Archives Match-Center Beiträge
Knappe Niederlage im letzten Test vor dem Saisonstart
Der VfL Osnabrück hat im letzten Testspiel vor dem Saisonstart eine knappe Niederlage gegen den Bundesligaabsteiger Holstein Kiel hinnehmen müssen. Erneut stand die lila-weiße Defensive weitestgehend stabil, kassierte aber dennoch durch einen Distanzschuss den entscheidenden Treffer des Tages. Der Spielbericht.
Cheftrainer Timo Schultz musste im letzten Testspiel der Sommervorbereitung einzig auf die angeschlagenen Ismail Badjie und Lion Semic verzichten. Die Anfangsformation veränderte der 47-Jährige im Vergleich zum vorherigen Testspiel gegen die Zweitvertretung des SV Werder Bremen (2:2) nur auf einer einzigen Position. So ersetze Yigit Karademir in der Defensive den Sommerneuzugang Robin Fabinski, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Bei sommerlichen Temperaturen um die 24 Grad pfiff Schiedsrichter Timon Schulz vor über 2.600 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke die Partie, welche in viermal 30 Minuten ausgetragen wurde, pünktlich um 13:30 Uhr an.
Schon in den Anfangsminuten zeigte sich der VfL Osnabrück offensiv vor allem über die linke Außenbahn in Person von Frederik Christensen und David Kopacz sehr aktiv. So auch nach einer guten Viertelstunde als Christensen den Polen mit einem sehenswerten Pass in Richtung Kieler Tor schickte und dieser den Ball in den Sechzehner flankte. Dort suchte Stürmer Bernd Riesselmann den Torabschluss, als die Kieler den Ball zunächst nicht konsequent klären konnten. Daraufhin flog der Ball an die Hand von Verteidiger Marko Ivezic, sodass Schiedsrichter Schulz sofort auf den Punkt zeigte.
Lars Kehl, der bereits im Testspiel gegen den FC Gütersloh einen Handelfmeter erfolgreich verwandelte, schnappte sich auch am Samstagnachmittag den Ball, um ihn auf den Punkt zu legen. Anders als noch in Gütersloh entschied sich 23-Jährige diesmal jedoch für rechte Ecke. Dies ahnte auch der Schlussmann der Kieler, Timon Weiner, der rechtzeitig unten war und den Strafstoß somit erfolgreich parierte (15‘). Von dieser vergebenen Großchance ließen sich die Lila-Weißen jedoch nicht unterkriegen. Auch in den Minuten danach war der VfL die deutlich aktivere Mannschaft und kam durch David Kopacz in der 22. Minute zur nächsten Gelegenheit. Sein Schuss aus gut 25 Metern konnte aber erneut Keeper Weiner abwehren (22‘). Nach einer halben Stunde pfiff Schiedsrichter Schulz dann erstmals zu einer kleinen Trinkpause, die beide Trainer auch für eine kurze Taktikbesprechung nutzten.
Nach dieser Unterbrechung merkte man bei den Kielern eine deutlich aktivere Spielweise an. Während in der ersten halben Stunde der Ball meist durch die Reihen des VfL zirkulierte, war dies nun bei den Kielern der Fall. Dennoch wurde Keeper Lukas Jonsson kaum bis gar nicht herausgefordert. Einzig ein Schuss von Kasper Davidsen aus gut 30 Metern ging knapp über den Querbalken des Osnabrücker Tors (35‘). Aber auch auf der Gegenseite konnte sich der VfL kaum Torchancen herausspielen, sodass es mit dem 0:0 auch in die „große“ Pause nach 60 gespielten Minuten ging.
Zur zweiten Halbzeit brachte Timo Schultz insgesamt vier neue Kräfte. So blieben Frederik Christensen, Yigit Karademir, Bryan Henning und David Kopacz in der Kabine und wurden durch Kevin Schumacher, Robin Fabinski, Bjarke Jacobsen und Kai Pröger ersetzt. Auch auf der Gegenseite brachte Trainer Marcel Rapp neue Kräfte ins Spiel, die aber ebenso wie ihre Vorgänger nur wenig Offensivgefahr ausstrahlen konnte. Der eingewechselte Finn Porath brachte in der 68. Minuten von der rechten Seite eine scharfe Flanke in den Strafraum, fand dort aber passend zum Spielverlauf keinen Abnehmer (68‘). Ansonsten zeichnete sich das Offensivspiel auf beiden Seiten oft durch abgeblockte Schussversuche aus, sodass beide Schlussmänner einen relativ ruhigen Arbeitstag verbuchen konnten.
In der 73. Spielminute kam der VfL durch Robin Fabinski zu einem Torabschluss. Mit seinem schwächeren linken Fuß konnte der 21-Jährige aber zu wenig Druck auf den Ball ausüben, wodurch Torwart Weiner den Ball ohne Probleme auffangen konnte (73‘). Nach der nächsten Trinkpause, die nach 90 gespielten Minuten erfolgte, durften dann auch die beiden Ex-Osnabrücker Marcus Müller und Niklas Niehoff den Rasen an der Bremer Brücke betreten. Nur wenige Augenblicke später fiel schließlich der entscheidende Treffer des Tages. Innenverteidiger Mladen Cvjetinovic zog aus 25 Metern auf das Tor vom kurz zuvor eingewechselten Niklas Sauter ab und traf unhaltbar ins rechte Eck (98‘).
Wie so oft tat dieser Treffer auch dem heutigen Spiel gut. So war in der Schlussviertelstunde wieder etwas mehr Aktivität auf dem Rasen zu spüren. Und auch das Osnabrücker Publikum feuerte ihre Mannschaft nochmals lautstark an oder echauffierte sich über etwaige zu Ungunsten des VfL entschiedene Schiedsrichterentscheidungen. Gefährlich vor das Kieler Tor trat der VfL in Person vom eingewechselten Tony Lesueur nochmals in der 112. Minute. Nach einem sehenswerten Steckpass von Kevin Wiethaup sprintete zunächst der ebenfalls neu eingewechselte Kieler Torhüter Marcel Engelhardt aus seinem Tor, war sich aber am Strafraumrand unsicher, ob er den Ball bereits aufnehmen durfte. Etwas überrascht über die aufkommende Gelegenheit hob Lesueur den Ball über den Keeper hinweg, konnte aber auch auf Grund des dazugekommenen Verteidigers Carl Johansson den Ball nicht im Tor unterbringen (112‘).
Wenig später pfiff Schiedsrichter Schulz dann den XXL-Test nach 120 Minuten ab. Über weite Strecken konnte der klassentiefere VfL Osnabrück mehr als ebenbürtig mit dem Bundesligaabsteiger mithalten und ließ kaum Torchancen der Gäste zu. Am Ende entschied ein unhaltbarer Distanzschuss die Generalprobe vor dem Ligastart am kommenden Samstag. Dann empfangen die Lila-Weißen den TSV Alemannia Aachen im Stadion an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Wer live im Stadion dabei sein möchte, sollte sich beeilen. So sind nur noch wenige Tickets im Ticket-Onlineshop oder im Fanshop an der Bremer Brücke (Hannes-Haferkamp-Platz 1, 49084 Osnabrück) verfügbar.
Tore:
0:1 (Cvjetinovic 98‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson (Sauter 91‘) – Christensen (Schumacher 61‘), Wiemann (Janotta 76‘), Müller (Tesche 91‘), Karademir (Fabinski 61‘), Kammerbauer (Ajdini 91‘) – Henning (Jacobsen 61‘), Wagner (Wiethaup 76‘) – Kehl (Lesueur 76‘), Kopacz (Pröger 61‘), Riesselmann (Goguadze 44‘, Ihorst 91‘)
Holstein Kiel:
Weiner (Engelhardt 90‘) – Ivezic (Geschwill 90‘), Skrzybski (Hares 75‘), Bernhardsson (Müller 90‘), Nekic (Cvjetinovic), Davidsen (Wagner 75‘), Schwab (Knudsen 75‘), Rosenboom (Therkelsen 61‘), Zec (Johansson 90‘), Gigovic (Porath 61‘), Tolkin (Niehoff 90‘)
Vorbericht für das Testspiel gegen Holstein Kiel
Zur Generalprobe vor dem Ligastart empfängt der VfL Osnabrück am morgigen Samstag (Anpfiff: 13:30 Uhr) den Bundesligaabsteiger Holstein Kiel zu einem XXL-Test (zweimal 60 Minuten). In der letzten Partie der Vorbereitung erwartet Cheftrainer Timo Schultz einen Topgegner im Stadion an der Bremer Brücke. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V wird am Samstag ein qualitativ hochkarätiger Gegner im Stadion an der Bremer Brücke zu Gast sein. Zwar erfolgte nach dem Abstieg aus der Bundesliga der erwartbare Umbruch in der Kaderstruktur, man konnte bislang aber dennoch Leistungsträger wie Stürmer Phil Hares (8 Tore in der vergangenen Saison) oder Alexander Bernhardsson (7 Tore und 3 Vorlagen) halten. Der deutsche Meister von 1912 verzeichnete im Sommer insgesamt elf externe Neuzugänge sowie die Rückkehr von drei Leihspielern. Mit dazu gehörten auch die in Osnabrück bekannten Niklas Niehoff und Marcus Müller. Während Niehoff in der vergangenen Spielzeit leihweise für den VfL auflief und in 36 Partien zwei Tore erzielen und acht vorlegen konnte, wechselte Marcus Müller nach einer Saison im Trikot des VfL im Sommer fest zu den „Störchen“. In insgesamt 33 Partien erzielte der 22-Jährige vier Treffer und legte drei weitere auf. Wie sich der gebürtige Augsburger in seiner neuen Heimat eingelebt hat und wie die beiden auf ihre Zeit in Osnabrück zurückschauen, kann man im Doppelinterview auf der Website des VfL nachlesen.
Ansonsten verstärkten sich die Kieler mit gewohnt kreativen Transfers und stellten unter anderem Jonas Therkelsen vom norwegischen Erstligisten Strømsgodset IF und Luca Prasse vom SV Meppen als Neuzugänge vor. Auf der Abgangsseite verlor man mit Nicolai Remberg (Hamburger SV) und Lewis Holtby (Ziel unbekannt) bereits zwei wichtige Stützen im Team und auch der Toptorschütze der vergangenen Saison, Shuto Machino (11 Tore, 3 Vorlagen), steht Gerüchten zufolge vor einem Abgang. Insgesamt verzeichnete man neun Abgänge in diesem Sommer, wobei der Großteil zu Konkurrenten in der 2. Bundesliga wechselte. Trainer Marcel Rapp darf also erneut einen großen Umbruch bei den Kielern moderieren. Der 46-Jährige ist seit Oktober 2021 Cheftrainer bei der KSV und führte sein Team in den ersten zwei Saisons auf den neunten und achten Tabellenplatz. In seiner dritten Spielzeit schaffte der gebürtige Pforzheimer mit 68 Punkten als Zweitplatzierter den direkten Aufstieg in die höchste Spielklasse Deutschlands. Als klarer Außenseiter ging man in der vergangenen Saison also in der Bundesliga an den Start. Zwar gewöhnte sich das Team nach und nach an das Niveau der Liga, konnte den Abstieg nach nur sechs Siegen und sieben Unentschieden letztendlich nicht mehr verhindern.
Die Ausgangslage
In der Vorbereitung auf die anstehende Saison sind die Kieler bislang noch ungeschlagen. Nach einem 2:1-Sieg gegen den Regionalligisten SC Weiche Flensburg ging es für die Störche in das Trainingslager in die USA. Dort testete man gegen den MLS-Klub Minnesota United FC, trennte sich allerdings mit einem 0:0-Unentschieden. Am vergangenen Samstag konnte man sich dann souverän gegen den Ligakonkurrenten Eintracht Braunschweig mit 4:1 durchsetzen. Auch für die Kieler wird die Partie gegen den VfL die Generalprobe vor dem Ligastart sein. Am ersten Spieltag der 2. Bundesliga geht es für die Störche am kommenden Wochenende nach Ostwestfalen zum SC Paderborn, bevor man eine Woche später den Aufsteiger Arminia Bielefeld im heimischen Holstein-Stadion empfängt.
Mit der Partie gegen die „Störche“ endet für den VfL eine intensive Vorbereitung. Sowohl auf als auch neben dem Platz stellte man sich in der Sommerpause neu auf. Mit 13 Neuzugängen, 15 Abgängen sowie neuem Chef-, Co- und Torwarttrainer gab es bei den Lila-Weißen erneut einen großen Umbruch. Viele neue Gesichter standen also zum Trainingsstart Ende Juni an der Illoshöhe und dem ersten Testspiel gegen den SV Büren 2010 auf dem Platz. Nach einem 9:0-Sieg ging es schon in der zweiten Woche ins Trainingslager im österreichischen Stans. Dort standen nicht nur intensive Trainingseinheiten, sondern auch Teamaktionen auf dem Plan. Zum Ende des Trainingslagers traf man zudem in einem Testspiel auf den tschechischen Erstligisten FC Viktoria Pilsen, gegen den man sich mit 0:1 geschlagen geben musste. Zurück in Osnabrück testete man gegen gleich drei Regionalligisten. Nach einem 2:2-Unentschieden gegen den FC Gütersloh, folgte ein 2:1-Auswärtssieg gegen den SV Rödinghausen und schließlich erneut ein 2:2-Remis gegen die Zweitvertretung vom SV Werder Bremen.
Trotz einer generell kompakten Defensive mussten die Lila-Weißen immer wieder in der Vorbereitung durch individuelle Fehler Gegentore hinnehmen. In der Offensive fehlten durch die zeitweiligen Ausfälle von Bernd Riesselmann, Luc Ihorst und Nikky Goguadze dagegen immer wieder die Spieler mit dem nötigen Torriecher. Alle drei sind aber rechtzeitig zum letzten Testspiel fit, sodass Trainer Timo Schultz zum ersten Mal in der Sommervorbereitung die Qual der Wahl auf der Mittelstürmerposition hat. Da die morgige Partie in zwei Halbzeiten à 60 Minuten aufgeteilt ist, ergibt sich zudem die Möglichkeit, alle Akteure noch einmal aktiv auf dem Platz zu sehen und die bestmögliche Startelf für den Ligastart gegen den TSV Alemannia Aachen am Samstag, dem 2. August, im Stadion an der Bremer Brücke zu finden. Bereits vor der Partie legte sich Cheftrainer Timo Schultz in der Torhüterfrage fest. So geht der 47-Jährige mit Lukas Jonsson als Stammkeeper in die neue Saison. Der Schwede wird somit auch in der morgigen Partie von Beginn an auf dem Platz stehen.
Dabei werden Jonsson &. Co. morgen erstmals im neuen Heimtrikot der kommenden Saison auflaufen, welches am Dienstag offiziell vorgestellt wurde und ab sofort im Online-Fanshop, sowie im Fanshop an der Bremer Brücke erhältlich ist. Auch beim morgigen Spieltag öffnet der Fanshop seine Türen ab 12:00 Uhr. Desweiteren öffnet ein Sonderverkaufsstand vor der Stadtwerke Osnabrück Südtribüne. Hier wird Ware der vergangenen Saison zu stark reduzierten Preisen angeboten, vorbeischauen lohnt sich also! Tickets für die Partie sind zudem weiterhin im Ticket-Onlineshop sowie vor Ort im Fanshop verfügbar.
Die Bilanz
Das Duell zwischen dem VfL Osnabrück und Holstein Kiel hat eine lange Historie hinter sich. In bereits 102 Begegnungen trafen die beiden Mannschaften aufeinander. Das allererste Duell erfolgte dabei im November 1947, als der VfL die “Störche” an der heimischen Bremer Brücke mit 5:3 in der Oberliga Nord bezwingen konnte. Damals doppelt treffen konnte Stürmer Adolf “Adi” Vetter, der mit insgesamt elf Toren auch VfL-Toptorschütze des Duells ist. Insgesamt 49-mal verließen die Osnabrücker als Sieger den Platz. 39-mal gewannen die Kieler und 14-mal gab es ein Remis.
Das Personal
Bei den Kielern fallen mit Patrick Erras (Gehirnerschütterung) und Andu Kelati (Knieverletzung) zwei Spieler aus.
Auf Seiten der Osnabrücker muss Timo Schultz mit Ismail Badjie (Verletzt) und Lion Semic (Verletzt) ebenfalls auf zwei Spieler verzichten. Ansonsten sind alle Akteure des Kaders fit und einsatzbereit.
Stimme zum Spiel
Cheftrainer Timo Schultz sieht die Kieler als einen Topgegner, gegen den sich seine Mannschaft beweisen muss. „Ich erwarte, dass wir etwas mehr in der Defensive gefordert werden als es in den Testspielen zuvor der Fall war. Diese Herausforderung wollen wir angehen, aber gleichzeitig auch unsere eigenen Inhalte, die wir trainiert haben, ins Spiel einbringen. Ich weiß, dass die Kieler mehr oder weniger mit einer Bundesligamannschaft anreisen, da sie wenige hochkarätige Abgänge verzeichnen mussten und wirklich einen Top-Kader zusammen haben.“
Insgesamt freut sich Schultz auf den letzten Test vor dem Saisonstart. „Ich denke, Kiel wird, wie auch in ihren Testspielen zuvor, mit zwei kompletten Teams auflaufen. Demensprechend werden wir sehr gefordert sein. Aber das wollten wir auch genauso haben, im letzten Spiel an der Bremer Brücke mit einer angemessenen Atmosphäre. Das wird eine tolle Generalprobe für uns.“
Liveticker und Stream
Das Spiel wird live und kostenlos im Stream auf dem YouTube-Kanal des VfL Osnabrück übertragen. Außerdem kann die Partie auch im Liveticker in der App sowie auf der Website im Matchcenter verfolgt werden.
Remis im Test gegen Werder Bremen II
Bei sommerlichem Wetter empfing der VfL Osnabrück im Stadion an der Illoshöhe die Zweitvertretung des SV Werder Bremen. Nach zwei unglücklichen Gegentoren konnten die Lila-Weißen in der zweiten Halbzeit den Rückstand egalisieren. Der Spielbericht.
Auf fast alle Akteure konnte Cheftrainer Timo Schultz am Sonntag zurückgreifen. Einzig auf Stürmer Luc Ihorst (krank) und Verteidiger Lion Semic (angeschlagen) musste der 47-Jährige verzichten. Im Vergleich zum Testspiel am vergangenen Mittwoch ging der VfL mit nur drei Veränderungen in die Partie. So stand von Beginn an Torhüter Lukas Jonsson zwischen den Pfosten und auch Niklas Wiemann und David Kopacz rückten in die Anfangsformation.
Mit viel Offensivpower starteten die Lila-Weißen in die Partie und konnten schon nach sechs Minuten den Ball im Tor der Bremer unterbringen. Jedoch stand David Kopacz bei seinem Kopfball leicht im Abseits, sodass der Jubel der über 1.500 Osnabrücker Fans im Stadion an der Illoshöhe schnell verstummte (6‘). Nur zwei Minuten später musste jedoch Lukas Jonsson hinter such greifen, als Christian Stark den Führungstreffer für die Gäste erzielte. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel leiteten die Bremer einen blitzschnellen Konter ein. Nach einer Flanke vom rechten Rand des Sechszehners fälschte Frederik Christensen den Ball noch ab, sodass dieser direkt vor die Füße des Mittelstürmers fiel, der den Ball ins lange Eck grätschte (8‘).
Aber auch nach dem frühen Rückstand ließ der VfL von seinem Spielplan nicht ab. Die nächste Möglichkeit ergab sich nach einer Standardsituation in der 13. Minute. Lars Kehl brachte einen Freistoß vom linken Strafraumrand direkt auf den Kasten von Smarkalev, der den wuchtigen Schuss nur abprallen lassen konnte. Auch der Nachschuss wurde nochmals gefährlich, konnte aber von den Bremern zur Ecke geklärt werden. Immer tauchten die Osnabrücker vor allem in Person von Bryan Henning offensiv gefährlich auf. So auch nach einer Viertelstunde, als Henning nach einem Ballgewinn frei auf das Tor der Gäste zulief. Sein Abschluss konnte jedoch im letzten Moment noch geblockt und somit entschärft werden (15‘). Die Bremer dagegen wurden situativ immer wieder mit Kontergelegenheiten gefährlich, ohne jedoch Keeper Jonsson zwingend herauszufordern. Nach 25 Minuten unterbrach Schiedsrichter Nils Musekamp die Partie aufgrund der sommerlichen Temperaturen von 28 Grad für eine Trinkpause. Nach der kurzen Erfrischung beruhigte sich die bis dahin durchaus hektische Partie ein wenig und auf beiden Seiten kam es kaum noch zu Torchancen.
Sehenswert in der Osnabrücker Offensive wurde es dann wieder in der 37. Minute als David Kopacz mit einem Lupfer die Bremer Hintermannschaft alt aussehen ließ und Bryan Henning von der Grundlinie aus den in der Mitte einlaufenden Bernd Riesselmann anspielen wollte. Der Mittelstürmer grätschte zwar dazwischen, konnte den Ball aber nicht berühren (37‘).
Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste der VfL den zweiten Gegentreffer des Tages hinnehmen. Nach einem Steckpass der Hanseaten konnte Fabinski den Ball nicht richtig klären, wodurch Christian Stark alleine auf das Tor der Osnabrücker lief. Sein Torschuss per Hacke vollendete schließlich Dominik Kasper, der den Ball über die Linie brachte (45‘). Sekunden vor dem Pausenpfiff hatte David Kopacz aber noch den Anschlusstreffer auf dem Kopf. Nach einer punktgenauen Flanke von Linksverteidiger Christensen landete dessen Kopfball aber direkt in die Arme von Keeper Smarkalev, sodass es mit einem 0:2-Rückstand aus Sicht des VfL in die Pause ging (45+4‘).
