Mit seinem Treffer zum 3:2 sorgte Robert Tesche nicht nur für den Auswärtssieg in Wiesbaden, sondern sicherte sich auch einen Eintrag in die lila-weißen Geschichtsbücher. Denn mit 38 Jahren, 11 Monaten und sechs Tagen ist der Routinier nun der älteste Torschütze in der Historie des VfL Osnabrück.
In der 76. Minute kam Robert Tesche am gestrigen Sonntag in die Partie und stand somit zum 118. Mal für die Lila-Weißen auf dem Platz. Nachdem er bereits einen Tag zuvor den zweiten Zweitliga-Aufstieg mit den Osnabrückern feiern konnte, ließ er auch in der BRITA-Arena die Feierstimmung nicht abreißen. So vollendete der Mittelfeldakteur die scharf geschossene Hereingabe von Bernd Riesselmann, indem er im Fünfmeterraum mit all seiner Erfahrung nur noch den Fuß hinhielt. Insgesamt war es der 13. Treffer von Robert Tesche für den VfL und zugleich sein erster in dieser Saison. In der Rangliste der ältesten Torschützen des VfL überholte er Matthias Billen, der mit 38 Jahren und zwei Monaten am 29. Mai 1948 gegen Werder Bremen den einzigen Osnabrücker Treffer des Tages erzielen konnte (Endstand: 1:3).
Das gestrige Tor lud den lila-weißen Anhänger dagegen zum ausgiebigen Jubeln ein. Tesche selbst war sich dabei nicht sofort sicher, ob er sich sofort freuen darf, wie er im Interview nach dem Spiel bei der NOZ erklärte: „Ich dachte ich stehe im Abseits, gehe aber trotzdem hin. Und dann steht’s 3:2. Ich habe mich nochmal vergewissert, ob der Linienrichter die Fahne hebt. Hat er nicht gemacht und das war geil dann. Ein geiler Abschluss.“
Schließlich bildete es den Schlusspunkt eines denkwürdigen Wochenendes, an dem die Rückkehr in die 2. Bundesliga und die Meisterschaft in der 3. Liga gesichert werden konnte. Die Geschichtsbücher der Lila-Weißen erhielten in den vergangenen Tagen also einige Zeilen mehr – und auch der Name von Robert Tesche wird dort nun einmal mehr vermerkt sein.
Text: Jendrik Greiwe
Foto: Fabian Frommeyer
