuschkow (Plath 87‘), Carlsen, G. Christensen, Costly, Kaygin (Gül 73‘) – Sturm (Drakulic 87‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Janotta, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner (Henning 90+1‘), Jacobsen, Lesueur (Pröger 78‘), Kopacz (Kania 78‘), Kehl (Badjie 61‘) – Meißner (Tesche 90+1‘)
Auswärts in Ingolstadt: VfL will nächsten Dreier einfahren
Am Samstag tritt der VfL Osnabrück beim FC Ingolstadt an. Gegen die „Schanzer“ zählt laut Cheftrainer Timo Schultz nur ein „Dreier“. Diesen wollen die Lila-Weißen, wie zuletzt, erneut mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einfahren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Der Fußballclub Ingolstadt 04 läuft in dieser Saison den Erwartungen hinterher. Gegenüber dem Donaukurier äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Peter Jackwerth jüngst unzufrieden mit der aktuellen sportlichen Lage: „Es ist völlig unbefriedigend, auf welchem Tabellenplatz wir stehen.“ Aktuell belegen die „Schanzer“ mit 40 Punkten den 14. Tabellenplatz. Dadurch, dass der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz weiterhin elf Punkte beträgt, wird es für die Oberbayern in den letzten fünf Saisonspielen vermutlich nur noch um die Endplatzierung im Tabellenmittelfeld gehen. Dabei starteten die Ingolstädter mit sechs ungeschlagenen Spielen ins neue Jahr und standen nach 25 Spieltagen noch zehn Punkte hinter dem dritten Relegationsplatz. So kam es auch nicht überraschend, dass die „Schanzer“ Anfang März den Vertrag ihrer Cheftrainerin Sabrina Wittmann und ihres Co-Trainers Fabian Reichler langfristig verlängerten. Doch ausgerechnet nach dem Vertrauensbekenntnis geriet der FCI in eine Ergebniskrise. In den folgenden sechs Partien konnten nur drei Punkte durch den 3:1-Auswärtssieg gegen den SSV Ulm eingefahren werden. Alle anderen Spiele gingen verloren. Zuletzt kassierte man vier Niederlagen in Folge.
Im Winter stellte man drei Neuzugänge an der Donau vor. Neben der Leihe von Rechtsaußen Emilio Kehrer (Willem II) wechselten zudem auch Mittelstürmer Mason Toye (Kansas City) und Innenverteidiger Georgios Antzoulas (HJK Helsinki) ablösefrei zu den „Schanzern“. Letzterer stand seit seiner Ankunft bereits elfmal in der Startelf und verpasste die restlichen drei Partien aufgrund einer Oberschenkelverletzung. Somit ist der Grieche ein fester Bestandteil der neuen 3-4-3-Formation von Cheftrainerin Sabrina Wittmann. In der Hinrunde bevorzugte die gebürtige Ingolstädterin noch ein 4-1-4-1-System. Unverändert ist jedoch die Kopfballstärke des FCI. Keine andere Drittligamannschaft erzielte so viele Treffer per Kopf (15) wie die „Schanzer“. Kein Wunder bei den meisten Torschüssen per Kopf (110) und der zweiterfolgreichsten Quote bei Flanken (27,8 Prozent). Mit den fünftmeisten Torschüssen der Liga (482) und den drittmeisten Ballberührungen im gegnerischen Strafraum (878) ist der FCI generell offensiv sehr aktiv. Zudem weist man mit einer Zweikampfquote von 51,5 Prozent den viertbesten Wert der Liga auf.
Die Ausgangslage
Der herausragende Spieler beim FCI ist zweifelsohne Marcel Costly. Mit 13 Toren (von insgesamt 52) ist er in dieser Saison für 25 % der Ingolstädter Treffer verantwortlich. Außerdem weist er die fünftmeisten Torschüsse (95) der 3. Liga auf. Der 30-Jährige hat zudem die meisten Flanken der Liga geschlagen (134) und dadurch auch acht Vorlagen vorzuweisen. Aber auch Dennis Kaygin (7 Tore) und Yann Sturm (6 Tore) sorgen beim FCI immer wieder für Torgefahr. Jedoch steht Costly auch sinnbildlich für die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft. 18 Großchancen vergab der Flügelstürmer in dieser Saison bereits. Nur Mohammed Sankoh von Stuttgart II ließ noch mehr Gelegenheiten liegen (19). Von den insgesamt 88 herausgespielten Großchancen der „Schanzer“ vergab man 52. Dass man momentan mit nur 40 Punkten auf dem 14. Platz steht, ist neben der mangelnden Chancenverwertung aber auch der defensiven Anfälligkeit geschuldet. 536 Torschüsse ließ man bereits zu (drittschlechtester Wert) und kassierte daraus 48 Gegentore. Besonders auffällig sind dabei die bereits sechs kassierten Tore in der Nachspielzeit. Kein anderes Team kassierte mehr (Stuttgart II, Ulm und Schweinfurt ebenfalls sechs). Ebenfalls in der Nachspielzeit musste Torwart Kai Eisele am vergangenen Wochenende den Ball aus dem Netz holen, als man mit 1:4 bei Rot-Weiss Essen verlor. Zuvor musste der FCI im Zuge der englischen Woche auch Niederlagen gegen Viktoria Köln (1:2) und den 1. FC Saarbrücken (0:1) einstecken. Dabei verhinderte Eisele sogar noch eine schlechtere Defensivbilanz. Mit 74,5 Prozent gehaltener Schüsse weist der Keeper den Bestwert unter den Drittligaschlussmännern auf.
Den zweitbesten Wert in dieser Statistik weist wenig verwunderlich VfL-Torwart Lukas Jonsson auf. 73,5 Prozent aller Schüsse wehrte der Schwede ab und musste auch in der vergangenen englischen Woche nur einmal hinter sich greifen. Mit dem jüngsten 1:0-Erfolg gegen Energie Cottbus erlebte man beim VfL Osnabrück gleich mehrere Déjà-vus. So erzielte Ismail Badjie wie bereits im Hinspiel gegen Cottbus den entscheidenden Treffer zum 1:0-Endstand. Generell fuhren die Lila-Weißen bereits zum fünften Mal dasselbe Ergebnis im Hin- und Rückspiel ein. Dass sich dies am Samstag wiederholt, würden sich die Osnabrücker sicherlich erneut wünschen. Schließlich erzielte Isy Badjie nach seiner Einwechslung in der 89. Minute auch dort den erlösenden Treffer zum 1:0-Heimsieg.
Ebenfalls mit auf dem Platz stand damals Theo Janotta. Der Innenverteidiger darf sich aufgrund der Ausfälle von Robin Fabinski (Sprunggelenksverletzung) und Yigit Karademir (Gelbsperre) berechtigte Hoffnungen machen, am Samstag seinen 15. Drittligaeinsatz zu absolvieren. Seit Sommer 2025 ist der 22-Jährige für den VfL aktiv und blickte im Spieltagsinterview auf seine Anfangszeit bei den Lila-Weißen zurück: „Ich denke, dass ich einige Zeit brauchte, um erstmal reinzukommen. Dann wurde ich ins kalte Wasser geworfen mit den drei Spielen in der englischen Woche. Danach habe ich immer wieder Einsätze bekommen. Insgesamt fühle ich mich hier sehr wohl und bin grundsätzlich zufrieden.“ Dabei gibt sich der 1,96 m große Defensivakteur in seiner ersten Profisaison auch mit der Rolle des Ergänzungsspielers zufrieden: „Es ist schon herausfordernd, weil auch der Konkurrenzkampf hoch ist. Man will natürlich immer spielen und versucht, sich heranzuarbeiten. Aber wenn’s läuft, dann läuft’s – und dann stelle ich mich auch gerne in die zweite Reihe. Hauptsache, wir gewinnen.“ Siegreich möchte Janotta dann auch am Samstagnachmittag im Audi-Sportpark sein. Begleitet von mindestens 1.200 Osnabrückern dürfte sich die Partie dann fast schon wie ein Heimspiel anfühlen. Und zu Hause ist der VfL in diesem Jahr bekanntlich weiterhin ungeschlagen.
Das Personal
Beim FC Ingolstadt fallen mit Markus Ponath (Handverletzung) und Mason Toye (Knieverletzung) zwei Akteure für die Partie am Samstag aus.
Erstmalig in dieser Saison muss auch VfL-Cheftrainer Timo Schultz mehrere Ausfälle kompensieren. Neben den gelbgesperrten Yigit Karademir und Frederik Christensen fällt auch Robin Fabinski (Sprunggelenksverletzung) für die Partie gegen die „Schanzer“ aus. Ein Einsatz von Lars Kehl, der sich in der Partie gegen Energie Cottbus am Knöchel verletzte, ist zudem fraglich.
Stimmen zum Spiel
VfL-Chefcoach Timo Schultz schaut wie immer weniger auf die Tabellenplatzierung des kommenden Gegners, sondern bemerkte im Spieltagsinterview am Donnerstagnachmittag auch die Entwicklung der Ingolstädter Mannschaft: „Die Ingolstädter haben sich die Saison sicherlich auch ein bisschen anders vorgestellt. Eigentlich haben sie zwischendrin eine gute Entwicklung gehabt und es geschafft, nach der Winterpause regelmäßig zu punkten. Es sah sehr stabil aus. Jetzt zuletzt haben die Ergebnisse dann wieder nicht gestimmt. So ist das manchmal im Fußball. Eine Entwicklung läuft nicht immer linear. Dementsprechend wissen wir, dass es eine sehr gute Mannschaft ist, die immer sehr gut eingestellt ist. Fünf Spieltage vor Schluss, mit unserer Situation, brauchen wir den Dreier. Also fahren wir dorthin, um zu gewinnen. Das tun wir aber grundsätzlich, egal ob wir in Ingolstadt oder zwei Wochen später in Wiesbaden antreten.“
Angesprochen auf die auffällig vielen Ausfälle bei den Lila-Weißen zeigte sich der 48-Jährige gewohnt gelassen: „Ich habe hundertprozentiges Vertrauen in die Spieler, die zuletzt vielleicht nicht von Anfang an gespielt haben. Gerade die haben es immer wieder gezeigt, wenn sie dann mal reingeworfen wurden, dass sie sofort in die Performance kommen. Dementsprechend ist es für uns gar kein großes Gedankenspiel.“
Theo Janotta erwartet ähnlich wie sein Cheftrainer Timo Schultz eine herausfordernde Ingolstädter Mannschaft: „Es wird ein ekliger Gegner, bei dem wir auch im Hinspiel einige Probleme hatten, es lange 0:0 stand und wir am Ende durch Isy das erlösende 1:0 gemacht haben. Und hoffentlich werden wir am Samstag dann auch die drei Punkte nach Hause bringen. […] In unserer Liga sieht man jeden Spieltag, dass jeder jeden schlagen kann. Deshalb müssen wir immer an unsere Hundertprozentgrenze kommen, um auch das Spiel zu gewinnen.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Sechster Heimsieg in Serie: VfL schlägt Cottbus im Spitzenspiel
Vor einer ausverkauften Bremer Brücke lieferte der VfL Osnabrück im Spitzenspiel gegen den FC Energie Cottbus von der ersten Minute an eine engagierte Leistung und sicherte sich damit verdientermaßen den sechsten Heimsieg in Folge. Der Spielbericht.
Drei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startaufstellung vor. Während Yigit Karademir den verletzten Robin Fabinski ersetzte, rückten David Kopacz und Frederik Christensen für Ismail Badjie und Tony Lesueur in die Anfangsformation. Ebenfalls drei Wechsel nahm auch Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz vor. So rückten Henry Rorig, Can Moustfa und Justin Butler in die Startelf.
Von Beginn an merkte man beiden Mannschaften den absoluten Siegeswillen an. Zum ersten Torabschluss kamen die Gäste nach einer Kombination der beiden Ex-Osnabrücker Henry Rorig und Erik Engelhardt. Nach einem Freistoß des Linksfußes kam Engelhardt im Sechzehner zum Kopfball, konnte das Spielgerät jedoch nur über den Querbalken lenken (8‘). Wenige Minuten später war für Lars Kehl der Arbeitstag bereits beendet. Nach einem Pressschlag ging es für den offensiven Kreativmann nicht weiter. Für den 23-Jährigen kam Ismail Badjie in die Partie (14‘).
In den Folgeminuten kamen zunächst erneut die Cottbuser zu Abschlussgelegenheiten. Lukas Jonsson konnte sich dabei erstmals in der 16. Minute auszeichnen, als er einen Distanzschuss zur Ecke klären konnte. Aber auch die anschließende Ecke wurde gefährlich: Louis Awortwie-Grant kam am zweiten Pfosten zum Kopfball, traf jedoch nur den Rücken von Frederik Christensen (17‘).
Der erste nennenswerte Osnabrücker Abschluss erfolgte am Sonntagmittag erst nach 27 Minuten. Nach einem Eckstoß der Lila-Weißen flog der Ball am zweiten Pfosten vor die Füße von David Kopacz, dessen Schuss anschließend haarscharf am rechten Pfosten vorbeiging (27‘). Damit eröffnete der Flügelstürmer die offensiv besten Minuten des VfL in der ersten Halbzeit. So setzte sich Ismail Badjie wenige Sekunden später stark auf der linken Außenbahn durch, zog einen Haken und spielte auf den besser platzierten Patrick Kammerbauer. Dessen Abschluss konnte allerdings im letzten Moment von einem Cottbuser Bein geklärt werden (28‘). Den anschließenden Konter der Cottbuser verhinderte Yigit Karademir mit einem taktischen Foul, sah dafür jedoch seine fünfte Gelbe Karte und steht dem VfL am kommenden Samstag in Ingolstadt somit nicht zur Verfügung.
Die Lila-Weißen übernahmen nun komplett das Spielgeschehen. Ismail Badjie suchte in der 33. Minute aus der Distanz den Abschluss, verzog jedoch knapp am rechten Lattenkreuz vorbei. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte Jannik Müller, der nach einem Freistoß von Frederik Christensen im Strafraum frei zum Kopfball kam, diesen aber nicht auf das Tor platzieren konnte (44‘). Somit ging es nach der einminütigen Nachspielzeit torlos in die Halbzeitpause.
Dabei ließ der VfL auch nach der Pause nicht von seinem Spielplan ab und kam mit viel Schwung aus der Kabine. Nur fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff konnten sich die Lila-Weißen dann dank des Treffers von Ismail Badjie für den couragierten Auftritt belohnen. Nachdem Frederik Christensen viel Platz auf der linken Außenbahn hatte, sprintete der Däne diese entlang und hatte an der Grundlinie das Auge für den im Rückraum freistehenden Badjie. Dieser schob den Ball gut überlegt flach ins linke Eck und sorgte damit, wie bereits im Hinspiel, für den wichtigen 1:0-Treffer (50‘).
Auch nach der Führung ließ die Mannschaft von Timo Schultz nicht nach. Nach einem zu kurzen Rückpass von Henry Rorig hätte Ismail Badjie fast das zweite Tor des Tages auf dem Fuß gehabt, doch Torwart Marius Funk passte auf und war im letzten Moment noch vor dem Offensivmann am Ball (66‘). Daraufhin kamen nun auch die Cottbuser wieder vermehrt in die Osnabrücker Hälfte. Nach einem Eckball kam King Manu am ersten Pfosten zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor (68‘). Auch Tolcay Cigerci kam wenig später im Strafraum zum Abschluss, doch Niklas Wiemann warf sich im letzten Augenblick in den Ball und klärte zur Ecke (71‘). In der Schlussphase konzentrierten sich die Osnabrücker auf ihre Paradedisziplin, die Defensive, und ließen die Lausitzer kaum noch zu Abschlussgelegenheiten kommen. Stattdessen schaltete man in der sechsminütigen Nachspielzeit immer wieder in Kontersituationen um. Die allerletzte Aktion des Spiels hatte der eingewechselte Bryan Henning, der sich im Alleingang auf der linken Seite durchsetzte und aus spitzem Winkel den Abschluss suchte. Marius Funk konnte diesen jedoch sicher parieren (90+6‘).
Wenig später pfiff Schiedsrichter Patrick Ittrich die Partie ab und der VfL konnte den sechsten Heimsieg in Folge einfahren. Dadurch beträgt der Abstand auf die drittplatzierten Cottbuser nun wieder sieben Punkte. Am kommenden Wochenende treffen die Lila-Weißen dann am Samstag auswärts auf den FC Ingolstadt (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die Schanzer will der VfL dann auch wieder auf fremdem Rasen drei Punkte einfahren.
Tore:
1:0 (Badjie 50‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir (Janotta 86‘), Müller, Wiemann – Kammerbauer, Christensen (Lesueur 64‘) – Wagner, Jacobsen, Kopacz (Riesselmann 86‘), Kehl (Badjie 14‘, Henning 86‘) – Meißner
FC Energie Cottbus:
Funk – Straudi (Michelbrink 58‘), Manu, Awortwie-Grant, Rorig (Campulka 82′) – Borgmann, Pelivan (Tattermusch 82′), Tolc. Cigerci, Engelhardt, Moustfa (Boziaris 46‘) – Butler (Hannemann 46‘)
Spitzenspiel an der Brücke: VfL empfängt Verfolger aus Cottbus
Zum Ende der englischen Woche wartet auf den VfL Osnabrück mit dem FC Energie Cottbus der nächste Topgegner. Vor einer restlos ausverkauften Bremer Brücke wollen die Lila-Weißen wieder auf die Siegerstraße zurückkehren und wichtige Punkte im Aufstiegsrennen einfahren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Am Sonntag werden die Blicke der 3. Liga in die Hasestadt gerichtet sein. Schließlich wird das Duell zwischen dem Hinrundenmeister Energie Cottbus und dem Tabellenführer der Rückrunde schon seit Wochen heiß erwartet. Für die Cottbuser ist der Saisonverlauf dabei ein kleines Déjà-vu zur vergangenen Spielzeit, als man ebenfalls am 25. Spieltag zuletzt an der Tabellenspitze stand, im Saisonendspurt allerdings wichtige Punkte und somit auch den Aufstieg liegen ließ.
Um dies in diesem Jahr zu verhindern, verstärkte man sich im Winter mit zwei neuen Spielern. Neben der Leihe von Mladen Cvjetinovic (Holstein Kiel) stellte man auch Tolga Cigerci als offiziellen Neuzugang vor. Der zuletzt vereinslose Bruder von Tolcay Cigerci trainierte schon seit Längerem bei den Cottbusern mit und läuft seit der Rückrunde nun auch in Pflichtspielen für die Lausitzer auf. Aufgrund eines Muskelfaserrisses fiel der 33-Jährige in den letzten Partien jedoch aus und kommt somit erst auf fünf Einsätze.
Trainer Claus-Dieter Wollitz variierte in der Hinrunde immer wieder zwischen einem 4-3-2-1- und einem 4-3-3-System, legte sich in diesem Jahr aber auf ein 4-2-3-1 fest. Wichtige Stützen in seiner ersten Elf sind dabei neben den Torjägern Erik Engelhardt und Tolcay Cigerci vor allem auch Torwart Marius Funk, Innenverteidiger Nyamekye Awortwie-Grant und Sechser Dominik Pelivan. Alle fünf weisen in dieser Saison mindestens 2.000 Einsatzminuten auf.
Neben dem richtungsweisenden Duell mit den Osnabrückern stehen den Cottbusern im Saisonfinale noch weitere herausfordernde Gegner gegenüber. So empfängt man in der nächsten Woche zu Hause Rot-Weiss Essen und fährt zwei Wochen später zum MSV Duisburg. Im Schnitt stehen die Gegner im Cottbuser Restprogramm auf Tabellenplatz 6,5. Im Vergleich dazu trifft der VfL Osnabrück in den letzten sechs Spielen auf Mannschaften, die durchschnittlich auf Tabellenplatz 10,3 stehen.
Die Ausgangslage
In diesem Jahr kassierten die Cottbuser erst eine Niederlage (1:4 bei Alemannia Aachen), spielten aber auch fünfmal „nur“ unentschieden, sodass man die Tabellenführung nach der Winterpause nicht mehr verteidigen konnte und aktuell auf dem dritten Platz steht. Nach der Niederlage am Tivoli folgte in den letzten drei Spielen ein Unentschieden gegen den SSV Ulm (1:1) sowie zuletzt zwei 3:0-Siege gegen den TSV Havelse und den TSV 1860 München. Besonders in Torlaune zeigte sich dabei Ex-Osnabrücker Erik Engelhardt, der die Münchner Löwen mit einem Dreierpack quasi im Alleingang besiegte. Mit nun 19 Saisontoren ist der 27-Jährige hinter Lars Gindorf (20 Treffer) der zweitbeste Torschütze der Liga.
Neben Engelhardt sorgt beim FCE vor allem auch Tolcay Cigerci für Torgefahr. Der Mittelfeldakteur kann auf 14 Tore und 12 Vorlagen in der bisherigen Spielzeit zurückblicken. So ist nur das Duo aus Lars Gindorf und Mika Schroers noch torgefährlicher (36 Torbeteiligungen) als die beiden Cottbuser Torgaranten (33 Torbeteiligungen). Insgesamt sind Engelhardt und Cigerci für 54,1 Prozent der FCE-Tore verantwortlich und somit maßgeblich daran beteiligt, dass die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz die drittbeste Offensive der Liga stellt (61 Tore). Die Abhängigkeit von den beiden Offensivkräften lässt sich auch an der Anzahl der verschiedenen Torschützen ablesen. So trafen in dieser Saison nur zehn weitere Spieler für den FCE. Einzig Wehen Wiesbaden weist einen noch niedrigeren Wert auf (11 Spieler).
Etwas variabler zeigt sich dagegen der VfL Osnabrück, bei dem sich in dieser Spielzeit 15 verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Im letzten Heimspiel, beim 4:0-Sieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05, trafen sogar vier unterschiedliche Spieler. Daraufhin folgte jedoch unter der Woche die erste Niederlage des Jahres: Mit 0:1 musste man sich beim MSV Duisburg geschlagen geben. Somit könnten die Cottbuser am Sonntag bis auf einen Punkt an die lila-weißen Tabellenführer heranrücken. Das will der VfL jedoch verhindern. Wie das gelingen soll, erklärte Ismail Badjie im Spieltagsinterview am Freitagvormittag: „Ich glaube, wir wissen alle, dass Cottbus ein guter Gegner und noch einmal eine andere Mannschaft als Duisburg ist. Wir haben aber im Hinspiel schon gezeigt, dass wir Cottbus schlagen können. Und generell, dass wir uns in dieser Liga vor keiner Mannschaft verstecken müssen. Cottbus hat viele Spieler mit individuellen Qualitäten, und das gilt es zu knacken.“
Der 20-Jährige stand am Dienstagabend zum ersten Mal in dieser Saison über 90 Minuten auf dem Platz. Während der Flügelstürmer in der Hinrunde vor allem als Joker brillierte, stand er in diesem Jahr bereits fünfmal in der Startaufstellung. Seine Qualitäten als Matchwinner stellte Badjie vor fünf Monaten auch im Hinspiel gegen Energie Cottbus unter Beweis. Nach seiner Einwechslung in der 61. Minute erzielte er nur zwölf Minuten später das spielentscheidende 1:0 und sicherte seiner Mannschaft, wie eine Woche später gegen den FC Ingolstadt (ebenfalls Tor zum 1:0 nach Einwechslung), die drei Punkte. Dies würde der Offensivakteur am Sonntag gerne wiederholen. Schließlich könnten die Lila-Weißen mit einem Sieg den Abstand auf die Cottbuser wieder auf sieben Punkte ausbauen.
Das Personal
Beim FCE muss Trainer Claus-Dieter Wollitz voraussichtlich auf die Dienste von Tolga Cigerci und Leon Guwara verzichten. Zwar kehrten die beiden unter der Woche auf den Trainingsplatz zurück, erreichten bislang jedoch nicht wieder auf ihre volle Wettkampffitness.
Auf der Gegenseite musste Robin Fabinski unter der Woche gegen die Duisburger frühzeitig verletzt ausgewechselt werden und fällt nun mit einer Sprunggelenksverletzung auf unbestimmte Zeit aus.