Zur zweiten Halbzeit schickte Cheftrainer Timo Schultz insgesamt fünf neue Kräfte in die Partie. Die Bremer dagegen kamen unverändert in die zweiten 45 Minuten, in denen sich beiden Mannschaften deutlich weniger Torchancen erspielen konnten. So richtig gefährlich wurde es erst beim Anschlusstreffer der Osnabrücker in der 56. Minute. Am Sechszehnerrand fiel dem eingewechselten Ismail Badjie der Ball vor die Füße, woraufhin der 19-Jährige erst einen Abwehrspieler und dann auch Torwart Smarkalev ausdribbelte. Aus spitzem Winkel brachte er den Ball schließlich im Tor unter (56‘).
Kurz darauf kam es zum zweiten Wechselfenster beim VfL, bei dem unter anderen auch Bjarke Jacobsen in die Partie kam und somit sein Debüt für den VfL Osnabrück feiern konnte. Im Zusammenspiel mit Theo Janotta und Yigit Karademir sorgte er in der Dreierkette in der zweiten Hälfte für die lila-weiße defensive Stabilität. In der Offensive sorgte inzwischen Kai Pröger für Torgefahr. Sein Abschluss in der 78. Minute flog jedoch über den Kasten der Bremer. Noch knapper war fünf Minuten vor Schluss der Abschluss von Mittelstürmer Nikky Goguadze, der bereits im Laufe der ersten Halbzeit für den angeschlagenen Bernd Riesselmann in die Partie kam. Nur knapp am linken Pfosten vorbei sorgte sein Dropkick für Aufsehen bei Schlussmann Smarkalev.
Dieser konnte letztendlich nur eine Minute später zum zweiten Mal am Sonntagnachmittag überwunden werden. Nach einem Sprint von Kevin Schuhmacher über die rechte Außenbahn landete der Ball bei Kai Pröger. Dessen Abschluss konnte Smarkalev zwar noch berühren, aber nicht verhindern, dass das Spielgerät dennoch über die Torlinie kullerte (86‘). So kam es kurz vor Schluss dann doch noch zum verdienten Ausgleich der Osnabrücker.
Am Ende trennt sich der VfL Osnabrück von der Zweitvertretung des SV Werder Bremen also mit einem 2:2-Unentschieden. Trotz einer guten defensiven Stabilität waren es individuelle Fehler, die für die Gegentore an diesem Nachmittag sorgten. In der Offensive war der VfL sehr engagiert, in der zweiten Hälfte aber über weite Strecken zu harmlos, um den Platz am Ende als Sieger verlasen zu können. Für die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz steht vor dem Ligastart am 02. August noch ein Testspiel gegen den Zweitligisten Holstein Kiel an. Die Störche empfängt man am kommenden Samstag, den 26. Juli 2025, im Stadion an der Bremer Brücke zu einem XXL-Test (Zweimal 60 Minuten) im Stadion an der Bremer Brücke (Anpfiff: 13:30 Uhr). Tickets für die Generalprobe sind bereits im Ticket-Onlineshop des VfL, sowie im Fanshop an der Bremer Brücke erhältlich.

Tore:
0:1 (Stark 8‘), 0:2 (Kasper 45‘), 1:2 (Badjie 56‘), 2:2 (Pröger 86‘)
Aufstellungen:
SV Werder Bremen II:
Stefan Smarkalev – Wagner, Bellmann (Warnken 69‘), Heitmann (Ostermann 69‘), Schulz – Kasper, Röcker (Halicioglu 69‘), Baum, Lütke Frie – Stark, Mbock (Joas 82‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson (Sauter 46‘) – Christensen (Schumacher 46‘), Wiemann (Janotta 61‘), Müller (Jacobsen 61‘), Fabinski (Karademir 46‘), Kammerbauer (Lesueur 61‘) – Wagner (Tesche 61‘), Henning – Kopacz (Badjie 46‘, Wiethaup 61‘)), Kehl (Pröger 46‘) – Riesselmann (Goguadze 42‘)
Vorbericht für das Testspiel gegen Werder Bremen II
Am Sonntagnachmittag empfängt der VfL Osnabrück im Sportpark an der Illsohöhe die Zweitvertretung des SV Werder Bremen zu einem weiteren Testspiel. Bei der Partie, die für alle Interessierten kostenlos vor Ort verfolgbar ist, möchte Trainer Timo Schultz erneut einen positiven Auftritt seiner Mannschaft sehen. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit der Zweitvertretung des SV Werder Bremen erwartet der VfL Osnabrück am Sonntagnachmittag eine sehr junge und talentierte Mannschaft im Sportpark an der Illoshöhe. Neben dem erfahrenden Kapitän Cimo Röcker und Torwart Sebastian Mielitz besteht der Kader vorwiegend aus vielen Youngstern, sodass das Durchschnittsalter zum aktuellen Stand 21,4 Jahre misst. Zur neuen Saison zog man mit Stefan Smarkalev, Jannes Warnken, Julius Joas, Princewill Mbock, Lennart Baum, Mick Schmetgens und Arda Halicioglu gleich sieben Spieler aus der eigenen U19 in den Kader der U23. Die U19-Spieler gehen dabei mit viel Selbstbewusstsein in die neue Saison. Schließlich konnte man den DFB-Pokal der A-Junioren gewinnen und ist in der Meisterschaft nur knapp im Halbfinale gegen den späteren Sieger, den 1. FC Köln, mit 3:5 im Elfmeterschießen gescheitert.
Auf der Abgangsseite muss hingegen der Weggang von Stürmer Maik Lukowicz verkraftet werden. Der 30-Jährige war nicht nur mit seiner Erfahrung eine wichtige Stütze im Team, sondern mit 16 Toren gemeinsam mit Leon Opitz Toptorschütze des Teams. Im Sommer wechselte der Deutsch-Pole zum niederländischen Zweitligisten Helmond Sport. Außerdem verließen mit Jannic Ehlers (FC Erzgebirge Aue), Davis Asante (SSV Jahn Regensburg) und Ethan Kohler (Leihe zum SC Verl) drei Spieler den Verein in die 3. Liga.
Seit Mai 2023 wird die U23 der Bremer von Christian Brand trainiert. Nach dem bitteren Abstieg aus der Regionalliga Nord in die fünftklassige Bremenliga führte der 53-Jährige, der während seiner aktiven Spielerkarriere auch 14-mal für den VfL Osnabrück auflief, die Mannschaft zum direkten Wiederaufstieg. Die vergangene Regionalligasaison beendete der gebürtige Quakenbrücker mit seinem Team schließlich auf dem vierten Tabellenplatz. Von 2008 bis 2012 sowie von 2015 bis 2018 spielte die zweite Mannschaft von Werder Bremen zudem in der 3. Liga und traf dort einige Male auch auf den VfL Osnabrück.
Die Ausgangslage
Die Bilanz der Bremer in der diesjährigen Sommervorbereitung ist bislang ausgeglichen. Nach einem 7:0-Sieg gegen den SV Molbergen folgten Niederlagen gegen die U23 von Borussia Dortmund (0:3) und gegen die Sportfreunde Lotte (2:3). Am vergangenen Sonntag gelang dann der zweite Sieg der Vorbereitung gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Dank eines Hattricks von Princewill Mbock gewann man mit 5:1. Neben der Partie gegen den VfL testen die Bremer vor dem Saisonstart in der Regionalliga Nord gegen den SC Weiche Flensburg, am 02. August, noch im Nachbarschaftsduell gegen den SV Atlas Delmenhorst.
Nachdem der VfL am Mittwoch den zweiten Testspielsieg in der Vorbereitung gegen den SV Rödinghausen einfahren konnte, möchte man am Sonntag nachlegen. Vor allem mit der defensiven Stabilität in der ersten Halbzeit war Timo Schultz im vergangenen Test sehr zufrieden. Trotzdem bemerkte der 47-Jährige in den zweiten 45 Minuten vermehrt Fehler im Aufbauspiel und sieht somit noch Entwicklungspotenzial vor dem Drittligaauftakt in zwei Wochen gegen Alemannia Aachen.
Am Sonntag könnte neben Neuzugang Tony Lesuer, der bereits in Rödinghausen sein Debüt für den VfL feiern konnte, auch Bjarke Jacobsen erstmals für die Lila-Weißen auflaufen. Nachdem der Däne nach überstandener Verletzung zunächst langsam an das Team herangeführt wurde, konnte er in den vergangenen Tagen vollständig mit der Mannschaft mittrainieren und ist gegen die U23 des SVW erstmals einsatzbereit. Eine weitere Premiere erfolgt am Sonntag auch in modischer Hinsicht, wenn die Akteure des VfL zum ersten Mal im neuen Ausweichtrikot der Saison 2025/26 auflaufen werden. Das am Freitagmittag unter dem Motto „Mutig und Modisch“ vorgestellte dritte Gewand des VfL ist ab sofort im Fanshop erhältlich und wird auch am Sonntag vor Ort an der Illoshöhe erwerbbar sein.
Die Bilanz
In bislang 37 Duellen traf man aufeinander. Zehnmal fand die Begegnung in der 3. Liga, 22-mal in der Regionalliga Nord und viermal in der Oberliga Nord statt. Beim letzten Aufeinandertreffen, wie auch am kommenden Sonntag, handelte es sich um ein Testspiel. Die Bilanz der Lila-Weißen ist dabei positiv. So konnte der VfL 15-mal den Platz als Sieger verlassen und trennte sich zehnmal mit einem Remis. Der SVW konnte zwölfmal die Partie für sich entscheiden. Bei der letzten Begegnung sorgten Alexander Riemann und zweimal Luca Pfeiffer für einen 3:1-Heimsieg des VfL. Ebenfalls in Torlaune in diesem Duell war in der Vergangenheit auch der heutige VfL-Cheftrainer Timo Schultz. Der 47-Jährige lief in seiner aktiven Karriere in 110 Spielen für die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen auf und traf gleich dreimal für die Grün-Weißen gegen den VfL.
Das Personal
Cheftrainer Timo Schultz kann für die Partie am Sonntag auf fast alle Akteure zurückgreifen. Einzig der Einsatz von Verteidiger Lion Semic ist noch fraglich, nachdem er unter der Woche noch individuell trainieren musste.
Bei den Bremern muss Trainer Christian Brand auf Joel Imasuen (Kreuzbandriss) und Benjamin Atiabou (Kreuzbandriss) verzichten.
Stimme zum Spiel
Timo Schultz erwartet am Sonntag eine sehr gute und engagierte Bremer Mannschaft, gegen die der VfL gefordert sein wird. „Wir wollen eine gute Struktur gegen den Ball haben und in allen Spielphasen kompakt bleiben. Das habe ich schon gegen Rödinghausen gesehen. Gegen Bremen, die eine sehr talentierte Mannschaft haben, werden wir sicherlich noch etwas mehr gefordert werden. Da müssen wir dann den nächsten Schritt gehen.“
Freier Eintritt und Catering vor Ort
Der Eintritt zum Spiel im Sportpark an der Illoshöhe wird für alle Interessierten kostenlos sein. Der VfL möchte sich damit auch bei seinen Fans für die Treue und Unterstützung in der vergangenen Saison bedanken. Vor Ort wird außerdem ein Speisen- und Getränkeangebot erhältlich sowie auch ein mobiler Fanshop sein, bei dem die neuen Auswärts- und Ausweichtrikots anprobiert und direkt erworben werden können.
Liveticker und Stream
Die Partie wird wie gewohnt im Liveticker in der App sowie auf der Website im Matchcenter verfolgbar sein. Außerdem überträgt die NOZ das Spiel im Livestream.
Riesselmann und Henning treffen in Rödinghausen
Am Mittwochnachmittag hat der VfL Osnabrück das Testspiel beim SV Rödinghausen, der eine Woche vor den Lila-Weißen in die Saison startet, mit 2:1 für sich entschieden. Die beiden Tore erzielten vor 1.100 Zuschauer Bernd Riesselmann und Bryan Genning früh in der ersten Halbzeit.
VfL-Cheftrainer Timo Schultz blieb beim Test gegen den Regionalligisten der Grundformation mit Dreierkette treu. Im Tor wechselten sich Niklas Sauter und Mats Remberg nach 45 Minuten ab, auch bei den Feldspielern kam es in der Pause zu einem vollständigen Personalwechsel. So kam auch der am Montag verpflichtete Tony Lesueur auf seine ersten Einsatzminuten für den VfL. Mit dem Niveau der ersten Halbzeit konnten die zweiten 45 Minuten in Summe nicht ganz mithalten. Schultz nach dem Spiel: „Das war in der ersten Halbzeit nah dran an dem, was ich mir vorstelle.“ Anders als beim letzten Testspiel gegen den FC Gütersloh dominierten die Lila-Weißen die Partie aber über eine deutlich längere Spielzeit – und gewannen.
Bereits nach fünf gespielten Minuten ging der VfL in Führung und der spätere Torschütze leitete seinen Treffer mit einer cleveren Auftaktbewegung selbst ein. Bernd Riesselmann kam einem Pass von Yigit Karademir entgegen, ließ ihn in der eigenen Hälfte auf Bryan Henning klatschen, der wiederum mit einem öffnenden Ball Isamil Badjie auf der rechten Seite ins Spiel brachte. Riesselmann sprintete in den Strafraum, wurde von Aktivposten Badjie bedient, umkurvte Rödinghausens Schlussmann und schob zum 1:0 ein.
Nach einer Viertelstunde stellten die Osnabrücker auf 2:0. Nicht zum ersten Mal drang Fridolin Wagner von der rechten Seite Ismail Badjie überlaufend in den Rödinghausener Strafraum ein und brachte den Ball flach in den Rücken der Abwehr. Bryan Henning hatte aus sieben Metern keine Mühe, den Ball gegen die Laufrichtung von SVR-Schlussmann Maximilian Brüll einzuschieben.
Die Hausherren kamen ihrerseits nach 30 Minuten zur ersten Torchance. Eine scharfe Hereingabe von der linken Seite konnten weder Yigit Karademir außen verhindern noch Jannik Müller im Zentrum vor Eduard Probst abfangen. Rödinghausens Stürmer kam mit spektakulärer Flugeinlage zum Abschluss –verpasste aber um einige Meter das von Niklas Sauter gehütete VfL-Tor.
Was den Osnabrückern im ersten gelang den Gastgebern im zweiten Spielabschnitt: Kurz nach dem Wiederanpfiff nutzte Eduard Probst ein Abstimmungsproblem in der letzten Reihe des VfL. Der eingewechselte Mats Remberg eilte aus seinem Tor, erreichte den Ball nicht mehr vor Rödinghausens Offensivmann, der ihn umkurvte und zum 1:2-Anschlusstreffer einschob.
Der VfL brauchte Zeit, um in neuer personeller Konstellation das Spiel wieder zu dominieren. Zu schnell verloren die Osnabrücker den Ball oder schenkten ihn durch Fehlpässe leichtfertig her. Der SVR konnte auch nach dem Ausgleichstreffer längere Ballbesitzphasen verbuchen. Erst nach fast 70 Minuten tauchten die Lila-Weißen wieder gefährlich vor dem Tor auf. Eine Flanke Bashkim Ajdini schloss Kai Pröger per Direktabnahme ab, der zur Pause eingewechselte SVR-Torwart Dennis Gorka riss die Hände nach oben und konnte parieren. Zehn Minuten vor dem Ende hätte Robert Tesche gerne einen Strafstoß zugesprochen bekommen, Schiedsrichter Dominic Stock wertete die Aktion anders und sah das Stoßen des Gegenspielers noch soeben im rechtmäßigen Bereich. Neuzugang Tony Lesueur war wenige Augenblicke nah am dritten VfL-Treffer, als er eine Flanke des aktiven Pröger vor seinem Kontrahenten erreichte, aber den Ball per Kopf in leichter Rückenlage nicht aufs Tor drücken konnte.
So blieb es am Ende beim 2:1 für den VfL Osnabrück, der in der ersten Halbzeit noch deutlich spielbestimmender auftrat, sich das Ergebnis gegen einen schlagkräftigen Gegner aber insgesamt verdiente. Am kommenden Sonntag bereits geht es für die Lila-Weißen weiter, dann steht um 14:00 Uhr das Testspiel an der Illoshöhe gegen die zweite Mannschaft von Bundesligist SV Werder Bremen auf dem Programm.
Aufstellungen:
Rödinghausen: Brüll (46. Gorka), Miftaraj (46. Firmino Dantas), Corsten, Hippe, Chato, Szeleschus (80. Fesenmeyer), Schwermann (87. Köse), Bauer (80. Afolabi), Tia (46. Reutter), Breuer (68. Köhler), Probst
VfL 1. Halbzeit: Sauter – Karademi, Müller, Fabinski – Kammerbauer, Wagner, Henning, Christensen – Badjie, Kehl – Riesselmann
VfL 2. Halbzeit: Remberg – Ajdini, Janotta, Wiemann – Lesueur, Tesche, Wiethaup, Schumacher – Kopacz, Pröger – Goguadze
Vorbericht für das Testspiel beim SV Rödinghausen
Zum vierten Testspiel der Sommervorbereitung ist der VfL Osnabrück am Mittwochnachmittag beim Regionalligisten SV Rödinghausen zu Gast (Anpfiff: 14:00 Uhr). Dabei wartet auf die Lila-Weißen eine sowohl auf als auch neben dem Platz neuformierte Mannschaft. Der Vorbericht.
Der Gegner
Für langjährige VfL-Fans kommt es nicht überraschend, dass der VfL Osnabrück in dieser Sommervorbereitung ein Testspiel gegen den SV Rödinghausen bestreitet. Die Partie am Mittwochnachmittag wird bereits das siebte Aufeinandertreffen der beiden Vereine in einem Testspiel sein. Bemerkenswert ist dabei, dass man sich noch nie in einem Pflichtspiel begegnet ist. In der diesjährigen Sommerpause hat sich auf beiden Seiten vieles verändert. Auch bei den kommenden Gastgebern sitzt seit diesem Sommer mit dem Deutsch-Portugiesen Dennis da Silva Félix ein neues Gesicht auf der Trainerbank. Der 33-Jährige gebürtige Krefelder ist seit 2016 als Trainer tätig und startete seine Karriere zunächst beim DFB-Stützpunkt. Daraufhin heuerte er zunächst als Co-Trainer von Sinisa Suker bei der U19 von Fortuna Düsseldorf an, bevor er in das Nachwuchsleistungszentrum des VfL Wolfsburg wechselte. Dort trainierte er vorwiegend die U17 der Wölfe und entschied sich in diesem Sommer für den Schritt in den Herrenbereich. Dabei war da Silva Félix nicht der einzige Akteur, der im Sommer aus der Autostadt nach Rödinghausen wechselte.
Auch der 18-jährige Leonard Köhler, der bereits in der Saison 2023/24 unter Da Silva Félix spielte, wechselte zum SVR. Insgesamt absolvierte der Mittelfeldspieler 17 Spiele unter Coach da Silva Félix. Mit Lennox Afolabi wechselte in diesem Sommer ein weiterer U19-Spieler nach Rödinghausen. Der Rechtsverteidiger lief in der vergangenen Saison für die U19 des DSC Arminia Bielefeld auf und spielte somit auch gegen die A-Junioren des VfL Osnabrück. Während die Lila-Weißen das Hinspiel mit 3:0 gewinnen konnten, trug sich Afolabi beim 5:0-Sieg der Arminen im Rückspiel als Torschütze zum 3:0 in den Spielberichtsbogen ein. Neben den beiden Youngstern verpflichtete man in diesem Transferfenster auch viel Regionalligaerfahrung. Mit Cottrell Ezekwem (Rot-Weiß Oberhausen), Niklas Szeleschus (SC Wiedenbrück), Simon Breuer (FC Schalke 04 II) und Allan Firmino Dantas (FC Gütersloh) holte man die Erfahrung von zusammengerechnet 335 Spielen in der Regionalliga West an Bord. Zudem konnte man sich die Dienste der beiden Spieler Julian Schwermann (Alemannia Aachen) und Eduard Probst (SC Verl) sichern, die zuletzt in der 3. Liga aufliefen. Dass man sich in Rödinghausen so schlagkräftig verstärkte, liegt sicherlich auch an den schmerzhaften Abgängen, die man im Sommer verkraften musste. Denn mit Michael Seaton (9 Tore und 2 Vorlagen), Simon Engelmann (8 Tore und 2 Vorlagen) und Patrick Kurzen (7 Tore und 8 Vorlagen) verlor man gleich alle drei besten Torschützen beziehungsweise Vorlagengeber der vergangenen Saison. Und auch mit Innenverteidiger Julian Wolff, sowie Außenbahnspieler Luca Horn vermeldete man im Sommer die Abgänge zweier weiterer Stammspieler.
Beim letztjährigen Tabellenfünften der Regionalliga West ist also vieles neu. Und auch in der neuen Saison möchte man im Häcker-Wiehenstadion wieder viele Siege bejubeln. Schließlich gewann man in der vergangenen Saison neun der 15 Heimspiele und spielte dreimal unentschieden. Damit war man die zweitstärkste Heimmannschaft der Liga. Im Jahr 2025 verlor die Wiehenelf zu Hause nur gegen den MSV Duisburg (0:1) und dem FC Gütersloh (1:4), sowie im Halbfinale des Westfalenpokals gegen die Sportfreunde Lotte mit 4:5 nach Elfmeterschießen. Bei diesen Spielen dabei war auch VfL-Spieler Kevin Wiethaup, der in der vergangenen Halbserie an Rödinghausen ausgeliehen war. In insgesamt 17 Einsätzen schoss der 19-Jährige zwei Tore und legte einen weiteren Treffer vor.
