Aktuelles Spiel

Heimspiel
VfL Osnabrück
5'
Klaas
1:0
1
:
5
1. FC Magdeburg
7'
Conteh
1:1
49'
Ceka
1:2
57'
Rorig
1:3
62'
Kwarteng
1:4
73'
Bell Bell
1:5
Sa. 14.05.2022 Anstoß: 13:30 Uhr | Schiedsrichter: Bastian Dankert
Zuschauer: 15387 Zuschauer

match-center

Finale gegen den Meister

Der 1. FC Magdeburg war in dieser Drittliga-Saison das Maß aller Dinge und steigt verdientermaßen in die 2. Bundesliga auf. Der letzte Auftritt des Meisters findet am Samstag (Anstoß: 13.30 Uhr) an der Bremer Brücke statt, wo die Lila-Weißen noch ein wichtiges Saisonziel erreichen wollen.

Weder der absehbare noch der schließlich feststehende Aufstieg konnte den Magdeburger Siegeszug bremsen. Vier der letzten fünf Spiele wurden gewonnen, am vergangenen Wochenende demontierte der Meister die stark eingeschätzten Münchner Löwen mit 4:0. Auf den VfL wartet also eine denkbar schwere Aufgabe, auch wenn die Gäste auf ihren vielleicht wichtigsten Leistungsträger verzichten müssen. Baris Atik, der mit weitem Abstand beste Scorer der Liga (19 Tore, 22 Assists) sah im Spiel gegen die Löwen seine zehnte gelbe Karte und muss in Osnabrück pausieren.

Magdeburg hat in der laufenden Saison die meisten Spiele gewonnen (23) und die wenigsten verloren (6), überdies mehr Treffer erzielt als jedes andere Team in Liga 3 (78) und im eigenen Stadion 43 von 54 möglichen Punkten geholt. Viel mehr geht kaum. Der DFB sparte sich denn auch das Fan-Voting bei der Wahl zum „Trainer des Jahres“, nachdem bereits 33 von 38 Kapitänen und Trainern für Christian Titz gestimmt hatten.
Vor Saisonbeginn sah das noch anders aus. Damals hatten nur sechs Übungsleiter die Magdeburger auf der Rechnung, als sie nach den Aufstiegsfavoriten der kommenden Spielzeit gefragt wurden.

Taktisches

Christian Titz bevorzugt ein 4-3-3-System, das gegebenenfalls zu einer 4-3-1-2- oder 4-3-2-1-Formation variiert wird. Die Sperre von Baris Atik wird sicher nicht ohne Folgen bleiben, allerdings haben die Magdeburger viele personelle Alternativen und mit Jason Ceka (10) und Luca Schuler (12) noch zwei weitere Torschützen, die bereits zweistellig trafen.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

Der 1. FC Magdeburg ist nicht gerade der Lieblingsgegner der Lila-Weißen. Sieben von elf Begegnungen gingen bislang an die Kicker aus Sachsen-Anhalt. Der VfL konnte nur drei Partien gewinnen. Anders als die Magdeburger können die Osnabrücker am Samstag aber noch ein wichtiges Saisonziel erreichen. Der vierte Tabellenplatz, um den es ein Fernduell mit 1860 München und Waldhof Mannheim geben wird, berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal 2022/23.

Es wird also noch einmal hochgradig spannend und auch richtig voll an der Bremer Brücke! Wer live dabei sein möchte, sollte sich jetzt seine Eintrittskarten sichern: www.vfl.de/tickets

Spieltag: 14.05.2022, 13.30 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNFCM

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Lukas Gugganig
10
Oliver Wähling
13
Lukas Kunze
17
Felix Higl
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
25
Emeka Oduah
26
Sebastian Klaas
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
21
Laurenz Beckemeyer
 ETW
7
Sören Bertram
8
Ulrich Taffertshofer
9
Andrew Wooten
11
Ba-Muaka Simakala
24
Manuel Haas
29
Davide-Jerome Itter
39
Yigit Karademir
1. FC Magdeburg
Spielaufstellung
30
Noah Kruth
 TW
5
Tobias Müller
8
Sebastian Jakubiak
10
Moritz Kwarteng
15
Henry Rorig
17
Sirlord Conteh
19
Leon Bell Bell
20
Julian Rieckmann
22
Tim Sechelmann
26
Jan-Luca Schuler
37
Tatsuya Ito
 
Ersatzbank
1
Dominik Reimann
 ETW
2
Tobias Knost
6
Adrian Malachowski
7
Luka Sliskovic
13
Connor Krempicki
14
Maximilian Franzke
16
Andreas Müller
21
Jason Ceka
27
Korbinian Burger

Klatsche zum Saisonabschluss

Letzter Spieltag, beste äußere Bedingungen, ein ausverkauftes Stadion, zu Gast war Drittliga-Meister 1. FC Magdeburg. Hier kommt unser Spielbericht.