Stimmen zum Spiel
FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Heimsieg gegen 1860 München kämpferisch mit Blick auf das kommende Duell mit seinem Ex-Verein und stellte die Rollenverteilung aus seiner Sicht dar: „Wir werden nicht passiv werden. Wir sind eine aktive Mannschaft. […] Ich sage nur so: Wir sind bereit. Die haben ja schon die zweite Liga in der Schublade, habe ich gehört. […] Wir freuen uns, wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen. Es ist dritte Liga gegen zweite Liga und Außenseiter gegen Favorit.“
VfL-Cheftrainer Timo Schultz freut sich auf das Spitzenspiel an der Bremer Brücke und hat dabei ein klares Ziel vor Augen: „Beide Mannschaften haben sich das verdient, dass es so spät in der Saison ein absolutes Spitzenspiel sein kann. Cottbus ist wahrscheinlich die offensiv gefährlichste Mannschaft der Liga. Sie haben eine unfassbare individuelle Qualität. Das sieht man auch, wenn man sich die Statistiken und Ranglisten der Liga anschaut. Dann tauchen immer wieder die Namen Engelhardt und Cigerci auf – und das vollkommen zu Recht. Von daher wissen wir, was auf uns zukommt. […] Es ist eine tolle Ausgangssituation für uns mit dem Heimspiel an der Bremer Brücke, das wir natürlich gewinnen wollen.“
Trotz des anstehenden Saisonfinales verspürt Ismail Badjie in der Mannschaft keinerlei Anzeichen von Anspannung: „Es ist keine Anspannung zu spüren. Wir sind alle locker drauf, wie in den Spielen zuvor auch. Wir müssen einfach so weitermachen, wie wir es bisher machen. Es ist gerade eine gewisse Lockerheit in der Mannschaft, und ich glaube, das wird auch bis zum Ende so bleiben.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:00 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR und RBB sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Beim Topduell in Duisburg: VfL muss erste Niederlage des Jahres hinnehmen
Am Dienstagabend musste der VfL Osnabrück gegen den MSV Duisburg die erste Niederlage in diesem Jahr hinnehmen. Nachdem die „Zebras“ in der ersten Halbzeit in Führung gegangen waren, verteidigten die Gastgeber nach dem Wiederanpfiff intensiv und ließen die engagierten Osnabrücker kaum zu Abschlusschancen kommen. Der Spielbericht
Drei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Anfangsformation vor. So kehrte nicht nur Fridolin Wagner nach Gelbsperre zurück, sondern auch Ismail Badjie und Tony Lesueur standen neu in der Startelf. Dietmar Hirsch rotierte auf Seiten des MSV ordentlich durch. Gleich sechs Wechsel nahm der Cheftrainer der „Zebras“ vor. So stellte er im Vergleich zum Derby gegen Rot-Weiss Essen eine komplett neue Offensive auf und setzte auf die Dienste von Florian Krüger, Christian Veit, Mert Göckan und Thilo Töpken. Zudem rückten Dominik Kother für den rotgesperrten Aljaz Casar sowie Niklas Jessen für Can Coskun auf der Linksverteidigerposition in die Startelf.
Relativ ereignisarm startete die Partie in der mit 24.322 Zuschauern besetzten SchauinsLand-Reisen-Arena. Zwar suchten beide Mannschaften immer wieder den Weg nach vorne, kamen aber kaum zu Abschlüssen. Jannik Müller klärte einen zweiten Ball der Duisburger nach einem Freistoß im Zusammenspiel mit Lukas Jonsson sicher (9‘). Wenig später musste Robin Fabinski in der 25. Minute das Feld verletzt verlassen. Nach einem Zusammenstoß mit Niklas Wiemann knickte der Verteidiger um. Für ihn kam Theo Janotta in die Partie. Zwei Minuten später musste VfL-Keeper Lukas Jonsson erstmals eingreifen. Den Distanzschuss von Mert Göckan parierte der Schwede allerdings ohne Probleme (27‘).
Chancenlos war der 32-Jährige allerdings beim wenige Augenblicke später folgenden Gegentor. Nach einem Freistoß versuchte Bjarke Jacobsen, den Ball per Kopf zu klären, spielte jedoch direkt vor die Füße von Florian Krüger, der per Volley abschloss und die „Zebras“ in Führung brachte (30‘). Daraufhin übernahmen die Gastgeber vermehrt das Spielgeschehen. Die Lila-Weißen suchten immer wieder in Umschaltmomenten Offensivakzente zu kreieren, spielten jedoch oftmals den letzten Pass zu unsauber. Dabei bewahrte Lukas Jonsson die Osnabrücker noch vor einem deutlicheren Halbzeitrückstand. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verlängerte Thilo Töpken einen langen Abschlag von Maximilian Braune, sodass Dominik Kother plötzlich frei vor dem Schlussmann stand. Mit einem starken Reflex verhinderte dieser jedoch den Einschlag (45+3‘). Mit einem knappen Rückstand ging es also für die Mannschaft von Timo Schultz in die Kabine.
Mit dem Wiederanpfiff kamen die Osnabrücker mit viel Schwung zurück auf den Rasen und wurden dabei mehrmals nach Standards gefährlich. Nach einem Eckball landete der zunächst von den Duisburgern geklärte Ball erneut beim VfL. Die anschließende Hereingabe von Patrick Kammerbauer flog vor die Füße von Fridolin Wagner, der sich aus der Drehung ein Herz fasste und die Kugel knapp über den Querbalken setzte (50‘).
Nur vier Minuten später wurde es erneut nach einem Eckball gefährlich, als der zweite Ball bei Niklas Wiemann landete. Der aufgerückte Verteidiger verzog aus spitzem Winkel jedoch deutlich (54‘). In dieser Phase waren die Osnabrücker die überlegene Mannschaft, forderten Torwart Maximilian Braune aber dennoch kaum zwingend heraus. Als Fridolin Wagner den Ball im Mittelfeld stark eroberte, kam der Ball über Lars Kehl zu Robin Meißner, der wiederum Tony Lesueur mit einem Steckpass auf die Reise schickte. Im Sprintduell mit Joshua Bitter zog der Linksaußen jedoch im letzten Moment den Kürzeren (58‘).
Danach beruhigte sich das Spiel weitestgehend. Die Duisburger fielen in der Schlussphase der Partie vermehrt durch harte Zweikämpfe auf, konnten ihre wenigen Kontermöglichkeiten jedoch nicht mehr konsequent ausspielen. Die Lila-Weißen drängten die Hausherren zwar stark in die eigene Hälfte, konnten aber keinen zwingenden Torabschluss mehr herausspielen. Der von den gut 3.500 mitgereisten VfL-Fans erhoffte Last-Minute-Treffer blieb jedoch auch nach der Flanke von Niklas Wiemann in der fünften Minute der Nachspielzeit verwehrt, als Theo Janotta im Fünfmeterraum haarscharf am Ball vorbeigrätschte (90+5‘).
Wenige Augenblicke später war die Partie schließlich beendet und die erste Niederlage des VfL Osnabrück in diesem Jahr besiegelt. Lange Zeit, um über die Niederlage nachzudenken, bleibt den Lila-Weißen aufgrund der englischen Woche jedoch nicht. Bereits am Sonntag empfängt man an der Bremer Brücke mit dem FC Energie Cottbus den nächsten Aufstiegsaspiranten (Anpfiff: 13:30 Uhr).
Tore:
1:0 (Krüger 30‘)
Aufstellungen:
MSV Duisburg:
Braune – Bitter, Fleckstein, Schlicke, Jessen – Bulic, Viet, Göckan (Coskun 72‘), Krüger (Müller 81‘), Kother (Noß 72‘) – Töpken (Lobinger 63‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski (Janotta 25‘), Müller, Wiemann – Kammerbauer (Pröger 79‘), Wagner (Tesche 79‘), Jacobsen (Kania 79‘), Lesueur (Kopacz 68‘), Badjie, Kehl – Meißner
Topspiel an der Wedau: VfL gastiert beim heimstarken MSV Duisburg
Mit dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg steht für den VfL Osnabrück am heutigen Dienstagabend das erste Topspiel der englischen Woche an (Anpfiff: 19:00 Uhr). Gegen die heimstarken „Zebras“ wollen die Lila-Weißen ihren Lauf fortsetzen und die nächsten wichtigen Punkte gegen die direkte Konkurrenz einfahren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit vier Neuzugängen verstärkten sich die „Zebras“ im Winter, um den Traum vom Durchmarsch in die 2. Bundesliga zu verwirklichen. Für besonderes Aufsehen sorgte die Verpflichtung von Stürmer Lex-Tyger Lobinger, der vom Ligakonkurrenten Viktoria Köln zu den Duisburgern kam und in 13 Einsätzen bereits fünf Tore und zwei Vorlagen vorweisen kann. Zudem sicherte man sich die Dienste von Dominik Becker (vereinslos), Aljaz Casar (ablösefrei von Dynamo Dresden) und Dominik Kother (per Leihe von Dynamo Dresden). Dennoch kam die Mannschaft von Trainer Dietmar Hirsch nicht ganz so stark ins neue Jahr. Besonders auf fremdem Rasen tut man sich bislang noch schwer. So konnte man in der Rückrunde erst einen Auswärtssieg feiern. Der Tabellendritte der Hinrundentabelle steht in der Rangliste der Rückserie somit nur auf Platz acht. Zuletzt stand man am 25. Spieltag auf dem ersehnten direkten Aufstiegsplatz.
Nachdem Trainer Dietmar Hirsch seine Mannschaft zu Beginn der Saison noch in einem 4-3-3-System auflaufen ließ, setzte der 54-Jährige zuletzt vermehrt auf eine 4-2-3-1-Formation. In der Sturmspitze gesetzt ist dabei der bereits erwähnte Winterneuzugang und Ex-Osnabrücker Lex-Tyger Lobinger. In nur einem einzigen Spiel stand der 27-Jährige seit seinem Wechsel an die Wedau nicht in der Startelf. In der Defensive hält Torwart Maximilian Braune den Kasten sauber. Der 22-Jährige stand in dieser Saison bislang jede Minute auf dem Feld und blieb neunmal ohne Gegentor. Damit steht er im ligaweiten Ranking der „Weißen Westen“ hinter VfL-Keeper Lukas Jonsson (17-mal) und Benjamin Uphoff vom F.C. Hansa Rostock (elfmal) auf dem dritten Platz. Ein Spieler, der ebenfalls bei den „Zebras“ heraussticht, ist Innenverteidiger Tobias Fleckstein. Unter allen Feldspielern, die in dieser Saison mindestens zwei Drittel der gespielten Minuten auf dem Platz standen, weist er die fünftbeste Zweikampfquote (65,1 Prozent) auf. Einen Platz vor dem in der Knappenschmiede ausgebildeten Defensivakteur steht in diesem Ranking Robin Fabinski, der 66 Prozent seiner Zweikämpfe in dieser Saison für sich entscheiden konnte.
Die Ausgangslage
Zu Hause fühlen sich die „Zebras“ besonders wohl. So sind die Duisburger die einzige Mannschaft in der 3. Liga, die in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Mit dem VfL Osnabrück ist jedoch die beste Auswärtsmannschaft der Liga zu Gast. Es kommt am Dienstagabend also zum Duell der beiden Spitzenreiter der Heim- und Auswärtstabelle. Der MSV musste am vergangenen Samstag eine bittere 0:1-Niederlage im Derby gegen Rot-Weiss Essen hinnehmen. Dabei drängten die Duisburger trotz der Roten Karte für Aljaz Casar in der 73. Minute in der Schlussphase der Partie noch weit in die gegnerische Hälfte. Dementsprechend frustriert zeigte man sich nach Abpfiff der Partie. Zuvor konnte man im Heimspiel gegen den TSV 1860 München einen 2:1-Sieg einfahren.
Weiterhin ungeschlagen in diesem Jahr ist dagegen der VfL Osnabrück. Zuletzt konnte man an der heimischen Bremer Brücke gegen den 1. FC Schweinfurt 05 beim 4:0-Erfolg den siebten Sieg in Folge einfahren. Eine solche Serie gelang zuletzt in der Saison 2022/23. Sollte auch gegen die Duisburger ein Sieg gelingen, wäre dies in der 3. Liga ein Vereinsrekord für die Lila-Weißen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt weiterhin die Osnabrücker Defensive. Erst fünf Gegentore kassierte Lukas Jonsson in der Rückrunde. Kein Wunder also, dass der VfL in dieser Saison nur siebenmal in Rückstand geraten ist und damit den Bestwert der Liga aufweist. Die Duisburger stellen mit elf Rückständen den zweitbesten Wert. Rückblickend ist das Ergebnis des Hinspiels, als man sich mit einem torlosen Remis trennte, also nicht wirklich überraschend. Für die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz kommt es in der schauinsland-reisen-arena erneut auf eine stabile Defensive an. Schließlich verloren die „Zebras“ noch kein einziges Spiel, wenn sie in Führung gegangen sind.
Hoffnung auf einen weiteren lila-weißen Sieg macht der Blick auf die letzten Gastspiele des VfL beim MSV. So konnte man vor drei Jahren, im Januar 2023, einen 2:1-Sieg, auch dank eines Treffers von Robert Tesche, einfahren. Ein Jahr zuvor feierte man einen wilden 6:3-Auswärtssieg gegen die „Zebras“. Zuletzt musste der VfL an der Wedau im September 2014 eine Niederlage hinnehmen.
Das Personal
Das Lazarett bei den Duisburgern ist groß. So fallen momentan mit Dennis Borkowski (Muskelverletzung), Maximilian Dittgen (Adduktorenabriss), Florian Egerer (Achillessehnenriss), Dominik Becker (Wadenprobleme), Omar Hanin (Innenbandverletzung), Jesse Tugbenyo (Knieverletzung) und Alexander Hahn (Wadenzerrung) sieben Spieler aus. Bei dem zuletzt ausgefallenen Jan-Simon Symalla äußerte Dietmar Hirsch auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel Hoffnung auf eine Rückkehr. Definitiv ausfallen wird der gesperrte Aljaz Casar (Rotsperre).
Beim VfL kehrt Fridolin Wagner nach seiner abgesessenen Gelbsperre zurück. Auch sonst kann Cheftrainer Timo Schultz auf alle anderen Akteure zurückgreifen.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Heimsieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 vorfreudig auf das Duell mit dem MSV: „Es wird ein absolutes Spitzenspiel in einem tollen Rahmen. Ein ausverkauftes Haus und auch einige Fans aus Osnabrück sind da. Wir haben wieder die Möglichkeit, drei Punkte zu holen, und das muss auch unser Ziel sein.“
Auf der Gegenseite zollte MSV-Coach Dietmar Hirsch auf der Pressekonferenz vor der Partie den Lila-Weißen Respekt, zeigte sich aber auch dank des Heimvorteils optimistisch: „Wir treffen auf einen sehr guten Gegner. Wir haben eine Idee, wie wir spielen wollen. Wir wissen, wie stabil und gut Osnabrück gerade ist. Sie haben eine Riesenserie. Ich finde, sie waren in der Hinserie schon sehr, sehr gut. Sie sind vor allem defensiv geordnet sehr stabil und haben dort schon wenige Gegentore bekommen. Jetzt haben sie sich auch in der Offensive von Tor zu Tor und von Spiel zu Spiel verbessert. Sie sind nicht umsonst mit Abstand da oben. Aber wir spielen wieder zu Hause und wollen unsere Serie zu Hause ausbauen und möglichst die Siegesserie von Osnabrück stoppen.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 18:45 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Klarer Erfolg an der Brücke: VfL feiert gegen Schweinfurt siebten Sieg in Folge
Mit einer von Beginn an souveränen Leistung fuhr der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Schweinfurt 05 den höchsten Heimsieg der bisherigen Saison ein. Beim 4:0-Erfolg konnten sich gleich vier verschiedene Akteure in die Torschützenliste eintragen. Der Spielbericht.
Zwei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Anfangsformation vor. So kehrten Bjarke Jacobsen nach seiner abgesessenen Gelbsperre und Robin Fabinski nach auskurierter Verletzung in die Startelf zurück. Dafür nahm Yigit Karademir auf der Bank Platz. Fridolin Wagner saß aufgrund seiner zehnten Gelben Karte am vorherigen Spieltag auf der Tribüne. Auf der Gegenseite veränderte Trainer Jermaine Jones seine Aufstellung auf drei Positionen. Thomas Meißner, Tim Latteier und Nikolaos Vakouftsis standen neu in der Startelf.
Es waren nur wenige Sekunden an der Bremer Brücke gespielt, da stand Lars Kehl bereits das erste Mal frei vor Schweinfurt-Keeper Toni Stahl. Nach einem Steckpass von Kapitän Jannik Müller traf der 23-Jährige den Ball jedoch nicht richtig, sodass dieser knapp am linken Pfosten vorbei ins Toraus rollte (1‘). Damit gab Kehl früh die Marschroute für die Anfangsphase vor, in der die Lila-Weißen viel Offensivdrang entwickelten. Nach neun Minuten setzte sich Robin Meißner stark im gegnerischen Sechzehner gegen Johannes Geis durch und suchte aus spitzem Winkel den Abschluss, doch Toni Stahl konnte den Ball sicher festhalten (9‘). Die Gäste näherten sich nach einer Viertelstunde erstmals dem Kasten von Lukas Jonsson. Nach einem Eckball köpfte ein Schweinfurter Richtung Tor, traf jedoch nur den Kopf von Niklas Wiemann, sodass der Schwede nicht eingreifen musste (15‘). Im Gegenzug setzte der VfL zum Konter an und fand erneut Lars Kehl in der Spitze, der wiederum frei vor Toni Stahl an dessen Fußabwehr scheiterte (16‘).
Nach einem Eckball der Osnabrücker konnten die „Schnüdel“ den Ball im Strafraum nicht richtig klären, sodass der aufgerückte Niklas Wiemann davon profitierte und das Spielgerät mit rechts über die Torlinie zur lila-weißen Führung beförderte (27‘). Auch nach der völlig verdienten Führung ließ die Mannschaft von Trainer Timo Schultz nicht nach und spielte weiter mit viel Schwung in die gegnerische Hälfte. Erneut wurde es wenig später nach einer Standardsituation gefährlich. Nach einem Freistoß von Lars Kehl aus dem rechten Halbraum kam Robin Fabinski völlig frei zum Kopfball, doch Toni Stahl konnte die Kugel mit den Fingerspitzen noch zum Eckball klären (30‘).
Keine Chance hatte der Schlussmann jedoch wenig später gegen Lars Kehl. Nachdem David Kopacz per Kopf Robin Meißner in den Lauf geschickt hatte, legte dieser den Ball direkt quer auf Kehl, sodass Osnabrücks Nummer 18 per Außenrist an Stahl vorbei die Führung ausbauen konnte (37‘). Wenig später ging es aus Osnabrücker Sicht mit einer 2:0-Führung in die Pause.
Auch nach dem Wiederanpfiff zeigten sich die Lila-Weißen als aktivere Mannschaft und kamen erstmals durch einen Distanzschuss von Kevin Wiethaup in Tornähe (56‘). Fünf Minuten später wurde Stahl dann allerdings zum dritten Mal am Samstagnachmittag bezwungen. David Kopacz eroberte den Ball im Mittelfeld und setzte zum Sprint an. Am Strafraumrand setzte er einen Haken und hatte dann das Auge für den besser platzierten Meißner. Dieser platzierte die Kugel in Stürmermanier ins linke Eck und erzielte vor der Ostkurve sein 13. Saisontor (61‘). Vorlagengeber Kopacz war auch an der nächsten Chance beteiligt, verpasste jedoch eine Hereingabe von Christensen haarscharf im Fünfmeterraum (76‘). Die „Schnüdel“ kamen in den zweiten 45 Minuten kaum vor den Osnabrücker Kasten, sodass Lukas Jonsson einen ruhigen Arbeitstag erlebte. Zehn Minuten vor Schluss setzte Ekin Celebi einen Freistoß deutlich am Tor vorbei (79‘). Den Schlusspunkt der Partie setzte Frederik Christensen. Nach einem Einwurf lupfte der eingewechselte Robert Tesche den Ball sehenswert in den Fünfmeterraum, wo Christensen herangesprintet kam und wuchtig zum 4:0 abschloss (83‘).
Wenig später pfiff Schiedsrichter Justin Hasmann die Partie ab und der VfL sicherte sich den siebten Sieg in Folge. Im Zuge der Englischen Woche kommt es bereits am Dienstag zum Topduell mit den Duisburger „Zebras“ (Anpfiff: 19:00 Uhr). Vor einem ausverkauften Gästeblock wollen die Lila-Weißen die Erfolgsserie auch gegen die bislang zu Hause noch ungeschlagenen Duisburger fortsetzen.
Tore:
1:0 (Wiemann 27‘), 2:0 (Kehl 37‘), 3:0 (Meißner 60‘), 4:0 (Christensen 84‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, J. Müller, Wiemann – P. Kammerbauer (Pröger 66‘), Wiethaup, B. Jacobsen (Tesche 73‘), F. Christensen, Kopacz (Henning 81‘), Kehl (Badjie 66‘) – Meißner (Kania 73‘)
1.FC Schweinfurt 05:
Stahl – Vakouftsis (Osawe 46‘), Geis, Zeller – Langhans, Böhnlein (Müller 62‘), Angleberger, T. Meißner (Grimbs 68‘), Celebi, Latteier (Endres 62‘) – Wintzheimer (Shuranov 46‘)
Start in die Englische Woche: VfL erwartet „eklige“ Schweinfurter
Am Samstag empfängt der VfL Osnabrück den 1. FC Schweinfurt 05 an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Dabei wollen die Lila-Weißen vor einem ausverkauften Heimbereich zum Startschuss der anspruchsvollen Englischen Woche die ersten drei Punkte einfahren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit dem 1. FC Schweinfurt 05 ist am Samstag das Tabellenschlusslicht in der Hasestadt zu Gast. Nur an drei Spieltagen standen die „Schnüdel“ in dieser Saison nicht am Tabellenende. In der Winterpause präsentierte der sportliche Leiter Andreas Bendler, der sein Amt zum Ende der Saison niederlegen wird, vier Neuzugänge. Neben den beiden Leihspielern Winners Osawe und Dustin Forkel (beide 1. FC Nürnberg) stellte man zudem Mustafa Özden (FC Ingolstadt II) und Nikolaos Vakouftsis (Greuther Fürth II) vor. Auf der Gegenseite verabschiedete man mit Martin Thomann (Würzburger Kickers), Kevin Frisorger (TSV Aubstadt), Uche Obiogumu (Leih-Ende, 1. FC Nürnberg) und Jakob Tranziska (Pohang Steelers) ebenfalls vier Spieler. Vor allem der Abgang von Jakob Tranziska schmerzt die 05er, da der Mittelstürmer mit seinen vier Treffern in der Hinrunde noch immer bester Saisontorschütze der „Schnüdel“ ist.
Aber nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf der Trainerbank entschieden sich die Unterfranken für einen Wechsel. Seit Ende Februar steht Jermaine Jones an der Seitenlinie der 05er und übernahm das Amt von Viktor Kleinhenz. Seit nun sechs Spielen ist Jones im Amt und konnte seitdem einen leichten Aufschwung einleiten. So ist man unter dem ehemaligen Bundesligaspieler im heimischen Sachs-Stadion noch ungeschlagen und konnte Siege gegen den SSV Ulm (3:2) und die Zweitvertretung des VfB Stuttgart (3:1) sowie ein Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken (2:2) einfahren. Nicht beheben konnte der US-Amerikaner bislang jedoch die Auswärtsschwäche der Schweinfurter. Lediglich drei Punkte (3:2-Auswärtssieg gegen Ingolstadt) konnten die 05er in dieser Saison in der Fremde einfahren. Unter dem 44-Jährigen folgten Niederlagen beim MSV Duisburg (1:3), bei Alemannia Aachen (0:1) und beim SC Verl (0:4). Damit steht man auch in der Auswärtstabelle mit Abstand am Tabellenende.