Ebenfalls eine Vergangenheit beim SV Rödinghausen hat Niklas Wiemann. In 46 Partien lief der Verteidiger für die Wiehenelf auf und wechselte von dieser im Januar 2023 zum VfL. Mit Paterson Chato gibt es beim SVR zudem ein Spieler, der eine Osnabrücker Vergangenheit vorweisen kann. In 34 Pflichtspielen kam der Mittelfeldspieler für die Lila-Weißen zum Einsatz. Drei Spiele mehr machte der 28-Jährige bislang für Rödinghausen und führte die Mannschaft in den letzten drei Spieltagen der vergangenen Saison als Kapitän auf das Feld. Mit seiner Mannschaft möchte Chato dann auch in der kommenden Saison die Heimstärke fortführen und am Ende zum neunten Mal in Folge einen einstelligen Tabellenplatz in der Regionalliga West belegen.
Die Ausgangslage
In der diesjährigen Sommervorbereitung musste der SV Rödinghausen bislang erst eine Niederlage hinnehmen. So traf man direkt zu Beginn auf die U21 der gemeinsamen Akademie der niederländischen Erstligisten FC Twente Enschede und Heracles Almelo, gegen die man mit 1:5 verlor. Daraufhin folgten jedoch Siege gegen BSV Schwarz-Weiß Rehden (4:0), Jong FC Utrecht (1:0) und dem VfB Oldenburg (2:1). Am vergangenen Samstag traf man zudem auf den niederländischen Zweitligisten Vitesse Arnheim, von denen man sich mit einem 0:0-Unentschieden trennte.
Der VfL dagegen musste zuletzt eine knappe 1:2-Testspielniederlage gegen den FC Gütersloh einstecken. Nachdem man durch einen verwandelten Handelfmeter von Lars Kehl nach 25 Minuten in Führung ging, drehten die Gütersloher durch Luis Frieling (56‘) und Kapitän Björn Rother (72‘) die Partie. Am Mittwoch soll für die Lila-Weißen also, nach dem Sieg gegen den SV Büren 2010 (9:0), der zweite Testspielsieg der Vorbereitung eingefahren werden. Sicherlich hilfreich wird dabei auch die Rückkehr von Bernd Riesselmann. Der Stürmer fiel bei den letzten beiden Testspielen auf Grund von Krankheit aus und soll nun wieder für mehr Torgefahr beim VfL sorgen, nachdem er am Montag wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.
Die Bilanz
Dadurch, dass die beiden Vereine in unterschiedlichen Landesverbänden verortet sind und der SV Rödinghausen nie höher als in der Regionalliga gespielt hat, traf man bislang nur in Testspielen aufeinander. In sieben Partien konnten die Lila-Weißen dreimal gewinnen, zweimal spielte man unentschieden und zweimal verließen der SV Rödinghausen den Platz als Sieger.
Das Personal
Bei den Gastgebern muss Trainer Dennis das Silva Felix auf Stammtorwart Matthis Harsman (Gesichtsfraktur) und Neuzugang Benyas-Solomon Junge-Abiol (Kreuzbandriss) verzichten.
Beim VfL fällt weiterhin Stürmer Luc Ihorst aus. Ansonsten kann Timo Schultz auf alle Spieler zurückgreifen.
Tickets
Für die Partie im Häcker Wiehenstadion (Auf der Drift 36, 32289 Rödinghausen) sind weiterhin Tickets im Onlineshop des SV Rödinghausen verfügbar. Sitzplätze sind dabei für 5,00 EUR (3,00 EUR ermäßigt) erhältlich.
Liveticker und Stream
Wie gewohnt ist das Spiel im Liveticker in der App oder auf der Website im Matchcenter zu verfolgen. Außerdem überträgt die NOZ das Spiel im Livestream.
Führung nicht verteidigt – Niederlage per Traumtor
Vor 1.079 Zuschauern hat der VfL Osnabrück das dritte Testspiel in der laufenden Sommervorbereitung beim FC Gütersloh verloren. Der letztjährige Tabellenzweite der Regionalliga West entschied die Partie, in der die Lila-Weißen durch einen Treffer von Lars Kehl führten, durch ein Traumtor per Distanzschuss.
Nicht mit im Spieltagsaufgebot in Gütersloh waren Bashkim Ajdini (privater Termin), Robin Fabinski, Luc Ihorst (beide individuelles Training), Barke Jacobsen (teilintegriertes Training) und Bernd Riesselmann (erkrankt). Dafür nahmen Luca Kröger und Jakob Völkerding aus der U19 im Mannschaftsbus Platz. Die durch die nochmal sehr intensive Trainingswoche bedingten schweren Beine der Osnabrücker wurden mit zunehmender Spielzeit im Ohlendorf Stadion im Heidewald sichtbar.
Der VfL war im ersten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft und trat in den ersten 45 Minuten in der erwartbaren Dominanz und Überlegenheit des klassenhöheren Teams auf, im zweiten Spielabschnitt kamen die Hausherren besser ins Spiel. In hochkarätige Tormöglichkeiten konnte die Überlegenheit nur bedingt umgesetzt werden. Und dennoch gingen die erstmals im neuen Auswärtstrikot auflaufenden Osnabrücker in Führung. Nach einem strafbaren Handspiel im Strafraum entschied Drittligaschiedsrichter Yannick Rupert, der den VfL zuletzt beim Auswärtssieg beim FC Energie Cottbus pfiff, auf Elfmeter. Die Flanke zuvor kam von Neuzugang Frederik Christensen, der einen agilen und offensiv ausgerichteten Eindruck hinterließ. Lars Kehl brachte die Lila-Weißen vom Punkt in Führung (25.).
Bereits in den Minuten zuvor war der VfL dem ersten Treffer näher als Gütersloh. In der 15. Minute verlagerte Patrick Kammerbauer weit von der rechten auf die linke Spielfeldhälfte, wo sich Christensen im Kopfballduell erfolgreich gegen seinen Kontrahenten durchsetzen konnte. Sein Querpass erreichte den einschussbereiten Nikky Goguadze um Haaresbreite nicht. Näher am Treffer war nach einer halben Stunde Torschütze Kehl, der per missglückter Flanke oder trickreichem Torschuss den Querbalken traf.
Zur zweiten Halbzeit nahm VfL-Coach Timo Schultz, der situativ immer wieder gezielte Anweisungen gab, sieben personelle Wechsel vor. Nach rund 70 Minuten folgte die Einwechslung der beiden U19-Spieler Kröger und Völkerding. Niklas Wiemann, der die Kapitänsbinde trug, und Theo Janotta spielte die vollen 90 Minuten. An der Grundausrichtung mit einer Dreierkette änderte sich in der zweiten Halbzeit nichts. Was sich jedoch änderte war die grundsätzliche Statik des Spiels. Der FC Gütersloh trat deutlich selbstbewusster auf als in der ersten Halbzeit und konnte auch so deutlich längere Ballbesitzphasen verbuchen sowie in gefährliche Räume vordringen. Entsprechend fiel der Ausgleich in der 56. Minute nicht unverdient. Luis Frieling, der immer besser als Anspielstation in vorderster Linie ins Spiel kam, scheiterte zunächst mit seinem Schussversuch am eingewechselten Niklas Sauter im VfL-Tor, der Nachschuss landete jedoch im langen Eck. Im Eck des Torwinkels – und zwar genau dort – landete auch der Distanzschuss von Björn Rother. Güterslohs Kapitän fasst sich aus etwas mehr als 20 Metern ein Herz und ließ Sauter bei diesem Traumtor keinerlei Abwehrmöglichkeit – die Führung für Gütersloh.
Wenn sich der VfL gefährlich auf den Weg in Richtung Gütersloher Gehäuse aufmachte, dann meist über die rechte Seite, wo Ismail Badjie immer wieder seine Geschwindigkeit ausspielte. Mehrfach setzte er sich auf der Außenbahn durch, spielte sich bis zur Grundlinie vor, doch seine Hereingaben fanden die Mitspieler zu selten. Sein aussichtsreicher Abschluss kurz vor Ender der Partie wurde im letzten Moment zur Ecke geblockt. In mehrere Abschlusspositionen brachte sich auch Kai Pröger, ein Treffer des Sommerneuzugangs lag in der Luft, blieb aber aus. So konnte sich der FC Gütersloh über einen 2:1-Testspielerfolg gegen den VfL freuen. Das nächste Testspiel der Lila-Weißen steht am Mittwoch, den 16. Juli auf dem Programm. Den Gegner betreffend bliebt es in der Regionalliga West, der VfL wird beim SV Rödinghausen zu Gast sein.
VfL-Coach Timo Schultz sagte nach der Partie: „Wir sind natürlich nicht zufrieden mit dem Ergebnis, wir wollten hier unbedingt gewinnen. Trotz Niederlage haben wir auch viele gute Dinge gesehen und wissen, dass wir in der Vorbereitung nach Arbeit vor uns haben.“
Aufstellungen:
Gütersloh: Matuschewsky, Rother, Liehr (82. Maiella), Langfeld, Winke, Twardzik, Frieling, Henke, Kandic, Arkenberg, Borgmann
VfL: Jonsson (46. Sauter) – Karademir (46. Müller), Janotta, Wiemann – Kammerbauer (46. Badjie), Wiethaup (67. Kröger), Henning (46. Wagner), Christensen (46. Schumacher) – Kopacz (46. Tesche), Kehl (67. Völkerding) – Goguadze (46. Pröger)
Vorbericht für das Testspiel beim FC Gütersloh
Nachdem die Profis des VfL Osnabrück seit Dienstag wieder auf den heimischen Trainingsplätzen trainieren, steht am Samstag ein weiteres Testspiel an. Mit dem FC Gütersloh treffen die Lila-Weißen im Ohlendorfstadion im Heidewald auf den amtierenden Vizemeister der Regionalliga West. Der Vorbericht.
Der Gegner
Der Fußball-Club Gütersloh wurde am 23. Februar 2000 unter dem Namen „FC Gütersloh 2000” als Nachfolger des ehemaligen Zweitligisten „FC Gütersloh” gegründet. Am 13. Juni 2017 wurde die auf das Gründungsjahr hinweisende Zahl aus dem Vereinsnamen gestrichen. Neben dem Aufstieg in die viertklassige Regionalliga West feierte man im Jahr 2023 auch den Gewinn des Westfalenpokals, wodurch man sich erstmals für den DFB-Pokal qualifizierte. Damals traf man in der ersten Runde auf Holstein Kiel, gegen die man sich nach 90 Minuten allerdings mit 0:2 geschlagen geben musste. Zur zweiten Teilnahme am nationalen Pokalwettbewerb kommt es dann in wenigen Wochen, wenn man in der ersten Runde auf den Bundesligisten 1. FC Union Berlin trifft. Genau wie an diesem Samstag gegen den VfL wird man auch dann im heimischen Ohlendorfstadion im Heidewald spielen, das derzeit 8.400 Zuschauer Platz bieten kann.
Schon seit März 2019 ist Julian Hesse der Chefcoach bei den Güterslohern. Der 36-Jährige, der selbst in der Westfalenliga gekickt hat, begann seine Trainerlaufbahn bei seinem Heimatverein VfB Fichte. Dort führte er die Mannschaft direkt in seinem ersten Jahr zur Meisterschaft in der Landesliga und wechselte daraufhin zum Ligakonkurrenten SC Verl II, die er im Meisterschaftskampf zuvor noch auf den zweiten Platz verdrängen konnte. Mit den Verlern verpasste er jedoch den Aufstieg in die Westfalenliga und wechselte im Laufe seiner zweiten Saison im März 2019 zum FC Gütersloh, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem ersten Abstiegsplatz in der Oberliga Westfalen befanden. Mit zehn Siegen und nur vier Niederlagen sicherte Hesse am Ende der Spielzeit 2018/19 den sicheren Klassenerhalt für den FC Gütersloh und durfte somit anschließend in seine erste Sommervorbereitung mit dem Verein gehen. In den nächsten drei Spielzeiten stoppte aber immer wieder die Corona-Pandemie und die daraus folgenden Maßnahmen den normalen Spielbetrieb, sodass keine Saison zu Ende gespielt werden konnte. Erst zur Spielzeit 2022/23 war eine Spielzeit mit 34 Spieltagen wieder möglich, in der am Ende der FC Gütersloh souverän mit 72 Punkten als Meister in die viertklassige Regionalliga West aufsteigen durfte. Im ersten Regionalligajahr konnte man dann souverän die Klasse halten und beendete die Saison auf dem 13. Tabellenplatz.
Diese Leistung konnte der FCG in der vergangenen Spielzeit dann nochmals deutlich verbessern. Mit 58 Punkten und einem Torverhältnis von 68:40 landete man am Ende hinter Meister MSV Duisburg auf dem zweiten Tabellenplatz. Dass man die Saison so erfolgreich beendet, war allerdings zum Jahresende noch nicht abzusehen. Da standen die Gütersloher mit 23 Punkten auf dem neunten Platz. Zum neuen Jahr legte die Mannschaft von Julian Hesse dann einen echten Lauf hin. Mit einer Ausbeute von 39 Punkten aus 16 Spielen und nur einer einzigen Niederlage gegen die Zweitvertretung des 1.FC Köln (2:4) machte man einige Plätze in der Tabelle gut. Dabei überragte vor allem die Leistung von Patrik Twardzik. Mit 20 Toren sicherte der Tscheche seiner Mannschaft nicht nur viele Punkte, sondern sich auch persönlich die Torjägerkanone in der Regionalliga West. Aber auch in der Defensive überzeugte der FCG. Insgesamt achtmal blieb Keeper Jarno Peters ohne Gegentor und lieferte damit den drittbesten Wert der Liga. Der heute 32-Jährige spielte von 2010 bis 2012 zwei Jahre lang in der U19 des VfL und absolvierte in dieser Zeit 42 Spiele für die Lila-Weißen. Auch Güterslohs Innenverteidiger Jannik Borgmann hat eine Osnabrücker Vergangenheit. Der gebürtige Emsdettener spielte von 2011 bis 2014 sowie von 2015 bis 2016 im Nachwuchs des VfL und kam in dieser Zeit zu 22 Einsätzen.
Damit man auch in der kommenden Saison wieder einen erfolgreichen Fußball spielen kann, verstärkte man sich im Sommer bereits mit sieben Neuzugängen. Mit Kevin Hoffmeier (SV Rödinghausen), Julius Langfeld (SC Paderborn II) und Jan-Lukas Liehr (SC Wiedenbrück) stellte man unter anderem drei Neuzugänge vor, die bereits in der vergangenen Saison in der Regionalliga West Erfahrung sammeln konnten. Mit Rechtsverteidiger Fynn Arkenberg konnte der FCG sich zudem einen ehemaligen Drittligaspieler sichern. Der 29-Jährige führte in der vergangenen Saison die Zweitvertretung von Hannover 96 als Kapitän aufs Feld und wechselte nun nach deren Abstieg in die Regionalliga West nach Gütersloh.
Die Ausgangslage
Dadurch, dass die anstehende Regionalligasaison schon eine Woche früher als die Spielzeit in der 3. Liga startet, ist der FC Gütersloh schon etwas weiter in der Vorbereitung und hat dementsprechend schon mehr Testspiele als die Lila-Weißen absolviert. So spielte man bereits gegen den Drittligisten SC Verl (0:2-Niederlage) sowie deren Zweitvertretung (4:0-Sieg), als auch gegen den TuS Blau-Weiß Lohne, den man mit 4:3 besiegen konnte. Neben dem anstehenden Spiel gegen die Osnabrücker testen die Gütersloher eine Woche später noch gegen den VfB Oldenburg, bis am 26. Juli dann das erste Pflichtspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen ansteht.
Der VfL dagegen hat erst zwei Testspiele hinter sich. Nach dem 9:0-Sieg gegen den SV Büren stand in der vergangenen Woche das Trainingslager im österreichischen Stans an, wo man zum Abschluss in einem Testspiel auf den tschechischen Erstligisten Viktoria Pilsen traf. In einer intensiven Partie, in der sich die Osnabrücker über weite Strecken gut präsentierten, verlor man am Ende knapp mit 0:1. Zurück in Osnabrück ging es für die Profis des VfL mit intensiven Trainingseinheiten auf der Illoshöhe weiter. Nachdem man in der Partie gegen Pilsen trotz vielversprechender Chancen ohne eigenen Treffer blieb, möchte Trainer Timo Schultz am Samstag an der Seitenlinie gerne wieder jubeln dürfen. Mittlerweile steht auch der komplette Fahrplan bis zum ersten Pflichtspiel am 02. August gegen Alemannia Aachen im Stadion an der Bremer Brücke fest (Anpfiff: 14:00 Uhr). Neben dem bereits bekannten Testspiel gegen die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen am 20. Juli an der Illoshöhe (Anpfiff: 14:00 Uhr) wurden in dieser Woche auch die Testspiele beim SV Rödinghausen am Mittwoch, dem 16. Juli um 14:00 Uhr, und die Generalprobe gegen Holstein Kiel am 26. Juli um 13:30 Uhr im Stadion an der Bremer Brücke bekannt gegeben.
Zunächst wartet nun aber der FC Gütersloh auf die Lila-Weißen. Bislang trafen die Osnabrücker nur in einem Testspiel auf den kommenden Gegner. Im November 2017 trennten man sich mit einem 2:2-Unentschieden, wobei Marc Heider und Jules Reimerink die Tore für den VfL erzielten. Damals waren die Gütersloher noch Oberligist. Am Samstag sind die Kräfteverhältnisse mit Blick auf die Ligazugehörigkeit also etwas enger aufgeteilt.
Das Personal
Verzichten muss Cheftrainer Timo Schultz weiterhin auf Bernd Riesselmann (krank) und Luc Ihorst (verletzt). Bashkim Ajdini fällt für die Partie aus persönlichen Gründen aus. Auch ein Einsatz von Bjarke Jacobsen kommt am Samstag vermutlich noch zu früh. Dagegen werden die U19-Spieler Luca Kröger und Jakob Völkerding mit nach Gütersloh reisen.
Bei den Gastgebern fällt definitiv Mittelfeldakteur Kevin Hoffmeier aus, der zurzeit einen Kreuzbandriss auskuriert. Ansonsten kann Trainer Julian Hesse vermutlich auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Stimme zum Spiel
„Die Jungs haben auch nach dem Trainingslager diese Woche gut mitgezogen. Wir haben weiter an unseren Abläufen gearbeitet, die wir als Trainerteam dann auch am Samstag gegen Gütersloh sehen wollen. Am Ende ist es natürlich auch unser Ziel, das Spiel zu gewinnen“, erklärt Trainer Timo Schultz seine Erwartungen an die morgige Partie.
Liveticker und Stream
Das Spiel ist im Liveticker in der VfL-App oder im Matchcenter auf vfl.de zu verfolgen. Außerdem überträgt die NOZ das Spiel im Livestream auf noz.de.
Engagierte Leistung wird nicht belohnt: 0:1-Testspielniederlage gegen Viktoria Pilsen
Zum Abschluss des Trainingslagers im österreichischen Stans traf der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag auf den amtierenden tschechischen Vizemeister FC Viktoria Pilsen. Nach einer engagierten Leistung mussten sich die Lila-Weißen am Ende dennoch mit 0:1 geschlagen geben. Der Spielbericht.
Nach intensiven Trainingseinheiten in der vergangenen Woche stand am heutigen Samstag das Testspiel gegen den Champions-League-Anwärter aus Pilsen an. Cheftrainer Timo Schultz musste vor allem in der Offensive improvisieren, um die Ausfälle von Bernd Riesselmann, Nikky Goguadze (beide Krankheit), Luc Ihorst (muskuläre Probleme), aber auch Bjarke Jacobsen (Belastungssteuerung) auszugleichen. Im Vergleich zum ersten Testspiel der Sommervorbereitung rückte Lukas Jonsson ins Tor. Außerdem feierte Neuzugang Fridolin Wagner auf der Sechserposition sein Debüt für den VfL.
Bereits kurz nach Anpfiff fiel der heute sehr aktive Ismail Badjie erstmals auf. In der achten Minute setzte sich der Flügelspieler auf der linken Seite durch und forderte mit seinem Abschluss Florian Wiegele, den Schlussmann der Pilsener, zur ersten Parade heraus. Zehn Minuten später fiel der entscheidende Treffer des Tages. Nach einem Fehlpass von Lukas Jonsson im Aufbauspiel stand Stürmer Adu plötzlich frei vor dem Schweden und verwandelte eiskalt ins linke Eck zum Führungstreffer für die Tschechen (18‘). Doch auch nach dem etwas aus dem Nichts gefallenen Gegentor ließ sich die Mannschaft von Trainer Timo Schultz nicht beirren. Nach einer guten halben Stunde folgte die aktivste Offensivphase der Lila-Weißen. Wieder war es Ismail Badjie, der für viel Wirbel im gegnerischen Strafraum sorgte, als er seinen Gegenspieler ausdribbelte und dann von der Grundlinie in den Rückraum spielte. Dort setzte David Kopacz zum Abschluss an, fiel jedoch zu Boden. Ein Elfmeterpfiff des Schiedsrichters blieb jedoch aus (29‘). Nur eine Minute später leitete Kopacz dann selbst eine Osnabrücker Angriff ein und suchte mit seiner Flanke den aufgerückten Patrick Kammerbauer. Kurz bevor dieser jedoch zum Abschluss kam, fing Keeper Wiegele den halbhohen Ball jedoch aus der Luft ab (30‘). Und auch drei Minuten später war der österreichische Schlussmann der Pilsener zur Stelle, als ein Freistoß von Lars Kehl mit viel Wucht auf das Tor kam. Wiegele konnte den Schuss schließlich erst im Nachfassen, kurz vor dem eingesprinteten Badjie, festhalten (33‘).
