Eine Saison voller Entwicklung, neuer Erfahrungen und großer Herausforderungen liegt hinter den E-Junioren des VfL Osnabrück. Für das Trainerteam um Jannik Voitel stand dabei von Beginn an nicht der reine Erfolg im Vordergrund, sondern die individuelle und mannschaftliche Entwicklung der Spieler. Rückblickend fällt das Fazit entsprechend positiv aus.
„Wir wollen jeden Tag alles dafür geben, um besser zu werden“ – mit diesem Ziel startete die Mannschaft in die Saison. Für Voitel ist klar: Dieses Vorhaben haben seine Spieler erfüllt. „Die Jungs sind gut im Leistungsfußball angekommen und haben eine tolle Entwicklung gemacht. Alle haben unsere Ausbildungsphilosophie hervorragend umgesetzt.“
Ein besonderes Highlight erlebte das Team beim internationalen Pfingstcup in Düsseldorf. Dort sammelten die Nachwuchskicker wertvolle Erfahrungen gegen namhafte Gegner wie Tottenham Hotspur oder den AC Florenz. Doch nicht nur solche Turniere bleiben dem Trainer in Erinnerung.
Besonders stolz macht ihn die Art und Weise, wie seine Mannschaft Fußball spielt. Von Beginn an setzte das Trainerteam auf einen mutigen und risikoreichen Spielstil – auch wenn dieser nicht immer zum gewünschten Ergebnis führte. Dass die Spieler diesen Weg konsequent mitgingen, zeigte sich unter anderem in einem Hallenturnier gegen Arminia Bielefeld. Nach nur drei Minuten lag der VfL bereits mit 0:3 zurück, weil die Osnabrücker mehrfach als letzter Mann mutig ins Eins-gegen-eins gegangen waren. Statt ihre Spielweise zu verändern, blieben die Jungs ihrer Philosophie treu, kämpften sich zum 3:3 zurück und gewannen schließlich im Elfmeterschießen.
„Darauf bin ich besonders stolz. Die Jungs haben nie aufgehört, mutig zu sein. Genau dadurch entwickeln sie sich weiter“, erklärt Voitel.
Auch als Mannschaft wuchs das Team im Laufe der Saison eng zusammen. Nachdem sich die Spieler erst im Sommer neu gefunden hatten, entwickelte sich schnell eine leistungsorientierte Kultur, zu der jeder einzelne Spieler und Trainer seinen Beitrag leistete.
Ganz ohne Herausforderungen verlief die Spielzeit allerdings nicht. Gerade in den entscheidenden Spielen großer Turniere setzte sich die Mannschaft häufig selbst zu sehr unter Druck. Dadurch konnten die Lila-Weißen ihr volles Leistungsvermögen nicht immer abrufen. Gemeinsam mit Sportpsychologin Janine Sentfleben arbeitet das Team bereits intensiv daran, in solchen Situationen noch überzeugter aufzutreten.
Ebenfalls ist es durch intensive Sichtungsmaßnahmen gelungen, Spieler der Region für uns zu gewinnen. In der neuen Saison werden uns fünf Spieler verstärken und alle Spieler der aktuellen Mannschaft bleiben uns erhalten.
Auch auf der Trainerbank bleibt Kontinuität erhalten. Jannik Voitel und Co-Trainer Philipp Plogmann wechseln gemeinsam mit der Mannschaft zu den D-II-Junioren. Unterstützt werden sie dort künftig zusätzlich von René Schütz, der als Co-Trainer flexibel zwischen den D-II- und den E-Junioren eingesetzt wird.
Mit Blick auf die kommende Saison bleibt die Marschroute unverändert. Die tägliche Weiterentwicklung der Spieler steht weiterhin an erster Stelle. Der Fokus soll dabei besonders auf komplexem Techniktraining und individuellen Lernzielen liegen. Persönlich freut sich Voitel vor allem darauf, die tägliche Arbeit mit der Mannschaft fortzusetzen: „Ich freue mich am meisten auf die tägliche Trainingsarbeit mit den Jungs.“
Nach einer erfolgreichen ersten Saison im Leistungsfußball wollen die Lila-Weißen ihren eingeschlagenen Weg nun auch bei den D-II-Junioren konsequent weitergehen.
Text: Lasse Bestian
Foto: Frank Lattuch