Während man im Saisonverlauf immer wieder Systemumstellungen vornahm, trat man unter Jones in den letzten fünf Partien stets in einem 4-2-3-1-System auf. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei Johannes Geis. Der 32-Jährige hat die meisten Spielminuten (2.360) bei den Schweinfurtern gesammelt und ist mit drei Treffern und drei Vorlagen Topscorer der Mannschaft. Zwei seiner drei Tore erzielte der Mittelfeldakteur dabei in den jüngsten zwei Heimsiegen gegen Ulm und Stuttgart II. Vorreiter ist Geis zudem beim Sammeln von Gelben Karten. Acht Verwarnungen sah der gebürtige Schweinfurter in dieser Spielzeit bereits. Nur Pius Krätschmer (12) sah bei den 05ern noch häufiger den Gelben Karton. Mit insgesamt 89 Gelben Karten steht man in dieser Statistik im Ligavergleich an der Tabellenspitze.
Die Ausgangslage
In der Länderspielpause empfingen die „Schnüdel“ zum Jubiläumsspiel des Sachs-Stadions den FC Schalke 04. Dank der Treffer von Nico Grimbs und Winners Osawe konnte man vor knapp 5.000 Zuschauern mit 2:0 gewinnen und sammelte somit weiteres Selbstvertrauen für den Saisonendspurt. 16 Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Bei noch 24 auszuspielenden Punkten würde ein Klassenerhalt also einem echten Wunder gleichen. Dass die Schweinfurter einen so großen Abstand auf die Konkurrenz aufbauten, liegt vor allem an der schwachen Defensive. Mit 69 Gegentoren kassierte man zusammen mit dem TSV Havelse die meisten der Liga. Zudem ließ man mit 524 Torschüssen die meisten der 3. Liga zu. Besonders anfällig zeigte man sich bei gegnerischen Kontern. Bereits acht Treffer mussten die 05er nach gegnerischen Umschaltsituationen (drittschlechtester Wert der Liga) hinnehmen. Der VfL zeigt sich dagegen konterstark und erzielte bereits sieben Treffer nach eigenen Umschaltsituationen. In der eigenen Offensive konnten die „Schnüdel“ bislang ebenfalls nicht vollends überzeugen. Mit 29 Toren stellt man die schwächste Offensive der Liga und brachte mit 379 Torschüssen die drittwenigsten auf das gegnerische Gehäuse.
Zuletzt offensivstark präsentierte sich dagegen der VfL Osnabrück. In den vergangenen fünf Partien erzielte nur Rot-Weiss Essen (13) mehr Tore als die Lila-Weißen (12). Seit Wochen in Topform befinden sich dabei vor allem Robin Meißner und David Kopacz, die im selben Zeitraum jeweils vier Treffer erzielten und damit für zwei Drittel der Osnabrücker Tore verantwortlich waren. Für David Kopacz schließt sich mit der Partie gegen die Schweinfurter gewissermaßen ein Kreis. Schließlich erzielte der 26-Jährige im Hinspiel mit einem sehenswerten Distanzschuss sein erstes Tor für den VfL und legte in der zweiten Halbzeit das spielentscheidende Tor zum 2:0 von Robin Meißner auf (Endstand 2:1). Mittlerweile hat Kopacz in vier aufeinanderfolgenden Spielen getroffen. Das gelang beim VfL zuletzt Erik Engelhardt in der Saison 2022/23. Für den Flügelspieler ist es momentan der beste Lauf seiner Karriere. Noch nie konnte der Pole so oft hintereinander treffen. Dabei weiß Kopacz genau, dass sich die Situation im Fußball schnell wieder ändern kann. „Fußball ist auch immer eine Momentaufnahme. Es gibt mal schlechtere und mal solche Phasen. Ich freue mich, dass es momentan so ist. Natürlich ist es mein Ziel, das aufrechtzuerhalten, die Tore zu machen und die Spiele mit der Mannschaft zu gewinnen. Es sind nicht mehr viele Spiele zu gehen. Da will man nochmal alles raushauen“, erläuterte er im Spieltagsinterview bei VfL-TV.
In der Länderspielpause trafen die Lila-Weißen in zwei Testspielen auf Hannover 96 (0:2) und Borussia Mönchengladbach (2:2). Trotz der sieglosen Partien zeigte sich Cheftrainer Timo Schultz im Nachgang zufrieden: „Die Testspiele haben absolut ihren Zweck erfüllt. Es waren zwei Topgegner. Und auch unsere Mannschaft hat sich wirklich gut geschlagen. Es sind alle heile in die Pause reingekommen und vor allem auch alle heil aus der viertägigen Pause wieder rausgekommen. Dementsprechend haben wir jetzt schon zwei Trainingstage hinter uns. Somit läuft alles nach Plan“, erklärte der 48-Jährige am Donnerstagvormittag.
Am Samstag will er mit dem VfL aber sicherlich die Siegesserie fortsetzen und gegen die 05er den siebten Dreier in Folge einfahren. Im letzten und bisher einzigen Gastspiel der Schweinfurter gewannen die Lila-Weißen am 9. Dezember 1990 souverän mit 2:0. Damals reisten die „Schnüdel“ genau wie an diesem Samstag als Tabellenschlusslicht in die Hasestadt. Die Tore für den VfL erzielten damals Uwe Jursch und Uwe Igler.
Das Personal
Bei den Gästen muss Trainer Jermaine Jones auf Nils Piwernetz (Muskelbündelriss), Luka Kalandia (Schambeinentzündung), Erik Shuranov (Leistenprobleme) und Altin Ibisi (Knieverletzung) verzichten.
VfL-Cheftrainer Timo Schultz begrüßte unter der Woche Robin Fabinski nach überstandener Bänderdehnung zurück auf dem Trainingsplatz. Somit fällt beim VfL einzig der gesperrte Fridolin Wagner (Gelbsperre) für das Heimspiel aus.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz stand wie gewohnt für das Spieltagsinterview bei VfL-TV am Mikrofon und erklärte dort, dass er sich nicht von der Tabellensituation der Schweinfurter täuschen lassen will und gleichzeitig eine Topleistung seiner Mannschaft fordert: „Seit dem Trainerwechsel sind sie anders in der Spur und haben gerade in ihren Heimspielen wirklich Topleistungen gebracht und auch schon Siege eingefahren. Für uns spielt es keine Rolle, ob wir zu Hause gegen Schweinfurt, Havelse oder Essen spielen. Wir werden eine Topleistung brauchen, um die drei Punkte hierzubehalten. Darauf konzentrieren wir uns und ich bin auch davon überzeugt, dass wir, wenn wir gut spielen und unsere PS auf die Straße bringen, den Platz als Sieger verlassen werden.“
David Kopacz erwartet am Karsamstag einen unangenehmen Gegner an der Bremer Brücke: „Ich glaube immer, wenn ein neuer Trainer da ist, ist auch immer eine kleine Veränderung da. Die 3. Liga ist immer eklig. Da darf man keinen Schritt weniger machen. Ganz egal, wo die Mannschaft, gegen die man spielt, gerade tabellarisch steht. Man muss sich zu hundert Prozent fokussieren und darauf vorbereiten. Es wird, wie gesagt, ein ekliges Spiel. In der 3. Liga ist jedes Spiel anspruchsvoll.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Starke erste Hälfte reicht nicht: VfL trennt sich unentschieden von Gladbach
Im zweiten Testspiel der Woche trennte sich der VfL Osnabrück mit einem 2:2-Unentschieden von Borussia Mönchengladbach. Nach einer starken ersten Hälfte des VfL glichen die Gäste in den zweiten 45 Minuten noch aus. Der Spielbericht.
Im Vergleich zum gestrigen Testspiel gegen Hannover 96 rotierte Cheftrainer Timo Schultz in seiner Anfangsformation ordentlich durch. Einzig Theo Janotta blieb Teil der Startelf. Auf Seiten der Gäste schickte Eugen Polanski einen Mix aus etablierten und Ergänzungsspielern von Beginn an auf den Rasen.
Von Beginn an waren die Osnabrücker am Donnerstagabend die spielbestimmende Mannschaft und kamen früh gefährlich vor das Tor der „Fohlenelf“. Nach neun Minuten suchte Theo Janotta nach einem Eckball erstmals den Abschluss und verpasste das Ziel nur haarscharf (9‘). Zehn Minuten später spielte Bashkim Ajdini einen langen Pass auf den startenden Ismail Badjie. Der Youngster lief seinem Gegenspieler davon, zog aus spitzem Winkel ab, verfehlte das Tor jedoch deutlich (19‘). Im direkten Gegenangriff kamen die Gladbacher erstmals gefährlich vor den Kasten von Niklas Sauter, doch Theo Janotta klärte eine Hereingabe von rechts im letzten Moment zur Ecke (20‘). Wenig später ging ein Raunen durch die 5.621 Zuschauer an der Bremer Brücke, als Lars Kehl im Sechzehner von Wael Mohya zu Boden geschubst wurde, die Pfeife von Schiedsrichter Timon Schulz jedoch stumm blieb (27‘).
Lange mussten die VfL-Fans jedoch nicht mehr auf den ersten Treffer des Abends warten. Nach einer Ecke von Frederik Christensen stand Theo Janotta am zweiten Pfosten völlig frei und köpfte unbehindert zur Führung ein (28‘). Mittlerweile lief das Spiel weitgehend in eine Richtung. Robin Meißner wurde sehenswert von Lars Kehl geschickt und lief alleine auf Torwart Tobias Sippel zu, schoss den Schlussmann jedoch nur an. Bei der Aktion verletzte sich der Keeper allerdings und musste nach 35 Minuten für Florian Dimmel ausgewechselt werden (35‘). Das Torwarttalent musste nur wenige Augenblicke später hinter sich greifen: Badjie zog in den Sechzehner und legte quer auf den mitlaufenden Bashkim Ajdini, der flach abzog und zum 2:0 traf (38‘).
In der dreiminütigen Nachspielzeit der ersten Hälfte drehten die Gladbacher noch einmal auf. Nach einem Abschluss von Yassir Atty war jedoch Niklas Sauter zur Stelle und klärte zum Eckball (45+1‘). Nach der anschließenden Ecke wurde es erneut gefährlich. Marvin Friedrich kam im Fünfmeterraum zum Kopfball und forderte den Osnabrücker Schlussmann heraus. Mit einer starken Reaktion entschärfte der 22-Jährige aber auch diese Situation und ging somit mit einer weißen Weste in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff hatten erneut die Lila-Weißen die erste Torgelegenheit. Nach einem hervorragenden Steckpass von Robert Tesche kam Lars Kehl frei vor dem Kasten zum Abschluss. Torwart Dimmel war jedoch zur Stelle und reagierte auch beim Nachschuss von Robin Meißner stark (51‘). Vier Minuten später fiel dann der Gladbacher Anschlusstreffer. Wael Mohya stand plötzlich frei vor Niklas Sauter und bezwang den Keeper mit einem Schuss durch die Beine (55‘).
In den darauffolgenden Minuten beruhigte sich die Partie etwas, ehe in der 78. Minute wieder Torgefahr an der Bremer Brücke aufkam. Kemal Cirpan zog aus der zweiten Reihe ab und verpasste das Tor nur knapp am rechten Pfosten vorbei (78‘). Wenig später startete Niklas Wiemann über die linke Seite einen Vorstoß und brachte den Ball in den Sechzehner. Bevor der bereitstehende Bernd Riesselmann abschließen konnte, klärte ein Gladbacher Verteidiger die Situation, zuvor sprang der Ball allerdings noch an dessen Arm. Doch auch hier blieb die Pfeife von Schiedsrichter Schulz stumm. Stattdessen fiel auf der Gegenseite der Ausgleich. Veith Stange fiel der Ball im Strafraum vor die Füße und er brachte ihn zum 2:2 im Tor unter (85‘).
In den Schlussminuten suchten die Lila-Weißen noch einmal den Weg nach vorne. Einen Schuss von Bryan Henning konnte Dimmel mit den Fingerspitzen entschärfen (89‘). Somit trennt sich der VfL vom Bundesligisten mit einem 2:2-Unentschieden.
Nach zwei intensiven Testspielen dürfen die Profis des VfL zunächst ein freies Wochenende genießen, bevor in der kommenden Woche die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt 05 beginnt. Die Unterfranken sind am Samstag, den 4. April, um 14:00 Uhr zu Gast an der Bremer Brücke. Für den Brückentag ist der Heimbereich bereits komplett ausverkauft, der Ticket-Zweitmarkt ist geöffnet.
Tore:
1:0 (Janotta 28‘), 2:0 (Ajdini 38‘), 2:1 (Mohya 55‘), 2:2 (Stange 83‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Sauter – Wiemann, Müller (Karademir 75‘), Janotta (Wagner 46‘) – Christensen (Henning 75‘), Tesche, Lesueur, Ajdini – Badjie (Wiethaup 63‘), Meißner (Riesselmann 63‘), Kehl
Borussia Mönchengladbach:
Sippel (Dimmer 35‘) – Michaelis, Stange, Friedrich (Danfa 61‘), Atty – Stöger (Nguefack 61‘), Neuhaus (Cirpan 75‘), Engelhardt (Walde 61‘) – Mohya, Sarco (Meiser 61‘), Bolin (Adozi 75‘)
Bundesligist zu Gast: VfL empfängt „Fohlenelf“ zum Testspiel
Am heutigen Donnerstagabend empfängt der VfL Osnabrück den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach an der Bremer Brücke zum zweiten Testspiel der Woche (Anpfiff: 18:30 Uhr). Gegen die „Fohlenelf“ wollen die Lila-Weißen ihre positive Form bestätigen. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit Borussia Mönchengladbach ist heute Abend ein echtes Bundesliga-Urgestein an der Bremer Brücke zu Gast. Seit 2008 spielt die „Fohlenelf“ ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse. Mit 110.000 Mitgliedern ist der Klub zudem der zehntgrößte Sportverein Deutschlands. Dass die Borussia aber auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen darf, scheint aktuell noch alles andere als sicher. So beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz momentan nur fünf Punkte.
Dabei ist die Lage am Niederrhein schon seit Beginn der Saison angespannt. Bereits nach dem dritten Spieltag trennte man sich vom damaligen Cheftrainer Gerardo Seoane, nachdem dieser nur einen Punkt einfahren konnte (0:0 gegen den Hamburger SV). Aber auch Interimstrainer Eugen Polanski, der zuvor drei Jahre lang die Zweitvertretung der Borussia trainierte, konnte erst im sechsten Spiel den ersten Saisonsieg einfahren (4:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli). Daraufhin folgten jedoch zwei weitere Siege gegen Köln (3:1) und Heidenheim (3:0) sowie ein Unentschieden gegen RB Leipzig (0:0), sodass der 40-Jährige schließlich zur Dauerlösung ernannt wurde. Inzwischen blickt der ehemalige Nationalspieler Polens auf 24 Bundesligaspiele an der Seitenlinie zurück und weist dabei einen Punkteschnitt von 1,17 auf.
In seiner ersten Transferphase als Bundesligatrainer begrüßte Polanski mit Kota Takai (Tottenham Hotspur), Alejo Sarco (Bayer Leverkusen) und Hugo Bolin (Malmö FF) drei Leihneuzugänge im Borussia-Park. Letzterer kam seit seiner Ankunft in jedem Spiel zum Einsatz, während die anderen Neuzugänge teilweise von Verletzungen zurückgeworfen wurden. Generell müssen die Gladbacher in dieser Saison auf zwei ihrer Leistungsträger der vergangenen Spielzeit weitgehend verzichten. So kommen Tim Kleindienst und Robin Hack bislang nur auf drei beziehungsweise fünf Einsätze. Die beiden waren in der vergangenen Saison an 37 der insgesamt 55 Tore der Borussia beteiligt.
Trotzdem weisen die Gladbacher auch in dieser Spielzeit einen Toptorjäger in ihren Reihen auf: Haris Tabakovic kommt bereits auf elf Saisontore in der Bundesliga. Der bosnische Nationalspieler ist damit die Lebensversicherung der Borussia. Kein anderer Bundesligaspieler weist einen höheren Toranteil bei seiner Mannschaft auf als der 31-Jährige (33,3 Prozent). Zweitbester Torschütze der „Fohlenelf“ ist Kevin Diks mit vier Treffern. Der Sommerneuzugang erzielte jedoch alle seine Tore per Elfmeter. Ebenfalls im Blick behalten sollte die Osnabrücker Defensive am Donnerstagabend Franck Honorat, der mit neun Vorlagen der beste Vorbereiter im Kader der Borussia ist. Immer auf dem Platz steht in der Defensive zudem Nico Elvedi. Der Innenverteidiger verpasste in dieser Saison nur drei Minuten und ist mit insgesamt 312 Einsätzen Schweizer Rekord-Bundesligaspieler.
Die Ausgangslage
Im März fuhr die Borussia zuletzt eine Niederlage gegen Bayern München (1:4), einen Sieg gegen St. Pauli (2:0) und am vergangenen Wochenende ein wildes Unentschieden im Derby gegen den 1. FC Köln (3:3) ein. Dabei sollte aufmerksamen Gladbach-Fans bereits nach dem Führungstreffer durch Jens Castrop in der ersten Spielminute bewusst gewesen sein, dass das Derby nicht verloren gegangen wird. Denn die Borussia verlor in dieser Saison noch kein einziges Spiel, wenn sie in Führung ging (sieben Siege, drei Unentschieden). Zeitgleich schlägt das Pendel für die „Fohlenelf“ aber auch in die entgegengesetzte Richtung aus: Wenn die Elf vom Niederrhein in Rückstand geriet, konnte sie in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen (zwei Remis, zwölf Niederlagen). Besonders anfällig zeigt sich die Gladbacher Defensive dabei vor allem in den ersten 45 Minuten. Nur der 1. FC Heidenheim (27 Gegentore) kassierte noch mehr Gegentore in der ersten Halbzeit als die Borussia (26).
Trotzdem konnte Torwart Moritz Nicolas, der in allen Saisonspielen über die volle Distanz zwischen den Pfosten stand, bereits zehnmal zu Null spielen. In der Bundesliga weist nur BVB-Keeper Gregor Kobel mehr weiße Westen auf (12). Das Nonplusultra in dieser Disziplin im deutschen Profifußball ist aber immer noch der VfL Osnabrück. Am vergangenen Wochenende konnte Lukas Jonsson beim 1:0-Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim II zum 16. Mal in dieser Spielzeit zu Null spielen. Zweimal hinter sich greifen musste der Schwede jedoch beim gestrigen Testspiel gegen Hannover 96 (0:2). Damit kassierten die Lila-Weißen die erste Niederlage im neuen Jahr.
VfL-Cheftrainer Timo Schultz zeigte sich nach der Partie im Eilenriedestadion im Interview bei VfL-TV dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich habe gesehen, dass wir mithalten können und dass wir in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Gerade die Jungs aus der zweiten Reihe haben sich top präsentiert. Wir haben uns dann leider nicht mit einem Tor belohnt. […] Das war schon wirklich gut.“ Dabei verriet der 48-Jährige auch, was der Plan für das Testspiel gegen die Gladbacher sein wird: „Wir wollen unseren Zuschauern ein gutes Spiel bieten. Ich denke, es wird ganz anders werden als heute. Hier war der Platz wirklich in einem hervorragenden Zustand, sodass man richtig gut Fußball spielen konnte. Da müssen wir morgen mal sehen, wie sich das bei uns verhält. Wir haben unsere Themen, an denen wir arbeiten wollen. Aber es ist jetzt die letzte Länderspielpause der Saison, danach sind noch ein paar Spiele zu gehen, also werden wir jetzt nicht anfangen, irgendwelche neuen wilden Sachen einzustudieren.“
Zum letzten Mal in einem Pflichtspiel an der Bremer Brücke aufeinander trafen die beiden Teams im Februar 2008. Am 21. Spieltag der 2. Bundesliga trennte man sich mit einem 2:2-Unentschieden. Damals saßen auf den jeweiligen Ersatzbänken auch Joe Enochs und Eugen Polanski, die sich heute Abend also erneut außerhalb des Platzes gegenüberstehen werden.
Das Personal
Auf fünf Spieler muss Trainer Eugen Polanski verletzungsbedingt verzichten. So fallen schon seit längerem Nathan Ngoumou (Trainingsrückstand), Tim Kleindienst (Knie-OP), Kota Takai (Zerrung), Robin Hack (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) und Jan Olschowsky (Knieverletzung) aus. Außerdem sind Haris Tabakovic (Bosnien-Herzegowina), Tiago Pereira Cardoso (Luxemburg) und Fabio Chiarodia (U21 Italien) mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs und somit in Osnabrück nicht dabei.
Beim VfL muss Cheftrainer Timo Schultz weiterhin auf den verletzten Robin Fabinski (Überdehnung der Bandstruktur im linken Knie) verzichten. Außerdem fallen auch Mats Remberg und Julia Kania (beide krank) für die Partie aus.
Tickets, Stream und Liveticker
Schon knapp 5.000 Tickets wurden für das Testspiel unter Flutlicht verkauft. Dabei sind noch in allen Stadionbereichen Karten verfügbar. Diese können entweder jederzeit im Online-Ticketshop oder ab 17:00 Uhr an der Tageskasse im Ticketcenter Nord (Container vor dem Eingang zu den Blöcken K-H) erworben werden. Dank des erneut von Rad-Sport Schriewer präsentierten Livestreams haben Fans die Möglichkeit, das Spiel live und kostenlos auf dem offiziellen YouTube-Kanal des VfL zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Testspielniederlage in Hannover: VfL unterliegt knapp gegen 96
Am Mittwochmittag musste sich der VfL Osnabrück im Testspiel gegen den Zweitligisten Hannover 96 mit 0:2 geschlagen geben. Dabei konnte sich Torwart Lukas Jonsson immer wieder mit starken Paraden auszeichnen, war bei den beiden Gegentoren jedoch machtlos. Der Spielbericht.
In seiner Startaufstellung entschied sich VfL-Cheftrainer Timo Schultz für eine Mischung aus Stammpersonal und Akteuren, die zuletzt weniger zum Einsatz gekommen waren. So gab es im Vergleich zur Partie gegen die TSG Hoffenheim II sieben Veränderungen. Lukas Jonsson, Yigit Karademir, Kevin Wiethaup und David Kopacz blieben in der Startelf. Auf Seiten der Gastgeber setzte auch Christian Titz auf einen Mix aus Stammkräften und Ergänzungsspielern. Einzig Torwart Leo Weinkauf kam in dieser Saison bislang noch nicht in der 2. Bundesliga zum Einsatz.
Nachdem Schiedsrichter Jarno Wienefeld die Partie angepfiffen hatte, dauerte es einige Minuten bis zur ersten gefährlichen Torgelegenheit. Aus spitzem Winkel kam Havard Nielsen zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Lukas Jonsson (12‘). Allgemein übernahmen die klassenhöheren Gastgeber in den Anfangsminuten das Spielgeschehen. Immer wieder kamen die 96er zu Abschlussgelegenheiten, die von den Osnabrückern jedoch geblockt werden konnten. Auch die darauffolgenden Ecken blieben ungefährlich. Selbst setzte der VfL immer wieder mit Umschaltsituationen offensive Akzente. Als nach gut einer halben Stunde Bernd Riesselmann clever auf Luc Ihorst durchsteckte, versuchte dieser den Ball noch einmal quer auf Bryan Henning zu legen, doch ein Bein der Hannoveraner konnte dies im letzten Moment verhindern (31‘).
Kurz vor der Pause wurde dann noch einmal Lukas Jonsson gefordert. So spielte Daisuke Yokota einen Steckpass auf Noah Weißhaupt, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, jedoch am Schweden scheiterte (39‘). Wenige Minuten später stand Benedikt Pichler nach einer Flanke von Weißhaupt völlig frei vor dem Osnabrücker Schlussmann, doch auch in dieser Aktion ging der Keeper als Sieger hervor. Der VfL suchte in Person von David Kopacz kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal den Abschluss, doch auch dieser Versuch wurde, wie so oft in den ersten 45 Minuten, im letzten Moment durch ein Hannoveraner Bein geblockt (44‘).