Die beste VfL-Chance des Spiels ergab sich kurz vor dem Halbzeitpfiff. Bryan Henning schickte mit einem schönen Steckpass den heute als Stürmer agierenden Lars Kehl, der wiederum das Auge für den nachrückenden Ismail Badjie hatte. Im 1-gegen-1 setzte dieser den Ball jedoch haarscharf am rechten Posten vorbei und verpasste somit den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich der Osnabrücker (39‘). Wenige Augenblicke später pfiff der Schiedsrichter dann zur Halbzeitpause.
Zur zweiten Hälfte schickte Cheftrainer Timo Schultz insgesamt neun neue Spieler auf das Feld. Aus der ersten Halbzeit blieben einzig Robin Fabinski und David Kopacz auf dem Platz. So feierte auch Neuzugang Fredrik Christensen in der zweiten Hälfte sein VfL-Debüt. Unter anderem kam auch Kevin Wiethaup neu in die Partie, der in der 52. Minute erstmals den gegnerischen Keeper testete. Herausfordern konnte er ihn mit seinem Abschluss aus der zweiten Reihe aber kaum (52‘).
Im Vergleich zum ersten Durchgang boten die zweiten 45 Minuten deutlich weniger Offensivaktionen. Erst in der 70. Minute wurde es wieder gefährlich im Osnabrücker Strafraum. Nach einer Flanke von links sprang der zur Halbzeit eingewechselte Bello höher als seine Gegenspieler uns setzte seinen Kopfball wuchtig gegen die Latte (70‘). Eine Minute später zeigten die Lila-Weißen dann auch wieder eine Offensivaktion. Nachdem Jannik Müller Kevin Wiethaup auf die linke Außenbahn geschickt hatte, nahm dieser wiederum den mitlaufenden Kopacz mit. Dessen Flanke konnte jedoch im letzten Moment vor dem bereits abschlussbereiten Kai Pröger abgefangen werden (71‘). Ein weiteres Debüt ergab sich dann in 77. Minute als die beiden Nachwuchsspieler Luca Kröger und Ole Fehring für David Kopacz und Robin Fabinski ins Spiel kamen. Die beiden Youngster lieferten einen souveränen Auftritt ab und konnten sich mit guten Zweikampfaktionen immer wieder behaupten. Kurz vor Schluss konnte sich zudem auch Torwart Niklas Sauter auszeichnen, als er einen Kopfball der Pilsener mit einem starken Reflex noch über die Latte lenken konnte (83‘).
Somit blieb es am Ende beim 0:1 und der damit verbundenen knappen Niederlage aus Sicht des VfL. Trotzdem hielten die Lila-Weißen über weite Strecken des Spiels gut mit dem Europa-League Achtelfinalisten der vergangenen Saison mit und zeigte vor allem in der Defensive eine starke Leistung. Für die Mannschaft geht es am morgigen Sonntag zurück nach Osnabrück, wo ab Dienstag die intensiven Trainingseinheiten fortgeführt werden. In einer Woche trifft man dann im Ohlendorf-Stadion im Heidewald in einem weiteren Testspiel auf den dort ansässigen Regionalligisten FC Gütersloh (Anpfiff: 14:00 Uhr).
Am heutigen Abend steht für die Lila-Weißen ein gemeinsamer Ausklang an. Nach intensiven Einheiten darf die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz ein leckeres Grillbuffet und möglicherweise auch das ein oder andere alkoholische Getränk genießen.
Tore:
0:1 (Adu 18‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück (erste Halbzeit):
Jonsson – Schumacher, Wiemann, Janotta, Fabinski, Kammerbauer – Henning, Wagner, Kopacz – Kehl, Badjie
VfL Osnabrück (zweite Halbzeit):
Sauter – Christensen, Fabinski (Fehring 77‘), Müller, Karademir, Ajdini – Tesche, Semic, Kopacz (Kröger 77‘), Wiethaup, Pröger
FC Viktoria Pilsen:
Wiegele – Spacil, Doski, Paluska, Havel – Cerv, Visinsky, Sulc, Zeljkovic – Memic, Adu
Vorbericht für das Testspiel gegen den FC Viktoria Pilsen
Im Zuge des aktuell stattfindenden Trainingslagers im österreichischen Stans trifft der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag in einem Testspiel auf den tschechischen Erstligisten FC Viktoria Pilsen (Anpfiff: 15:30 Uhr). Nach intensiven Einheiten wollen die Lila-Weißen das Trainingslager mit der morgigen Partie erfolgreich abschließen. Der Vorbericht.
Der Gegner
Pilsen ist mit rund 180.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Tschechiens. Dem Namen entsprechend ist die Stadt im Westen von Böhmen vor allem wegen des Pilsener Biers bekannt. Aber auch der ortsansässige Fußballverein sorgt für europaweite Bekanntheit der Universitäts- und Bistumstadt. So konnte der FC Viktoria Pilsen in seiner Vereinshistorie sechs Meistertitel und einen Pokalsieg feiern. Die schlechteste Platzierung in den letzten zehn Jahren war der fünfte Platz in der Saison 2020/21. Ansonsten landete der Verein immer mindestens unter den Top 3 in der seit vergangener Saison genannten „Chance Liga“ (zuvor Fortuna Liga). In der UEFA-Fünfjahreswertung liegt die höchste tschechische Spielklasse auf dem neunten Platz.
Ihre Heimspiele tragen die Rot-Blauen in der Doosan Aréna aus, in der bis zu 11.700 Zuschauer Platz finden. Die Arena, die bis 2011 noch unter dem Namen „Stadion města Plzně“ bekannt war, wurde zuletzt im Jahre 2016 renoviert. Dort waren in der vergangenen Europa League-Saison unter anderem auch Real Sociedad San Sebastian, Manchester United oder auch Lazio Rom zu Gast. Gegen letztere schied man schließlich im Achtelfinale des Wettbewerbs aus. Allgemein ist der Verein regelmäßig in den internationalen Vereinswettbewerben vertreten und dadurch auch über die Landesgrenzen hinweg im europäischen Fußball bekannt. In der abgelaufenen Saison wurde man hinter Slavia Prag Vizemeister und schied gegen Sparta Prag nach einer 0:1-Niederlage im Halbfinale des nationalen Pokalwettbewerbs aus. Um in der kommenden Saison an der UEFA Champions League teilnehmen zu können, muss man sich nun in der Qualifikation gegen den Servette FC aus der Schweiz durchsetzen. Trainiert werden die Pilsener von Miroslav Koubek. Der 73-Jährige ist mittlerweile in seiner dritten Amtszeit bei den Rot-Blauen und war bereits von Oktober 2000 bis Dezember 2001 und zwischen August 2014 und August 2015 Cheftrainer des Vereins. Im Mai 2015 konnte er mit den Pilsenern die Meisterschaft feiern. Nach zwischenzeitlichen Stationen bei den Ligakonkurrenten Bohemians FC und Hradec Kralove, sowie dem Co-Traineramt der tschechischen Nationalmannschaft, ist der gebürtige Prager seit Juli 2023 wieder zurück in Pilsen. Dabei darf Koubek mit einem Gesamtmarktwert von 59,88 Millionen Euro den drittwertvollsten Kader der Liga trainieren. Damit sind die Kräfteverhältnisse für das kommende Testspiel klar vorgegeben. Der Marktwert des VfL-Kaders liegt im Vergleich zu den Pilsenern nur bei 5,48 Millionen Euro.
Der wertvollste Spieler der Viktoria ist zeitgleich auch der Toptorschütze der vergangenen Saison. Mit wettbewerbsübergreifenden 20 Treffern und 13 Vorlagen war der tschechische Nationalspieler Pavel Sulc der überragende Mann in der Offensive des Teams. Ein weiterer Spieler, der in der vergangenen Spielzeit für Aufsehen sorgte, ist Jiri Panos. Der zentrale Mittelfeldspieler erzielte im August 2024 im Alter von 16 Jahren in der Europa League Qualifikation gegen den ukrainischen Erstligisten Kryvbas Kryvyi Rig das zwischenzeitliche 1:1 und avancierte somit zum jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte. Daraufhin kam er in 15 Ligaspielen zum Einsatz, in denen er eine Vorlage beisteuern konnte. Ebenfalls in den Geschichtsbüchern des Vereins steht Innenverteidiger Lukas Hejda, der seit 2012 für die Pilsener aufläuft und mit 376 Einsätzen der Spieler mit den zweitmeisten Spielen in der Vereinsgeschichte ist. Mit Merchas Doski steht zudem ein Spieler mit deutscher Staatsbürgerschaft im Kader der Rot-Blauen. Der gebürtige Hannoveraner, der auch die irakische Staatsbürgerschaft besitzt, machte seine ersten Schritte im Profifußball in Österreich beim FC Wacker. Danach zog es ihn zuerst zum 1.FC Slovacko, um schließlich seit Januar 2025 beim Ligakonkurrenten Viktoria Pilsen unter Vertrag zustehen.
Auch in der aktuellen Transferphase waren die Pilsener schon aktiv. Neben vielen Leihrückkehrern stellte man mit Adrian Zeljkovic, Denis Visinsky und Tomas Ladra drei externe Neuzugänge vor. In der Transferhistorie des Vereins spielt auch die deutsche Bundesliga eine nicht untergeordnete Rolle. So generierte der Abgang von Robin Hranac, der im vergangenen Sommer für acht Millionen Euro in die Bundesliga zur TSG Hoffenheim wechselte, die höchste Ablösesumme der Vereinsgeschichte. Auch ehemalige Bundesligaspieler wie Vladimir Darida (SC Freiburg & Hertha BSC), Adam Hlousek (Kaiserslautern, VfB Stuttgart & 1.FC Nürnberg) oder Andreas Ivanschitz (1.FSV Mainz 05) trugen schon das Trikot des FC Viktoria.
Die Ausgangslage beim VfL
Deutlich aktiver als der kommenden Testspielgegner im Sommertransferfenster war der VfL Osnabrück. Mit neun externen Zugängen und 14 Abgängen hat der Verein bereits einen großen Umbruch im Kader vollzogen. Während die meisten Neuzugänge bereits im Testspiel gegen den SV Büren beim 9:0-Sieg zum Einsatz kamen, wird die Partie am morgigen Samstag für einige die Premiere im lila-weißen Trikot sein. Mit Frederik Christensen präsentierte Direktor Fußball Joe Enochs am vergangenen Samstag einen weiteren dänischen Neuzugang. Der Linksverteidiger reiste direkt mit ins Trainingslager und könnte sein Testspieldebüt für den VfL gegen Viktoria Pilsen geben. Erst seit dem gestrigen Donnerstag ist dagegen Fridolin Wagner Teil des VfL Osnabrück. Der 27-Jährige defensive Mittelfeldspieler wurde kurz vor der gestrigen Vormittagseinheit offiziell vorgestellt und stand dann direkt mit seinen neuen Mannschaftskollegen auf dem Trainingsplatz. Nach der ersten Einheit gab der gebürtige Leipziger bei VfL-TV direkt sein erstes Interview.
Nach Trainingseinheiten mit hohen Umfängen in der österreichischen Sommerhitze möchte der VfL Osnabrück im Testspiel gegen Viktoria Pilsen die erlernten taktischen Inhalte also auch in der Praxis umsetzen. Für den tschechischen Erstligisten beginnt allerdings schon am 18. Juli wieder der Ligaalltag. Für die Rot-Blauen ist es somit eine kleine Generalprobe, während der VfL erst am Beginn seiner Vorbereitung steht. Dennoch möchten die Lila-Weißen auch gegen den Favoriten ihren Spielplan umsetzen und somit das Trainingslager mit einem erfolgreichen Testspiel abschließen.
Das Personal
Cheftrainer Timo Schultz muss in der morgigen Partie mit Nikky Goguadze (Krankheit), Bernd Riesselmann (Krankheit) und Luc Ihorst (muskuläre Probleme) voraussichtlich gleich auf drei Offensivakteure verzichten. Für Neuzugang Bjarke Jacobsen kommt die Partie am Samstag noch zu früh, er wird somit nicht zum Einsatz kommen. Mit Luca Kröger und Ole Fehring reisten zwei Nachwuchsspieler aus der U19 des VfL mit ins Trainingslager. Die beiden Youngster könnten damit auch im morgigen Testspiel zum Einsatz kommen.
Stimme zum Spiel
Cheftrainer Timo Schultz freut sich auf das anstehende Testspiel und die damit verbundene anspruchsvolle Aufgabe. „Es ist ein Gegner, der in die Champions League kommen möchte und eine extrem physisch starke Mannschaft vorweist. Deshalb wird es ein guter Test für uns sein.“
Nach den vergangenen intensiven Trainingseinheiten möchte der 47-Jährige zudem möglichst alle Akteure auf den Rasen schicken. „Wenn alle soweit fit bleiben, wie es momentan aussieht, dann werden vielleicht zwei Jungs ein bisschen länger spielen. Die anderen Spieler werden eine Halbzeit spielen. Dazu haben wir ja auch noch unsere beiden U19-Youngster dabei, die hinten raus vielleicht auch noch zum Einsatz kommen werden.“
Ticketinfos
Die Partie findet auf der Anlage des SK Jenbach (Innstraße 3, 6200 Jenbach) statt. Eintrittskarten können vor Ort an der Tageskasse erworben werden. Der Normalpreis beträgt dabei 10,00 Euro, ermäßigte Tickets sind für 7,00 Euro erhältlich. Parkplätze stehen vor der Arena zur Verfügung.
Stream und Liveticker
Das Spiel ist im Liveticker in der App oder auf der Website im Matchcenter zu verfolgen. Außerdem überträgt die NOZ das Spiel im Livestream.
Souveräner Sieg im ersten Testspiel der Sommervorbereitung
Im ersten Testspiel der Sommervorbereitung konnte der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag gegen den Bezirksligisten SV Büren 2010 einen 9:0-Auswärtssieg einfahren. Bei strahlendem Sonnenschein gab Trainer Timo Schultz vor circa 1500 Zuschauern allen einsatzfähigen Akteuren Spielzeit.
Bevor es für die Profis des VfL Osnabrück am Montag ins Trainingslager nach Österreich geht, stand am Samstagnachmittag noch das erste Testspiel der Sommervorbereitung für die Saison 2025/26 an. Bei bestem Wetter und 27 Grad setzte Cheftrainer Timo Schultz in seiner Anfangsformation mit Patrick Kammerbauer, Robin Fabinski, David Kopacz und Kai Pröger gleich auf vier Sommerneuzugänge. Außerdem standen auch die Leihrückkehrer Kevin Wiethaup und Bernd Riesselmann von Beginn an auf dem Rasen. Neben dem Platz nahm als Zuschauer Neuzugang Frederik Christensen Platz. Der Linksverteidiger wurde kurz vor Spielbeginn offiziell vorgestellt und wird für eine Saison vom schwedischen Erstligisten IF Brommapojkarna ausgeliehen.
Nachdem Schiedsrichter Marc Frömel die Partie anpfiff, tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Immer wieder starteten die Offensivakteure des VfL durch, wurden aber oftmals durch die gehobene Fahne des Schiedsrichter-Assistenten zurückgepfiffen. Der erste Treffer des Tages fiel dann in der 14. Spielminute, als Patrick Kammerbauer den Ball zunächst sehenswert auf den rechts außen gestarteten Kai Pröger durchsteckte und dieser dem am zweiten Pfosten eingelaufenen Imsail Badjie sah, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste (14‘). Danach kamen die Osnabrücker immer wieder zu Abschlüssen, ohne jedoch ins Tor der Bürener zu treffen. Erst in 32. Minute landete das Spielgerät dann wieder im Kasten der Gastgeber, als David Kopacz einen Foulelfmeter sicher ins rechte Eck verwandelte (32‘). Zuvor wurde Ismail Badjie im Sechszehner zu Fall gebracht. Nur drei Minuten später konnten die Lila-Weißen dann erneut jubeln, als Kammerbauer eine punktgenaue Flanke auf den aufgerückten Robert Tesche brachte, der per Direktabnahme zum 0:3 traf (35‘). Kurze Zeit später ging es dann in die Halbzeitpause.
Zur zweiten Hälfte der Partie blieb nur Kevin Wiethaup auf dem Platz, ansonsten kamen zehn neue Spieler aufseiten des VfL auf das Feld. Mit merklich erhöhten Offensivdrang brachten die Lila-Weißen die Bürener Defensive in Schwierigkeiten und konnten bereits in der 49. Spielminute erhöhen. Nachdem Lars Kehl mit einem Steckpass gut in Szene gesetzt wurde, legte dieser frei vor dem Keeper nochmals quer und sorgte somit dafür, dass Rückkehrer Luc Ihorst sich in den Spielberichtsbogen eintragen konnte (49‘). Und auch sein Sturmpartner Nikky Goguadze sorgte mit Beginn der zweiten 45 Minuten für viel Aufruhr im gegnerischen Strafraum. So auch in der 64. Minute, als Lion Semic wieder einmal die rechte Außenbahn hochsprintete und daraufhin viel Zeit hatte, um den freien Goguadze in der Strafraummitte anzuspielen. Dieser verwandelte anschließend sicher zum 0:5 (64‘).
In der Schlussphase zeigten Bryan Henning und Lars Kehl noch einmal ihre Klasse. Zunächst lupfte Niklas Wiemann den Ball über alle Gegenspieler hinweg auf Lars Kehl, der das Spielgerät kontrolliert aus der Luft pflückte und unten links im Tor unterbringen konnte (75‘). Zwei Minuten später unterstrich der Mittelfeldspieler seine Standardqualitäten, als er einen Freistoß aus 22 Metern sehenswert direkt in den Winkel setzte und auf 7:0 erhöhte (77‘). Die letzten beiden Treffer der Partie gehörten Bryan Henning, der gleich zweimal vom Strafraumrand traf. Zunächst gelang dies dem 30-Jährigen in der 81. Minute, als ihm der Ball am Sechszehner vor die Füße fiel und er ihn im rechten Eck unterbrachte. Sieben Minuten später setzte der gebürtige Berliner dann den Schlusspunkt der Partie. Luc Ihorst behauptete den Ball im Strafraum und legte auf den besser platzierten Henning ab, der den Ball unten links ins Tor beförderte und somit den 9:0-Endstand besorgte.
Somit konnte die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz am Ende einen souveränen Sieg beim Bezirksligisten einfahren. Nach dem Abpfiff gaben die VfL-Profis noch fleißig Autogramme und standen für Fotos bereit. Am Montagmorgen geht es dann in das Trainingslager nach Österreich, wo man ebenfalls am Samstag (05. Juli) ein Testspiel gegen FC Viktoria Pilsen bestreitet (Anpfiff: 15:30 Uhr).
Tore:
0:1 Badjie (14‘), 0:2 Kopacz (32‘), 0:3 Tesche (35‘), 0:4 IIhorst (49‘), 0:5 Goguadze (64‘), 0:6 Kehl (75‘), 0:7 Kehl (77‘), 0:8 Henning (81‘), Henning (88‘)
Aufstellung:
VfL Osnabrück (Erste Halbzeit):
Niklas Sauter – Bashkim Ajdini, Jannik Müller, Robin Fabinski – Patrick Kammerbauer, David Kopacz, Robert Tesche, Kevin Wiethaup, Ismail Badjie – Kai Pröger, Bernd Riesselmann
VfL Osnabrück (Zweite Halbzeit):
Mats Remberg – Yigit Karademir, Theo Janotta, Niklas Wiemann – Kevin Schuhmacher, Bryan Henning, Lars Kehl, Kevin Wiethaup, Lion Semic – Luc Ihorst, Nikky Goguadze
VfL verliert Pokalfinale
Blau-Weiß Lohne hat im Krombacher Niedersachsenpokal-Finale für eine Überraschung gesorgt und den VfL Osnabrück mit 4:2 besiegt. Nach einem frühen Doppelschlag der Lohner schaffte der VfL kurz vor der Halbzeit den Ausgleich, musste sich am Ende aber trotzdem geschlagen geben
In einer intensiven und spannenden ersten Halbzeit zwischen dem VfL Osnabrück und dem Regionalligisten BW Lohne stand es zur Pause 2:2. Dabei erwischte Lohne den deutlich besseren Start und schockierte den Drittligisten früh mit einem Doppelschlag. Bereits in der 6. Minute erzielte Felix Schmiederer das 0:1, nachdem der VfL den Ball im Mittelfeld verlor und Thoben über rechts perfekt vorbereitete. Nur drei Minuten später erhöhte Theo Janotta nach einer Ecke von Heskamp per Kopf auf 2:0, völlig freistehend und ohne Gegenwehr. Ausgerechnet Janotta, der zur neuen Saison zum VfL wechselt, traf gegen seinen zukünftigen Klub.
Die Lila-weißen zeigten sich jedoch keineswegs schockiert und übernahmen zunehmend die Spielkontrolle. Nach mehreren vergebenen Chancen, unter anderem durch Kehl und Gyamfi, fiel in der 29. Minute der Anschlusstreffer. Badjie setzte sich auf rechts durch, flankte scharf in den Fünfmeterraum, wo Bryang Kayo am zweiten Pfosten zum 1:2 einschob.
Die Schlussphase der ersten Hälfte hatte es dann in sich. Der VfL belohnte sich noch vor dem Halbzeitpfiff für die dominanten letzten Minuten. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf Marcus Müller nach Vorlage von Conus per tollem Solo zum 2:2-Ausgleich.
