Am ersten Adventssonntag musste der VfL Osnabrück eine deutliche 1:4-Auswärtsniederlage gegen den SC Verl hinnehmen. Nachdem die Lila-Weißen kurz nach dem Wiederanpfiff den Anschlusstreffer erzielten, entschied Jonas Arweiler auf Seiten der Gastgeber die Partie. Der Spielbericht.
Beide Trainer schickten ihre Mannschaften unverändert im Vergleich zum letzten Spieltag auf den Rasen, einzig auf den Auswechselbänken kam es zu Veränderungen. Bei den Verlern nahmen Fabian Pekruhl, Dominik Steczyk und Almin Mesanovic neu auf der Bank Platz. Beim VfL rückte der zuletzt erkrankte Frederik Christensen für den verletzten Ismail Badjie in den Kader. Damit begann bei den Osnabrückern erstmals in dieser Saison dieselbe Elf wie am vorherigen Spieltag.
Kurz nach dem Anpfiff übernahm der VfL zunächst das Spielgeschehen. Nach vier Minuten schickte Youngster Kevin Wiethaup Mittelstürmer Robin Meißner mit einem langen Ball auf die Reise. Der 26-Jährige setzte sich anschließend im Strafraum der Verler in einem intensiven Zweikampf durch und suchte nach einer Drehung den Torabschluss. Diesen konnte Keeper Philipp Schulze jedoch problemlos aufnehmen (4‘). Deutlich mehr gefordert war der Torwart wenige Minuten später, als Lars Kehl eine Flanke von David Kopacz per Kopf auf das Tor brachte. Schulze reagierte stark und entschärfte auch diese Situation (10‘).
Die Gastgeber präsentierten sich im Abschluss dagegen deutlich effizienter. Mit ihrem ersten nennenswerten Versuch gingen sie in Führung, als Alessio Besio von der linken Außenbahn nach innen zog und mit rechts auf den Kasten von Lukas Jonsson abschloss. Der Ball rutschte dem Schweden durch die Beine und landete im Netz (15‘). Angetrieben vom Führungstor konterten die Verler nur vier Minuten später erneut. Qualid Mhamdi lief auf der rechten Außenbahn allein auf das Tor zu, da Kevin Schumacher zuvor zu weit aufgerückt war. Ohne Gegenwehr zog Mhamdi ins lange Eck ab und erzielte seinen dritten Saisontreffer (19‘).
Die Osnabrücker suchten im Anschluss weiterhin gute Abschlusssituationen, kamen jedoch lediglich nach einem Standard gefährlich vor das Tor des Sportclubs. Patrick Kammerbauer brachte einen Eckball scharf in den Fünfmeterraum, wo Bjarke Jacobsen hauchdünn am zweiten Pfosten vorbeiköpfte (23‘). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte beruhigte sich das Spielgeschehen. Erst kurz vor der Pause wurde es wieder gefährlich. In der 40. Minute sah VfL-Kapitän Jannik Müller nach einem zu harten Einsteigen gegen Joshua Eze die fünfte gelbe Karte und wird damit im kommenden Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden fehlen (40‘). Beim anschließenden Freistoß chippte Timur Gayret überraschend den Ball in die Box, sodass Berkan Taz frei vor Jonsson auftauchte. Im direkten Duell scheiterte der Offensivspieler jedoch am Keeper (41‘). Kurz darauf pfiff Patrick Schwengers zur Pause, sodass der VfL mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine ging.
Zur zweiten Halbzeit brachte Timo Schultz Kai Pröger für Kevin Schumacher in die Partie. Pröger übernahm die rechte Außenbahn, während Kammerbauer auf die linke Seite wechselte. Wie schon in Durchgang eins kamen die Osnabrücker zur ersten Gelegenheit der zweiten Hälfte. Robin Meißner legte sich den Ball per Heber selbst vor, sein anschließender Volley wurde jedoch von Schulze pariert. Den möglichen Nachschuss verhinderte der aufmerksame Fynn Otto, der die Situation klärte (53‘). Erfolgreicher spielten die Lila-Weißen drei Minuten später ihren Angriff zu Ende. Lars Kehl nutzte eine auftauchende Lücke in der Verler Abwehr und steckte den Ball auf den rechts freistehenden David Kopacz durch. Aus ähnlicher Position wie Mhamdi in der ersten Halbzeit zielte Kopacz ins lange Eck. Schulze war zwar noch mit der Hand dran konnte den Anschlusstreffer jedoch nicht verhindern (56‘).
Die Gastgeber ließen sich davon nicht beeindrucken und stellten nur zehn Minuten später den alten Abstand wieder her. Der kurz zuvor eingewechselte Jonas Arweiler wurde per Außenrist von Alessio Besio in die Tiefe geschickt, ließ im Strafraum Niklas Wiemann aussteigen und schob präzise ins linke untere Eck ein. VfL-Keeper Jonsson war dabei chancenlos (63‘). Dass Verl-Trainer Tobias Strobl mit dieser Einwechslung ein goldenes Händchen bewies, zeigte sich auch drei Minuten später. Arweiler ging erneut von links auf das Tor zu und vollendete mit links ins obere linke Eck (66‘).
In der Schlussphase erspielten sich fast ausschließlich die Verler weitere Tormöglichkeiten. Die Abschlüsse von Berkan Taz vom Strafraumrand (70‘) und Kapitän Niko Kijewski nach flacher Hereingabe (74‘) verfehlten das Ziel jeweils knapp. Nach einem sehenswerten Kombinationsspiel scheiterte Taz zudem aus acht Metern an Jonsson (78‘). Die letzte Gelegenheit der Partie gehörte den Osnabrückern. Ein Distanzschuss von Robin Meißner flog jedoch am rechten Pfosten vorbei (90‘).
Am Ende musste der VfL Osnabrück und seine über 2.000 mitgereisten Fans nach zwei Doppelschlägen eine klare 1:4-Auswärtsniederlage hinnehmen. Besser machen wollen es die Lila-Weißen am kommenden Samstag, wenn sie an der Bremer Brücke auf den SV Wehen Wiesbaden treffen (Anpfiff 14:00 Uhr).
Tore:
1:0 (Besio 15‘), 2:0 (Mhamdi 19‘), 2:1 (Kopacz 56‘), 3:1 (Arweiler 63‘), 4:1 (Arweiler 66‘)
Aufstellungen:
SC Verl:
P. Schulze – Mhamdi, Ens, F. Otto (Kohler 87‘), Kijewski (Stöcker 87‘) – Waidner, Eze, Taz (Onuoha 87‘), Gayret – Besio (Stark 79‘), Y. Otto (Arweiler 62‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, J. Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Wiethaup (Wagner 83‘) Schumacher (Pröger 46‘, Christensen 67‘), Kopacz (Lesueur 90+2‘), Kehl (Riesselmann 67‘) – Meißner
Text: Jendrik Greiwe
Foto: Jonas Jürgens