Zur zweiten Halbzeit blieb die Osnabrücker Mannschaft unverändert. Auf Seiten der Hannoveraner schickte Trainer Christian Titz Husseyn Chakroun ins Spiel. Dieser verzeichnete nur wenige Augenblicke später auch den ersten Abschluss nach dem Wiederanpfiff. Doch Yigit Karademir blieb aufmerksam und konnte den Versuch des Offensivakteurs noch blocken (47‘). Drei Minuten später zeigten sich auch die Lila-Weißen erstmals in der Offensive, als Luc Ihorst von der linken Außenbahn in die Mitte spielte und dort David Kopacz als Abnehmer fand. Der Schuss des Flügelstürmers flog nur knapp über den Querbalken (50‘).
Kurz darauf rutschte Yigit Karademir in der Defensive aus, sodass der Ball zu Havard Nielsen gelangte, der plötzlich frei vor Lukas Jonsson auftauchte. Der VfL-Keeper reagierte jedoch erneut stark und parierte zur Ecke (53‘). Nach gut einer Stunde führte dann ein Missverständnis in der lila-weißen Defensive zum Gegentreffer. Kai Pröger traf den Ball beim Kopfball nicht richtig, sodass dieser zwar hoch, jedoch nicht zurück zu Jonsson flog. Husseyn Chakroun war Nutznießer der Situation und vollendete per Volley zur Führung der Gastgeber (64′). Kurz danach kamen dann auch Leihspieler Ibrahim Touray (66‘) und A-Jugendspieler Luca Kröger (71‘) in die Partie.
Auch in der Folge blieb Hannover die gefährlichere Mannschaft. So kam Matsuda von der Strafraumkante zum Abschluss, doch erneut war Jonsson zur Stelle und parierte stark (74′). Wenige Minuten später zog Chakroun im Strafraum ab, verfehlte den linken Pfosten jedoch knapp (85′). Kurz darauf zeichnete sich Jonsson erneut aus, als er einen Abschluss von Noah Weißhaupt herausragend parierte (86′).
In der 87. Minute zeigte Schiedsrichter Wienefeld schließlich auf den Punkt: Kevin Wiethaup stellte Matsuda im Strafraum ein Bein. Den fälligen Strafstoß verwandelte Oudenne ins linke Eck. Jonsson ahnte zwar die Ecke, konnte den Ball jedoch nicht festhalten, sodass dieser vom Innenpfosten ins Tor sprang (88′). In der Schlussminute verpasste Chakroun im Strafraum mit einem weiteren Abschluss das Tor nur haarscharf (90′).
Kurz darauf war das erste Testspiel der Woche beendet und der VfL musste die erste Niederlage im neuen Jahr hinnehmen. Am morgigen Donnerstag erwartet der VfL dann an der heimischen Bremer Brücke Borussia Mönchengladbach (Anpfiff: 18:30 Uhr). Für die Partie gegen die „Fohlenelf“ sind weiterhin noch Karten in allen Stadionbereichen im Online-Ticketshop oder im Fanshop an der Bremer Brücke (Hannes-Haferkamp-Platz 1, 49084 Osnabrück; Montag bis Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr) verfügbar.
Tore:
1:0 (Weißhaupt 64‘), 2:0 (FE Oudenne 88‘)
Aufstellungen:
Hannover 96:
Weinkauf – Matsuda, Blank, Allgeier, Kokolo – Weißhaupt, Leopold (Engelbreth 46‘), Taibi, Yokota (Oudenne 78‘) – Nielsen, Pichler (Chakroun 46‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Jacobsen, Janotta (Touray 66‘) – Schumacher, Wiethaup, Henning, Pröger – Ihorst (Lesueur 83‘), Riesselmann, Kopacz (Kröger 71‘)
Erster Härtetest der Woche: VfL zu Gast bei Hannover 96
Zum ersten Testspiel der Woche tritt der VfL Osnabrück am morgigen Mittwoch bei Hannover 96 an (Anpfiff: 12:00 Uhr). Wie die Lila-Weißen befinden sich auch die Hannoveraner seit dem Jahreswechsel in Topform. Der Vorbericht.
Der Gegner
Seit nun sieben Jahren ist der Hannoversche Sportverein von 1896 Mitglied der 2. Bundesliga. Der Wunsch nach der Rückkehr in die oberste deutsche Spielklasse ist bei Fans und Verantwortlichen entsprechend groß. Nachdem man die Hinrunde mit fünf Punkten Rückstand auf den ersten direkten Aufstiegsplatz auf Rang fünf beendet hatte, verstärkte sich der Klub im Winter auf dem Transfermarkt noch einmal mit vier Neuzugängen. Neben den Leihen von Elias Saad (FC Augsburg) und Noah Weißhaupt (SC Freiburg, zuvor Leihabbruch bei Legia Warschau) verpflichtete man auch Mwisho Mhango (Ascent Academy) sowie Stefán Teitur Thórdarson (Preston North End). Letzterer stand nach anfänglichen Kurzeinsätzen in den vergangenen drei Partien jeweils in der Startelf und bereitete im Derby gegen Eintracht Braunschweig den entscheidenden Kopfballtreffer von Maik Nawrocki zum 1:0-Endstand vor. Im vom Trainer Christian Titz favorisierten 3-4-3-System bekleidet der isländische Nationalspieler die rechte Sechserposition.
Während Thórdarson für viele VfL-Fans bislang vermutlich ein eher unbekannter Akteur war, lassen sich im Kader der 96er jedoch einige bekannte Gesichter wiederfinden, die bereits in der vergangenen Saison in Partien gegen die Osnabrücker auf sich aufmerksam machten. So ist beispielsweise Kolja Oudenne mittlerweile fester Bestandteil der ersten Mannschaft der Hannoveraner. In der vergangenen Saison lief der 24-Jährige noch regelmäßig für die Zweitvertretung des Vereins und somit auch gegen den VfL Osnabrück auf. Im Hinspiel der vergangenen Saison erzielte der Linksfuß an der Bremer Brücke den 1:1-Ausgleich, der gleichzeitig den Endstand bedeutete.
Auch einige Protagonisten aus dem Rückspiel, das die Lila-Weißen souverän mit 5:1 gewinnen konnten, spielen mittlerweile für die Hannoveraner in der 2. Bundesliga. Einer von ihnen ist Noel Aseko. Der U21-Nationalspieler Deutschlands kassierte in der Partie gegen den VfL in der 43. Minute die Gelb-Rote Karte, verpasste in der aktuellen Spielzeit jedoch nur eine einzige Partie und stand in 89 Prozent der Begegnungen in der Anfangsformation. Auch der Torschütze zum damaligen zwischenzeitlichen 1:2, Husseyn Chakroun, steht mittlerweile regelmäßig für die erste Mannschaft auf dem Rasen. Den 21-Jährigen warf zwischenzeitlich allerdings eine Oberschenkelverletzung zurück, am vergangenen Wochenende gegen Braunschweig stand er jedoch erstmals wieder in der Startelf. Ebenfalls Stammspieler ist Sommerneuzugang Benjamin Källman. Der Mittelstürmer konnte bereits 13 Treffer erzielen und ist damit zweitbester Torschütze der 2. Bundesliga. Am Mittwoch könnte der finnische Nationalspieler jedoch aufgrund Adduktorenproblemen ausfallen.
Neben den sportlichen Erfolgen der vergangenen Wochen erlangte Hannover 96 in dieser Woche auch nationale Aufmerksamkeit durch die Trennung von Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke. Der 62-Jährige kehrte erst Anfang des Jahres, nach seiner ersten Amtszeit zwischen 2009 und 2013, in die Landeshauptstadt Niedersachsens zurück und musste nun nach nur drei Monaten bereits wieder seine Koffer packen. Interimsweise werden die bisherigen Aufgaben Schmadtkes zunächst von Geschäftsführer Henning Bindzus und Sportdirektor Ralf Becker übernommen.
Die Ausgangslage
Wie bereits erwähnt konnten die Hannoveraner am vergangenen Freitag das Derby gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 für sich entscheiden. Insgesamt kassierte man in diesem Jahr erst zwei Niederlagen (1:3 gegen Kaiserslautern und 1:2 gegen Greuther Fürth) und steht, genau wie der VfL, in der Rückrundentabelle der eigenen Liga an der Tabellenspitze. Damit konnte auch der Abstand zu den Aufstiegsplätzen verkürzt werden. Zwar stehen die 96er aktuell erneut auf dem fünften Tabellenplatz, weisen jedoch nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten SV Elversberg auf. Genau diese sind nach der Länderspielpause der nächste Gegner der Hannoveraner.
Allgemein stehen für die Mannschaft von Christian Titz wichtige Wochen bevor. Denn nach dem Heimspiel gegen die Saarländer reist man zum Tabellennachbarn nach Darmstadt und empfängt anschließend den SC Paderborn. Damit stehen die nächsten drei Gegner allesamt vor den Hannoveranern in der Tabelle. Der VfL kann sich also darauf einstellen, dass die Gastgeber am Mittwoch mit ihrer ersten Elf auflaufen werden, um Abläufe und Mechanismen weiter zu schärfen.
Etwas anders sieht der Plan von VfL-Chefcoach Timo Schultz aus, der mit seiner Mannschaft neben der Partie gegen die Hannoveraner am Donnerstag noch ein weiteres Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach bestreitet. „Wir wollen so halbwegs im Rhythmus bleiben, vor allem für die Jungs, die zuletzt wenig gespielt haben. Wir haben noch Themen, an denen wir arbeiten müssen, und dafür sind zwei gute Gegner genau richtig“, erklärte der 48-Jährige nach dem 1:0-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim II am Mikrofon bei MagentaSport.
Der Erfolg im Dietmar-Hopp-Stadion war für den VfL der sechste Sieg in Folge. Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Rot-Weiss Essen führen die Osnabrücker weiterhin die 3. Liga an. Somit steht für die Lila-Weißen mit Hannover 96 nun ein echter Härtetest bevor. Schließlich konnten die Osnabrücker seit September 1990 nicht mehr auswärts gegen die Hannoveraner gewinnen. Am 9. Spieltag der 2. Bundesliga erzielte Uwe Jursch in der 72. Minute den entscheidenden Treffer des Tages zum 1:0.
Diese Statistik wird Timo Schultz jedoch vermutlich relativ egal sein. Wie bereits angedeutet, wird den Cheftrainer vielmehr interessieren, wie die Spielabläufe gegen einen klassenhöheren Gegner funktionieren. Neben dem gewohnten Personal aus dem Profikader werden am Mittwoch auch die aktuellen Leihspieler Ibrahim Touray (SSV Jeddeloh II) und Joschka Kroll (SC Wiedenbrück) sowie Luca Kröger aus der A-Jugend des VfL mit dabei sein.
Das Personal
96-Trainer Christian Titz kann am Mittwoch nicht auf Virgil Ghita (Rumänien), Ime Okon (Südafrika), Mwisho Mhango (Malawi U20), Stefán Teitur Thórdarson (Island) und Elias Saad (Tunesien) zurückgreifen, die allesamt mit ihren Nationalteams unterwegs sind. Ihre Nominierung dagegen angeschlagen absagen mussten Benjamin Källman (muskuläre Probleme im Adduktorenbereich), Mustapha Bundu und Noel Aseko (beide Kniebeschwerden). Außerdem fällt auch Boris Tomiak (Ellenbogenverletzung) für das Testspiel gegen die Lila-Weißen aus.
Beim VfL muss Cheftrainer Timo Schultz weiterhin auf den verletzten Robin Fabinski (Überdehnung der Bandstruktur im linken Knie) verzichten. Außerdem fällt auch Mats Remberg (Krankheit) für die Partie aus.
Liveticker und Stream
Dank des erneut von Rad-Sport Schriewer präsentierten Livestreams haben Fans die Möglichkeit, das Spiel live und kostenlos auf dem offiziellen YouTube-Kanal des VfL zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Dank Kopacz früher Führung: VfL feiert Sieg in Hoffenheim
Der VfL Osnabrück hat am Sonntagmittag das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II mit 1:0 gewonnen. Den entscheidenden Treffer erzielte in der Anfangsphase wieder einmal David Kopacz. In einer über weite Strecken kontrollierten Partie verteidigten die Lila-Weißen ihre Führung konsequent und nahmen somit drei Punkte aus dem Kraichgau mit. Der Spielbericht.
Drei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Anfangsformation vor. Yigit Karademir, Fridolin Wagner und Frederik Christensen ersetzten Robin Fabinski, Bjarke Jacobsen und Ismail Badjie. Und auch Stefan Kleineheismann rotierte in seiner Startelf auf drei Positionen. So standen Paul Hennrich, Diren Dagdeviren und Luca Erlein standen neu in der ersten Elf.
Die Gastgeber erwischten zunächst den etwas aktiveren Start und versuchten, den VfL früh unter Druck zu setzen. Die erste Offensivaktion gehörte dennoch den Lila-Weißen, als Meißner und Kehl sich per Doppelpass in Richtung Strafraum kombinierten. Die TSG-Defensive konnte die Situation jedoch klären (9‘). Nach zehn Minuten nutzte der VfL dann seine erste echte Abschlussmöglichkeit eiskalt. Ein langer Einwurf von Patrick Kammerbauer wurde von Kelven Frees unglücklich genau vor die Füße von David Kopacz geklärt. Der Mittelfeldspieler reagierte am schnellsten und schob den Ball aus rund elf Metern flach ins linke Eck zur frühen Führung ein (10‘).
Mit dem Treffer im Rücken übernahmen die Osnabrücker zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz stand kompakt, ließ defensiv wenig zu und kam selbst immer wieder über die Flügel zu Möglichkeiten. Besonders über die linke Seite entwickelte der VfL Druck. Eine gefühlvolle Hereingabe von Frederik Christensen erreichte Robin Meißner freistehend im Strafraum, dessen Direktabnahme jedoch deutlich am Tor vorbeiging (19‘). Kurz darauf bot sich Christensen selbst die Chance, die Führung auszubauen. Nach einem Abpraller kam der Außenverteidiger zentral im Strafraum zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Hoffenheimer Schlussmann Petersson (26‘). Wenige Minuten später parierte der TSG-Keeper erneut gegen Christensen, nachdem Kopacz den Ball gefährlich in den Strafraum gebracht hatte (26‘). Auch ein weiterer Abschluss von Meißner wurde im Anschluss noch geblockt.
Die Gastgeber kamen nur sporadisch vor das Tor der Osnabrücker. Die beste Gelegenheit der ersten Hälfte hatte Max Moerstedt, der aus spitzem Winkel abzog. VfL-Torhüter Jonsson reagierte jedoch aufmerksam und konnte den Ball mit den Beinen abwehren (29‘). Insgesamt blieb der VfL bis zur Pause die spielbestimmende Mannschaft, versäumte es jedoch, die Führung weiter auszubauen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst ähnlich. Hoffenheim versuchte, das Spiel stärker in die Hälfte der Osnabrücker zu verlagern, fand gegen die kompakte Defensive der Lila-Weißen jedoch kaum Lösungen. Ein Distanzschuss von Hennrich aus rund 18 Metern stellte Jonsson vor keine größeren Probleme (54‘). Der VfL setzte weiterhin auf eine stabile Grundordnung und lauerte auf Umschaltmomente. Nach einem Fehler im Hoffenheimer Aufbauspiel kam Meißner halbrechts im Strafraum zum Abschluss, doch Petersson tauchte blitzschnell ab und lenkte den Ball zur Ecke (56‘). M weiteren Verlauf der zweiten 45 Minuten spielte sich die Partie vorwiegend im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften kamen kaum noch zu Abschlussgelegenheiten.
In der Schlussphase erhöhte die TSG zwar den Druck, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Die Osnabrücker verteidigten gewohnt konzentriert und ließen nur wenige Abschlüsse zu. Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit gelang es den Gastgebern nicht, eine klare Torchance zu erzwingen. Stattdessen hielt der VfL das Geschehen weitgehend vom eigenen Strafraum fern und brachte die knappe Führung über die Zeit. Kuru vor Schluss erhielt Fridolin Wagner seine zehnte gelbe arte der Saison. Der Mittelfeldakteur ist somit für das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt 05 gesperrt.
Am Ende konnten die Lila-Weißen dank des frühen Treffers von Kopacz drei wichtige Punkte aus Hoffenheim mitnehmen und den sechsten Sieg in Folge feiern. In der nun anstehenden Länderspielpause stehen für den VfL gleich zwei Testspiele an. Nachdem man zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Mittwoch, den 25.März bei Hannover 96 antritt (Anpfiff: 12:00 Uhr), empfängt man einen Tag später, am Donnerstag, den 26. März, Borussia Mönchengladbach an der Bremer Brücke (Anpfiff: 18:30 Uhr). Für die Partie sind weiterhin Karten im Online-Ticketshop erhältlich. Im nächsten Pflichtspiel trifft die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz daheim dann auf den 1. FC Schweinfurt 05. Tickets für das Spiel am 4. April sind nur noch für die Dieckmann-Westkurbe verfügbar (Anpfiff: 14:00 Uhr).
Tore:
0:1 (Kopacz 10‘)
Aufstellungen:
TSG Hoffenheim II:
Petersson – Erlein, Lässig, Frees (Lührs 46‘), Bähr (Abraha 73‘) – Engelns (Poller 80‘), Dagdeviren, Campbell (Hencke 64‘), Hennrich, Zeitler – Moerstedt (Eduardo 64‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner (Janotta 90+2‘), Wiethaup (Tesche 79‘), Christensen, Kopacz (Badjie 73‘), Meißner (Kania 90+2‘) – Kehl (Lesueur 79‘)
VfL bei junger TSG in Hoffenheim gefordert
Am Sonntag tritt der VfL Osnabrück bei der TSG Hoffenheim II an (Anpfiff: 13:30 Uhr). Gegen die jüngste Mannschaft der Liga wollen die Lila-Weißen den nächsten Auswärtserfolg und erstmals einen Sieg im Dietmar-Hopp-Stadion feiern. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim II trifft der VfL Osnabrück am Sonntag auf eine Mannschaft, die in diesem Jahr noch nicht so richtig Fuß fassen konnte. Landeten die Kraichgauer in der Hinrundentabelle noch auf einem soliden siebten Tabellenplatz, steht man in der Rückrunde nach nur einem Sieg (3:1 gegen Ulm) und einem Remis (2:2 gegen Hansa Rostock) mit vier Punkten auf dem vorletzten Platz.
Erklären lässt sich dieser Leistungsabschwung teilweise auch mit den Abgängen, die man im Wintertransferfenster verkraften musste. Mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der für eine Ablösesumme von 200.000 Euro zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt wechselte, verloren die Hoffenheimer ihren bis dato torgefährlichsten Spieler. In 18 Partien erzielte der Flügelstürmer neun Tore und bereitete sechs Treffer vor. Damit hatte der 21-Jährige einen entscheidenden Anteil daran, dass die TSG mit 40 Toren die drittbeste Offensive der Hinrunde stellte. Des Weiteren verlor man mit Ruben Reisig (Rot-Weiss Essen) auch einen Stammspieler in der Defensive. Außerdem verließen Gianluca Pelzer (Energie Cottbus) sowie Simon Kalambayi und Ahmed Etri (beide vereinslos) den Verein. Mit David Mokwa vermeldete man zudem einen weiteren Abgang. Seit Winter läuft der Franzose für den SV Elversberg auf. Der 21-Jährige Stürmer gehörte zwar dem Kader der ersten Mannschaft an, lief in der Hinrunde aber auch in acht Spielen (3 Tore) für die TSG in der 3. Liga auf.
Diese personellen Verluste versucht man bei den Hoffenheimern vor allem mit internen Kräften aufzufangen. So stellte man mit Oskar Hencke (Stuttgarter Kickers) nur einen einzigen externen Winterneuzugang vor. Offiziell in den Kader der Zweitvertretung rückten zudem aus dem Bundesligakader der TSG Florian Micheler sowie aus der eigenen U19 Natnael Abraha auf. Wer bei der Zweitvertretung der TSG jedoch am Wochenende auflaufen wird, lässt sich schwer vorhersagen. Immer wieder rücken einzelne Spieler aus der ersten Mannschaft in den Spieltagskader. Einer von ihnen ist beispielsweise Yannick Eduardo, der im Winter von Rasenballsport Leipzig nach Hoffenheim wechselte. In der Hinrunde dieser Saison spielte der Tscheche noch leihweise für den niederländischen Zweitligisten FC Dordrecht und erzielte dort in 22 Einsätzen zwölf Tore. In seinen bisherigen fünf Einsätzen für die TSG in der 3. Liga blieb der 20-Jährige jedoch noch ohne Treffer.
Dagegen so richtig im neuen Jahr aufblühen konnte Deniz Zeitler. Der 19-Jährige, der der einzige Spieler der TSG ist, der an allen bisher 29 Spieltagen zum Einsatz kam, erzielte in der Hinrunde lediglich vier Treffer. Im neuen Jahr konnte der Offensivakteur dagegen in sieben von zehn Rückrundenpartien treffen und ist damit mittlerweile mit zwölf Treffern der Toptorschütze der TSG. Ebenfalls zum Stammpersonal gehört Kapitän Valentin Lässig. Der Defensivallrounder stand zuletzt jedoch auch immer wieder im Kader der Bundesligamannschaft und verpasste somit die Partien gegen Hansa Rostock und den SC Verl. Mit seinen erst 23 Jahren gehört Lässig dennoch zu den ältesten Spielern im Kader der Hoffenheimer. Denn mit einem Altersdurchschnitt von lediglich 21,1 Jahren weist die TSG den jüngsten Kader der 3. Liga auf. Dieser Altersdurchschnitt spiegelt sich auch in der Drittligaerfahrung wider. Denn mit bislang 511 Einsätzen in der 3. Liga weisen die Kraichgauer den geringsten Wert im Ligavergleich auf. Der VfL steht dagegen in dieser Statistik mit der Erfahrung aus 1.791 Einsätzen im Mittelfeld.
Ganz oben stehen die Hoffenheimer allerdings in der Rangliste der eingesetzten Spieler. Bereits 40 verschiedene Namen setzte die TSG in dieser Saison ein. Der VfL weist dagegen mit nur 25 Akteuren den zweitgeringsten Wert auf. Dass der hohe Wert der Hoffenheimer aber kein Hinweis auf geringe Qualität ist, zeigte unter anderem die Liste der DFB-Nominierungen für die kommenden U19- und U18-Nationalspiele. Denn mit Luis Engelns, Luca Erlein, Jykese Fields, Tiago Poller, Natnael Abraha und Zain Biazid wurden gleich sechs Akteure nominiert, die in dieser Spielzeit auch in der 3. Liga für die Hoffenheimer aufliefen.
Die Ausgangslage
Wie bereits angedeutet, suchen die Hoffenheimer im neuen Jahr noch nach ihrer Form. Am vergangenen Wochenende unterlag man auswärts bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart mit 0:1. Dabei konnte Torwart Lúkas Petersson in der 36. Minute zunächst einen Strafstoß der Stuttgarter halten, war kurz vor Ende der Partie, in der 86. Minute, beim Gegentreffer von Kenny Freßle jedoch machtlos. Allgemein musste der U-Nationalspieler Islands in der Rückrunde schon oft hinter sich greifen. Mit 26 Gegentoren stellt die TSG die schlechteste Rückrunden-Defensive der 3. Liga. In der Offensive dagegen sind die Hoffenheimer treffsicher. So konnte die TSG in dieser Saison erst in drei Partien kein eigenes Tor erzielen. Der VfL Osnabrück dagegen ging schon sechsmal in dieser Spielzeit ohne eigenen Treffer vom Feld. Trotzdem reisen die Lila-Weißen als Spitzenreiter in den Kraichgau und zeigten sich zuletzt besonders in der Offensive in Topform. Denn während die Hoffenheimer in den letzten fünf Spielen sieben Tore erzielten, schoss der VfL im selben Zeitraum doppelt so viele Treffer (14).