Nach einer bereits spannenden ersten Halbzeit legte die Partie im zweiten Durchgang noch einmal deutlich an Intensität zu. Beide Mannschaften kamen mit einem Wechsel aus der Kabine, doch es war erneut Lohne, welche das erste Tor erzielten. In der 63. Minute war es Nico Thoben, der seine Mannschaft erneut in Führung brachte. Nach einer Ecke von der rechten Seite stand der Mittelfeldspieler am kurzen Pfosten völlig frei und köpfte unbedrängt zum 3:2 ein. Dies war bereits der dritte Kopfballtreffer der Lohner an diesem Tag.
Der VfL Osnabrück versuchte daraufhin, das Spiel wieder an sich zu reißen und drängte auf den Ausgleich. Doch immer wieder scheiterten die Offensivbemühungen am Lohner Torhüter Marko Dedovic. Besonders Goguadze sorgte für Gefahr, hatte aber im Abschluss Pech oder scheiterte an Dedovic, der auch einen starken Kopfball von Tesche aus kurzer Distanz entschärfte. Der VfL zeigte zwar Wille, doch blieb im letzten Drittel zu ungenau und ließ die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen, die Lohne auszeichnete.
In der 76. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Bernd Riesselmann, welcher vom VfL an Lohne ausgeliehen ist, schnappte sich den Ball rund 20 Meter vor dem Tor, ließ Ajdini aussteigen und traf überlegt zum 2:4.
Trotz diverser Angriffe und sechs Minuten Nachspielzeit konnte der VfL Osnabrück dem Spiel keine Wende mehr geben. Lohne hingegen zeigte sich über die gesamte Partie hinweg leidenschaftlich, diszipliniert und vor dem Tor eiskalt. Mit dem Pokalsieg sichert sich der Regionalligist nicht nur einen historischen Triumph, sondern auch den Einzug in den DFB-Pokal im kommenden Jahr.
Tore: 0:1 ( Schmiederer 6.), 0:2 ( Janotta 9.), 1:2 ( Kayo 29.), 2:2 ( M.Müller 45+4), 2:3 ( Thoben 63.), 2:4 ( Riesselmann 76.)
Aufstellung
VfL Osnabrück
Jonsson – Karademir (Tesche 25.), Gyamfi , Wiemann – Badjie (Niehoff 55.) , Amoako (Ajdini 45+4) , Conus (Kölle 46.), Kayo (Goguadze 67.) , Br. Henning – Kehl , M. Müller
BW Lohne
Dedovic – Oevermann , Janotta , Bredol (Reinert 46.) – Wengerowski (Pölking 79.), Westendorf, Heskamp, Neziri, Thoben – Schmiederer , Tönnies (Riesselmann 56.)
Endspiel an der Bremer Brücke: Lohne zu Gast im Niedersachsenpokalfinale
Am Samstagmittag wird im Stadion an der Bremer Brücke der Gewinner des diesjährigen Krombacher Niedersachsenpokals zwischen dem VfL Osnabrück und dem TuS Blau-Weiß Lohne ausgespielt (Anpfiff: 12:30 Uhr). Dabei reist der Regionalligist mit vielen bekannten Gesichtern nach Osnabrück. Der Vorbericht.
Der Gegner
Der Turn- und Sportverein Blau-Weiß Lohne wurde 1894 gegründet und spielt seit 2022 in der viertklassigen Regionalliga Nord. Die aktuelle Saison beendeten sie dort auf einem souveränen neunten Platz, indem sie in 34 Spielen 47 Punkte sammelten. Mit zehn Treffern ist der Lohner Toptorschütze der Saison Felix Schmiederer. Der 29-Jährige spielt seit Juli 2024 in Lohne und ging zuvor unter anderem für den SV Drochtersen/Assel auf Torejagd. Dort wurde er auch vom derzeitigen VfL-Co-Trainer Frithjof Hansen trainiert, der den Goalgetter also bestens kennt. Ein weiterer, in Osnabrück bekannter, Offensivakteur der Blau-Weißen ist Bernd Riesselmann. Der 19-Jährige ist aktuell vom VfL Osnabrück an den TuS ausgeliehen und konnte in dieser Saison mit acht eigenen Treffern und vier Vorlagen überzeugen. Der gebürtige Lohner spielte beim VfL bislang nur in der U19, sodass die Partie am Samstag die erste im Stadion an der Bremer Brücke für Riesselmann sein wird.
Aber nicht nur für ihn wird das Pokalfinale eine besondere Rückkehr werden. Mit Sandro Heskamp (Sohn von Ralf Heskamp), Malte Wengerowski, Marc Augé, Aaron Goldmann und Roberto Sandu stehen insgesamt fünf ehemalige Osnabrücker im aktuellen Kader der Lohner. Außerdem werden die Blau-Weißen mit Uwe Möhrle vom ehemaligen Coach der Osnabrücker U17 trainiert. Und auch für Timo Beermann kommt es am Samstag zu einem besonderen Aufeinandertreffen. Denn mit Malte Beermann trifft der VfL-Kapitän auf seinen jüngeren Bruder, der bei den Blau-Weißen genau wie sein Bruder in der Verteidigung zum Einsatz kommt. Außerdem sollten VfL-Fans auch Theo Janotta am Samstag im Blick haben. Der 21-Jährige Defensivakteur bestreitet dann seine letzte Partie für den TuS, bevor er zum VfL Osnabrück wechselt und in der kommenden Saison für eine lila-weiße Defensivstabilität sorgen will.
Das Pokalfinale verspricht also nicht nur durch seine sportliche Bedeutung ein ganz besonderes für die Akteure auf dem Platz zu werden. Schließlich geht es am Ende auch um die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison.
Die Ausgangslange
Im letzten Ligaspiel der Saison trennte sich Blau-Weiß Lohne am 16. Mai mit einem 3:3-Unentschieden von Eintracht Norderstedt. In der diesjährigen Landespokalsaison setzte man sich im Viertelfinale mit 6:4 nach Elfmeterschießen gegen den späteren Regionalligameister TSV Havelse durch, bevor man im Halbfinale mit einem souveränen 3:0-Heimsieg den SSV Jeddeloh II aus dem Wettbewerb warf. Damit erreichte man zum zweiten Mal in Folge das Finale des Wettbewerbs. Im letzten Jahr unterlag man allerdings dem SV Meppen im Endspiel mit 0:2. Den bislang einzigen Titelgewinn im Landespokal sicherte sich man im Jahre 2022, als man im Landespokal der Amateure mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen den Heeslinger SC gewann.
Der VfL Osnabrück verlor sein letztes Ligaspiel am vergangenen Wochenende mit 0:3 gegen den SC Verl. In der diesjährigen Pokalsaison setzte man sich im Viertelfinale dank eines späten Treffers von Jannes Wulff mit 1:0 beim Titelverteidiger SV Meppen durch. Im Halbfinale schlug man nach einem frühen Rückstand den BSV Kickers Emden im Ostfriesland-Stadion dank des Treffers von Bastien Conus und einem Eigentor mit 2:1.
Somit steht man am Samstag zum neunten Mal im Finale des Niedersachsenpokals und könnte dann seinen insgesamt sechsten Titel in diesem Wettbewerb einfahren. Mit insgesamt fünf Titeln ist der VfL ohnehin schon Rekordsieger des Wettbewerbs. Außerdem bot die aktuelle Osnabrücker Pokalsaison eine weitere Besonderheit. So stand in jedem Pokalspiel dieser Saison ein anderer Trainer an der Seitenlinie. Während Uwe Koschinat die Mannschaft in Meppen zum Sieg coachte, tat dies dessen Nachfolger Pit Reimers im Halbfinale in Emden. Und am Samstag bestreitet schließlich Marco Antwerpen sein erstes Spiel im Landespokal mit dem VfL Osnabrück.
Die Bilanz
Die Partie am Samstag wird eine Premiere. Noch nie trafen die beiden Vereine in einem Pflichtspiel aufeinander. Bislang gab es drei Freundschaftsspiele, die der VfL allesamt (10:1, 2:0, 4:2) für sich entscheiden konnte. In Pflichtspielen trafen die Lohner bislang nur auf die Zweitvertretung des VfL Osnabrück. In den Saisons 2003/04 und 2004/05 begegnete man sich in der Oberliga-Niedersachsen West. Dort konnte sich Lohne einmal mit 1:0 durchsetzen und musste ansonsten ein Unentschieden (1:1) und zwei Niederlagen (0:4, 2:7) gegen die Osnabrücker hinnehmen.
Das Personal
Während bei den Lohnern keine Ausfälle zu erwarten sind, müssen die Osnabrücker weiterhin auf Innenverteidiger Jannik Müller (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Auch der Einsatz von Braydon Manu ist fraglich. Der 28-Jährige fehlte unter der Woche angeschlagen und konnte bislang keine Trainingseinheit mit der Mannschaft absolvieren.
Stimmen zum Spiel
Nach dem Saisonende in der 3. Liga konnte sich das Trainerteam rund um Marco Antwerpen in der vergangenen Trainingswoche vollkommen auf die anstehende Aufgabe im Pokal konzentrieren. „Es ist jetzt ein anderer Wettbewerb, wir haben ein Pokalendspiel und da weiß auch jeder, was jetzt noch auf dem Spiel steht für den Verein. Wir wollen in den DFB-Pokal. So gehen wir das Spiel auch an.“
Die Rollen sind dabei laut Antwerpen eindeutig verteilt: „Damit müssen wir umgehen können. Du spielst zu Hause gegen eine klassentiefere Mannschaft. Von daher sollte man davon ausgehen, dass man damit leben kann, dass man mal Favorit ist.“ Und dennoch warnt der Osnabrücker Coach auch von den Qualitäten der Lohner: „Es eine gute Mannschaft, die alle auch mit einem guten physischen Profil ausgestattet sind. Von daher erwartet uns auch in den Zweikämpfen eine Herausforderung.“
TV und Liveradio
Die Partie wird zusammen mit fünf anderen Landespokalendspielen in einer Konferenz in der ARD übertragen. Die Übertragung beginnt eine halbe Stunde vor Anpfiff um 12:00 Uhr. Zusätzlich ist die Partie des VfL als Einzelspiel im Livestream in der ARD-Mediathek verfügbar. Das VfL-Liveradio meldet sich wie gewohnt kurz vor Anpfiff. Zudem begleitet der Liveticker auf der VfL-Website und in der App das Spielgeschehen, ebenso wie Updates über die Plattform X (ehemals Twitter).
Engagierter Auftritt ohne Lohn – VfL verabschiedet sich mit einer unglücklichen Niederlage aus der Saison
Bei der 0:3-Niederlage gegen den SC Verl hätte der VfL Osnabrück durch eine Vielzahl an Chancen in der ersten Halbzeit das Spiel früh auf seine Seite ziehen können. Am Ende feierten die Verler einen klaren Auswärtssieg.
Marco Antwerpen war zu Wechseln gezwungen durch drei Gelbsperren: Für Henning, Amoako und Kehl starteten Kayo, Tesche und Manu. Dazu standen auch Beermann (für Gyamfi) und Badjie (für Niehoff) in der Starelf.
Die erste Halbzeit an der Bremer Brücke bot trotz vermeintlicher Bedeutungslosigkeit für beide Teams eine ereignisreiche und streckenweise hitzige Partie. Zu Beginn des Spiels begegneten sich beide Mannschaften engagiert, ohne jedoch früh klare Akzente zu setzen. Die erste erwähnenswerte Aktion gehörte SC-Verl-Spielmacher Taz, dessen zentraler Abschluss in den Armen von VfL-Keeper Jonsson landete (4.).
In der Folge erspielte sich der VfL einige aussichtsreiche Situationen – vor allem Kayo (19.) und Gnaase (21.) hatten extrem gute Chancen zur Führung. Doch entweder scheiterte man an Torwart Schulze oder an der eigenen Ungenauigkeit.
Anders auf der anderen Seite, wo die Verler den ersten Fehler direkt nutzten: Ln der 24. Minute traf der kurz zuvor eingewechselte Julian Stark zur 1:0-Führung. Eine Freistoßflanke von Taz landete direkt vor seinen Füßen, aus zentraler Position vollendete er ins linke Eck.
Der VfL zeigte sich keineswegs geschockt und drängte auf den Ausgleich. Nach mehreren Standardsituationen – unter anderem durch M.Müller und Badjie – blieb der verdiente Treffer jedoch aus. Stattdessen konterten die Verler kurz vor der Pause erneut effektiv. Taz setzte sich erneut stark durch, behielt im Strafraum die Übersicht und legte auf Dominik Steczyk ab, der Wiemann aussteigen ließ und mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck zum 0:2 traf (44.).
Die zweite Hälfte begann mit leichten Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten. Während Verl früh die Spielkontrolle übernahm, fehlte es dem VfL an Präzision. In der 58. Minute setzte Taz schließlich das nächste Highlight. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld verarbeitete er den Ball auf der linken Strafraumseite, zog nach innen und schlenzte den Ball über Jonsson hinweg in den rechten Winkel zum 0:3!
Chancen für den VfL ergaben sich unter anderem durch M.Müller (70.) sowie Tesche per Kopf (77.), doch entweder fehlte die Präzision oder Verls Keeper Schulze war wieder zur Stelle. Auch in den Schlussminuten ließ der SCV nichts mehr anbrennen und verteidigte souverän.
Für den VfL Osnabrück gibt es am nächsten Wochenende trotz Liga-Ende noch ein wichtiges Spiel: Am Samstag trifft der VfL im Finale des NFV-Pokals auf BW Lohne (Anpfiff: 12:30 Uhr). Mit dem Pokalgewinn würde die DFB-Pokal-Teilnahme im nächsten Jahr einhergehen.
Tore: 0:1 Stark (24.), 0:2 Steczyk (44.), 0:3 Taz (58.)
Aufstellungen
VfL Osnabrück
Jonsson – Karademir, Beermann (Gyamfi 64.), Wiemann – Badjie (Niehoff 64.), Tesche, N. Kölle, Kayo, Gnaase (Conus 46.) – Manu (Zwarts 63.) , M. Müller
SC Verl
Schulze – P. Kammerbauer, Köhler ( Stark 22.) , Mikic, Stöcker (Mhamdi 46.) – Benger, Y. Otto (Demming 88.) , Baack, Taz (Gerhardt 72.) – Steczyk (Onuoha 88.) , Lokotsch
Abschluss mit einem Sieg? Der VfL empfängt den SC Verl
Nach der jüngsten Auswärtsniederlage bei Rot-Weiss Essen will der VfL Osnabrück im letzten Spiel der Saison vor heimischer Kulisse noch einmal eine überzeugende Leistung zeigen. Mit einem Erfolgserlebnis zum Abschluss soll eine turbulente Spielzeit positiv abgerundet werden.
Der Gegner
Der SC Verl (Sportclub Verl von 1924 e. V.) ist ein traditionsreicher Verein aus der ostwestfälischen Stadt Verl im Kreis Gütersloh. Gegründet am 6. September 1924, kann der Club auf mehrere sportliche Höhepunkte zurückblicken – darunter Westfalenpokalsiege in den Jahren 1992, 1999 und 2007 sowie Meisterschaften in der Oberliga Westfalen (1991 und 2007). 2007 erreichte der Verein zudem das Achtelfinale im DFB-Pokal. Der bislang größte Erfolg gelang 2020 mit dem Aufstieg in die 3. Liga.
In der betreffenden Saison belegte Verl hinter dem SV Rödinghausen den zweiten Platz – da dieser keine Drittligalizenz beantragte, rückte Verl in die Aufstiegsspiele nach. Nach einem 2:2 auswärts und einem 1:1 im Rückspiel gegen Lok Leipzig stieg der Club erstmals in die 3. Liga auf.
Seine Heimspiele trägt der SC Verl seit der Saison 2023/24 dauerhaft in der SPORTCLUB Arena aus, die 5.207 Zuschauer fasst. Zuvor mussten aufgrund von DFB-Auflagen temporär Stadien in Paderborn oder Lotte genutzt werden.
Der bekannteste ehemalige Spieler ist Arne Friedrich, der 1999/2000 für Verl auflief, bevor er eine bemerkenswerte Karriere inklusive 82 Länderspielen für Deutschland absolvierte. Aktueller Cheftrainer ist Alexander Ende, der den Club nicht nur trainiert, sondern zwischen 2007 und 2009 auch als Spieler aktiv war. Beide Parteien gehen nach der Saison aber getrennte Wege, Ende wird unter anderem bei einigen Zweitligisten ins Spiel gebracht.
Kapitän der Mannschaft ist Lars Lokotsch, ein physisch starker Mittelstürmer mit Führungsqualitäten, der seit Sommer 2023 das Trikot des SC Verl trägt. Der 28-Jährige bringt neben seiner körperlichen Präsenz auch wertvolle Erfahrung aus Stationen bei Fortuna Köln, dem SV Rödinghausen und dem Halleschen FC mit und ist für seine mannschaftsdienliche Spielweise bekannt. Lokotsch agiert oft als Zielspieler im Angriff, zieht Gegenspieler auf sich und schafft so Räume für seine Mitspieler.
Der herausragende Akteur der aktuellen Saison ist jedoch ganz klar Berkan Taz. Der offensive Mittelfeldspieler überzeugt nicht nur durch seine Kreativität und Torgefahr, sondern auch durch Konstanz: Mit zwölf Treffern sowie zwölf Torvorlagen ist der 25-Jährige nicht nur Verls erfolgreichster Scorer, sondern gehört auch zu den Topspielern der gesamten Liga. Taz zeichnet sich durch starke Dribblings, exzellente Standards und seine Übersicht im letzten Drittel aus. Ausgebildet wurde er unter anderem bei Hertha BSC, sammelte Erfahrung bei Vereinen wie dem SC Freiburg II und Borussia Dortmund II – und steht mit seinen Leistungen bei Verl im Fokus höherklassiger Klubs.
Die Ausgangslage
Der VfL Osnabrück zeigte sich in den vergangenen Partien mit wechselhafter Form: Auf den souveränen 2:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln folgte eine ernüchternde 1:3-Niederlage bei Rot-Weiss Essen, die wohl auch mit dem Leistungsabfall nach feststehendem Klassenerhalt zu erklären war. Auch der SC Verl konnte zuletzt keine Konstanz aufbauen: Ein spektakuläres, aber letztlich erfolgloses 3:4 gegen den 1. FC Saarbrücken sowie ein 2:2-Unentschieden gegen 1860 München unterstreichen die durchwachsene Schlussphase der Ostwestfalen.
Trotzdem kann sich die Saisonbilanz des SC Verl durchaus sehen lassen: Mit aktuell 54 Punkten rangiert die Mannschaft auf dem 8. Tabellenplatz und zählt zu den spielerisch stärksten Teams der Liga. Das untermauern auch die Statistiken: Mit einem durchschnittlichen Ballbesitzanteil von 57,9 % ist Verl in dieser Kategorie Ligaspitze, ebenso bei der Passquote – 85,7 % aller Zuspiele aus dem Spiel heraus finden den Mitspieler. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll den kontrollierten, strukturierten Spielstil unter Trainer Alexander Ende.
Demgegenüber setzt der VfL Osnabrück andere Akzente – insbesondere bei hohen Bällen zeigt sich das Team äußerst effektiv: Mit 89 Torschüssen per Kopf liegt der VfL deutlich vor dem SC Verl (56) und unterstreicht damit seine Stärke in der Luft, insbesondere bei Standardsituationen oder Flanken.
Für zusätzliche Brisanz sorgt ein personelles Wiedersehen: Niko Kijewski, der im Juli 2024 zum SC Verl wechselte, trifft auf seinen Ausbildungsverein. Der Verteidiger wurde im Nachwuchsleistungszentrum des VfL ausgebildet, bevor er 2014 zu Eintracht Braunschweig wechselte und dort den Sprung in den Profifußball schaffte. Nun kehrt er als gestandener Drittligaspieler an die Bremer Brücke zurück – wenn auch im Trikot des Gegners.
Die Bilanz
Die beiden Mannschaften trafen bislang neunmal aufeinander. Der VfL entschied dabei fünf Begegnungen für sich, während der SC Verl drei Spiele gewinnen konnte. Einmal trennten sich die Teams mit einem Unentschieden. Insgesamt erzielte der VfL 16 Tore, Verl kommt auf elf Treffer.
Das Personal
Der SC Verl muss am kommenden Spieltag lediglich auf einen Spieler verzichten: Fynn Otto steht verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Deutlich schwerer wiegt die Ausfallliste beim VfL Osnabrück. Jannik Müller fällt weiterhin mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Zudem fehlen Kofi Amoako, Bryan Henning und Lars Kehl, die im letzten Spiel gegen Essen jeweils ihre fünfte Gelbe Karte kassierten und damit gesperrt sind.
Stimmen zum Spiel
Vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen den SC Verl zeigte sich VfL-Cheftrainer Marco Antwerpen fokussiert, aber auch realistisch mit Blick auf die anstehende Aufgabe: „Wir wollen das letzte Heimspiel erfolgreich bestreiten“, betont Antwerpen. Dabei sei ihm bewusst, wie anspruchsvoll die Partie gegen die Ostwestfalen wird: „Wir treffen auf die spielstärkste Mannschaft in der Liga, daher wissen wir, dass wir viel in der Defensive gefordert werden und viel investieren müssen, um den Spielstil von Verl zu unterbinden.“
Mit Blick auf die personelle Lage und einige gesperrte Spieler kündigte der Coach Lösungen an: „Wir werden uns was einfallen lassen, um die gesperrten Spieler zu ersetzen. Dennoch haben wir reichlich Spieler, die bereitstehen und die ganze Zeit im Training sind.“ Auch die Torwartfrage ist bereits geklärt: „Lukas Jonsson wird im Tor stehen, da er nächste Woche gegen Lohne auch wieder im Tor stehen soll“, so Antwerpen.
