Beim diesjährigen Budenzauber in der EmslandArena in Lingen zeigte die Traditionsmannschaft des VfL Osnabrück offensivfreudige Auftritte. Nach dem Halbfinal-Aus gegen Werder Bremen traf man im Neunmeterschießen auf den 1. FC Union Berlin.
Im ersten Spiel gegen den VfL Bochum erwischte der VfL Osnabrück einen Traumstart. Bereits nach 15 Sekunden erzielte Björn Lindemann den ersten lila-weißen Treffer des Tages. Bochum glich jedoch durch Anthony Losilla schnell aus. Nach einer Ecke brachte Carsten Gottwald die Osnabrücker erneut in Führung, bevor Ex-Osnabrücker Manno Gaetanno für den VfL Bochum wieder ausglich.
Lindemann verwandelte nach einem Foul an Marcos Alvarez einen Strafstoß sicher zur 3:2-Führung. Trotz engagierter Defensivarbeit und vieler geblockter Bälle gelang es den Lila-Weißen nicht, die Führung zu halten. Marco Terazzino, der bereits im ersten Spiel der Bochumer viermal getroffen hatte, nutzte in der Schlussphase mehrere freie Abschlüsse und drehte mit drei Treffern das Spiel zugunsten der Bochumer. Der späte Anschlusstreffer von Koka Engel zum 4:5 kam zu spät.
Tore:
1:0 (Lindemann), 1:1 (Losilla), 2:1 (Gottwald), 2:2 (Manno), 3:2 (Lindemann), 3:3 (Terazzino), 3:4 (Terazzino), 3:5 (Terazzino), 4:5 (Engel)
Sieg im Derby beschert Halbfinale
Gegen den SV Meppen zeigte der VfL eine reifere Leistung. Marcos Alvarez brachte die Lila-Weißen früh in Führung, ehe ein unglückliches Eigentor von Daniel Flottmann den Ausgleich für den SVM brachte. Koka Engel per Kopf und Andreas Schäfer mit einem platzierten Linksschuss sorgten für eine zwischenzeitliche 3:1-Führung des VfL.
Weitere Chancen, unter anderem durch Alvarez und Lindemann, blieben ungenutzt. Nach dem Anschlusstreffer der Meppener kurz vor Schluss behielt der VfL die Ruhe. Björn Lindemann legte in der Schlussminute auf Addy Menga ab, der zum 4:2-Endstand traf. Damit erreichten die Osnabrücker als Zweiter der Gruppe A das Halbfinale.
Tore:
1:0 (Alvarez), 1:1 (Flottmann ET), 2:1 (Engel), 3:1 (Schäfer), 3:2 (Schnellberg), 4:2 (Menga)
Gegen starke Bremer keine Chance
Im Halbfinale traf der VfL Osnabrück auf den Topfavoriten des Turniers, den SV Werder Bremen. Die Grün-Weißen setzten sich bereits in der Gruppenphase souverän durch und bestätigten ihre Favoritenrolle auch gegen die Lila-Weißen. Felix Kroos eröffnete mit einem frühen Treffer den Torreigen, Philipp Bargfrede und Ailton erhöhten noch vor der Pause auf 3:0.
In der Halbzeit zeigte sich Thomas Reichenberger selbstkritisch: „Ich glaube, wir sind ein bisschen hektisch und versuchen es zu sehr mit Distanzschüssen.“ Nach dem Seitenwechsel bauten die Bremer ihre Führung weiter aus. Björn Lindemann verkürzte zwar zwischenzeitlich auf 1:4, doch Bargfrede stellte wenig später den Endstand von 5:1 her. Der VfL spielte im Anschluss um Platz drei.
Tore:
0:1 (Kroos), 0:2 (Bargfrede), 0:3 (Ailton), 0:4 (Schmidt), 1:4 (Lindemann), 1:5 (Bargfrede)
Aluminiumpech im Neunmeterschießen
Im Neunmeterschießen gegen den 1. FC Union Berlin trafen Marcos Alvarez und Björn Lindemann souverän. Addy Menga setzte seinen ersten Versuch knapp über die Latte, ehe Tino Berbig mit einer Fußabwehr gegen Ronny Nikol den VfL im Rennen hielt. Nachdem Alvarez erneut traf und auch die Berliner ihre Neunmeter sicher verwandelten, scheiterte Menga ein weiteres Mal am linken Pfosten.
Damit belegte der VfL Osnabrück beim Budenzauber 2026 den vierten Platz. Im Finale setzte sich der VfL Bochum deutlich mit 6:1 gegen Werder Bremen durch und sicherte sich erstmals den Titel in Lingen.
Text: Jendrik Greiwe
Foto: Picturepower