Zuletzt feierte man mit dem 4:1-Heimerfolg gegen den SV Waldhof Mannheim den fünften Sieg in Folge. So weist die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz in den letzten fünf Partien ein Torverhältnis von 14:2 auf. Kurios ist dabei auch, dass man sowohl gegen Jahn Regensburg als auch gegen die Mannheimer im Hin- wie auch im Rückspiel dieselben Ergebnisse feierte (2:0 und 4:1). Diesen Lauf wollen die Osnabrücker am Sonntag jedoch nicht fortsetzen. Schließlich folgte in der Hinrunde daraufhin eine deutliche 0:4-Heimniederlage gegen die TSG. Von der damaligen Startelf der Hoffenheimer werden am Sonntag jedoch definitiv David Mokwa (SV Elversberg), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (Eintracht Frankfurt), Ruben Reisig (Rot-Weiss Essen) und Yannis Hör (Rotsperre) nicht auf dem Platz stehen. VfL-Cheftrainer Timo Schultz warnte im Spieltagsinterview am Freitagvormittag jedoch davor, die Hoffenheimer nun auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es waren Spieler, die der Mannschaft auch entwachsen waren und die jetzt einfach reinmussten in den Herrenbetrieb und in eine richtige Profimannschaft. Dementsprechend kommen jetzt die nächsten Jungen nach, über die man in ein bis zwei Jahren sicherlich genauso reden wird. Letztendlich müssen wir auf uns gucken und ihnen ihre Stärken nehmen. Es ist klar, dass wir wie immer kompakt und aggressiv spielen. Und wenn wir das schaffen, haben wir schon viel gewonnen.“
Während die Hoffenheimer vor einem Monat beim Heimspiel gegen Viktoria Köln den zweittiefsten Zuschauerwert dieser Saison aufstellten (649 Zuschauer), dürfen die Kraichgauer am Sonntag deutlich mehr Personen im Dietmar-Hopp-Stadion erwarten. Schließlich werden zwischen 800 und 900 Lila-Weiße den Weg aus Osnabrück antreten, um ihre Mannschaft erneut zu unterstützen. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der VfL im 6.350 Zuschauer fassenden Stadion zu Gast sein wird. Schließlich traf man vor fast neun Jahren in der 2. Bundesliga schon einmal auf die TSG Hoffenheim. Gegen die erste Mannschaft des Vereins unterlag man im September 2007 nach einer frühen Führung durch Paul Thomik noch mit 1:3. So wollen sich die Lila-Weißen am Sonntag revanchieren und am Ende vor einem voll besetzten Gästeblock den dritten Auswärtssieg in Folge feiern. Für Kurzentschlossene öffnet am Spieltag vor Ort auch eine Tageskasse. Alle Infos dazu sind in den Faninfos nachzulesen.
Das Personal
Bei der TSG muss Trainer Stefan Kleineheismann mit Yannis Hör (Rotsperre), Leonard Krasniqi (Aufbautraining) und Tim Philipp (unbekannte Verletzung) auf drei Spieler verzichten.
Auf der Gegenseite verzeichnet Timo Schultz die Ausfälle von Robin Fabinski (Bänderdehnung im Knie) und Bjarke Jacobsen (Gelbsperre). Ansonsten sind alle Spieler fit und eine Option für den Spieltagskader.
Stimmen zum Spiel
TSG-Trainer Stefan Kleineheismann lobte die Osnabrücker im Vorbericht der Hoffenheimer in höchsten Tönen: „Osnabrück spielt Drittliga-Fußball in seiner besten Form. Sie stehen kompakt, alle verteidigen geschlossen mit. Gleichzeitig sind sie in Umschaltsituationen extrem gefährlich. Da müssen wir sehr aufpassen. Osnabrück ist die mit Abstand beste Mannschaft der Liga.“ Gleichzeitig gehen die Kraichgauer aber auch mit Selbstvertrauen in die Partie: „Wir bleiben dabei: Wenn wir es schaffen, unsere Topleistung auf den Platz zu bringen, können wir gegen jedes Team in dieser Liga gewinnen.“
VfL-Cheftrainer Timo Schultz verriet im Spieltagsinterview, dass er sich auch aufgrund der Spielweise der Hoffenheimer auf die Partie freut: „Es ist eine sehr spielstarke Mannschaft, auch wenn sie jetzt in der Rückserie nicht so gut gepunktet haben wie in der Hinrunde. Sie haben auf jeden Fall Jungs, die kicken können und wollen, die etwas riskieren und sehr beweglich sind. Es macht immer Spaß, gegen Zweitvertretungen zu spielen, gerade wenn sie so mutig auftreten wie die Hoffenheimer. Dementsprechend müssen wir uns da gut vorbereiten.“
Angesprochen auf die beiden Ausfälle von Robin Fabinski und Bjarke Jacobsen zeigte sich der 48-Jährige sichtlich entspannt und verwies auf die qualitative Breite des Kaders: „Sie waren in den letzten Wochen schon beide Leistungsträger bei uns. Aber Robin hat auch schon zum Start des Jahres eine Zeit lang gefehlt. Da konnten wir ihn gut ersetzen und auch Bjarke war schon mal raus. Da haben wir andere Spieler, die in die Lücken reinspringen können. Wir haben einen sehr breiten Kader und rotieren manchmal auch so, ohne dass Sperren oder Verletzungen vorliegen. Also die Jungs, die reinkommen, haben Bock und von mir das hundertprozentige Vertrauen.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:15 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Starker Auftritt an der Brücke: VfL besiegt Mannheim deutlich
Mit einer überzeugenden Leistung feierte der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag einen deutlichen 4:1-Heimsieg gegen den SV Waldhof Mannheim. Nach einer knappen Halbzeitführung drehten die Lila-Weißen nach dem Wiederanpfiff mit gut herausgespielten Umschaltsituationen auf. Der Spielbericht.
Zwei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz im Vergleich zur letzten Partie in Regensburg vor. Frederik Christensen und Kevin Wiethaup nahmen zunächst auf der Bank Platz. Dafür standen Fridolin Wagner und Ismail Badjie von Beginn an auf dem Rasen. Auf der Gegenseite rotierte Luc Holtz bei den Mannheimern auf drei Positionen und verschaffte Eigengewächs Denis Kryeziu so zu seinem Drittligadebüt. Außerdem rückten Julian Rieckmann und Diego Michel (beide nach Gelbsperre) zurück in die Anfangsformation.
Von Beginn an zeigten sich die Osnabrücker am Samstagnachmittag offensivfreudig und forderten Waldhof-Keeper Thijmen Nijhuis bereits in der zweiten Minute heraus. Nach einem sehenswerten Zusammenspiel der Lila-Weißen spielte David Kopacz von der rechten Außenbahn in den Sechzehner, wo der einlaufende Robin Meißner das Spielgerät clever durchließ und somit Lars Kehl zum Abschluss kam. Sein Schuss flog nur knapp über das Gehäuse der Gäste (2‘). Damit war die Marschroute der Partie vorgegeben, denn auch in den Folgeminuten war der VfL das klar spielbestimmende Team. David Kopacz feuerte in der neunten Minute erstmals vom Sechzehnerrand auf das Tor des SVW ab, verfehlte dieses jedoch knapp links (9‘). Nur drei Minuten später durfte der 26-Jährige dann zum dritten Mal in Folge jubeln: Nijhuis ließ einen Distanzschuss von Kehl zur Seite abprallen, Kopacz setzte nach und brachte den Nachschuss im Tor unter (12‘).
Erst zehn Minuten später musste Lukas Jonsson erstmals in der Partie eingreifen, als Diego Michel aus der Distanz eine Mischung aus Flanke und Torschuss in den Strafraum brachte. Der Schwede fing den Ball jedoch ohne Probleme ab (22‘). Während Kopacz auf der rechten Außenbahn für Wirbel sorgte, lief auch Ismail Badjie auf der linken Seite immer wieder seinen Gegenspielern davon. In der 24. Minute zog der 20-Jährige mit seinem gewohnt schnellen Antritt nach innen und mit rechts auf das Tor. Haarscharf flog die Kugel jedoch am rechten Pfosten vorbei ins Toraus (24‘). Die Mannheimer setzten in dieser Phase immer wieder zu aussichtsreichen Kontern an, doch die Osnabrücker Defensive blieb gewohnt stabil. Sowohl Jannik Müller in der Anfangsphase (7‘) als auch Robin Fabinski (33‘) klärten mit Grätschen, die gebührenderweise mit Szenenapplaus honoriert wurden, die Offensivversuche der Gäste. Die beste Torgelegenheit des SVW in der ersten Hälfte erfolgte schließlich in der 40. Minute, als Samuel Abifade den Ball auf Diego Michel zurücklegte, dieser die Kugel trotz guter Schussposition jedoch knapp rechts am Tor vorbeisetzte (40‘). Wenig später pfiff Schiedsrichter Felix Grund zur Halbzeitpause.
Auch im zweiten Durchgang durften die mit 14.743 Zuschauern im Heimbereich ausverkaufte Bremer Brücke einen frühen Treffer des VfL bejubeln. Nach einer Umschaltsituation verlagerte Lars Kehl den Ball auf die linke Seite, wo Robin Meißner das Spielgerät annahm und durch die Beine von Verteidiger Denis Kryeziu ins kurze Eck traf (54‘). Wenig später verhinderte Nijhuis mit einer starken Parade den Doppelschlag, als Lars Kehl ins lange Eck schlenzte (58‘). Keine Chance hatte der Schlussmann allerdings elf Minuten später, als erneut Kehl Meißner in den Lauf schickte und dieser allein auf den Torwart zulief. Seinen Schuss konnte Nijhuis zwar parieren, doch der Ball prallte gegen das Bein von Meißner und von dort ins Tor, sodass der 26-Jährige wie schon im Hinspiel einen Doppelpack schnürte (69‘).
Danach beruhigte sich die Partie aufgrund des Spielstandes sichtlich, dennoch durften die Osnabrücker nochmals feiern. Tony Lesueur beförderte nach einem Solo am rechten Flügel die Kugel auf den langen Pfosten, an dem Robin Fabinski höher als sein Gegenspieler sprang und den Ball mit dem Kopf gegen die Laufrichtung des Keepers ins rechte Eck setzte (84‘). Für den 22-Jährigen war es der erste Treffer für den VfL, den er anschließend ausgelassen vor der Ostkurve feierte.
Ein wenig getrübt wurde die ausgelassene Stimmung an der Brücke in der Nachspielzeit, als Felix Lohkemper nach einem Steckpass von Julian Rieckmann allein vor Lukas Jonsson auftauchte und in die rechte Ecke einschob (90+4‘). Sekunden später war die Partie endgültig beendet und der vierte Heimsieg in Folge des VfL damit beschlossene Sache. Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten FC Energie Cottbus fahren die Lila-Weißen am kommenden Sonntag zur Zweitvertretung der TSG Hoffenheim (Anpfiff: 13:30 Uhr).
Nach der anschließenden Länderspielpause empfangen die Osnabrücker dann den 1. FC Schweinfurt. Für die Partie am Ostersamstag (04. April) gibt es im Online-Ticketshop nur noch Stehplatztickets für die Dieckmann-Westkurve. Am kommenden Dienstag beginnt zudem der Ticketverkauf für die Heimspiele gegen den FC Energie Cottbus und den SC Verl.
Tore:
1:0 (Kopacz 12‘), 2:0 (Meißner 54‘), 3:0 (Meißner 69‘), 4:0 (Fabinski 84‘), 4:1 (Lohkemper 90+4‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Kammerbauer (Lesueur 70‘), Wagner (Tesche 80‘), Jacobsen, Badjie (Christensen 57‘), Kehl (Kania 80‘), Kopacz (Pröger 70‘) – Meißner
SV Waldhof Mannheim:
Nijhuis – Klünter, Hoffmann, Ogbemudia – Ba, Rieckmann, Abifade (Mendes 66‘), Kryeziu (Thill 66‘), Michel (Asallari 55‘), Bierschenk (Masca 55‘) – Lohkemper
Mannheim zu Gast an der Brücke: VfL will vierten Heimsieg in Folge
Am Samstagnachmittag empfängt der VfL Osnabrück den SV Waldhof Mannheim an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die „Buwe“ wollen die Lila-Weißen an die erfolgreiche englische Woche anknüpfen und den vierten Heimsieg in Folge einfahren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Der Sportverein Waldhof Mannheim spielt eine sehr ruhige Saison und befindet sich schon seit längerer Zeit im Tabellenmittelfeld der 3. Liga. Mit 42 Punkten steht man aktuell auf dem neunten Tabellenplatz. Mit 18 Punkten Abstand auf die Abstiegsplätze und neun Zählern auf den Relegationsrang können die „Buwe“ also von nun an befreit aufspielen. Wenn der SVW am Samstag an der Bremer Brücke aufläuft, werden sicherlich einige Akteure auf dem Rasen stehen, die im Hinrundenduell noch nicht Teil des Kaders waren. Denn im Winter präsentierte man in Mannheim insgesamt vier Neuzugänge, die allesamt bereits einige Spielminuten sammelten. Neben den beiden Leihneuzugängen Sanoussy Ba (Eintracht Braunschweig) und Oluwaseun Ogbemudia (1. FC Union Berlin) sicherte man sich auch die Dienste von Lovis Bierschenk (1. FSV Mainz 05 II) und Vincent Thill (vereinslos). Dabei waren die neuen Namen in der Rückrunde bereits häufig in der Anfangsformation der Mannheimer zu finden. So verpasste Oluwaseun Ogbemudia seit seiner Ankunft kein einziges Spiel, Sanoussy Ba sogar keine einzige Minute. Dies liegt vermutlich auch daran, dass der SVW auf der Gegenseite einige Abgänge vermeldete. Für viel Aufruhr sorgte dabei der Abgang von Kennedy Okpala, der in der Hinrunde in 18 Spielen sieben Tore und drei Vorlagen erzielte und daraufhin zum Zweitligisten SC Paderborn wechselte. Zuvor gab es jedoch Unstimmigkeiten bei den Ablösemodalitäten, die nach Gesprächen beigelegt werden konnten. Reibungsloser verlief dagegen der Wechsel von Innenverteidiger Malte Karbstein, der nun für den Ligakonkurrenten Jahn Regensburg aufläuft und somit am vergangenen Wochenende auf den VfL Osnabrück traf.
Auf der Trainerbank der Mannheimer sitzt seit August 2025 Luc Holtz. Der Luxemburger trat die Nachfolge von Dominik Glawogger an, der bereits nach dem zweiten Spieltag der aktuellen Saison entlassen wurde. Seitdem ist der 56-Jährige im Amt und fuhr in seinen bisherigen 28 Pflichtspielen 15 Siege ein. In seiner taktischen Grundausrichtung zeigt sich Holtz dabei flexibel. Die Mannheimer rotieren immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette. Was jedoch spätestens seit der Rückrunde Bestand hat, ist die alleinige Sturmspitze. Dort wechselten sich zuletzt Terrence Boyd und Felix Lohkemper in der Startformation ab, wobei Lohkemper teilweise auch auf dem Flügel zusammen mit Boyd auf dem Platz stand. Beim Gastspiel in Osnabrück werden die beiden Toptorschützen des SVW allerdings aufgrund der Rotsperre von Terrence Boyd definitiv nicht gemeinsam auf dem Rasen stehen. Während Boyd, der im Sommer seine Karriere beenden wird, in dieser Saison neun Tore erzielte, steht Lohkemper mit 13 Treffern auf dem ersten Platz der internen Torjägerliste. Dass der 31-Jährige eine gewisse Torgefahr ausstrahlt, ist in Osnabrück längst bekannt. Kein anderer aktueller Drittligaspieler traf so oft gegen den VfL wie Lohkemper (vier Tore). Wenn der Mittelstürmer gegen die Lila-Weißen in der Anfangsformation stand, erzielte er stets einen Treffer. Im Dress des Waldhofs war er in bislang allen drei Partien erfolgreich.
Die Ausgangslage
In den letzten fünf Partien fuhren die Mannheimer zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen ein. Am vergangenen Wochenende feierte man einen 3:1-Heimsieg gegen den Abstiegskandidaten TSV Havelse. Alle Tore des SVW erzielte dabei der bereits erwähnte Felix Lohkemper. Dieser sorgte mit seinem Treffer zum 1:0 auch für die Halbzeitführung des SVW im Hinspiel gegen die Osnabrücker. Mit dem Wiederanpfiff blühten die Lila-Weißen jedoch auf und drehten die Partie noch eindrucksvoll zu einem 4:1-Auswärtssieg. Zwei Vorlagen steuerte damals Lars Kehl zum Sieg bei. In bislang allen drei Partien, die der 23-Jährige im Dress des VfL gegen Waldhof Mannheim bestritt, lieferte er immer mindestens eine Torbeteiligung (zwei Tore, zwei Vorlagen). Generell zeigt sich Kehl in dieser Saison in Topform. So spielte er 63 Chancen für den VfL heraus, was den sechstbesten Wert unter allen Drittligaakteuren darstellt.
Bei den Mannheimern stellt Arianit Ferati das Pendant zu Lars Kehl dar. Der 28-Jährige spielte 60 Chancen heraus, woraus insgesamt acht Tore resultierten, und ist damit der beste Vorlagengeber der „Buwe“. Auch in den Teamstatistiken weisen die beiden Mannschaften in der Offensive sehr ähnliche Werte auf. So gaben beide Teams jeweils 390 Torschüsse auf das gegnerische Gehäuse ab. Aus diesen Versuchen konnte der SVW genau ein Tor mehr als der VfL erzielen (46 zu 45). Der entscheidende Grund, warum die beiden Mannschaften in der Tabelle 13 Punkte und acht Plätze trennen, ist also in den Defensivwerten zu suchen. Seit 13 Spielen konnten die Mannheimer nicht mehr zu Null spielen und kassierten mit 49 Gegentoren fast doppelt so viele wie die Lila-Weißen (25 Gegentore). Die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz konnte zuletzt bei den Siegen gegen Viktoria Köln (2:0) und Jahn Regensburg (2:0) zweimal in Folge die weiße Weste behalten. In der Rückrunde kassierten die Osnabrücker insgesamt nur vier Gegentore und sind im neuen Jahr weiterhin ungeschlagen.
Dies soll auch gegen die Mannheimer so bleiben. Historisch gesehen hat der VfL in der 3. Liga erst ein einziges Mal gegen Waldhof Mannheim verloren. Bei der 1:2-Niederlage im April 2022 erzielte dabei Fridolin Wagner, damals noch im Trikot des SVW, beide Mannheimer Tore. Ein paar Monate später, am 1. Oktober 2022, lief der 28-Jährige erneut mit den Mannheimern an der Bremer Brücke auf. Dieses Mal erlebte er jedoch einen rabenschwarzen Tag. Denn der VfL traf an diesem Nachmittag ganze fünfmal ins Gehäuse des Waldhofs und fuhr somit den zweithöchsten Heimsieg nach der Jahrtausendwende ein. Nur beim 6:1-Heimsieg gegen den Chemnitzer FC im Februar 2018 konnten die Osnabrücker in einem Heimspiel in der 3. Liga noch öfter treffen.
Das Personal
Fünf Ausfälle muss Trainer Luc Holtz für die Partie am Samstag verkraften. So reisen Terrence Boyd (Rotsperre), Jascha Brandt (Kreuzbandriss), Lucien Hawryluk (Muskelfaserriss), Sascha Voelcke (Schambeinentzündung), Tim Sechelmann und Adama Diakhaby (Probleme an der Achillessehne) nicht mit nach Osnabrück. Ein Einsatz von Arianit Ferati ist zudem noch fraglich.
Timo Schultz muss auf Seiten der Lila-Weißen, wie so oft in dieser Saison, keinen Spieler ersetzen. Erneut kann der 48-Jährige auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Stimmen zum Spiel
Wie VfL-Cheftrainer Timo Schultz im Spieltagsinterview am Donnerstagmittag verriet, macht er die Qualität der Mannheimer vor allem an ihrer Tagesleistung fest. „Allein die Tatsache, dass sie dreizehn Spiele gewonnen und zwölf verloren haben, sagt schon sehr viel aus. Es ist eine Mannschaft, die, wenn sie gut drauf ist, sicherlich zu den absoluten Topmannschaften der Liga gehört. Aber sie schafft es nicht immer, das auf den Platz zu bringen. Sie haben viele Spieler drin, die schon einen Marktwert von acht oder zehn Millionen Euro hatten und die teilweise einfach auf der Suche nach ihrer Form oder ihrer Rolle in der Mannschaft sind. Letztendlich schauen wir natürlich immer auf den Gegner. Bei der individuellen Qualität, die sie haben, ist das auch zwingend notwendig. Auf der anderen Seite spielen wir hier zu Hause an der Bremer Brücke. Wir haben dieses Jahr auch schon gezeigt, dass wir hier eine Macht sein können, und auch am Samstag sollen die drei Punkte unbedingt hierbleiben.“
Angesprochen auf die Unterstützung der VfL-Fans im Saisonendspurt verwies der 48-Jährige auf die Topform der Anhänger über die gesamte Saison hinweg und verriet zudem, dass er sich auch über Gästebesuch an der Bremer Brücke freut. „Wir werden ja das ganze Jahr über – sowohl zu Hause als auch auswärts – massiv von unseren Fans unterstützt. Das ist natürlich ein Vorteil. […] Ich glaube, die beiden Spiele, in denen wir am schlechtesten ausgesehen haben, waren die, in denen nur wenige Gästefans anwesend waren. Dementsprechend freue ich mich, wenn Gästefans mitkommen. Aber am Ende hoffe ich, dass alle Zuschauer – vor allem die in lila-weiß – das Stadion am Samstag glücklich verlassen.“
Mannheim-Coach Luc Holtz hob in der Pressekonferenz vor dem Spiel die Qualitäten der Lila-Weißen hervor. „Wir wissen, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft spielen werden, die nur wenige Tore kassiert. Wenn man sich die Spiele anschaut, sieht man, dass sie aus wenigen Situationen viel machen. Deshalb sind sie auch zurecht Tabellenführer. Wir müssen uns auf einen Gegner vorbereiten, der sehr geduldig und erfahren ist und eine sehr hohe individuelle Qualität in der Mannschaft hat. Wir haben durch den Sieg am Samstag eine gewisse Ruhe und Selbstvertrauen gewonnen, aber wir wissen um die Schwere der Aufgabe.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Kopacz und Kehl sorgen in Regensburg für dritten Sieg der Woche
Mit dem 2:0-Auswärtssieg gegen den SSV Jahn Regensburg fuhr der VfL Osnabrück den dritten Sieg in der englischen Woche ein. Nach dem Führungstreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff setzten die Lila-Weißen auch in den zweiten 45 Minuten ihre souveräne Leistung fort. Der Spielbericht.
Drei Wechsel nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Viktoria Köln vor. So rückten Lars Kehl (nach Gelbsperre) und Patrick Kammerbauer (nach Verletzung) wie erwartet zurück in die Anfangsformation. Auch Kevin Wiethaup stand im Jahnstadion von Beginn an auf dem Platz. Dafür nahmen Kai Pröger, Fridolin Wagner und Ismail Badjie zunächst auf der Bank Platz. Bei den Gastgebern veränderte Trainer Michael Wimmer seine Aufstellung auf zwei Positionen. Felix Strauß (nach Gelbsperre) und Oscar Schönfelder standen neu in der ersten Elf.
Bereits früh in der Partie prüften die Regensburger in Person von Eric Hottmann VfL-Keeper Lukas Jonsson. Dabei konnte sich der Schwede gleich zweimal auszeichnen. Sowohl beim ersten Abschluss als auch beim darauffolgenden Nachschuss war der Schlussmann zur Stelle (7‘). Nach einer knappen Viertelstunde gab es dann auch die erste Torannäherung der Lila-Weißen. Einen Flankenversuch von David Kopacz fing SSV-Torwart Felix Gebhardt aber sicher ab (14‘). Der Offensivakteur war auch vier Minuten später mitten im Geschehen, als er sich nach einem Steckpass von Robin Meißner im Laufduell mit Oscar Schönfelder wiederfand. Der Regensburger blieb jedoch der Gewinner, ansonsten wäre Kopacz alleine auf Torwart Gebhardt zugelaufen (18‘). Nun setzten die Osnabrücker immer wieder gefährliche Konter. Zum ersten Mal im Tor des SSV landete das Spielgerät allerdings nach einem Standard.