TV
Magentasport überträgt die Partie live ab 13:15 Uhr. Das VfL-Liveradio meldet sich wie gewohnt kurz vor Anpfiff. Zudem begleitet der Liveticker auf der VfL-Website und in der App das Spielgeschehen, ebenso wie Updates über die Plattform X (ehemals Twitter).
Bittere 1:3-Niederlage in Essen
Der VfL Osnabrück musste am Sonntagabend mit dem 1:3 die höchste Auswärtsniederlage der Rückrunde hinnehmen. Nachdem die Lila-Weißen bereits mit 0:3 zurücklagen, sorgte Lars Kehl sehenswert für den Ehrentreffer.
Coach Marco Antwerpen nahm nur eine Änderung der Startelf vor, die sorgte allerdings für Beachtung. Luca Böggemann feierte im Tor sein Startelfdebüt.
Bei bestem Sommerwetter an der Essener Hafenstraße startete die Partie zwischen Rot-Weiss Essen und dem VfL Osnabrück mit engagierten, aber nicht immer zwingenden Aktionen beider Teams. Schon früh zeichnete sich ein intensives, wenn auch spielerisch überschaubares Duell ab.
Die erste nennenswerte Torchance gehörte den Gastgebern: Nach einem unsauberen Klärungsversuch der Osnabrücker versuchte es Arslan aus dem Rückraum, doch VfL-Keeper Böggemann parierte (4.). Kurz darauf sah Brumme für ein zu spätes Einsteigen gegen Niehoff bereits die erste Gelbe Karte (5.). In der Folge hatten beide Mannschaften kleinere Offensivmomente.
Der erste Treffer der Partie fiel in der 14. Minute: Essen konterte blitzschnell nach einer geblockten Ecke des VfL. Safi trieb den Ball über das halbe Feld, ließ Karademir aussteigen und legte uneigennützig auf Owusu ab, der aus spitzem Winkel zum 1:0 einschob.
Der VfL tat sich danach schwer, den Ball gefährlich nach vorne zu bringen. Safi sorgte mit einem Lupfer in der 20. Minute für erneute Aufregung, doch der Ball strich knapp am Pfosten vorbei. Weitere Versuche, wie der Distanzschuss von Moustier (39.) oder Amoako (43.), blieben ebenfalls ohne Ertrag.
In der 45.+2 Minute wurde es noch einmal brenzlig, als Moustier an der Strafraumgrenze ein Handspiel unterlief. Da es laut Schiedsrichterteam knapp außerhalb war, gab es statt eines Elfmeters nur Freistoß für Essen – eine strittige Szene.
Mit einer knappen 1:0-Führung für Rot-Weiss Essen ging es nach zwei Minuten Nachspielzeit in die Kabinen.
Nach der Pause startete der VfL deutlich energischer und hätte sich durch Marcus Müller fast dafür belohnt. Sein Schuss landete aber am rechte Pfosten, die mit Abstand beste Chance für den VfL.
In der 50. Minute sorgte auf der Gegenseite Kelsey Owusu Meisel mit seinem zweiten Treffer des Tages für das 2:0. Nach einem Vorstoß über Eitschberger setzte sich Owusu auf der rechten Seite gegen mehrere Osnabrücker durch und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz überlegt ins Netz – ein sehenswerter Sololauf, der die Führung ausbaute.
Essen blieb danach die aktivere Mannschaft. Safi, Brumme und Mizuta erspielten sich weitere Chancen, scheiterten jedoch mehrfach am starken Böggemann im Tor. In der 83. Minute wurde Wagner im Strafraum von Badjie regelwidrig zu Fall gebracht, woraufhin Schiedsrichter Hildenbrand auf Elfmeter entschied. Ahmet Arslan verwandelte diesen souverän halbhoch ins linke Eck zum 3:0.
Kurz darauf gelang den Lila-Weißen in der 87. Minute noch ein Treffer. Lars Kehl nahm sich aus rund 16 Metern ein Herz und schlenzte den Ball ins rechte Eck, nachdem er von der Essener Abwehr nicht entscheidend gestört wurde.
Essen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und feierte einen verdienten Heimsieg. Für den VfL stehen noch zwei Partien an in dieser Saison. Am kommenden Samstag geht’s gegen Verl an der Bremer Brücke (Anpfiff: 13:30 Uhr), nur eine Woche später steigt dann das wichtige Landespokalfinale gegen Lohne (Anpfiff: 12:30 Uhr).
Tore: 1:0 (Owusu 14.), 2:0 (Owusu 50.), 3:0 (Arslan 85.), 3:1 (Kehl 87.)
Aufstellungen:
Rot-Weiss Essen
Wienand – Eitschberger, Rios Alonso, Kraulich, Brumme (Voufack 64.) – Moustier, Gjasula (Swajkowski 74.) , Meisel Wagner 64.) , A. Arslan (Kourouma 86.), Mizuta – Safi (Martinovic 74.)
VfL Osnabrück
Böggemann – Gyamfi, Karademir, Wiemann (Ajdini 56.) – Niehoff (Badjie 56.), Amoako, N. Kölle (Manu 65.), Br. Henning (Zwarts 65.), Gnaase (Kayo 56.) – Kehl, M. Müller
VfL Osnabrück reist im Saisonendspurt nach Essen
Nach dem gesicherten Klassenerhalt im Heimspiel gegen Viktoria Köln steht für den VfL Osnabrück am kommenden Sonntag das vorletzte Saisonspiel auf dem Programm. Auswärts treffen sie auf das formstarke Team von Rot-Weiss Essen – und wollen dort weitere Zähler einfahren.
Der Gegner
Rot-Weiss Essen wurde 1907 als SV Vogelheim gegründet und trägt seit 1923 seinen heutigen Namen. Die größten Erfolge feierte der Club in den 1950er Jahren mit dem Gewinn des DFB-Pokals (1953) und der Deutschen Meisterschaft (1955), wodurch er als erster deutscher Verein am Europapokal der Landesmeister teilnahm.
In den folgenden Jahrzehnten erlebte RWE sportliche und wirtschaftliche Rückschläge, darunter mehrere Abstiege und finanzielle Krisen. 2010 startete der Verein in der NRW-Liga neu und stieg sofort auf. Nach vielen Anläufen gelang 2022 der Aufstieg in die 3. Liga. Zu den Spielern, die diesen Aufstieg mitgestalteten und auch heute noch Teil des Teams sind, zählen Jakob Golz, José-Enrique Ríos Alonso, Mustafa Kourouma, Thomas Eisfeld und Nils Kaiser.
Trainer Christoph Dabrowski übernahm nach dem Aufstieg, wurde aber nach enttäuschenden Ergebnissen in der aktuellen Saison im Dezember entlassen.
Wenige Tage später stellte RWE dann Uwe Koschinat als neuen Cheftrainer vor. Zuvor hatte Koschinat den VfL Osnabrück in die Saison geführt, musste aber nach nur sechs Spieltagen seinen Posten räumen. Neben Koschinat stehen aktuell noch zwei weitere ehemalige Osnabrücker im Kader der Essener: Thomas Eisfeld, der in jungen Jahren beim VfL spielte und bereits 2005 zu Borussia Dortmund wechselte, sowie Ahmet Arslan, der von 2016 bis 2018 beim VfL aktiv war und dort in 57 Spielen sieben Torbeteiligungen verzeichnete.
Aktuell belegt Rot-Weiss Essen mit 52 Punkten den achten Tabellenplatz in der 3. Liga, was vor allem an einer herausragenden Punkteausbeute in der Rückrunde liegt.
Die Ausgangslage
Das Hinspiel, was nach Trainerwechseln von großer Spannung begleitet wurde, konnte der VfL Osnabrück mit einem 2:0 für sich entscheiden. Die entschiedenen Tore erzielten dabei Dave Gnaase und Bashkim Ajdini durch einen Strafstoß. Es war damals fast so etwas wie ein Endspiel, der VfL wäre mit einer weiteren Niederlage noch weiter weg gewesen von den Nicht-Abstiegsplätzen.
Rot-Weiss Essen zeigte in den letzten Spielen wechselhafte Leistungen. Nach einer deutlichen 0:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken konnte sich das Team jedoch eindrucksvoll zurückmelden und feierte einen 3:1-Auswärtssieg bei den “Löwen” von 1860 München. Der VfL Osnabrück musste sich zunächst auswärts Alemannia Aachen geschlagen geben, sicherte sich dann jedoch mit einem souveränen 2:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln nicht nur drei Punkte, sondern auch endgültig den Klassenerhalt.
In der Rückrundentabelle zeigen beide Teams eine starke Form: Rot-Weiss Essen rangiert dort auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt vom VfL Osnabrück auf Rang drei. Besonders in den Zweikämpfen überzeugt RWE mit einem Ligabestwert von 52,2 % gewonnenen Duellen. Auch offensiv weiß die Mannschaft zu überzeugen – mit 574 Torschüssen gehören sie zu den gefährlichsten Teams der Liga und belegen in dieser Kategorie den dritten Platz.
Individuell ragen bei den Essenern zwei Spieler heraus: Ahmet Arslan ist mit 13 Treffern der treffsicherste Angreifer. Damit ist er nicht nur der beste Torschütze des Vereins, sondern auch der zehntbeste Torschütze der Liga. Winterneuzugang Dominik Martinovic ist mit sechs Vorlagen der beste Vorbereiter der Mannschaft.
Die Bilanz
Die beiden Vereine sind einander keineswegs unbekannt. In insgesamt 42 Begegnungen standen sie sich bereits gegenüber. Rot-Weiss Essen konnte dabei 16 Spiele für sich entscheiden, während der VfL 13 Mal als Sieger vom Platz ging. Ebenfalls 13 Partien endeten mit einem Unentschieden. In der Torbilanz liegt RWE mit insgesamt 70 Treffern vorne, während der VfL auf 58 erzielte Tore kommt.
Das Personal
Rot-Weiss Essen muss am kommenden Spieltag auf mehrere Leistungsträger verzichten. Torben Müsel fällt mit einem Außenbandriss im Sprunggelenk aus, Thomas Eisfeld fehlt nach einer Knie-Operation, und auch Manuel Wintzheimer steht aufgrund von Sprunggelenksproblemen weiterhin nicht zur Verfügung. Beim VfL Osnabrück sieht es dagegen sehr gut aus– dort fehlt weiterhin nur Jannik Müller wegen einer Sprunggelenksverletzung. Dazu sind Marcus Müller und Bryan Henning leicht angeschlagen.
Stimmen zum Spiel
Vor dem Auswärtsspiel gegen Rot-Weiss Essen äußerte sich VfL-Cheftrainer Marco Antwerpen zuversichtlich und motiviert. „Wir wollen weiter vernünftige Leistungen bringen“, so Antwerpen und betonte dabei nicht nur die sportlichen Ziele, sondern auch die Bedeutung der Fans: „Wir wollen den Fans auch wieder was zurückgeben, die auch wieder reichlich nach Essen kommen.“
Der Trainer sieht durchaus Parallelen zwischen beiden Teams : „Es gibt viele Parallelen von uns und Essen, allein auch schon über das Spielsystem.“ Entsprechend klar ist auch der eigene Anspruch: „Wir wollen sehen, dass wir aus unserem System wieder sehr gut Fußball spielen, wieder eine starke Defensive auf den Platz bringen und auch den Gegner dazu bringen, dass – wenn wir in Führung gehen – er weiß, dass es ganz schwer wird, das Spiel zu gewinnen.“
Große personelle Umstellungen seien dabei nicht geplant. „Größere Rotationen sind nicht geplant, da wir den Spielrhythmus beibehalten wollen und den Spielern die nötige Sicherheit geben wollen“, erklärte Antwerpen.
Der Blick geht also klar nach vorn: „Wir haben auswärts immer sehr gut gespielt und wollen nach der Niederlage in Aachen auch wieder auswärts gewinnen“, so Antwerpen abschließend.
TV
Magentasport überträgt die Partie live ab 16:15 Uhr. Das VfL-Liveradio meldet sich wie gewohnt kurz vor Anpfiff. Zudem begleitet der Liveticker auf der VfL-Website und in der App das Spielgeschehen, ebenso wie Updates über die Plattform X (ehemals Twitter).
VfL Osnabrück macht riesengroßen Schritt Richtung Klassenerhalt
Mit einem abgeklärten 2:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln sammelt der VfL Osnabrück am Freitagabend drei wichtige Punkte. Maxwell Gyamfi und Marcus Müller treffen für den VfL bereits in der ersten Halbzeit.
Mit vier Wechseln in der Startelf startete der VfL ohne seinen Cheftrainer Marco Antwerpen an der Seitenlinie in die Partie. Bryang Kayo (krank) und Ismail Badjie (verletzt) fehlten.
Beide Teams tasteten sich in der Anfangsphase noch ab, wobei die Gastgeber deutlich mehr Ballbesitz hatten und von Beginn an die Kontrolle übernahmen. Erste offensive Vorstöße blieben jedoch zunächst harmlos. Viktoria Köln verteidigte kompakt und versuchte, durch schnelle Umschaltmomente in die Partie zu finden.
Die erste Großchance brachte in der 24. Minute prompt das 1:0 für den VfL Osnabrück: Nach einer Ecke von Henning kam Kehl im Rückraum zum Abschluss, dessen Schuss zunächst auf der Linie geklärt wurde. Beim anschließenden Klärungsversuch traf Dietz jedoch (un)glücklich Maxwell Gyamfi, von dem der Ball ins eigene Netz sprang.
Nur acht Minuten später legte der VfL nach. In der 32. Minute nutzte Marcus Müller eine schöne Kombination über Kehl und vollendete mit einem flachen Rechtsschuss ins lange Eck zum 2:0. Osnabrück spielte nun mit Rückenwind, angetrieben von den lautstarken Heimfans, weiter mutig nach vorne.
Köln hingegen wirkte angeschlagen, konnte offensiv kaum Akzente setzen. Ein Flankenlauf von S. El Mala (40.) sorgte für die gefährlichste Szene der Gäste, doch sein Abschluss war zu unplatziert und landete in den Armen von Jonsson.
Zwei Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt, größere Chancen blieben jedoch aus.
Der VfL kam druckvoll aus der Kabine und bestimmt sofort wieder das Spielgeschehen. Die Gäste reagieren mit drei frischen Spielern – Güler, May und Lopes Cabral – doch der erhoffte Impuls bleibt zunächst aus. Stattdessen setzt der VfL weiter Akzente, während Köln kaum in die Zweikämpfe kam. Der VfL verteidigte defensiver, aber erfolgreich im Block
Die wohl beste Chance für Köln in dieser Phase entstand durch eine Flanke von El Mala – Lobinger verpasste knapp mit dem Kopf, und Jonsson klärt in höchster Not vor Lopes Cabral.
In der Folge verlor das Spiel an Tempo. Der VfL Osnabrück überließ Köln zwar häufiger den Ball, stand defensiv aber weiterhin kompakt. Weitere Wechsel auf beiden Seiten unterstrichen den Kräfteverschleiß.
Viktoria Köln agierte weiter zu ideenlos, während der VfL Osnabrück das Ergebnis clever verwaltete und den Heimsieg unter Dach und Fach brachte. Damit steht der VfL nun zwei Spieltage vor dem Ende mit acht Punkten Abstand auf einen Abstiegsplatz. Allerdings können Stuttgart II und Mannheim diesen Abstand mit ihren Spielen am Wochenende noch reduzieren.
Tore: 1:0 (Gyamfi 24.), 2:0 (M.Müller 32.)
Aufstellung
VfL Osnabrück
Jonsson – Gyamfi , Karademir , Wiemann – Niehoff (Ajdini 74.), Amoako, N. Kölle, Br. Henning (Manu 67.), Gnaase (Tesche 67.) – M. Müller (Zwarts 53.), Kehl (Conus 74.)
Viktoria Köln
Dudu – Keita (Sticker 46.), Greger, L. Dietz – Handle (Lopes Cabral 46.), Lofolomo, Engelhardt, S. El Mala, Vrenezi (Cueto 54.), N. May (Güler 46.) – Lobinger
Zurück in die Erfolgsspur – VfL empfängt Viktoria Köln
Nach dem Ende der beeindruckenden Auswärtsserie durch die Niederlage in Aachen wollen die Lila-Weißen nun vor heimischem Publikum eine Reaktion zeigen. Gegen Viktoria Köln soll mit einer engagierten Leistung ein großer Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gelingen.
Der Gegner
Der FC Viktoria Köln 1904 wurde am 22. Juni 2010 als Nachfolgeverein des damals insolventen SCB Viktoria Köln gegründet. Der Klub aus dem Stadtteil Höhenberg trägt seine Heimspiele im Sportpark Höhenberg aus, der Platz für 8.343 Zuschauer bietet. Mit der Gründung übernahm Viktoria Köln die Jugendteams des Vorgängervereins sowie die Seniorenabteilung des FC Junkersdorf. In der Saison 2010/11 startete der Klub in der fünftklassigen NRW-Liga.
Dank der finanziellen Unterstützung von Unternehmer und Mäzen Franz-Josef Wernze gelang direkt im ersten Jahr der Aufstieg in die Regionalliga West. In den folgenden acht Jahren scheiterte Viktoria Köln mehrfach knapp am Sprung in die 3. Liga. Erst 2019 gelang unter Trainer Jürgen Kohler der lang ersehnte Aufstieg in den Profifußball. Seitdem gehört Viktoria zum festen Inventar der 3. Liga und hatte bisher nie mit dem Abstieg zu tun – nur der TSV 1860 München ist länger ununterbrochen dabei.
Aktuell steht Viktoria Köln mit 53 Punkten aus 35 Spielen auf Rang sechs der Tabelle. Toptorschützen der Kölner sind Serhat-Semih Güler und Lex-Tyger Lobinger mit jeweils 14 Treffern. Damit gehören sie zu den besten sechs Torjägern der Liga. Lobinger, der im vergangenen Jahr für ein halbes Jahr leihweise beim VfL spielte (14 Einsätze), wechselte im Sommer vom 1. FC Kaiserslautern nach Köln. Bester Vorlagengeber der Domstädter ist Niklas May mit sieben Assists.
Trainer Olaf Janßen ist seit Februar 2021 im Amt. Der 58-jährige Kölner zählt damit zu den dienstältesten Trainern der Liga, wird allerdings im Sommer als Trainer der Viktoria ausscheiden. Bereits von Januar bis Juni 2018 hatte er das Team betreut. Zu seinen weiteren Stationen zählen unter anderem der FC St. Pauli, Dynamo Dresden sowie Interimsposten beim VfB Stuttgart und Rot-Weiss Essen. Mit vier Landespokalsiegen hat Janßen in Köln bereits beachtliche Erfolge gefeiert.
Die Ausgangslage
Im Hinspiel unterlag der VfL mit 0:2 – eine Niederlage, in deren Folge der VfL nicht nur das gesamte Trainerteam, sondern auch Sport-Geschäftsführer Philipp Kaufmann entließ. Beide Mannschaften zeigten zuletzt wechselhafte Leistungen: Viktoria Köln verlor zunächst knapp mit 0:1 gegen Energie Cottbus, meldete sich aber mit einem 2:0-Erfolg gegen den SV Wehen Wiesbaden zurück. Der VfL siegte zuletzt mit 1:0 gegen den FC Ingolstadt 04, musste sich dann jedoch mit 0:1 bei Alemannia Aachen geschlagen geben – und damit auch die beeindruckende Auswärtsserie beenden.
Die Partie bringt ein Wiedersehen mit zwei bekannten Gesichtern: Cheftrainer Marco Antwerpen stand in der Saison von Anfang 2016 bis Ende 2017 bei Viktoria Köln an der Seitenlinie (62 Spiele). Auch Mittelfeldspieler Bryan Henning trifft auf seinen Ex-Verein. Zwischen Sommer 2023 und Januar 2025 absolvierte er 30 Spiele für Viktoria, erzielte drei Tore.
Die Bilanz
Erst fünfmal trafen der VfL Osnabrück und der FC Viktoria Köln bislang in der 3. Liga aufeinander. Drei dieser Duelle entschied der VfL für sich, einmal siegte Viktoria, einmal trennten sich die Teams unentschieden. Auch das Torverhältnis spricht mit 9:4 für die Lila-Weißen.
Das Personal
Viktoria Köln muss auf zwei Spieler verzichten: Malek El Mala fällt weiterhin mit einem doppelten Bänderriss aus, Oskar Hill laboriert an einem Meniskusriss. Beim VfL fällt Jannik Müller mit einer Sprunggelenksverletzung weiter aus.
Stimmen zum Spiel
Cheftrainer Marco Antwerpen zeigt sich vor dem wichtigen Heimspiel kämpferisch und zuversichtlich: „Wir versuchen, die Stimmung hochzuhalten. Wir haben ein Ziel – und wir sind in einer guten Position, dieses Ziel auch zu erreichen“, erklärte Antwerpen vor der Partie.
Gleichzeitig mahnt er zur Konzentration: „Viktoria Köln hat ein sehr gutes Spielsystem und eine hohe individuelle Qualität. Da wartet eine echte Aufgabe auf uns.“
Der Blick geht klar nach vorn: „Wir können am Freitag einen riesigen Schritt machen. Da muss man als Spieler über sich hinauswachsen – und genau das versuchen wir gemeinsam.“
TV und Radio
Magentasport überträgt die Partie live ab 18:30 Uhr. Das VfL-Liveradio meldet sich wie gewohnt kurz vor Anpfiff. Zudem begleitet der Liveticker auf der VfL-Website und in der App das Spielgeschehen, ebenso wie Updates über die Plattform X (ehemals Twitter).