Das Hinspiel im Dezember endete mit einer knappen 1:2 Niederlage in der MDCC-Arena, Kunze hatte für den VfL zwischenzeitlich ausgeglichen, Baris Atik setzte den Schlusspunkt unter eine rassige Partie. Jener Atik, bester Scorer der Liga, fehlte heute in Osnabrück. VfL-Cheftrainer Daniel Scherning vertraute erneut seinem favorisierten 4-3-3 System mit Heider, Higl und Oduah in der Angriffsreihe. Schiedsrichter der Partie war Bastian Dankert.

Zum Einlauf bildeten beiden Teams ein Spalier für VfL-Torwarttrainerlegende Rolf „Rollo“ Meyer, der am heutigen Tage aus seiner aktiven Zeit verabschiedet wurde. Symbolisch erhielt er von VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling sein persönliches VfL-Steckenpferd. Die aktive Fanszene hatte ihm zu Ehren eine Choreografie mit einem großen Spruchband „Danke Rolf ‚Rollo‘ Meyer“ und seinem Konterfei. Mit Papptafeln wurde in der Kurve zudem eine große „1“ geformt.

Das Spiel selbst brauchte so gut wie keine Anlaufzeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Bereits in der 6. Minute brachte Klaas die Lila-Weißen in Führung: Heider und Wähling hatten gut zusammengespielt, Wähling brachte die Kugel zu Klaas in der Mitte, der nur noch einschieben musste.

Die Führung hatte allerdings nur knapp zwei Minuten Bestand: Conteh war der VfL-Hintermannschaft auf der rechten Seite entwischt, lief auf und davon und blieb auch vor dem rausstürmenden Kühn eiskalt, traf flach zum 1:1 Ausgleich.

Danach blieb die Schlagzahl auf dem Rasen hoch, das Geschehen verlagerte sich aber mehr ins Mittelfeld. In der 20. Minute wieder einmal eine Gelegenheit. Aus dem Zentrum hatte Klaas auf Higl abgelegt. Sein flacher Schuss aus der Halbdistanz zischte am langen Pfosten vorbei. Wenig später versuchte er es erneut aus der Distanz, dieses Mal geriet der Versuch zu hoch.

In der 35. Minuten atmete das ganze Stadion kollektiv durch, als Magdeburgs Ito sich in den Sechzehner dribbelte, abschloss und der Ball, leicht abgefälscht, an den rechten Pfosten und von dort ins Toraus trudelte. Kühn im Tor wäre machtlos gewesen.

In der Schlussphase der ersten Hälfte machten die Gäste nochmal ordentlich Druck, aber die Osnabrücker Abwehr warf sich gemeinschaftlich in alles, was vor ihr auftauchte. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Christian Titz wechselte zur zweiten Hälfte gleich drei Mal, der eingewechselte Ceka brauchte nur eine gute Minute, bevor er für den FCM die erneute Führung herstellte. Der VfL überließ ihm zu viel Platz, er nahm sich ein Herz aus rund 18 Metern und traf trocken zum 1:2 ins obere Eck. Bitterer Beginn der zweiten Halbzeit. Daniel Scherning zog seine erste Wechseloption in der 53. Minute als Itter und Simakala für Traoré und Oduah kamen.

Die 58. Minute kippte das Spiel, denn Verteidiger Rorig tauchte im Gewühl des Osnabrücker Strafraums auf und traf aus der zweiten Reihe mit einer strammen Abnahme zum 1:3 aus Osnabrücker Sicht. In der 62. Minute ließ Kwarteng dann sogar noch das 1:4 folgen, als eine Flanke mustergültig auf seinem Kopf landete und Kühn zwar die richtige Ecke ahnte, letztendlich aber keine Chance mehr zur Abwehr hatte.

In der 73. gab es noch einen Gegentreffer: Bell Bell legte aus dem Zentrum auf Kwarteng und die rechte Bahn ab. Magdeburgs Nummer 19 nahm den Ball direkt und der schlug hinter Kühn im langen Eck ein.

In der 78. Minute mal wieder eine gute Szene des VfL: Simakala setzte sich vorn durch, zog flach ab – aber wieder hauchdünn am (linken) Pfosten vorbei. Sie wollten, aber es klappte einfach zu wenig…

So blieb es beim 1:5, ein trauriger Abschluss zum Saisonende – aber es geht immer weiter! Oder wie die Ostkurve sang: „….VfL, wir sind da, jedes Spiel, ist doch klar! 3. Liga tut so weh, scheissegal – VfL!“

Aufstellungen:

VfL: Kühn – Traoré (Itter, 53.), Trapp, Gugganig, Kleinhansl (Haas, 68.) – Kunze, Klaas (Bertram, 88.), Wähling – Heider, Higl (Taffertshofer, 68.), Oduah (Simakala, 53.)

Magdeburg: Kruth – Bell Bell, Sechelmann (Burger, 72.), Müller, Rorig (Malachowski, 72.) – Jakubiak (Krempicki, 46. ), Kwarteng, Rieckmann (Müller, 46.) Conteh (Ceka, 46. ), Ito, Schuler

Verwarnungen:

VfL: Kunze (33.), Gugganig (40.), Heider (45.)

Magdeburg: Rieckmann (31.)

Ecken:

VfL: 2

Magdeburg: 4

Zuschauer: 15.387 (ausverkauft)