Dabei fing der Freistoß am linken Sechzehnereck der Gastgeber alles andere als erfolgreich an. Nach einem Missverständnis zwischen Robin Meißner und Lars Kehl flog der Ball dennoch per Flanke in die Gefahrenzone. Am zweiten Pfosten beförderte schließlich Robin Fabinski den Ball ins Tor, drehte zum Jubel zum Osnabrücker Gästeblock ab und wurde erst einige Sekunden später durch die Fahne des Assistenten gestoppt (29‘). Eine sehr knappe Entscheidung, die auch auf der Osnabrücker Bank für Aufruhr sorgte. Zehn Minuten später durften die 750 mitgereisten Lila-Weißen dann endgültig und ganz regelkonform jubeln. Erneut wurde David Kopacz – diesmal von Kevin Wiethaup – in die Tiefe geschickt. Dieses Mal lief der Pole seinem Gegenspieler davon und schloss kurz vor dem Fünfmeterraum ins lange Eck ab (40‘).
Kurz vor dem Pausenpfiff hatte die „Jahnelf“ dann doch noch die Chance auf den Ausgleich. Nach einem Eckball stand Christian Kühlwetter am zweiten Pfosten völlig frei, schaffte es aber nicht, den Ball auf das Tor zu bringen (45‘). Mit der knappen, aber verdienten Führung ging es wenige Augenblicke später in die Kabinen.
Mit Wiederanpfiff legten beide Mannschaften früh offensive Akzente. Der Schuss aus der zweiten Reihe von Kevin Wiethaup flog haarscharf über den Querbalken (47‘). Die Regensburger kamen nach einem Freistoß per Kopfball zum ersten Torabschluss, forderten Jonsson damit aber nicht sonderlich heraus (49‘). Robin Meißner hatte wenig später das 2:0 auf dem Fuß, als er eine Hereingabe frei vor dem Tor neben den linken Pfosten setzte. Die Fahne des Assistenten ging aufgrund einer Abseitsposition allerdings schnell nach oben (52‘). In der 56. Minute erhitzte ein Handspiel die Osnabrücker Gemüter. Als Lars Kehl in die Mitte auf Robin Meißner ablegte, setzte dieser zum Schuss an. Statt auf das Tor flog die Kugel jedoch an den Arm von Felix Strauß. Die Pfeife von Schiedsrichter Jonah Besong blieb zum Erstaunen der Lila-Weißen stumm (56‘). Statt als Torschütze trug sich Robin Meißner am Samstagnachmittag dagegen als Vorlagengeber in die Statistiken ein. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schickte der 26-Jährige Lars Kehl auf die Reise, der am Ende seines Sprints den Ball per Außenrist ins linke kurze Eck beförderte und somit nicht nur das 2:0, sondern auch seinen ersten Treffer im neuen Jahr erzielte (63‘).
Mit der komfortablen Führung zog sich der VfL in der Schlussphase der Partie in die eigene Hälfte zurück und lauerte erneut auf Kontermöglichkeiten. Eine richtig gefährliche Torchance sahen die 7.464 Zuschauer im Jahnstadion jedoch nicht mehr. In der 79. Minute setzte Noel Eichinger einen Freistoß aus gut 20 Metern auf das Gehäuse von Lukas Jonsson (79‘). So feierte der VfL nach der fünfminütigen Nachspielzeit nicht nur den 16. Saisonsieg, sondern mit drei Siegen auch eine perfekte englische Woche. Diesen Lauf möchte man auch in der kommenden Woche fortsetzen, wenn der SV Waldhof Mannheim an der Bremer Brücke zu Gast ist (Anpfiff: Samstag, 14:00 Uhr). Für die Partie sind nur noch Sitzplatztickets auf der Giro-Live Nordtribüne im Block K und Stehplatztickets für die Dieckmann-Westkurve verfügbar. Wer beim Brückentag also live dabei sein möchte, sollte sich noch schnell sein Ticket im Onlineshop sichern!
Tore:
0:1 (Kopacz 40‘), 0:2 (Kehl 63‘)
Aufstellungen:
SSV Jahn Regensburg:
Gebhardt – Strauss, Wurm, Karbstein – Oliveira (Beckhoff 59‘), Müller (Hingerl 79‘), Fein, Schönfelder (Bauer 86‘), Kühlwetter (Stolze 59‘), Eichinger – Hottmann (Posselt 59‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Kammerbauer (Henning 89‘), Jacobsen, Wiethaup (Wagner 68‘), Christensen, Kopacz (Badjie 68‘), Kehl (Pröger 84‘)- Meißner (Riesselmann 89‘)
„Jetzt wollen wir das Maximum“ – VfL zu Gast in Regensburg
Zum Abschluss der englischen Woche tritt der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag beim SSV Jahn Regensburg an (Anpfiff: 16:30 Uhr). Nach den zwei Siegen gegen Aue und Köln wollen die Lila-Weißen mit der maximalen Punkteausbeute in die Hasestadt zurückkehren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Zehn Punkte trennen den Sport- und Schwimmverein Jahn Regensburg aktuell von der Abstiegszone. Diesen Vorsprung erarbeitete sich die „Jahnelf“ allerdings vor allem in der Rückrunde. Schließlich betrug der Abstand zum Ende des vergangenen Jahres noch lediglich drei Zähler. Nicht verwunderlich also, dass sich der SSV im Winter mit insgesamt vier Neuzugängen verstärkte. Neben Torwart Leon-Oumar Wechsel, der per Leihe von Hannover 96 kam, sicherte man sich zudem die Dienste von Sascha Hingerl (TSV Buchbach), Malte Karbstein (Waldhof Mannheim) und John Posselt (SC Paderborn). Letzterer lief in der Hinrunde noch leihweise für den TSV Havelse auf. Nachdem die Leihe jedoch nach der Hinrunde aufgrund der sportlich prekären Lage bei den Niedersachsen abgebrochen wurde, wechselte der 22-Jährige fest in die viertgrößte Stadt Bayerns. In seinen bisher acht Einsätzen für den SSV traf er einmal. Für den TSV Havelse erzielte er in der Hinserie sieben Treffer.
Auf der Abgangsseite verabschiedete man in Regensburg insgesamt drei Spieler. Stürmer Dejan Galjen schloss sich mit Fortuna Köln einem Aufstiegsaspiranten aus der Regionalliga West an. Davis Asante zog es ebenfalls leihweise in dieselbe Liga und läuft in der Rückrunde für den SV Rödinghausen auf. Die Leihe von Dustin Forkel wurde vorzeitig beendet, sodass der 20-Jährige zu seinem Stammverein, dem 1. FC Nürnberg, zurückkehrte. Weiter für den SSV auflaufen wird dagegen Noel Eichinger. Der 24-Jährige ist mit sieben Toren und fünf Vorlagen die Lebensversicherung der „Jahnelf“. Der Mittelstürmer steht seit Sommer 2023 bei den Regensburgern unter Vertrag, wurde in der Rückrunde der Saison 2023/24 jedoch an den Greifswalder FC (12 Spiele, 1 Vorlage) und in der vergangenen Spielzeit an den 1. FC Lokomotive Leipzig (30 Spiele, 11 Tore und 13 Vorlagen) ausgeliehen. Für die Regensburger verpasste der gebürtige Mainzer in dieser Saison nur ein einziges Spiel und sammelte somit die drittmeisten Einsatzminuten unter allen Feldspielern des SSV.
Noch länger auf dem Rasen standen lediglich die beiden Innenverteidiger Leopold Wurm und Felix Strauss. Zwar verpassten beide jeweils drei Partien, spielten aber fast immer über die volle Distanz. Leopold Wurm gilt dabei als eines der größten Innenverteidigertalente des Landes und läuft regelmäßig auch für die deutsche U20-Nationalmannschaft auf. Sein Nebenmann Felix Strauss machte sich zumindest ligaintern einen Namen als Kartensammler. Mit zehn Gelben und einer Roten Karte steht der 24-Jährige in der Sünderkartei hinter Ryan Malone vom FC Erzgebirge Aue auf dem zweiten Platz. Allgemein sammelten die Regensburger in dieser Spielzeit bereits fleißig Karten und stehen im Fairnessvergleich mit 78 Gelben, vier Gelb-Roten und vier Roten Karten am Tabellenende.
Die Ausgangslage
Am Samstagnachmittag treffen im Jahnstadion zwei der ballbesitzschwächsten Mannschaften der 3. Liga aufeinander. Regensburg steht mit einem Durchschnitt von 46,3 Prozent im Ligavergleich auf dem vorletzten Platz. Aber auch die Osnabrücker überlassen das Spielgerät mit einem Durchschnittswert von 46,5 Prozent (Platz 17) häufig dem Gegner. Topwerte weisen die Regensburger dagegen in den Laufstatistiken auf. Keine andere Mannschaft legte in dieser Saison bislang so viele Meter wie die „Jahnelf“ zurück. Den Weg zurück auf die Trainerbank wird auch Chefcoach Michael Wimmer gegen den VfL antreten. Aufgrund seiner vierten Gelben Karte musste der 45-Jährige unter der Woche beim Auswärtsspiel in Verl auf der Tribüne Platz nehmen. Von dort aus verfolgte er den 2:1-Auswärtssieg seiner Mannschaft. Beide Treffer erzielte dabei der bereits erwähnte Noel Eichinger. Vor allem dessen Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 erregte Aufsehen. Der Mittelstürmer legte sich den Ball im Strafraum selbst hoch und setzte anschließend zum Fallrückzieher an. Im Bogen flog der Ball an Torwart Philipp Schulze vorbei unter die Latte ins Tor. Mit dem Erfolg feierte der Jahn den zehnten Saisonsieg. Insgesamt kassierten die Regensburger in den vergangenen sechs Partien nur eine Niederlage (2:3 gegen Rot-Weiss Essen).
Einen noch besseren Lauf kann bekanntlich der VfL Osnabrück vorweisen. Neben den Lila-Weißen ist nur noch Ligakonkurrent Energie Cottbus im Jahr 2026 noch ungeschlagen. Unter der Woche fuhr die Mannschaft von Timo Schultz gegen Viktoria Köln einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg ein. Zum insgesamt 14. Mal blieb Torwart Lukas Jonsson ohne Gegentor und stellt damit den höchsten Wert unter allen Keepern im deutschen Profifußball dar. Auch im Hinspiel gegen die Regensburger behielt der Schwede eine weiße Weste. In der Offensive köpfte Fridolin Wagner die Lila-Weißen in der 27. Minute nach einem Eckball in Führung. Für den 28-Jährigen war es der erste Treffer für den VfL. Nach der Halbzeitpause vollendete Patrick Kammerbauer eine Flanke von Lars Kehl sehenswert ins linke Eck und sicherte damit den dritten Heimsieg der Saison.
Auswärts hat der VfL historisch gesehen nur ein einziges Spiel gegen die Regensburger verloren. Im allerersten Aufeinandertreffen im November 2003 unterlagen die Osnabrücker – unter anderem mit Joe Enochs auf dem Feld – mit 0:1. Für den Direktor Fußball der Lila-Weißen ist die Partie am Samstag auch eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Von Mai 2023 bis Oktober 2024 fungierte der 54-Jährige als Chefcoach der „Jahnelf“. Nun kehrt er erstmals in offizieller Funktion ins Jahnstadion zurück, möchte seinen alten Weggefährten aber sicherlich keine sportlichen Gastgeschenke mitbringen.
Das Personal
Bei den Regensburgern fallen mit Julian Pollersbeck (Rückenverletzung), Lucas Hermes (Kopfverletzung), Jakob Seibold (Schulterverletzung) und Robin Ziegele (Sprunggelenksverletzung) insgesamt vier Spieler aus.
Timo Schultz musste am Donnerstagnachmittag einzig auf den erkrankten Kevin Schumacher verzichten. Ansonsten werden auch der zuletzt gesperrte Lars Kehl sowie der wiedergenesene Patrick Kammerbauer Teil des Spieltagskaders sein.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz machte im Spieltagsinterview am Donnerstagnachmittag auf die jüngst bemerkenswerte Entwicklung der Regensburger aufmerksam. „Es war schon im Hinspiel ein sehr intensives Spiel. Regensburg ist als Absteiger aus der 2. Liga mit einem sehr guten Kader in die Saison gestartet. Dann hatten sie die typischen Anfangsprobleme, sich einzufinden und an die neue Liga zu gewöhnen. Jetzt sind sie mittlerweile richtig gut drin und wenn man den Trend der letzten fünf Spiele nimmt eine absolute Topmannschaft. […] Sie haben zueinander gefunden und mittlerweile ein klar definierten Spielstil mit sehr viel Tiefgang, Wucht und Präsenz in der gegnerischen Box. Dementsprechend stimmen dann auch irgendwann die Ergebnisse.“
Mit dementsprechend Respekt fahren die Lila-Weißen am Samstag nach Bayern, haben auch ein klares Ziel vor Augen: „Wir fahren nach Regensburg und wissen, dass es eine schwere Aufgabe wird, aber auch, dass wir gut drauf sind. Es wäre natürlich super, wenn wir da nochmal drei Punkte mitnehmen könnten und dann die perfekte englische Woche hinter uns bringen. […] Jetzt wollen wir das Maximum!“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 16:15 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Frühe Führung, stabile Defensive: VfL schlägt auch Viktoria Köln
Mit einem 2:0-Heimsieg setzte der VfL Osnabrück am Dienstagabend seinen Lauf gegen Viktoria Köln fort. Nach dem frühen Führungstreffer legten die Lila-Weißen kurz vor der Pause nach und bewiesen in der zweiten Hälfte erneut ihre defensive Stabilität. Der Spielbericht.
Zwei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startaufstellung vor. So ersetzten Bjarke Jacobsen und David Kopacz den gesperrten Lars Kehl sowie Kevin Wiethaup, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Bei den Gästen nahm Trainer Marian Wilhelm eine Änderung vor: Yannick Tonye rückte für Tim Kloss in die Startformation.
Mit viel Offensivdrang begann der VfL die Partie und war direkt mit der ersten Gelegenheit des Abends erfolgreich. Ismail Badjie ging mit dem Ball am Fuß bis zur Grundlinie und legte zurück auf den im Fünfmeterraum einlaufenden Robin Meißner. Dieser beförderte das Spielgerät in Mittelstürmermanier in die Maschen des Kölner Tores und ließ die 14.382 Zuschauer an der Bremer Brücke früh jubeln (5‘). Darauf ruhten sich die Lila-Weißen jedoch nicht aus und suchten weiter den Weg nach vorne. Einen Abschluss von Kai Pröger aus gut 20 Metern konnte Viktoria-Torwart Arne Schulz erst im Nachfassen festhalten (8‘).
Nach einer Viertelstunde meldeten sich auch die Gäste erstmals bei VfL-Schlussmann Lukas Jonsson an. Nach einem Eckball kam Meiko Sponsel im Sechzehner zum Kopfball, den Jonsson mit einer starken Reaktion noch über den Querbalken lenken konnte (15‘). Generell wurden die Kölner vor allem nach Standardsituationen gefährlich. Aus dem Spiel heraus musste Lukas Jonsson kaum eingreifen. Das gefährlichere Offensivspiel zeigte dagegen der VfL. Nach einer halben Stunde setzte Ismail Badjie auf der rechten Seite zu einem Solo an, zog in den Sechzehner und suchte den Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp (29‘). Erfolgreicher war die nächste Osnabrücker Offensivaktion: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schalteten die Lila-Weißen schnell um, der Ball landete auf der rechten Seite beim aufgerückten Robin Fabinski. Dieser flankte flach in die Mitte, wo David Kopacz einlief und die Kugel sehenswert per Hacke im Tor unterbrachte (42‘). Wenig später pfiff Schiedsrichter Ben Uhrig zur Halbzeitpause.
Anders als in den ersten 45 Minuten gestaltete sich der Start nach dem Wiederanpfiff zunächst ereignisarm. Die Osnabrücker ließen sich phasenweise tief in die eigene Hälfte zurückfallen und lauerten auf Kontergelegenheiten. Erstmals richtig gefährlich vor das Kölner Tor kamen die Lila-Weißen in der 63. Minute: Sekunden nachdem Tony Lesueur für Ismail Badjie in die Partie gekommen war, setzte der Franzose zu einem Alleingang über die rechte Seite an. Vorbei an mehreren Gegenspielern schloss der 25-Jährige am Strafraumrand ab, zielte jedoch zu zentral, sodass Torwart Schulz den Ball sicher aufnehmen konnte (63‘).
Dies blieb die einzige klare Torgelegenheit der Osnabrücker im zweiten Durchgang. Die Kölner spielten sich in der Folge in der gegnerischen Hälfte fest, forderten Lukas Jonsson jedoch kaum. Erst in der Nachspielzeit musste der Schwede eingreifen, als er einen Kopfball eines Kölner Angreifers aus dem Knick an die Latte lenkte (90+3‘).
So blieb die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz dank ihrer stabilen Defensive erneut ohne Gegentor und verteidigte mit dem 2:0-Heimsieg die Tabellenführung. Selbiges wollen die Lila-Weißen am Samstag auch auswärts beim SSV Jahn Regensburg unter Beweis stellen und die Englische Woche mit einem Sieg vergolden (Anpfiff: 16:30 Uhr).
Tore:
1:0, (Meißner 5‘), 2:0 (Kopacz 42‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Pröger, Wagner, Jacobsen (Janotta 87‘), Christensen (Schumacher 87‘), Badjie (Lesueur 63‘), Kopacz (Wiethaup 77‘) – Meißner (Riesselmann 87‘)
FC Viktoria Köln:
Schulz – Sponsel, Boboy (Kloss 46‘), Dietz, Tonye (Kozuki 46‘), Handle (Ronstadt 70‘) – Engelhardt (Eisenhuth 77‘), Wolf, Münst – Otto (Sachse 59‘), Zank
Flutlichtspiel an der Bremer Brücke: VfL empfängt Viktoria Köln
Am Dienstagabend empfängt der VfL Osnabrück den FC Viktoria Köln unter Flutlicht an der Bremer Brücke (Anpfiff: 19:00 Uhr). Gegen eine spielstarke Kölner Mannschaft erwartet Cheftrainer Timo Schultz eine Leistungssteigerung, damit die drei Punkte am Ende des Abends in der Hasestadt bleiben. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit dem FC Viktoria Köln erwartet der VfL Osnabrück eine Mannschaft, die sich über die gesamte Saison hinweg im Tabellenmittelfeld bewegt. So schloss man die Hinrunde auf dem 12. Tabellenplatz ab und steht aktuell mit 38 Punkten auf Rang zehn. Dabei mussten die Kölner im Winter schmerzhafte Abgänge hinnehmen. Mit Torwart Dudu (Eduardo dos Santos Haesler), der zu Estrela Amadora in die erste portugiesische Liga wechselte, und Lex-Tyger Lobinger, der zum Ligakonkurrenten MSV Duisburg ging, verlor man zwei absolute Stammspieler und Leistungsträger. Während Dudu in 16 Spielen viermal ohne Gegentor blieb, erzielte Lobinger in 17 Einsätzen neun Treffer. Damit ist der 27-Jährige, der in der Rückrunde der Saison 2023/24 in 14 Spielen auch für den VfL auf Torejagd ging, weiterhin der aktuelle Toptorschütze der Kölner. An zweiter Stelle der Torjägerliste folgt David Otto mit sieben Treffern und vier Vorlagen.
Auf die Abgänge von Lobinger und Dudu reagierte man in der Domstadt im Winter mit insgesamt vier Neuzugängen. Neben Rechtsaußen Joel Vega Zambrano (SC Paderborn) verstärkte man sich in der Offensive auch mit Jakob Sachse, der per Leihe von Schalke 04 kam. In der Hinrunde erzielte der 19-Jährige für die Zweitvertretung der „Knappen“ in der Regionalliga West in 18 Einsätzen neun Tore und lieferte fünf Vorlagen. Auch bei den Kölnern zeigte sich der gebürtige Leipziger bereits torgefährlich und kommt in drei Einsätzen auf zwei Tore und eine Vorlage. Neben den beiden Offensivkräften begrüßte man im Winter am Höhenberg zudem die zuletzt vereinslosen Taylan Duman und David Richter. Letzterer kehrt am Dienstag an seine alte Wirkungsstätte zurück. In der Hinrunde der vergangenen Spielzeit hütete der 26-Jährige in zwölf Partien das Tor der Lila-Weißen. Nach seinem Wechsel im Winter 2025 zum SV Sandhausen war Richter ab Sommer vereinslos und schloss sich nun im Winter Viktoria Köln an. Für seinen neuen Arbeitgeber kam der Keeper in der vergangenen Woche im Landespokal zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz und feierte gegen den Siegburger SV 04 einen 2:1-Auswärtssieg.
Auf alte Bekannte treffen am Dienstagabend auch Bryan Henning und Robin Meißner. Während Henning von Sommer 2023 bis Winter 2025 in 30 Partien für die Kölner auflief, spielte Meißner in der Saison 2022/23, als er vom Hamburger SV verliehen war, seine bislang persönlich beste Saison. In 37 Drittligapartien erzielte er zwölf Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Somit ist der 26-Jährige momentan auf dem besten Weg, diese Werte zu übertreffen. Im Dress des VfL traf er in dieser Spielzeit bereits neunmal und lieferte sieben Torvorlagen.
Die Ausgangslage
Genau wie die Lila-Weißen blieb auch Viktoria Köln im Februar ohne Niederlage. Nach zwei Unentschieden gegen Regensburg (0:0) und Aue (2:2) folgten zuletzt zwei Siege gegen die Zweitvertretungen der TSG Hoffenheim (3:1) und des VfB Stuttgart (2:0). Generell sind die Kölner eine spielstarke Mannschaft. Neben einem durchschnittlichen Ballbesitzwert von 52,5 Prozent (Platz fünf im Ligavergleich) sticht vor allem die Passquote von 84,2 Prozent hervor (drittbeste Wert der Liga). Auffällig bei der Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm sind zudem die hohen Laufwerte. So weisen die Domstädter die zweithöchste Laufdistanz der Liga auf, nur Jahn Regensburg legte noch mehr Meter zurück.
Ähnlich stabil wie die Osnabrücker präsentiert sich Viktoria Köln auch defensiv. Mit 33 Gegentoren stellen die Kölner die viertbeste Defensive der Liga. Der VfL steht mit 25 Gegentreffern in dieser Statistik bekanntlich an der Spitze. Erstmals von Platz eins grüßen die Lila-Weißen zudem in der Gesamttabelle. Nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen Erzgebirge Aue und den zeitgleichen Unentschieden der Aufstiegsaspiranten MSV Duisburg (1:1 gegen TSV Havelse) und Energie Cottbus (0:0 gegen SC Verl) sprang man erstmals seit Mai 2019 wieder an die Spitze der 3. Liga. Diese soll auch nach dem Spiel gegen die Kölner verteidigt werden. Nach dem torlosen Remis im Hinspiel möchten die Lila-Weißen nach den Erfolgen gegen Havelse (2:0) und Rot-Weiss Essen (3:0) den dritten Heimsieg in Folge einfahren. Hoffnung macht dabei auch ein Blick auf die Historie: An der Bremer Brücke gewannen die Osnabrücker bislang jedes der drei Heimspiele gegen den FC Viktoria Köln (Gesamtbilanz: 4 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage).
Mit entsprechend großer Vorfreude blickt auch Cheftrainer Timo Schultz auf die Partie: „Jetzt haben wir ein tolles Heimspiel, mit einer tollen Kulisse hier zu Hause. Dienstagsabends, ein Spiel an der Bremer Brücke. Das Flutlicht wird an sein, also schöner geht’s gar nicht.“ Das denken sich bislang auch über 13.500 VfL-Anhänger, die sich bereits ein Ticket für das Flutlichtheimspiel gesichert haben. Für die Partie sind nur noch vereinzelt Karten auf den beiden Sitzplatztribünen sowie Stehplatztickets für die Dieckmann-Westkurve verfügbar. Wer also am Dienstagabend dabei sein möchte, sollte sich noch schnell seinen Platz im Online-Ticketshop sichern.