Auswärtsserie gerissen: VfL verliert in Aachen
Der VfL Osnabrück musste sich am Sonntagabend bei Alemannia Aachen mit 0:1 geschlagen geben. Nach einem Standardgegentor in der ersten Halbzeit waren die Osnabrücker zwar bemüht, verpassten aber den Ausgleichstreffer.
Marco Antwerpen überraschte in der Startelf: Neben Robert Tesche, der den verletzten Jannik Müller ersetzte, stand Bastien Conus wieder in der Startelf und ersetzte Niklas Kölle.
Die Partie am Aachener Tivoli begann mit hohem Pressing der Gastgeber. Der VfL Osnabrück hatte zunächst mehr Ballbesitz und agierte aktiver, konnte daraus aber kaum gefährliche Aktionen entwickeln.
Mit zunehmender Spielzeit fand Aachen besser ins Spiel. Vor allem durch intensives Gegenpressing zwangen die Gastgeber den VfL immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau. Die Partie war von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt, wirklicher Spielfluss stellte sich auf beiden Seiten jedoch zunächst nicht ein.
In der 30. Minute gelang der Alemannia dann der Führungstreffer: Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Bahn stieg Kapitän Mika Hanraths hoch und köpfte den Ball aus 14 Metern präzise ins rechte Eck. Dieses Tor wirkte wie ein Befreiungsschlag für die Gastgeber. Aachen übernahm mehr und mehr die Kontrolle, während die Lila-Weißen zunehmend Schwierigkeiten hatte, sich zu befreien.
Fast hätte Aachen direkt nachgelegt: Nach einem Abspielfehler der Osnabrücker kam Bakhat an den Ball und versuchte einen Lupfer, doch VfL-Keeper Jonsson konnte gerade noch zur Ecke klären. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam der VfL kaum noch gefährlich vor das Tor. Badjie hatte zwar noch einen Abschluss, dieser war jedoch zu harmlos.
In der Halbzeitg sah dann auch noch VfL-Trainer Marco Antwerpen, die gelbrote Karte, nachdem er zunächst an der Seitenlinie lautstark gegen eine Schiedsrichterentscheidung protestiert hatte. Im Kabinengang soll der VfL-Cheftrainer erneut gemeckert haben, sodass der Schiedsrichter nach einigen Minuten in die Mannschaftsbesprechung kam und Antwerpen den Platzverweis mitteilte.
Die zweite Halbzeit begann mit einigen Wechseln auf Seiten der Gäste: Der VfL stellte auf eine Viererkette um, um offensiv mehr Druck auszuüben. Aachen hingegen blieb seiner intensiven Spielweise treu und versuchte weiter, die Lila-Weißen früh im Aufbau zu stören.
Große Torchancen waren zunächst Mangelware. Beide Teams leisteten sich viele Ungenauigkeiten im Passspiel, und so kam kaum ein echter Spielfluss zustande. Nach rund einer Stunde erspielte sich der VfL langsam ein Übergewicht. Gnaase hatte in der 65. Minute die große Chance zum Ausgleich, setzte seine Direktabnahme nach einer Flanke jedoch knapp am Tor vorbei.
In der Schlussphase warf der VfL Osnabrück alles nach vorne. Flanke um Flanke segelte in den Aachener Strafraum, doch die Defensive der Alemannia stand sicher und verteidigte leidenschaftlich. Ein letzter Aufreger ereignete sich in der Nachspielzeit, als Goden nach einem Zweikampf im Strafraum Proteste anmeldete, der Schiedsrichter aber auf Weiterspielen entschied.
Trotz aller Bemühungen brachte Aachen die knappe Führung über die Zeit. Dem VfL fehlte letztlich die Durchschlagskraft, um sich für den Aufwand zu belohnen. Am Freitag geht’s für den VfL schon weiter, wenn die Lila-Weißen im ausverkauften Stadion auf Viktoria Köln trifft (Anpfiff: 19:00 Uhr).
Tore: 1:0 Hanraths (30.)
Aufstellung
Alemannia Aachen
Olschowsky – Hanraths , Nkoa, Yarbrough – Heister ( Meyer 79.), El-Faouzi, Wiebe (Rumpf 87.), Strujic, Gaudino ( Goden 66.), Bahn – Bakhat (Castelle 79.)
VfL Osnabrück
Jonsson – Gyamfi (Wiemann 46.), Tesche (Gnaase 62.), Karademir – Badjie, Amoako, Conus (Kölle 62.), Kayo, Br. Henning – Kehl (Manu 72.), M. Müller (Simakala 46.)
Auswärtsserie fortsetzen: Der VfL will auch in Aachen punkten
Am kommenden Sonntag trifft der VfL Osnabrück auswärts auf Alemannia Aachen (Anpfiff: 16:30). Nach zwei Siegen gegen Spitzenteams der Liga möchten die Lila-Weißen ihre starke Form bestätigen und weitere wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.
Der Gegner
Mit dem Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V., auch bekannt als Alemannia Aachen, trifft der VfL am kommenden Spieltag auf einen traditionsreichen Gegner. Bereits 45-mal trafen die beiden Mannschaften in Pflichtspielen aufeinander. Das letzte Duell vor dem Spiel in der Hinrunde lag jedoch schon elf Jahre zurück. Dies liegt vor allem daran, dass die Aachener, lange Dauergast in der 2. Bundesliga waren, doch nach finanziellen Schwierigkeiten zwei aufeinanderfolgende Abstiege verkraften und sich in der Saison 2013/14 in der Regionalliga West wiederfanden. Es folgten zehn lange Jahre in der Viertklassigkeit, in denen sie immer wieder oben mitspielen konnten, jedoch nie die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg feiern konnten.
In der vergangenen Saison war es dann jedoch so weit: Mit 75 Punkten wurden sie vor dem 1. FC Bocholt Meister und feierten vor über 30.000 Zuschauern den Aufstieg in die 3. Liga am heimischen Tivoli. Damit konnten sie neben den bisher sechs Pokalsiegen im Landespokal Mittelrhein und dem Sieg des damaligen Westdeutschen Pokals im Jahre 1967 den insgesamt achten Vereinstitel einholen. Zu den weiteren Vereinserfolgen gehören zudem die Vizemeisterschaften in der Bundesliga im Jahre 1969 und in der 2. Bundesliga im Jahre 2006. Zwei Jahre zuvor erreichten sie das DFB-Pokalfinale in Berlin, bei dem sie 2:3 gegen Werder Bremen verloren. Dadurch, dass Werder Bremen allerdings durch den Gewinn der Meisterschaft bereits für das internationale Geschäft qualifiziert war, spielte die Alemannia in der darauffolgenden Saison erstmals im UEFA-Cup, in der sie das Sechzehntelfinale erreichten.
In der aktuellen Saison steht Alemannia Aachen nach 34 Spieltagen mit 44 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz, fünf Punkte vor dem Abstiegsplatz.
Cheftrainer der Aachener ist Heiner Backhaus. Der 43-Jährige übernahm das Traineramt bei der Alemannia im September 2023. Mit ihm feierten sie nicht nur den Aufstieg, sondern auch den Gewinn des Landespokal Mittelrhein, als sie im Finale den Bonner SC mit 4:2 besiegte. Im Kader von Backhaus, der in seiner aktiven Spielerkarriere unter anderem in Tunesien, Zypern und Malta spielte, befinden sich bekannte Gesichter. Seit Januar 2023 läuft Ulrich Bapoh im gelb-schwarzen Trikot auf. Zuvor bestritt der gebürtige Kameruner von 2020 bis 2022 insgesamt 34 Spiele für die Lila-Weißen. Der zweite Ex-Osnabrücker bei den Aachenern ist Leandro Putaro. Er wechselte erst im Sommer ablösefrei von der Hasestadt nach Aachen. Der Außenbahnspieler lief 27-mal im VfL-Trikot auf und konnte dabei ein Tor im Niedersachsenpokal erzielen.
Die Ausgangslage
In dieser Begegnung der 3. Liga treffen zwei direkte Konkurrenten aufeinander: Alemannia Aachen, aktuell Tabellenplatz 14, empfängt den VfL Osnabrück, der mit einem Zähler mehr auf Rang 13 liegt. Das Hinspiel an der Bremer Brücke endete mit einem 1:1-Unentschieden.
Die Alemannia konnte zuletzt im heimischen Stadion einen 2:1-Erfolg gegen den SV Sandhausen feiern, ehe sie sich auswärts bei den “Löwen” von 1860 München knapp mit 1:2 geschlagen geben musste. Der VfL Osnabrück hingegen präsentiert sich aktuell in starker Verfassung: Auf einen 1:0-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden folgte ein ebenso überzeugender 1:0-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt 04 – ein klarer Beleg für die derzeit sehr stabile Defensive der Lila-Weißen.
Aachen zeigt dabei ein interessantes Profil: Trotz Problemen im Angriff – mit nur 37 Treffern stellt die Mannschaft die schwächste Offensive der Liga – präsentiert sich die Defensive als echtes Prunkstück. Mit nur 38 Gegentoren stellt die Alemannia die drittbeste Abwehr der 3. Liga.
Eine besondere Randnotiz: Aachens Top-Torjäger ist Verteidiger Sasa Strujic, der mit sieben Treffern die teaminterne Torschützenliste anführt. Unterstützt wird er dabei unter anderem von Soufiane El-Faouzi, der mit fünf Assists als bester Vorbereiter der Mannschaft glänzt.
Beim VfL Osnabrück rückt vor allem einer in den Fokus: Chance Simakala. Mit acht Saisontoren ist er weiterhin der gefährlichste Angreifer im lila-weißen Trikot – und trifft auf einen ganz besonderen Gegner. Simakala wurde in Eschweiler geboren und durchlief die Jugend der Alemannia Aachen, bevor er im Alter von 14 Jahren zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Für ihn dürfte dieses Spiel also mehr sein als nur ein gewöhnlicher Ligaeinsatz.
Die Bilanz
In insgesamt 45 Begegnungen trafen der VfL Osnabrück und Alemannia Aachen bereits aufeinander. Die Statistik spricht dabei leicht für die Aachener: Mit 21 Siegen liegt der TSV in der Gesamtbilanz vorn, während der VfL 13 Partien für sich entscheiden konnte. Elf Mal trennten sich die beiden Teams unentschieden.
Auch bei den Toren hat Alemannia die Nase vorn: 67 Treffer erzielten sie in dieser Begegnung bisher, die Lila-Weißen kommen auf insgesamt 56 Tore.
Das Personal
Bei dem anstehenden Duell muss der VfL Osnabrück auf drei verzichten Spieler verzichten. Jannik Müller und Nikky Goguadze fallen verletzungs- bzw. krankheitsbedingt aus. Jannik Müller fällt aufgrund einer Sprunggelenksverletzung länger aus, wodurch er kein Spiel in dieser Saison mehr für den VfL absolvieren wird. Auch bei Timo Beermann ist ein Einsatz fraglich.
Auch die Gastgeber haben mit personellen Sorgen zu kämpfen: Torwart Marcel Johnen steht krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, Nils Winter fällt nach einer Knie-OP aus. Zudem fehlen Leandro Putaro mit muskulären Problemen, Lukas Scepanik wegen eines Muskelfaserrisses sowie Julian Schwermann, welcher eine Wadenverletzung auskurieren muss.
Stimmen zum Spiel
Vor dem anstehenden Spiel gegen Alemannia Aachen zeigte sich VfL-Cheftrainer Marco Antwerpen entschlossen und zuversichtlich. Für ihn steht fest, dass sein Team gut vorbereitet in die Partie gehen wird – sowohl taktisch als auch mental. „Wir gehen es genauso an, wie wir es vorher auch gemacht haben“, betont Antwerpen. Das Ziel sei dabei klar: „Dementsprechend wollen wir dort auch gewinnen.“
Besonders die starke Auswärtsbilanz seines Teams gibt ihm zusätzlichen Rückenwind. „Wir haben eine sehr, sehr gute Auswärtsbilanz und die wollen wir weiter ausbauen“, erklärt der Coach. Zugleich warnt er jedoch vor der Intensität, die Aachen vor heimischer Kulisse auf den Platz bringen wird: „Es wird ein sehr wildes Spiel mit vielen Pressing-Situationen von Aachen. Wor werden ersuchen, Lösungen zu finden.“ Dennoch wolle man ein „gutes Spiel abliefern“ und dabei auch auf die lautstarke Unterstützung der mitreisenden Fans bauen: „Wir fahren mit vielen Fans dorthin und das spornt uns natürlich auch an. Wir wollen das Ergebnis mit unseren Fans zusammen feiern.“
Antwerpen zeigt sich zudem mit Blick auf den Gegner respektvoll: „Wir wissen um die Qualität von Aachen und wissen, dass sie zuhause willig sind und auch extrem bissig in den Zweikämpfen – da werden wir uns drauf vorbereiten müssen.“
Eine bittere Nachricht erreichte das Team im Vorfeld mit der Verletzung von Abwehrspieler Jannik Müller. Auch wenn der Ausfall schmerzt, bleibt der Trainer pragmatisch: „Es ist eine Nachricht, die uns nicht in die Karten spielt, aber wir müssen uns Lösungen überlegen, wie wir das auffangen. So haben andere Spieler wieder die Möglichkeit, in die Truppe zu rutschen.“
TV und Radio
Der Pay-TV Sender Magentasport überträgt die Partie live ab 16:15 Uhr. Das Liveradio der Lila-Weißen meldet sich wie gewohnt wenige Minuten vor Anpfiff. Ansonsten können VfL-Fans das Spiel ebenso über den Liveticker in der App oder auf der Website, sowie auf der Plattform X verfolgen.
VfL Osnabrück erkämpft sich drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt!
Der VfL Osnabrück zeigt Herz und Einsatz – und belohnte sich mit drei wichtigen Punkten im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt. Trotz enormem Druck in der zweiten Halbzeit verteidigte der VfL leidenschaftlich und brachte die knappe Führung nach Hause.
Die erste Halbzeit an der Bremer Brücke bot den Zuschauern ein intensives und temporeiches Spiel mit einem Halbzeitstand von 1:0 für den VfL Osnabrück. Auffällig: Cheftrainer Marco Antwerpen fehlte an der Seitenlinie aufgrund einer Gelbsperre. Co-Trainer Fritjof Hansen übernahm stattdessen die Verantwortung und coachte die Lila-Weißen mit viel Engagement.
Der VfL legte mit enormem Tempo los, kombinierte mutig und setzte die Gäste aus Ingolstadt früh unter Druck. Schon nach wenigen Minuten hätte Kehl beinahe für das erste Ausrufezeichen gesorgt, sein abgefälschter Schuss strich jedoch knapp am Pfosten vorbei (4.).
Die Führung fiel schließlich in der 18. Minute: Eine Flanke von Kehl wurde immer länger, ging an den rechten Pfosten – und Ismail Badjie reagierte am schnellsten, staubte souverän zum 1:0 ab.
In der Folge spielte weiterhin fast nur der VfL. Henning, Müller und Kayo sorgten immer wieder für Gefahr, nur der letzte Pass fehlte häufig. Ein Wermutstropfen: VfL-Kapitän Jannik Müller musste verletzt vom Platz, für ihn kam Niklas Wiemann (17.).
Ingolstadt hingegen tat sich schwer, gefährlich vor das Tor zu kommen. Zwar hatten die “Schanzer” durch Zeitler (12.) und Costly (45.+3) vielversprechende Szenen, doch insgesamt blieb die Offensive zu harmlos. Besonders in der Anfangsphase war der FCI dem Tempo der Lila-Weißen nicht gewachsen, erst gegen Ende der Halbzeit konnten sie das Spiel etwas beruhigen.
Nach einer eher zurückhaltenden ersten Hälfte startete der FC Ingolstadt deutlich aktiver und aggressiver in den zweiten Durchgang.
Bereits kurz nach Wiederanpfiff (47.) hätte Zeitler beinahe ausgeglichen, doch sein Abschluss landete nur an der Latte. Es folgten weitere gute Chancen durch Christensen und Malone, der als Zielspieler immer wieder für Gefahr sorgte. Der VfL wackelte, konnte sich aber auf einen starken Jonsson verlassen.
Ingolstadt bestimmte die Partie, ließ aber Gelegenheiten liegen. Doch auch der VfL wurde wieder gefährlich: Manu schoss knapp vorbei, Gnaase verpasste am zweiten Pfosten um Haaresbreite. Die Lila-Weißen beschränkten sich zunehmend auf das Verteidigen und lauerte auf Konter.
Ab der 80. Minute wurde es hektisch. Der Druck stieg. Innerhalb weniger Minuten gab es gleich mehrere Gelbe Karten, teils wegen Fouls, teils wegen einer kleinen Rudelbildung. Die Partie wurde zerfahrener – der Spielfluss war dahin, aber die Spannung blieb.
In der Nachspielzeit warf Ingolstadt alles nach vorne. Jonsson rettete in der kurz vor Schuss einen gefährlichen Abschluss überragend, ehe Kanuric in der 90+7 den letzten Nachschuss deutlich links vorbei setzte. Danach war Schluss. Der VfL feiert einen wichtigen Heimsieg im Kampf um den Klassenerhalt. Während die Zweitvertretung des VfB nur Remis spielt, spielen die direkten Konkurrenten erst morgen.
Tore: Badjie (18.)
Aufstellung
VfL Osnabrück
Jonsson – Gyamfi, J. Müller (Wiemann 17.), Karademir – Badjie (Manu 62.) , Amoako, N. Kölle, Kayo (Gnaase 62,) , Br. Henning, Kehl (Zwarts 72.) – M. Müller (Tesche 72.)
FC Ingolstadt 04
Boevink – Decker , Ml. Cvjetinovic, Si. Lorenz , Keidel – Fröde (Christensen 46.) , Besuschkow (Deichmann 73.) , Costly , Kanuric – Testroet (Malone 46.) , Zeitler (Heike 73.)
Kampf um wichtige Punkte: VfL Osnabrück empfängt den FC Ingolstadt 04
Nach dem 1:0-Sieg gegen den Tabellenführer aus Dresden will der VfL Osnabrück nun vor heimischer Kulisse gegen den FC Ingolstadt 04 weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verbuchen.
Der Gegner
Der Fußballclub Ingolstadt 04 wurde am 5. Februar 2004 gegründet, als die Fußballabteilungen der beiden Traditionsvereine MTV Ingolstadt und ESV Ingolstadt ausgegliedert und in einem neuen Verein zusammengeführt wurden. Einer der größten Erfolge in der noch jungen Vereinsgeschichte war der Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft in der Saison 2014/15. Dieser Triumph ermöglichte dem FCI erstmals den Aufstieg in die Bundesliga, wo sie sich zwei Jahre halten konnte. In der Premierensaison stand der Verein an keinem Spieltag auf einem Abstiegsplatz. Doch in der darauffolgenden Saison 2016/17 reichten 32 Punkte am Ende nur für Platz 17 – ein Abstieg zurück in die zweite Liga war die Folge. Auch in der 2. Bundesliga konnte sich der FCI danach nur zwei Jahre behaupten und stieg 2019 in die 3. Liga ab. Ein kurzes Comeback in der Zweitklassigkeit folgte in der Saison 2021/22, doch seitdem spielen die “Schanz”er nun wieder in der 3. Liga.
Ein wichtiger Partner des Vereins ist die Audi Sport GmbH, die sich bereits 2013 mit 19,94 Prozent an der Lizenzspielerabteilung beteiligte. Audi, dessen Unternehmenszentrale in Ingolstadt liegt, ist zudem Eigentümer des Audi-Sportparks – der Heimspielstätte des FCI. Seit 2010 tragen die “Schanzer” ihre Heimspiele in dem 15.200 Zuschauer fassenden Stadion aus.
Geschichte schreibt der Verein aktuell auf der Trainerbank: Mit Sabrina Wittmann hat der FC Ingolstadt 04 die erste Cheftrainerin im deutschen Profifußball. Die gebürtige Ingolstädterin ist bereits seit 2017 im Verein aktiv, trainierte unter anderem die U17 und U19 und war auch als Sportliche Leiterin tätig. Nach der Trennung von Michael Köllner im Mai 2024 übernahm Wittmann zunächst interimsweise das Traineramt – blieb in vier Spielen ungeschlagen – und wurde schließlich im Juni zur Cheftrainerin befördert. Auch in der aktuellen Saison setzte sie den positiven Trend fort: Mit 51 Punkten nach 33 Spieltagen rangiert der FCI derzeit auf dem fünften Tabellenplatz.
Im aktuellen Kader der “Schanzer” steht mit Pascal Testroet ein ehemaliger Osnabrücker. Der mittlerweile 34-Jährige lief in der Saison 2013/14 für den VfL auf und erzielte in 28 Spielen neun Tore. Seit Juli 2022 geht er für den FC Ingolstadt auf Torejagd. Umgekehrt ist mit Bryang Kayo aktuell ein VfL-Spieler vom FCI ausgeliehen. Der US-Amerikaner absolvierte in der vergangenen Saison 28 Partien für Ingolstadt, ehe er im Sommer nach Osnabrück wechselte.
Top-Torjäger der Schanzer ist in dieser Saison Sebastian Grönning mit bislang 16 Treffern. Die meisten Vorlagen lieferte Ryan Malone, der auf sieben Assists kommt.