Das Personal
Bei den Kölnern fallen mit Marco Pledl (Kreuzbandriss), Christoph Greger (Rückenprobleme), Yannick Tonye (muskuläre Probleme) und Taylan Duman (Trainingsrückstand) vier Spieler für die Partie am Dienstagabend aus.
Beim VfL durfte Cheftrainer Timo Schultz beim Abschlusstraining am Montagnachmittag Bjarke Jacobsen wieder vollumfänglich auf dem Trainingsplatz begrüßen. Verzichten musste der 48-Jährige allerdings auf den erkrankten Bashkim Ajdini sowie den weiterhin verletzten Patrick Kammerbauer, für den das Spiel gegen die Kölner noch definitiv zu früh kommt. Eine Zwangspause muss zudem Lars Kehl einlegen, der gegen Erzgebirge Aue seine fünfte Gelbe Karte sah und dementsprechend gesperrt ist.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz offenbarte im Spieltagsinterview am Montagnachmittag, dass ihm die Analyse des Gegners, wie schon in der Hinrunde, besonders Freude bereitet habe: „Es ist tatsächlich cool zu sehen, wenn man sich auf so einen Gegner vorbereitet, das war auch in der Hinserie schon so, es ist eine Mannschaft, die uns sehr ähnelt. In der Systematik, in der Herangehensweise und teilweise auch in den Abläufen. Dementsprechend wird es ein Spiel auf Augenhöhe, was alles angeht, und da werden an dem Tag wahrscheinlich die Kleinigkeiten entscheiden.“
Angesprochen auf die neue Situation, dass die Lila-Weißen nun als Tabellenführer die Rolle der Gejagten übernehmen, zeigte sich der 48-Jährige unbeeindruckt: „Das Feld ist genauso groß, wir spielen auch wieder gegen elf. Unser Ansatz ist in jedem Spiel, drei Punkte zu holen, und wir wissen, dass wir gut drauf sind, aber auch, dass wir eine Topleistung brauchen, um die jeweiligen Gegner zu schlagen. Gegen Aue war die Leistung gut, aber nicht sehr gut. Und gegen Viktoria Köln, da bin ich mir sicher, müssen wir auf jeden Fall deutlich besser spielen, wenn wir am Ende die drei Punkte hierbehalten wollen.“
Auch Viktoria-Trainer Marian Wilhelm freut sich auf den Flutlichtabend, ist sich aber der schwierigen Aufgabe für seine Mannschaft bewusst, wie er auf der vereinseigenen Pressekonferenz vor dem Spiel verriet. „Viel schöner kann eine Aufgabe nicht sein. Mit dieser Woche im Rücken, dann die Bremer Brücke, Flutlicht. Ich glaube, auf solche Spiele freut sich eine Mannschaft. […] Natürlich ist das eine Wucht, die auf uns zukommt – vom Stadion, aber vor allem auch von der Mannschaft. Sie haben die beste Defensive der Liga und sind in vielen Bereichen sehr schwer zu bespielen. Das haben wir auch im Hinspiel beim 0:0 erlebt. Seitdem sind sie weitere Schritte gegangen und in der Rückrunde deutlich effektiver geworden. […] Es wird alles von uns abverlangen, was die Aggressivität und das Vertrauen in unser Spiel betrifft. […] Und dann werden wir sehen, wofür es reicht.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 18:45 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Dank Doppelschlag in der zweiten Halbzeit: VfL gewinnt auch in Aue
Der VfL Osnabrück setzte sich am Samstagnachmittag beim FC Erzgebirge Aue mit einem 3:1-Auswärtssieg durch. Nach einer dominanten ersten Halbzeit und dem zwischenzeitlichen Ausgleich sorgten zwei Treffer binnen weniger Minuten im zweiten Durchgang für die Entscheidung zugunsten der Osnabrücker. Der Spielbericht.
Cheftrainer Timo Schultz nahm im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Kevin Wiethaup und Kai Pröger rückten für Patrick Kammerbauer und Bjarke Jacobsen in die Anfangsformation. Bei den Gastgebern nahm Trainer Christoph Dabrowski ebenfalls zwei Wechsel vor: Eric Uhlmann und Julian Günther-Schmidt verdrängten Jonah Fabisch und Julian Guttau auf die Bank.
Schon früh in der Partie erlangten die Osnabrücker mit hohem Pressing und klaren Abläufen im Kombinationsspiel die Kontrolle und setzten die Hausherren unter Druck. Bereits nach vier Minuten kam der VfL erstmals gefährlich in den Strafraum der „Veilchen“. Eine flache Hereingabe von Fridolin Wagner verpasste im Sechzehner zunächst Ismail Badjie, leitete den Ball jedoch unabsichtlich auf Frederik Christensen weiter, der in aussichtsreicher Position zum Abschluss kam. Torwart Martin Männel hielt die Kugel jedoch fest (4.). Vier Minuten später ereilte Lars Kehl eine Hiobsbotschaft: Nach einem Zusammenprall mit Eric Uhlmann sah er seine fünfte Gelbe Karte der Saison und fehlt damit im kommenden Ligaspiel gegen Viktoria Köln gesperrt. Feiern durfte der Offensivakteur wenig später dennoch. Denn Ismail Badjie brachte die Osnabrücker – wie schon am vergangenen Wochenende – in Führung. Dabei profitierte das VfL-Eigengewächs von einem Missverständnis in der Auer Defensive. Nach einem langen Ball von Christensen irritierten sich Ryan Malone und Tristan Zobel gegenseitig, sodass das Spielgerät an den beiden Innenverteidigern vorbei in Richtung Sechzehner flog. Badjie schnappte sich den Ball, umkurvte Männel und schob zum 1:0 aus Sicht des VfL ein (17.).
Mit dem Gegentreffer wurden auch die Gastgeber aktiver und kamen erstmals gefährlich vor das Tor von VfL-Keeper Lukas Jonsson. Nach einem langen Einwurf von Ryan Malone köpfte Marcel Bär den Ball wuchtig auf den Kasten, doch Jonsson reagierte stark und parierte aus dem linken Eck (19.). Nach gut einer halben Stunde gab es den nächsten Aufschrei im Erzgebirgsstadion: Frederik Christensen spielte den Ball in den Strafraum und traf dort den Arm von Pascal Fallmann, der jedoch zur Grätsche angesetzt hatte. Schiedsrichter Justin Hasmann wertete die Szene als natürlichen Stützarm, seine Pfeife blieb stumm (27.).
Kurz vor der Halbzeitpause ließen sich die Osnabrücker etwas zurückfallen, was die Gastgeber nutzten. Über die linke Seite setzte Marvin Stefaniak Jannic Ehlers in Szene, dessen Rückpass Julian Günther-Schmidt am Elfmeterpunkt aufnahm und zum 1:1 ins rechte Eck verwandelte. So ging es wenig später mit dem 1:1-Unentschieden in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kam Aue mit mehr Schwung aus der Kabine und suchte schneller den Weg in die Tiefe. Die Abschlüsse der „Veilchen“ forderten Lukas Jonsson jedoch kaum heraus. Auch ein Fehlpass des Schweden im Aufbauspiel, der direkt in die Füße von Marvin Stefaniak geriet, blieb folgenlos. Dessen schneller Distanzschuss wurde von Jonsson mit dem Fuß abgewehrt (66.). Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gäste wieder die Initiative und erhöhten den Druck.
Schließlich sorgte ein Doppelschlag der Osnabrücker für die Entscheidung im Erzgebirgsstadion. Mittendrin war der kurz zuvor eingewechselte Tony Lesueur. Nach einer Flanke von Lars Kehl in den Fünfmeterraum stand der Franzose goldrichtig und schob zur erneuten Führung des VfL zum 2:1 ein (73.). Nur drei Minuten später legte Lesueur den Ball im Strafraum quer auf VfL-Toptorschütze Robin Meißner, der mit seinem Schuss ins linke Eck sein neuntes Saisontor erzielte (76.). Damit war die Partie entschieden. In der Schlussphase kam es kaum noch zu Torchancen. Bemerkenswert dagegen war die Einwechslung von Bashkim Ajdini, der nicht nur seinen ersten Saisoneinsatz, sondern zugleich sein insgesamt 200. Pflichtspiel für den VfL feierte. In den Schlussminuten sicherte der Verteidiger so den 14. Saisonsieg des VfL und hatte nach Abpfiff also doppelten Grund zur Freude.
Mit den drei Punkten im Gepäck reisen die Lila-Weißen nun zumindest vorübergehend als Tabellenführer in die Hasestadt zurück. Der Blick richtet sich jedoch bereits auf Dienstag: Im Zuge der Englischen Woche empfängt der VfL an der heimischen Bremer Brücke den FC Viktoria Köln (Anpfiff: 19:00 Uhr). Für das erste Flutlicht-Heimspiel der Saison sind sowohl im Steh- sowie Sitzplatzbereich noch Karten im Online-Ticketshop erhältlich.
Tore:
0:1 (Badjie 17‘), 1:1 (Günther-Schmidt 42‘), 1:2 (Lesueur 73‘), 1:3 (Meißner 76‘)
Aufstellungen:
FC Erzgebirge Aue:
Männel – Fallmann, Malone, Zobel, Collins – Uhlmann (Siminica 84‘), Clausen (Ocansey 78‘), Stefaniak (Weinhauer 78‘), Günther-Schmidt (Guttau 68‘) – Bär, Ehlers (Schmid 68‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Pröger (Ajdini 87‘), Wagner (Janotta 87‘), Wiethaup, Christensen, Badjie (Lesueur 63‘), Kehl (Tesche 80‘) – Meißner (Kania 87‘)
Lila-weißes Duell im Erzgebirge: VfL will gegen Aue nachlegen
Am Samstag trifft der VfL Osnabrück im lila-weißen Duell auswärts auf den FC Erzgebirge Aue. Gegen die „Veilchen“ wollen die Osnabrücker ihren Lauf fortsetzen und dabei gleichzeitig eine Premiere im Erzgebirgsstadion feiern. Der Vorbericht.
Der Gegner
Der FC Erzgebirge Aue befindet sich in dieser Saison mitten im Abstiegskampf. So stehen die „Veilchen“ seit dem 21. Spieltag auf dem 17. Tabellenplatz, der am Ende der Saison den Abstieg in die Regionalliga Nordost bedeuten würde. Zwar konnte man zum Hinrundenabschluss einen wichtigen 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 einfahren, musste zum Rückrundenstart jedoch in den ersten drei Partien drei Niederlagen hinnehmen. Die 1:3-Niederlage gegen den TSV Havelse war zugleich das letzte Spiel von Trainer Jens Härtel, der das Team im Januar 2025 – ebenfalls im Abstiegskampf – übernommen und damals auf einen souveränen 13. Platz geführt hatte. Der erhoffte Umschwung blieb bislang jedoch auch unter dessen Nachfolger Christoph Dabrowski aus.
Der 47-Jährige trainierte zuletzt von Juli 2022 bis Dezember 2024 Rot-Weiss Essen in der 3. Liga und soll die „Veilchen“ nun vor dem Gang in die Regionalliga bewahren. In seinen ersten drei Partien holte er nach zwei Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken (0:0) und Viktoria Köln (2:2 nach 0:2-Rückstand) sowie der unglücklichen 1:2-Niederlage im Ost-Derby gegen Energie Cottbus zwei Punkte.
Ein Schwachpunkt der Auer bleibt auch im neuen Jahr die Offensive. Mit nur 28 Toren stellt man den zweitschwächsten Angriff der Liga. So konnte auch der einzige Winterneuzugang Vincent Ocansey, der per Leihe von Arminia Bielefeld kam, bislang kein Tor erzielen. Der Mittelstürmer kam in der Hinrunde zu sieben Kurzeinsätzen in der 2. Bundesliga und war zuvor in der Oberliga Westfalen sowie der Regionalliga West aktiv. Insgesamt mangelt es im Erzgebirge an einem echten Torjäger: Kein Spieler kommt auf mehr als drei Treffer. Topscorer ist Julian Guttau mit drei Toren und vier Vorlagen. Er wechselte im Sommer vom TSV 1860 München nach Aue.
Auch defensiv zeigen sich die „Veilchen“ anfällig. Mit 399 zugelassenen Schüssen verzeichnet Aue den dritthöchsten Wert der 3. Liga. Zum Vergleich: Der VfL Osnabrück kommt in dieser Statistik auf 300 zugelassene Abschlüsse und damit ligaweit auf den viertbesten Wert. Ebenfalls ausbaufähig sind die Zweikampfwerte der Auer. Mit einer durchschnittlichen Quote von 47,9 Prozent weist man den zweitschlechtesten Wert der Liga auf. Die Osnabrücker stehen hier mit 50,8 Prozent auf Rang sieben.
Die Ausgangslage
Mit Blick auf die aktuelle Formtabelle scheint die Ausgangslage vor dem Duell der beiden lila-weißen Mannschaften klar: Am Samstag treffen der Spitzenreiter der Rückrundentabelle (VfL Osnabrück) und der Vorletzte (Aue) aufeinander. Während die Osnabrücker in diesem Jahr noch ungeschlagen sind, wartet Erzgebirge Aue 2026 weiterhin auf den ersten Sieg (zwei Unentschieden, vier Niederlagen).
Auf all das will sich die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz jedoch nicht verlassen. Grundsätzlich misst der Osnabrücker Coach der Ungeschlagen-Serie keine große Bedeutung bei, wie er im Spieltagsinterview erklärte: „Unabhängig von irgendwelchen Serien müssen wir Spiele gewinnen. Es geht jetzt gar nicht darum, ob wir noch ewig lange ungeschlagen sind. Mir ist lieber, wenn wir zwischendrin auch mal ein Spiel verlieren und gewinnen dafür die nächsten beiden wieder. Ich glaube, zu viele Unentschieden darf man sich nicht leisten.“
Der 48-Jährige reist am Samstag in jenes Stadion, in dem er erstmals in seiner Trainerkarriere als Chefcoach an der Seitenlinie stand. Im September 2014 ersetzte er beim Auswärtsspiel des FC St. Pauli den damals gesperrten Cheftrainer Thomas Meggle, konnte jedoch kein Erfolgserlebnis verbuchen. Mit 0:3 verloren die Kiezkicker bei den „Veilchen“. Wenig später legte Schultz sein Amt als Co-Trainer nieder und übernahm die U19 der Braun-Weißen, ehe er zur Saison 2020/21 zum Cheftrainer der Profis ernannt wurde. In der 2. Bundesliga kam es erneut zum Duell mit dem FC Erzgebirge Aue: Nach einem 2:2 im Heimspiel gelang in der Rückrunde ein 3:1-Auswärtssieg im Erzgebirge. Allgemein ist der Chefcoach seitdem gegen die „Veilchen“ ungeschlagen (Gesamtbilanz: 2 Siege, 3 Remis, 1 Niederlage).
Seinen zweiten Sieg gegen Erzgebirge Aue feierte Timo Schultz vor wenigen Monaten mit dem VfL, als an der Bremer Brücke ein 3:1-Erfolg gelang. Den Schlusspunkt setzte damals Ismail Badjie, der einen Konter in der Nachspielzeit erfolgreich abschloss und seinen ersten Saisontreffer erzielte. Sein insgesamt fünftes Tor in der laufenden Spielzeit markierte der 20-Jährige am vergangenen Spieltag zum wichtigen 1:0 gegen Rot-Weiss Essen. Im Laufe der zweiten Halbzeit erhöhten Kapitän Jannik Müller und Kai Pröger in der Nachspielzeit auf 3:0. Nach dem höchsten Heimsieg der Saison wollen die Osnabrücker nun auch auswärts wieder dreifach punkten. Schließlich grüßt man auch in der Auswärtstabelle von der Tabellenspitze. Generell ist es Zeit für einen Auswärtssieg des VfL im Erzgebirgsstadion. Das wäre eine Premiere, denn in der 3. Liga konnten die Osnabrücker dort noch nie gewinnen (3 Remis, 1 Niederlage).
Das Personal
Bei den Gastgebern muss Trainer Christoph Dabrowski mit Maxim Burghardt (Kreuzbandriss), Can Özkan (Knie-OP) und Erik Majetschak (Bluterguss am Sprunggelenk) auf drei Akteure verzichten.
Beim VfL kann Trainer Timo Schultz aus dem Vollen schöpfen und hat einmal mehr die Qual der Wahl bei der Kadernominierung.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz lässt sich vom aktuellen Tabellenplatz der Auer nicht blenden und schätzt die Mannschaft von Christoph Dabrowski auch aufgrund ihrer fußballerischen Qualität: „Es ist ein Gegner, der sich sicherlich durch Kompaktheit, viel Energie und Aufwand, aber wenn man sich an das Hinspiel erinnert, teilweise auch durch richtig guten Fußball auszeichnet. Sie haben ein paar Spieler im Kader, die einfach auch in der 3. Liga bewiesen haben, dass sie den Unterschied ausmachen können. Deswegen sind wir gewarnt, aber auf der anderen Seite wissen wir auch, was uns stark macht und was wir bringen müssen, damit wir den Platz dort als Gewinner verlassen können. Und genau so gehen wir das Spiel auch an.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im MDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff.Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Souveräner Heimsieg – VfL setzt Ausrufezeichen im Spitzenspiel gegen Essen
Souveräner Heimsieg – VfL setzt Ausrufezeichen im Spitzenspiel gegen Essen
Dank einer von Beginn an willensstarker Leistung setzte sich der VfL Osnabrück im Spitzenspiel der 3. Liga mit einem 3:0-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen durch. Der Spielbericht.
Vier Veränderungen nahm VfL-Cheftrainer Timo Schultz im Vergleich zum 2:2-Unentschieden gegen Hansa Rostock in seiner Startaufstellung vor. So standen Frederik Christensen, Robin Fabinski, Bjarke Jacobsen und Ismail Badjie von Beginn an auf dem Rasen. Auf der Gegenseite veränderte RWE-Coach Uwe Koschinat seine Anfangsformation auf drei Positionen. Kapitän Michael Schultz, Kaito Mizuta und Tobias Kraulich ersetzten Ben Hüning, Marek Janssen und Torben Müsel, die zunächst auf der Bank Platz nahmen.
Von Beginn an merkte man den Lila-Weißen den unbedingten Siegeswillen im Spitzenduell an. Den ersten Torabschluss der Partie verzeichnete Ismail Badjie, als er nach sechs Minuten aus der zweiten Reihe auf den Kasten von Felix Wienand abzog (6‘). Der Essener Schlussmann parierte jedoch zur Ecke. Die Gäste meldeten sich erstmals nach 17 Minuten bei Lukas Jonsson an. Der Schuss von Jannik Hoffmann landete allerdings knapp am rechten Pfosten vorbei im Toraus (17‘). Danach übernahmen die Osnabrücker wieder das Spielgeschehen. Ismail Badjie forderte Keeper Wienand nach einem kurz ausgeführten Freistoß erneut mit einem Abschluss im Sechzehner heraus, doch der Schlussmann klärte abermals zum Eckstoß (31‘).
Daraufhin kamen die Gäste aus dem Ruhrpott zur ihrer besten Phase in den ersten 45 Minuten. Lukas Jonsson konnte sich dabei gleich mehrfach auszeichnen. Zunächst reagierte der Schwede stark beim Kopfball von Rios Alonso, der wenige Meter vor dem Tor im Fünfmeterraum völlig frei zum Abschluss kam. Auch beim darauffolgenden Eckball war Jonsson zur Stelle, faustete den Ball zunächst weg und parierte anschließend den Nachschuss (36‘).
Wenig später sahen die 15.022 Zuschauer an der Bremer Brücke den bis dato besten Osnabrücker Angriff. Lars Kehl legte an der Strafraumkante für Robin Meißner ab, der mit dem Ball am Fuß einen Schritt in die Gefahrenzone ging und dann abzog. Ein Essener Bein lenkte die Kugel jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (39‘). Jubeln durften die Lila-Weißen in der ersten Halbzeit dennoch. Kurz vor dem Pausenpfiff zog Robin Meißner von links alleine ab. Torwart Wienand parierte den flachen Schuss, lenkte das Spielgerät jedoch genau vor die Füße von Ismail Badjie, der vor dem leeren Kasten nur noch einschieben musste (44‘). Damit traf das Osnabrücker Eigengewächs erstmals in dieser Saison in der ersten Halbzeit. Wenige Sekunden später ging es aus Sicht des VfL mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Kabinen.
Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer an der Bremer Brücke viele hart umkämpfte Zweikämpfe. In der 58. Minute bejubelten die RWE-Anhänger den vermeintlichen Ausgleich, als Dickson Abiama den Ball im Strafraum im Tor unterbrachte. Doch sowohl Rios Alonso als auch Ruben Reisig standen beim Abschluss klar im Abseits und behinderten das Sichtfeld von Keeper Jonsson (58‘). Regelkonform jubeln durften stattdessen nach 70 Minuten erneut die Anhänger des VfL. Nach einem Eckball brachte Kehl den Ball im zweiten Anlauf nochmals scharf in den Strafraum. Der anschließende Abschluss von Fridolin Wagner wurde zwar von Tobias Kraulich geblockt, doch die Kugel prallte vor die Füße des aufgerückten Jannik Müller. Der Kapitän zögerte nicht lange und vollendete zum 2:0 (70‘).
Dass der VfL am Samstagnachmittag erneut zu Null spielte, lag auch an Lukas Jonsson, der in der 83. Minute mit einer Doppelparade das Publikum an der Brücke aufspringen ließ. Einen Schuss von Ruben Reisig parierte er stark und war auch beim Nachschuss des eingewechselten Torben Müsel zur Stelle (83‘). Den Schlusspunkt setzte auf der Gegenseite Kai Pröger. Der in der 63. Minute ins Spiel gekommene Offensivmann vollendete den Steilpass von Robin Fabinski mit einem satten Schuss ins rechte obere Eck und feierte damit vor der Ostkurve nicht nur den 3:0-Endstand, sondern auch seinen ersten Treffer im Dress des VfL (90+2‘).
Wenig später war die Partie beendet. Mit dem 3:0-Heimsieg baut der VfL nicht nur seine Ungeschlagen-Serie im neuen Jahr aus, sondern springt mit nun 46 Punkten – mindestens bis morgen Nachmittag – auch auf den zweiten Tabellenplatz. In der Liga geht es am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue weiter (Anpfiff: 14:00 Uhr). Zuvor steht für die Mannschaft von Timo Schultz am morgigen Sonntag jedoch noch ein Testspiel an.
Kurzfristiges Testspiel in Nordhorn: VfL trifft auf SSV Jeddeloh II
Kurzfristig wurde für den morgigen Sonntag (22. Februar) ein Testspiel gegen den Regionalligisten SSV Jeddeloh II vereinbart. Ausgetragen wird die Partie um 12:00 Uhr auf der Sportanlage des SV Vorwärts Nordhorn (Immenweg 93, 48531 Nordhorn).
Wer sich die Partie ansehen möchte, ist in Nordhorn herzlich willkommen. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Vollzahlertickets können an der Tageskasse (öffnet um 10:45 Uhr) für 5,00 Euro erworben werden, ermäßigte Eintrittskarten sind für 3,00 Euro erhältlich. Ein Livestream wird nicht angeboten.