Die Ausgangslage
Aktuell befindet sich der FC Ingolstadt 04 mit einer starken Saisonleistung auf dem fünften Tabellenplatz, während der VfL Osnabrück auf Rang fünfzehn um den Klassenerhalt kämpft. Trotz der unterschiedlichen Platzierungen sorgte Osnabrück zuletzt für Aufsehen, als sie den Tabellenführer Dynamo Dresden überraschend mit 1:0 bezwingen konnten. Ingolstadt hingegen musste sich im letzten Spiel mit einem 3:3-Unentschieden gegen die zweite Mannschaft von Hannover 96 begnüge, wendete dabei sogar eine Niederlage in der letzten Minute noch ab. Damit stehen in den letzten drei Partien drei Remis auf dem Konto der Ingolstädter.
Mit 66 erzielten Treffern stellt der FC Ingolstadt die torgefährlichste Mannschaft der Liga. Einen großen Anteil daran hat Sebastian Grönning, der mit 16 Toren aktuell der zweitbeste Torschütze der Liga ist – nur übertroffen von Christoph Daferner mit 17 Treffern. Der VfL Osnabrück kommt im Vergleich auf insgesamt 42 Saisontore.
Während die Auswärtsleistungen des VfL sehr stark waren, was unter anderem der Auswärtssieg in Dresden unterstrich, wollen die Lila-Weißen am Samstag die zuletzt weniger positiven Leistungen im heimischen Stadion umkehren. Drei der letzten vier Heimspiele endeten mit 0:1, unterbrochen durch einen knappen Heimsieg gegen den TSV 1860 München. Das soll sich ändern.
Die Bilanz
Der VfL Osnabrück und der FC Ingolstadt 04 sind bislang elfmal aufeinandergetroffen. Dabei konnte der VfL sechs Partien für sich entscheiden, während Ingolstadt viermal als Sieger vom Platz ging. Ein Spiel endete mit einem Unentschieden. Insgesamt erzielte der VfL in diesen Begegnungen 19 Tore, der FC Ingolstadt kam auf 15 Treffer
Das Personal
Personell muss der FC Ingolstadt weiterhin auf mehrere Spieler verzichten. Leon Guwara fällt aufgrund einer hartnäckigen Schulterverletzung aus, Mattis Hoppe steht nach seiner Knie-OP ebenfalls nicht zur Verfügung. Besonders schmerzhaft ist der Ausfall von Top-Torjäger Sebastian Grönning, der wegen einer Sprunggelenksverletzung pausieren muss. Der VfL muss ebenfalls einen Ausfall verkraften. Niklas Niehoff fällt in der Partie aufgrund einer Mandelentzündung aus.
Stimmen zum Spiel
Marco Antwerpen und sein Team stellen sich auf einen intensiven Auftritt des FC Ingolstadt ein. Der Cheftrainer des VfL betont die Stärken des Gegners und erwartet eine anspruchsvolle Partie: „Es ist eine qualitativ gute Mannschaft, die vielleicht auch noch um den Aufstieg spielen möchte und dementsprechend kommt da wieder ein Paket auf uns zu.“ Besonders auf Standardsituationen und lange Einwürfe wolle man sich gezielt vorbereiten.
In der eigenen Offensive sieht Antwerpen noch Luft nach oben: „Wir müssen die Durchschlagskraft vorne in der Offensive wieder deutlich erhöhen und da sind unsere Offensivspieler wieder gefordert.“
Auch organisatorisch wird ein neuer Weg eingeschlagen. Anders als sonst bei Heimspielen wird die Mannschaft bereits am Freitag gemeinsam in einem Hotel übernachten. „Wir wollen mal den Charakter eines Heimspiels ändern. Wir wollen die Möglichkeit nutzen, nochmal als Mannschaft zusammenzukommen und bereiten uns ein bisschen vor, als wäre es ein Auswärtsspiel.“
Auf dem Platz wird Antwerpen am Samstag jedoch fehlen. Wegen einer Gelbsperre nach dem Dresden-Spiel darf er nicht an der Seitenlinie stehen. „Ich ärgere mich extrem darüber, bei dem Spiel nicht dabei zu sein. Ich habe mich in der emotionalen Schlussphase dazu hinreißen lassen zu protestieren und berechtigterweise die gelbe Karte bekommen. Dennoch sind wir im Trainerteam gut aufgestellt.“
Verzichten müssen die Lila-Weißen außerdem auf Niklas Niehoff. Der Offensivspieler fällt mit einer Mandelentzündung aus. „Wir sind froh, wenn er nächste Woche wieder zur Mannschaft stößt“, so Antwerpen.
TV und Radio
Der Pay-TV Sender Magentasport überträgt die Partie live ab 16:15 Uhr. Auch der MDR überträgt, sodass alle Lila-Weißen die Partie im Free-TV verfolgen können. Das Liveradio der Lila-Weißen meldet sich wie gewohnt wenige Minuten vor Anpfiff. Ansonsten können VfL-Fans das Spiel ebenso über den Liveticker in der App oder auf der Website, sowie auf der Plattform X verfolgen.
VfL trotzt Tabellenführer
Nach 18 Jahren hat der VfL Osnabrück wieder drei Punkte aus Dresden entführt. Mit einer defensiv soliden und offensiv durchaus mutigen Leistung haben die Lila-Weißen durch ein Tor von Niklas Wiemann beim Tabellenführer mit 1:0 gewonnen und drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren.
Auf vier Positionen nahm VfL-Cheftrainer Marco Antwerpen eine personelle Veränderung in der Startelf vor im Vergleich zum Heimspiel gegen den F.C Hansa Rostock am vergangenen Mittwoch. Yigit Karademir, Bryan Henning, Niklas Kölle und Marcus Müller duften wieder von Beginn an ran. Dafür nahmen Braydon Manu, Niklas Wiemann, Ismail Badjie und Dave Gnaase auf der Bank Platz.
Rein tabellarisch waren die Kräfteverhältnisse vor der Partie klar verteilt. Der VfL begann jedoch forsch beim Tabellenführer der 3. Liga und versteckte sich nicht. So ging es auch mit einem Übergewicht an Torschüssen in die Halbzeitpause. Die erste Halbzeit war von einigen intensiven Zweikämpfen geprägt, in den Strafräumen beider Mannschaften bleib es verhältnismäßig ruhig.
Kofi Amoako kam dem Torjubel am nächsten, also er aus dem rechten Halbfeld von der Strafraumgrenze mit dem vermeidlich schwächeren linken Fuß abzog und Dynamos Torwart Tim Schreiber durch einen tückischen Aufsetzer zu einer Parade zwang. Auf Seiten der Gastgeber hatte Stefan Kutschke mit einem Kopfball die größte Möglichkeit, der Ball flog aber zwei Meter am langen Eck vorbei und Lucas Jonsson brauchte nicht einzugreifen.
Mit zunehmender Spielzeit im zweiten Spielabschnitt nahm der Druck der Dresdener mehr und mehr zu, die Lila-Weißen schafften es immer weniger, mit eigenen Angriffen für die notwendige Entlastung zu sorgen. Abzüglich der über 1.300 mitgereisten VfL-Fans erwarteten die insgesamt 30.351 Zuschauer im Stadion einen Sieg des Tabellenführers. Dem versuchten die Hausherren gerecht zu werden – insbesondere zwischen der 72. und 75. Minute. Erst kam Aljaz Casar an der Strafraumgrenze zum Abschluss, VfL-Keeper Jonsson konnte ohne Probleme entschärfen. Kurz darauf hatte Dominik Kother die wahrscheinlich beste Chance des Spiels: Im Strafraum kam er völlig freistehend von der linken Seite zum Abschluss, das Stadion hatte den Torschrei auf den Lippen, aber der Ball flog am langen Eck vorbei.
Und dann? Dann kamen die eingewechselten Braydon Manu und Niklas Wiemann. In der 88. Minute lässt Manu auf der rechten Seite seinen Gegenspieler stehen und flankt mustergültig auf den 2. Pfosten. Dort war Wiemann passend eingelaufen und köpfte den Ball unhaltbar aus kurzer Distanz zur Osnabrücker Führung in die Maschen.
Der Rest war chancenloses Anlaufen von Dynamo und intensives Verteidigen des VfL. Am Ende stehen drei weitere Punkte auf der Osnabrücker Habenseite. Aus der Englischen Woche nimmt der VfL in Summe vier Punkte, was gleichzeitig den Abstand auf die Abstiegsplätze bedeutet.
Zu Gast beim Spitzenreiter
Nach der enttäuschenden 0:1-Heimniederlage gegen Hansa Rostock steht der VfL am Samstag vor der wohl größten Herausforderung. Gegen den aktuellen Tabellenführer Dynamo Dresden will das Team wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.
Der Gegner
Die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e.V. ist ein Fußballverein aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, der am 12. April 1953 gegründet wurde. Mit mehr als 30.000 Mitgliedern zählt der Verein zu den 25 mitgliederstärksten Sportvereinen Deutschlands und hat eine bedeutende Geschichte im DDR-Fußball. Dynamo Dresden war achtmal Meister der DDR-Oberliga und gewann siebenmal den FDGB-Pokal. Zudem hat der Verein mit 98 Europapokalspielen einen festen Platz in der Geschichte des DDR-Fußballs. Nach der Wiedervereinigung spielte Dynamo Dresden von 1991 bis 1995 in der Fußball-Bundesliga, musste jedoch im Jahr 1995 aufgrund einer außergewöhnlichen Lizenzverweigerung in die drittklassige Regionalliga absteigen. Die misswirtschaftlichen Entscheidungen des damaligen Vereinspräsidenten Rolf-Jürgen Otto führten zu erheblichen finanziellen Problemen. Trotz eines zwischenzeitlichen Abstiegs in die Viertklassigkeit kämpfte sich der Verein immer wieder zurück und spielt seitdem in der 2. oder 3. Liga, wobei es in dieser Zeit immer wieder zu spannenden Duellen mit den Lila-Weißen kam.
Der aktuelle Trainer der Dresdener ist Thomas Stamm, der im Sommer von Freiburg II nach Dresden kam. Der 42-jährige Schweizer hatte zuvor als U19-Trainer und U23-Trainer in Freiburg erfolgreich gearbeitet und konnte mit den A-Junioren 2018 den Deutschen Pokal gewinnen und auch mit der U23 in der 3. Liga für Furore sorgen. Sein Einstand bei Dynamo Dresden verlief nach Maß, und die Mannschaft steht aktuell mit 60 Punkten auf dem ersten Platz der 3. Liga, mit einem Vorsprung von vier Punkten auf den zweiten Tabellenplatz. Der Verein ist also der erste Anwärter auf den Aufstieg.
Die Mannschaft wird von Stürmer Stefan Kutschke angeführt, der seit Sommer 2022 wieder für seinen Heimatklub aktiv ist. Der 36-jährige Kutschke hatte bereits in der U19 für Dynamo Dresden gespielt und war in der Saison 2016/17 in der Profimannschaft aktiv. Ein weiterer wichtiger Spieler ist Christoph Daferner, der momentan vom 1. FC Nürnberg an Dynamo Dresden ausgeliehen ist. Daferner spielte bereits von 2020 bis 2022 für den Verein und ist derzeit mit 17 Toren der Top-Torschütze der Mannschaft. Jakob Lemmer, der mit acht Vorlagen der beste Vorlagengeber der Saison ist, rundet das offensive Trio ab und trägt maßgeblich zum Erfolg des Vereins bei.
Die Ausgangslage
Dynamo Dresden befindet sich auf dem ersten Tabellenplatz und der VfL Osnabrück belegt derzeit den 15. Platz. Das Hinspiel konnte Dynamo Dresden mit einem 3:0 für sich entscheiden.
Die letzten Ergebnisse der Dresden sind positiv. So spielten sie am Mittwoch zwar “nur” 2:2 gegen Ingolstadt, konnten zuvor aber mit 3:2 gegen die Zweitvertretung von Hannover 96 und mit 2:0 gegen Wehen Wiesbaden gewinnen.
Der VfL Osnabrück verlor zuletzt 0:1 gegen Hansa Rostock. Davor holte das Team ein 1:1-Unentschieden gegen den FC Saarbrücken und gewann 1:0 gegen 1860 München. Doch die letzten Heimspiele geben Anlass zur Sorge, wurden drei von vier Partien zu Hause mit 0:1 verloren. Deutlich besser sieht es dagegen in der Fremde aus. In den letzten sechs Partien ist der VfL ungeschlagen, vier davon konnte der VfL gewinnen.
Mit Christoph Daferner hat die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden den aktuellen Top-Torschützen der gesamten Liga in ihren Reihen. Der Stürmer gab bisher 103 Torschüsse ab, von denen 93 aus dem trafraum kamen, während 35 seiner Torschüsse aus Kopfbällen entstanden sind. Dieser Spieler wird also in der Vorbereitung sicherlich genau analysiert worden sein.
Der VfL konnte jedoch gegen Cottbus unter Beweis stellen, dass er sich auch gegen den Tabellenführer behaupten kann. Damals gewannen die Lila-Weißen mit 2:1. Auch das Spiel in Saarbrücken bei einem Topteam der Liga war ausgeglichen und endete unentschieden.
In der Rückrundentabelle zeigt sich, wie stark der VfL seit dem Jahresbeginn performt. Die Lila-Weißen belegen dort den dritten Platz, während Dresden sich auf dem sechsten Rang befindet. Der VfL Osnabrück konnte in der Rückrunde bereits ein Spiel mehr gewinnen als die Dresdner.
Die Bilanz
Der VfL Osnabrück und Dynamo Dresden trafen in ihrer Geschichte bereits 19-mal aufeinander. Die Bilanz spricht dabei leicht für die Sachsen: Achtmal ging Dynamo als Sieger vom Platz, fünf Spiele konnte der VfL für sich entscheiden. Sechsmal trennten sich beide Teams mit einem Unentschieden. Auch in der Tordifferenz liegt Dresden knapp vorn: 26 Treffer erzielte Dynamo, während der VfL auf 22 Tore kommt.
Das Personal
Vor dem Spiel am Samstag muss Dynamo Dresden auf gleich vier Spieler verzichten. Paul Lehmann fällt mit Rückenproblemen aus, Sascha Risch ist nach einem taktischen Foul im letzten Spiel gegen Ingolstadt gelbgesperrt. Vinko Sapina muss ebenfalls aufgrund einer Gelbsperre verzichten. Zudem verletzte sich Andi Hoti im Training am Oberschenkel und steht ebenfalls nicht zur Verfügung.
Beim VfL Osnabrück sieht die Lage besser aus: Trainer Marco Antwerpen kann aus dem Vollen schöpfen, alle Spieler sind fit und einsatzbereit.
Ein Blick auf mögliche Sperren zeigt jedoch: Fünf Osnabrücker Akteure – Amoako, Conus, Kehl, Semic und Jonsson – stehen bereits bei vier Gelben Karten und müssen bei einer weiteren Verwarnung mit einer Sperre rechnen.
Auf Seiten der Dresdener gibt es ebenfalls drohende Sperren: Heise, Kubatta, Menzel und Oehmichen stehen jeweils vor der fünften gelben Karte.
Stimmen zum Spiel
Vor dem anstehenden Duell mit dem Tabellenführer zeigt sich VfL-Cheftrainer Marco Antwerpen realistisch – aber keineswegs hoffnungslos. Die Ausgangslage ist klar, der Respekt vor dem Gegner groß. „Es kommt die aktuell beste Mannschaft auf uns zu, die berechtigterweise oben steht, das muss man einfach sagen“, so Antwerpen im Interview vor dem Spiel.
Trotz der schwierigen Aufgabe betont der Coach, dass sein Team keinesfalls in Ehrfurcht erstarren will. „Es wird eine extreme Herausforderung für uns, dennoch wollen wir auf Augenhöhe agieren. Das wird schwierig – da braucht man schon ein Topspiel“, erklärt Antwerpen und ergänzt: „Darauf bereiten wir uns auch vor.”
Besonders wichtig sei für ihn die richtige Einstellung seiner Mannschaft. „Was man im nächsten Spiel unbedingt wieder anbieten muss, ist eine gute Leistung: viel laufen, viel gegen den Ball arbeiten“, fordert der Cheftrainer. Es wird ein Spiel, das höchste Intensität verlangt – und genau darauf liegt der Fokus in der Vorbereitung.
TV und Live Radio
Der Pay-TV Sender Magentasport überträgt die Partie live ab 13:45 Uhr. Auch der MDR überträgt, sodass alle Lila-Weißen die Partie im Free-TV verfolgen können. Das Liveradio der Lila-Weißen meldet sich wie gewohnt wenige Minuten vor Anpfiff. Ansonsten können VfL-Fans das Spiel ebenso über den Liveticker in der App oder auf der Website, sowie auf der Plattform X verfolgen.
0:1: Hansa Rostock siegt in Osnabrück
Nach einem frühen Treffer in der zweiten Halbzeit sichert sich Hansa Rostock am Mittwochabend einen 1:0-Auswärtssieg an der Bremer Brücke. Der Spielbericht.
In einer intensiven ersten Halbzeit an der Bremer Brücke begegneten sich der VfL Osnabrück und Hansa Rostock auf Augenhöhe. Beide Mannschaften waren bemüht, kompakt zu stehen und das Spiel des Gegners früh zu unterbinden, was zu vielen Unterbrechungen und wenig Spielfluss führte.
Rostock erwischte den etwas besseren Start und suchte früh den Weg in die Offensive. Die erste nennenswerte Aktion der Partie gehörte allerdings Manu, der in der 17. Minute aus halblinker Position abzog – der Ball verfehlte das Tor jedoch knapp. Kurz zuvor hatte Rostocks Abwehrspieler Ahmet Gürleyen für ein zu spätes Einsteigen gegen Manu die erste Gelbe Karte der Partie gesehen (21.).
Die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit gehörte den Gästen aus Rostock: In der 26. Minute setzte sich Dietze stark im Mittelfeld durch und spielte einen präzisen Pass auf Haugen, der aus 14 Metern flach abschloss, doch VfL-Keeper Jonsson war zur Stelle. Auf der Gegenseite sorgte Kayo in der 44. Minute mit einem Flachschuss für Gefahr, dem jedoch die nötige Wucht fehlte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zog Haugen nochmal aus dem linken Strafraumeck ab, sein Schuss verfehlte das Tor jedoch nur knapp.
Die Partie war geprägt von vielen Zweikämpfen. Beide Teams hatten Schwierigkeiten, im letzten Drittel zwingend zu werden. In den letzten Minuten der ersten Hälfte erhöhte sich das Tempo – vor allem über Standardsituationen – doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Ein Eckball in der Nachspielzeit brachte ebenfalls keine Gefahr. Mit einem torlosen 0:0 geht es in die Kabinen.
Marco Antwerpen mahnte in der Pressekonferenz die fehlende Kaltschnäuzigkeit an: “Wir hatten zu Ende der ersten Halbzeit viele hohe Ballgewinne, haben diese allerdings nicht gut genug genutzt.”
Nach einer torlosen ersten Hälfte nahm das Spiel direkt nach Wiederanpfiff an Fahrt auf – mit dem besseren Start für die Gäste aus Rostock. In der 49. Minute nutzte Dietze einen Ballverlust von Gnaase in der eigenen Hälfte und leitete sofort den Konter ein. Sein folgender Steilpass fand Haugen, der im Strafraum eiskalt blieb und zum 1:0 für Hansa einschob.
In der Folgezeit erhöhte das Team von Trainer Marco Antwerpen spürbar den Druck, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Niehoff zwang Uphoff mit einem Distanzschuss zu einer Parade (52.), kurz darauf setzte sich Joker Müller stark auf der Außenbahn durch, doch der Angriff endete ohne Abschluss.
Im weiteren Verlauf nahm die Partie an Intensität zu, was sich auch in einer Reihe von Gelben Karten widerspiegelte – unter anderem für Rostocks Schuster (56.), Ruschke (63.) sowie für Döpper (80.), den Co-Trainer der Lila-Weißen. Auch Krohn und Kinsombi sahen in der hitzigen Nachspielzeit den gelben Karton nach einem Schubser und provokantem Zeitspiel.
Die Schlussphase war geprägt von einem wilden Schlagabtausch. Der VfL versuchte alles, um den Ausgleich zu erzwingen. Wiemann hatte in der 92. Minute noch die beste Gelegenheit, sein unplatzierter Schuss aus zentraler Position war jedoch kein Problem für Uphoff. Trotz vieler Standardsituationen, Flanken und hoher Bälle in den Strafraum blieb der große Abschluss aus.
Auch die fünf Minuten Nachspielzeit reichte dem VfL nicht, um den Rückstand noch auszugleichen. Hansa Rostock rettete die knappe Führung über die Zeit und entführte drei hart erkämpfte Punkte aus Osnabrück. Die Lila-Weißen hingegen stehen nach einer engagierten, aber im letzten Drittel oft zu ungenauen Vorstellung mit leeren Händen da.
Tore: 0:1 Haugen ( 50. Minute)
VfL Osnabrück
Jonsson – Gyamfi, J. Müller, Wiemann – Badjie (Kölle 46.) , Amoako, Niehoff ( Simakala 65.) , Kayo, Gnaase (M. Müller 54.) – Manu Henning 74.) , Kehl ( Semic 74.)
Hansa Rostock
Uphoff – Manu, Gürleyen , Pfanne – Mejdr, Dietze Suso 70.) , M. Schuster , Ruschke , Lebeau ( Gebuhr 84.), Harenbrock ( Krohn 46. – Jonjic 90+3.) – Haugen (Kinsombi 70.)

































