Tore:
1:0 (Badjie 44‘), 2:0 (Müller 70‘), 3:0 (Pröger 90+2‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, J. Müller, Wiemann – P. Kammerbauer, F. Christensen (Lesueur 90+1‘), F. Wagner (Tesche 90+1‘), B. Jacobsen, Badjie (Pröger 63‘), Kehl (Henning 82‘) – R. Meißner (Kania 90+2‘)
Rot-Weiss Essen:
Wienand – Rios Alonso, Schultz (Müsel 73‘), Kraulich – Hofmann, Brumme, Gjasula, Reisig, Safi (Obuz 63‘), Mizuta (Cuber Potocnik 73‘) – Abiama (Janssen 63‘)
VfL empfängt formstarke Essener zum Spitzenspiel an der Brücke
Am Samstag empfängt der VfL Osnabrück an der Bremer Brücke Rot-Weiss Essen (Anpfiff: 14:00 Uhr). Die Gäste reisen mit viel Selbstbewusstsein und der derzeit längsten Ungeschlagen-Serie der Liga in die Hasestadt. Doch auch die Lila-Weißen sind in Topform und wollen mit einem Sieg den Tabellennachbarn auf Distanz halten. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit Rot-Weiss Essen gastiert ein Traditionsverein in Osnabrück, der seit vier Jahren wieder fester Bestandteil der 3. Liga ist. Nach mehreren vergeblichen Anläufen in der Regionalliga West haben sich die Rot-Weissen im Profifußball etabliert und peilen grundsätzlich die Rückkehr in die 2. Bundesliga an, in der man zuletzt in der Saison 2006/07 spielte. Entsprechend aktiv zeigte sich RWE im Winter auf dem Transfermarkt und verpflichtete mit Ruben Reisig (TSG Hoffenheim II), Ben Hüning (Borussia Dortmund II) und Torhüter Tino Casali (SCR Altach) drei Spieler fest. Zudem nahm man leihweise Danny Schmidt (Fortuna Düsseldorf) und Dickson Abiama (1. FC Kaiserslautern) unter Vertrag. Letzterer überzeugte bei seinem Debüt direkt mit zwei Treffern nach Einwechslung und sicherte so einen Punkt beim 3:3-Unentschieden gegen Alemannia Aachen.
Dass die Essener so zahlreich auf dem Transfermarkt aktiv waren, liegt auch daran, dass mit Ahmet Arslan (Sydney FC) und Tom Moustier (Estrela Amadora) zwei absolute Leistungsträger der Hinrunde den Verein im Winter verließen. Trainer Uwe Koschinat nutzte das Wintertrainingslager im türkischen Lara bei Antalya also nicht nur für taktische Verbesserungen, sondern auch für Teambuilding-Maßnahmen. Generell zeigen sich die Essener im Saisonverlauf taktisch flexibel. So wechselt man regelmäßig zwischen einem 4-2-3-1- und einem 3-4-2-1-System. Konstanz zeigt unter anderem José Enrique Ríos Alonso, der in dieser Saison bislang keine Minute verpasst hat und damit zu einem von nur vier Feldspielern ligaweit gehört, die jede Minute auf dem Platz standen.
Die Ausgangslage
Mit Rot-Weiss Essen trifft der VfL am Wochenende auf eine der formstärksten Mannschaften der Liga. So ist die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat seit dem 15. Spieltag, als man mit 2:3 gegen Energie Cottbus verlor, ungeschlagen. Damit hält man mit neun ungeschlagenen Spielen in Folge die längste Serie der Liga. Ebenfalls in bestechender Form befindet sich der Toptorschütze des Teams, Marek Janssen. Der 28-Jährige erzielte in dieser Saison bereits neun Tore. Zwar hat der Mittelstürmer in den letzten zwei Partien nicht getroffen, war aber seit dem 19. Spieltag ununterbrochen an mindestens einem RWE-Tor pro Spiel direkt beteiligt. Topscorer der Essener ist mit sieben Toren und sieben Vorlagen Kaito Mizuta. Allgemein sind die Rot-Weissen in der Offensive breit aufgestellt: 17 unterschiedliche Torschützen sind Ligahöchstwert.
Besonders gefährlich ist RWE dabei in der Luft. Mit insgesamt zehn Kopfballtoren erzielte man die zweitmeisten der Liga. Im Vergleich dazu kommt der VfL bislang auf sechs Treffer per Kopf. Topwerte weisen die Essener auch in den Zweikampfwerten auf. Mit einer Quote von 51,8 Prozent gewonnener Duelle rangiert man im Ligavergleich ebenfalls auf Platz zwei. Die Osnabrücker stehen mit einem Wert von 50,9 Prozent auf Rang sechs. Auffällig ist zudem die Mentalität der Essener: Mit 14 Punkten holte kein Team mehr Zähler nach Rückstand, nach eigener Führung blieb RWE bislang ohne Niederlage.
Aber auch der VfL Osnabrück befindet sich im neuen Jahr in Topform. Denn auch die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz ist in der Rückrunde noch ungeschlagen. Damit treffen am Samstag zwei der acht Mannschaften im deutschen Profifußball aufeinander, die im Jahr 2026 noch keine Niederlage einstecken mussten. Ähnlich sind sich die beiden Teams auch im Spielverlauf. So blühen beide Mannschaften vor allem in der zweiten Halbzeit auf. Die Lila-Weißen stehen in der Tabelle der zweiten Halbzeit mit 41 Punkten und einem Torverhältnis von 24:14 hinter dem SC Verl auf dem 2. Platz. Gefolgt werden sie in dieser Wertung von Rot-Weiss Essen, das punktgleich, aber mit einem Torverhältnis von 30:23, auf Rang drei steht. Ein Faktor für diesen Leistungsunterschied nach Wiederanpfiff sind auch die Einwechselspieler beider Mannschaften.
Ein goldenes Händchen bewies Timo Schultz zuletzt auch mit der Einwechslung von Bernd Riesselmann, der in Rostock kurz vor dem Ende den wichtigen Ausgleich zum 2:2-Endstand erzielte. Bereits elfmal führten die Joker von Timo Schultz in dieser Saison zu Torerfolgen. Insgesamt tätigte der 48-Jährige mit 117 Wechseln (Nico Willig ebenfalls 117) die meisten der Liga. Auf Essener Seite brachte Uwe Koschinat in dieser Spielzeit bereits 23 Torbeteiligungen von der Bank in die Partie ein.
Auch interessant: Neben Bernd Riesselmann standen am vergangenen Wochenende im Ostseestadion mit Kevin Wiethaup und Ismail Badjie zwei weitere VfL-Eigengewächse auf dem Platz. Zusammen mit Yigit Karademir, der ebenfalls im Nachwuchsleistungszentrum der Lila-Weißen ausgebildet wurde, kommen die vier nun auf insgesamt 100 Drittligaeinsätze.
Seinen insgesamt 18. Drittligaeinsatz feierte am vergangenen Samstag Kai Pröger, der bei seinem Ex-Verein zum zweiten Mal in dieser Spielzeit in der Startaufstellung stand. Mit der Partie gegen Rot-Weiss Essen erwarten den gebürtigen Wilhelmshavener nun innerhalb einer Woche zwei Aufeinandertreffen mit alten Bekannten. So lief der Offensivallrounder von Sommer 2017 bis Januar 2019 in insgesamt 60 Spielen für Rot-Weiss Essen auf. Dabei erzielte er 18 Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den Brückentag für ihn: „Es ist schon etwas Besonderes. Ich hatte in Essen eine schöne Zeit und habe auch mit den Fans ein tolles Verhältnis gehabt. Ich habe mich allgemein superwohl gefühlt in Essen. Deswegen ist es immer etwas Besonderes, wenn man gegen einen alten Verein spielt.“
Das Personal
Wie schon in den vergangenen Wochen muss RWE-Trainer Uwe Koschinat auch am Samstag auf Torwart Jakob Golz verzichten, der seit Anfang des Monats aufgrund eines Innenbandrisses im Knie ausfällt. Zudem verletzte sich unter der Woche Stürmer Jannik Mause im Training am Arm und ist für die Partie an der Bremer Brücke somit fraglich.
Beim VfL kehrte der zuletzt mit Rückenproblemen ausgefallene Bjarke Jacobsen vollumfänglich ins Mannschaftstraining zurück. Somit ist der Däne, genau wie alle anderen VfL-Spieler, wieder eine Option für das Spitzenspiel am Samstag.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz richtete im Spieltagsinterview den Blick in der wie gewohnt zunächst auf die eigene Mannschaft, ist sich aber über die Stärken der Essener bewusst: „Grundsätzlich denken wir immer von uns weg und schauen was wir gut gemacht haben in den Spielen. Essen ist die Mannschaft, die erst dreimal verloren hat und somit die Mannschaft mit den wenigsten Niederlagen. Sie haben eine physisch extrem starke und erfahrende Mannschaft. Ich denke sie werden bis zum Ende da oben bleiben und um den Aufstieg mitspielen. Aber wir spielen zu Hause und wollen das Spiel gewinnen.“
Auch Kai Pröger stellte, angesprochen auf seinen Ex-Verein, die enormen Qualitäten der Mannschaft heraus. „Essen hat eine brutale Qualität als Team, aber auch der Einzelspieler. Sie haben sich zur Rückrunde noch etwas von den Spielertypen und dem Spielstil verändert. Ich glaube da können wir schon was erwarten, denn sie sind auch gut drauf.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR und WDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar. Wer live im Stadion dabei sein möchte, hat noch die Möglichkeit, sich einen der vereinzelten Sitzplätze oder einen Steher für die Dieckmann-Westkurve im Online-Ticketshop zu buchen – natürlich nur solange der Vorrat reicht.
Dank Riesselmanns spätem Ausgleich: VfL holt Punkt in Rostock
In einer hitzigen Partie trennte sich der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag vom F.C. Hansa Rostock mit 2:2. Dabei kämpften sich die Lila-Weißen nach zweimaligem Rückstand jeweils zurück und erzielten wenige Minuten vor Schluss durch Bernd Riesselmann den wichtigen Ausgleich. Der Spielbericht.
In seiner Startaufstellung nahm Cheftrainer Timo Schultz im Vergleich zum Heimsieg gegen den TSV Havelse eine Veränderung vor. Kai Pröger rückte für den erkrankten Luc Ihorst neu in die Anfangsformation. Zudem stand Robin Fabinski erstmals im Kader. Auf der Gegenseite nahm Trainer Daniel Brinkmann zwei Änderungen in seiner Startelf vor: Maximilian Krauß und Leon Reichardt ersetzten Lukas Kunze (Bank) und Viktor Bergh (Gelbsperre).
Die Gastgeber starteten mit viel Ballbesitz in die Partie und versuchten früh, Druck aufzubauen. Der VfL verteidigte zunächst kompakt und setzte auf Umschaltmomente. Die erste gute Möglichkeit gehörte dennoch den Lila-Weißen: Nach einer Kopfballablage von Fridolin Wagner kam Robin Meißner aus rund elf Metern zum Abschluss, zielte jedoch zu ungenau, sodass FCH-Keeper Benjamin Uphoff den Ball ohne Probleme aufnehmen konnte (13‘). Die Rostocker gingen dagegen mit ihrer ersten klaren Offensivaktion in Führung. Andreas Voglsammer behauptete auf der rechten Seite einen langen Ball und legte für Mittelstürmer Emil Holten ab, der aus kurzer Distanz einschob und die „Kogge“ in Führung brachte (18‘). In der Folge agierten die Rostocker selbstbewusster und wurden aktiver. Wenige Augenblicke später setzte sich Maximilian Krauß auf der linken Außenbahn gegen Theo Janotta durch, ging allein auf das Tor zu, traf mit seinem Abschluss jedoch nur den rechten Pfosten (22‘). Der VfL ließ sich davon nicht beeindrucken und arbeitete sich zunehmend zurück ins Spiel.
Für ihren Aufwand belohnten sich die Lila-Weißen schließlich in der 38. Minute. Lars Kehl steckte am Sechzehner überlegt auf Robin Meißner durch, der sich drehte und flach in die lange Ecke zum 1:1-Ausgleich traf (38‘). Damit erzielte der 26-Jährige gegen seinen Ex-Verein sein achtes Saisontor. Mit dem gerechten Unentschieden ging es wenig später in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung umkämpft. VfL-Chefcoach Timo Schultz brachte mit Frederik Christensen und Robin Fabinski zwei frische Kräfte. Viele Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten zunächst das Bild der zweiten Halbzeit, klare Torchancen blieben Mangelware. Der VfL übernahm zunehmend die Spielkontrolle, musste jedoch in der 71. Minute erneut einen Rückschlag hinnehmen. Adrien Lebeau setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente Voglsammer, der aus 15 Metern mit links zur erneuten Führung für Rostock einschoss (71‘). Doch auch nach dem erneuten Rückschlag bewiesen die Osnabrücker Moral und ließen den Kopf nicht hängen. Die Einwechslungen von Ismail Badjie (68‘), Bernd Riesselmann und Julian Kania (beide 81‘) brachten in der Offensive noch einmal frische Impulse. Der Durchbruch gelang schließlich nach einem langen Einwurf: Robin Meißner hatte auf der rechten Seite viel Platz und spielte den Ball flach in die Mitte. Dort stand Bernd Riesselmann goldrichtig und schob zum 2:2 durch die Beine von Torwart Uphoff ins Netz (87‘). Damit erzielte das 20-jährige VfL-Eigengewächs nicht nur den wichtigen Ausgleich, sondern auch seinen Premierentreffer für die Profis der Osnabrücker.
In der anschließenden fünfminütigen Nachspielzeit drängten beide Teams auf den Siegtreffer, zwingende Aktionen blieben jedoch aus. So nahmen die Lila-Weißen einen Punkt mit auf die Heimreise und bleiben auch im fünften Spiel der Rückrunde ungeschlagen. Diese Serie soll in der kommenden Woche fortgesetzt werden, wenn an der heimischen Bremer Brücke am Samstag, 21. Februar, Rot-Weiss Essen empfangen wird (Anpfiff: 14:00 Uhr). Für das Duell der beiden Aufstiegsaspiranten sind noch Steh- und Sitzplatztickets im Online-Ticketshop erhältlich.
Tore:
1:0 (Holten 18‘), 1:1 (Meißner 38‘), 2:1 (Voglsammer 71‘), 2:2 (Riesselmann 87‘)
Aufstellungen:
F.C. Hansa Rostock:
Uphoff – Mejdr, Gürleyen, Carstens, Reichardt (Lebeau 59‘) – M. Schuster, Krauß (Dietze 76‘), Fatkic, Harenbrock (Neidhart 59‘) – Voglsammer (Pfanne 76‘), Holten (Hummel 90‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Janotta (Fabinski 46‘), Müller, Wiemann – Kammerbauer (Riesselmann 81‘), Wiethaup, Wagner, Lesueur (Christensen 46‘), Pröger (Badjie 68‘), Kehl (Kania 81‘) – Meißner
Topspiel an der Ostsee: VfL zu Gast beim F.C. Hansa Rostock
Am Samstag trifft der VfL Osnabrück im Ostseestadion auf den F.C. Hansa Rostock (Anpfiff: 14:00 Uhr). Im Duell zweier defensivstarker Mannschaften wollen die Lila-Weißen die nächsten wichtigen Punkte im Aufstiegsrennen einfahren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Der Traditionsverein aus Mecklenburg-Vorpommern feierte jüngst Vereinsjubiläum. So wurde der Fußballclub Hansa Rostock e.V. am 28. Dezember 1965 mit der Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem SC Empor Rostock gegründet und ist somit seit 60 Jahren Bestandteil der deutschen Fußballkultur. Seit zwei Jahren spielt die „Kogge“ nach dem Abstieg wieder in der 3. Liga und möchte schnellstmöglich in die 2. Bundesliga zurückkehren. Mit aktuell 39 Punkten auf Platz sechs beträgt der Abstand auf den ersten direkten Aufstiegsplatz vier Zähler. Damit sich dieser im Laufe der Rückrunde weiter verkürzt, verstärkte man sich im Winter mit Ex-Osnabrücker Lukas Kunze. Der 27-Jährige ist von Arminia Bielefeld ausgeliehen und lief zwischen 2021 und 2024 insgesamt 104-mal für die Lila-Weißen auf. Kunze war Teil der Aufstiegsmannschaft der Saison 2022/23 und gewann zudem den Landespokal Niedersachsen mit dem VfL. Für die Rostocker blieb er der einzige Winterneuzugang.
Auf der Abgangsseite sorgten die Hanseaten insbesondere am Deadline Day für Schlagzeilen: Toptalent Ryan Naderi wechselte für die Rekordablösesumme von 5,5 Millionen Euro zu den Glasgow Rangers – kein anderer Spieler der 3. Liga erzielte bislang einen höheren Transfererlös. Mit acht Treffern und vier Vorlagen war der Flügelspieler bis zu seinem Wechsel Topscorer des F.C.H. Neben diesem sportlich schmerzhaften Abgang für Trainer Daniel Brinkmann wurden Dario Gebuhr (Chemnitzer FC) und Tim Krohn (Rot-Weiß Oberhausen) für mehr Spielpraxis in die Regionalliga verliehen. Zudem verließ Dominik Lanius den Verein ablösefrei in Richtung FC Bocholt.
Die Bilanz der Lila-Weißen gegen die Rostocker fällt in der jüngeren Vergangenheit weniger positiv aus. Der letzte VfL-Sieg liegt fast neun Jahre zurück, der letzte Punktgewinn im Ostseestadion ist auf den 15. Oktober 2016 datiert. Damals gewann das von Joe Enochs trainierte VfL-Team durch Treffer von Tobias Willers und Kwasi Wriedt mit 2:1. Beim vorletzten Auswärtsspiel an der Ostsee entschied ausgerechnet Kai Pröger – damals noch im Trikot der Rostocker – die Partie: Nachdem er zunächst per Strafstoß an Lennart Grill gescheitert war, verwandelte er den Nachschuss in der 67. Minute zum 2:1-Endstand. Die Flanke vor dem strafbaren Handspiel von Maxwell Gyamfi schlug Kevin Schumacher, der von 2021 bis 2025 insgesamt 114 Partien für den F.C. Hansa absolvierte und im Sommer von der Ostsee in die Hasestadt zum VfL wechselte.
Eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte gibt es am Samstag auch für Robin Meißner: Der Offensivspieler lief in der Rückrunde der Saison 2021/22 als Leihgabe vom Hamburger SV für Hansa auf und erzielte in acht Spielen einen Treffer. „Es war eine schöne Zeit, als wir damals den Klassenerhalt geschafft haben. Persönlich und spielerisch lief es dann doch nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber trotzdem freue ich mich auf das Stadion. Ein oder zwei Spieler, mit denen ich zusammengespielt habe, sind auch noch da“, blickte Meißner selbst im Spieltagsinterview auf seine Zeit bei Hansa Rostock zurück.
Die Ausgangslage
Ein Blick auf die Statistik unterstreicht die Qualität der Gastgeber. Mit 389 Torschüssen stellt Hansa den ligaweiten Höchstwert. Gleichzeitig weisen die Rostocker mit 53,3 Prozent den drittbesten Ballbesitzwert der Liga auf. Auch bei Standardsituationen kann die „Kogge“ gefährlich werden: 159 zugesprochene Ecken sind ebenfalls Ligaspitze. Im Vergleich zum Hinspiel hat Trainer Daniel Brinkmann das System von einer 3-4-2-1- auf eine 4-3-2-1-Formation umgestellt. Die Umstellung zahlte sich aus: Während Hansa in den ersten acht Spieltagen im alten System lediglich zwei Siege einfuhr, spielte sich die Mannschaft mit Viererkette in einen Lauf und blieb zwölf Spiele in Serie ungeschlagen. Vor zwei Wochen endete die Erfolgsserie jedoch, als man im heimischen Ostseestadion dem FC Ingolstadt mit 0:3 unterlag. Am vergangenen Wochenende kam die Mannschaft bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim nicht über ein 2:2 hinaus. Nach einer 2:0-Führung nach rund einer Stunde kassierten die Rostocker in der 88. Minute durch Deniz Zeitler noch den Ausgleich.
Defensiv treffen am Samstag die beiden besten Abwehrreihen der Liga aufeinander. Rostock kassierte bislang 25 Gegentore, der VfL sogar nur 22. Zudem gehören beide Teams zu den zweikampfstärksten Mannschaften der 3. Liga: Hansa gewinnt 51,7 Prozent seiner Duelle (Platz vier), der VfL kommt auf 51 Prozent (Platz sechs). Auch bei den zugelassenen Torschüssen zählen beide zu den Topteams – Rostock liegt mit 254 Schüssen (gleichauf mit Verl) an der Spitze, Osnabrück folgt mit 277 auf Rang vier. Ein Torspektakel ist am Wochenende also nicht zwingend zu erwarten. Schließlich blieb auch historisch in 12 der bislang 26 Duelle mindestens ein Team ohne eigenen Treffer.
In der Luft suchen die Hanseaten häufig den Abschluss: 69 Kopfballtorschüsse bedeuten Platz zwei in der Liga, allerdings resultierten daraus bislang sieben Treffer. Der VfL kommt auf 49 Kopfballabschlüsse und erzielte sechs Tore per Kopf. Mit Blick auf individuelle Werte fällt zudem Marco Schuster auf, der mit 276,4 abgespulten Kilometern als laufstärkster Spieler der Liga gilt.
Die Lila-Weißen reisen indessen mit viel Selbstbewusstsein in die Hansestadt. Schließlich ist die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz im neuen Jahr weiterhin ungeschlagen. Mit drei Siegen und einem Unentschieden gehört man zusammen mit dem FC Ingolstadt und dem SV Wehen Wiesbaden zu den formstärksten Teams der 3. Liga. Zuletzt feierte der VfL einen 2:0-Heimsieg gegen den TSV Havelse. Dabei unterstrich Stürmer Robin Meißner mit einem Tor und einer Vorlage seine bestechende Form. Mit 73 Abschlüssen gehört der 26-Jährige ohnehin zu den aktivsten Offensivspielern der Liga und belegt in dieser Statistik Rang drei im ligaweiten Vergleich. An fünf der bislang sieben Rückrundentreffer war Meißner (zwei Tore, drei Vorlagen) direkt beteiligt. An diesen Lauf möchte die Leihgabe von Dynamo Dresden, der seit ihrer Ankunft beim VfL in allen Spielen in der Startelf stand, auch am Samstag bei seinem Ex-Verein anknüpfen.
Das Personal
Bei den Gastgebern fallen mit Milosz Brzozowski (Trainingsrückstand), Paul Stock (Muskelbündelriss) und Viktor Bergh (Gelbsperre) drei Spieler für die Partie am Samstag aus.
Beim VfL trainierte unter der Woche Bjarke Jacobsen weiterhin individuell, stieg am Donnerstag jedoch wieder voll ins Mannschaftstraining ein und ist somit für Samstag wieder eine Option. Fraglich bleibt dagegen ein Einsatz von Luc Ihorst, der am Donnerstag krankheitsbedingt fehlte.
Stimmen zum Spiel
Cheftrainer Timo Schultz verriet im Spieltagsinterview am Donnerstagvormittag was für einen Gegner er am Samstag erwartet: „Es ist eine sehr physisch starke Mannschaft. Gerade zu Hause agieren sie mit einer hohen Wucht. Wir müssen uns auf jeden Fall auf viel Hektik einstellen. Es ist eine Truppe, die viele Spieler in ihren Reihen hat, die schon in der ersten oder zweiten Liga gespielt haben. In dieser Hinsicht sind sie sicherlich das Nonplusultra der Liga. Und trotzdem haben wir jetzt schon drei Punkte Vorsprung und die Rostocker wissen auch, wenn sie gegen uns verlieren, sind es sechs. Das ist dann schon mal eine Ansage.“
Und auch Stürmer Robin Meißner erwartet einen Topgegner, vor dem er uns seine Mitspieler aber keineswegs zurückschrecken: „Sie haben sehr viel Qualität, gerade individuell, aber auch bei Standards. Wir wissen, was auf uns zukommt, wenn Hansa mit solcher Wucht spielt. Aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben viel Selbstvertrauen, fahren dorthin und wollen natürlich auch gewinnen.“
Dieses Selbstverständnis legt auch Coach Timo Schultz an den Tag und hat am Wochenende ein klares Ziel vor Augen. „Wir sind gut drauf. Wir wollen die drei Punkte holen, egal wo wir spielen. Das ist unser Anspruch. Und ich sehe meine Mannschaft auch in der Lage in Rostock zu bestehen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken und am Ende den Platz als Sieger zu verlassen.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.










































































