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VS.
Fr. 04.07.2025 Anstoß: Uhr
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Auswärts gefragt: VfL will Serie in Saarbrücken fortsetzen

Am Samstag ist der VfL Osnabrück im Ludwigsparkstadion beim 1. FC Saarbrücken zu Gast (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die abstiegsbedrohten Blau-Schwarzen will der VfL den dritten Auswärtssieg in Folge einfahren. Der Vorbericht.

Der Gegner
Wie so oft in den vergangenen Jahren hat man sich beim 1. FC Saarbrücken zu Beginn dieser Saison erneut Hoffnungen auf den langersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga gemacht. Schließlich waren die Saarländer erst in der vergangenen Spielzeit Teilnehmer der Aufstiegsrelegation, scheiterten dort jedoch an Eintracht Braunschweig (0:2 und 2:2). Vom Relegationsplatz ist der FCS momentan jedoch weit entfernt. Statt Aufstiegseuphorie herrscht bei den Blau-Schwarzen Abstiegsangst. Mit 23 Punkten steht man aktuell einen Platz vor den Abstiegsrängen.

So treffen die Lila-Weißen am Wochenende auch im dritten Spiel der Rückrunde auf eine Mannschaft, die im Vergleich zum Hinspiel bereits einen Trainerwechsel hinter sich hat. Statt Alois Schwartz, der Ende November von seinem Amt entlassen wurde, sitzt nun Jürgen Luginger auf der Trainerbank in Saarbrücken. Der 58-Jährige war zuvor bereits seit 2020 als Sportdirektor tätig und übernahm das Team zum 16. Spieltag zunächst als Interimstrainer. Nach zwei Punkten aus vier Spielen entschieden sich die Verantwortlichen zum Jahresende, den ehemaligen Spieler des FCS zur Dauerlösung zu machen. Doch auch in der Rückrunde konnten die Saarbrücker unter Luginger noch nicht gewinnen. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen Energie Cottbus folgte am vergangenen Wochenende eine 0:2-Niederlage beim FC Viktoria Köln.

Allgemein warten die Blau-Schwarzen schon seit mehreren Monaten auf einen Sieg in der 3. Liga. So holte man zuletzt am 19. September 2025 beim 2:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 drei Punkte. Dennoch war man in diesem Winter noch nicht auf dem Transfermarkt aktiv. Stattdessen gab es außerhalb des Platzes einige personelle Veränderungen.

Mit Barbara Haupenthal wählten die 1.700 anwesenden Mitglieder Anfang Januar zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Präsidentin an die Spitze der Vereinsführung. Neben dem ebenfalls neu gewählten Aufsichtsrat sucht man im Saarland zudem noch gleich drei Vorstände für die Bereiche Sport, Finanzen sowie Strategie. Diese strukturelle Neuausrichtung, inklusive einer Satzungsänderung, die dem Aufsichtsrat mehr Verantwortung zuschreibt, soll den Verein auch zukünftig auf eine gesunde und erfolgreiche Basis stellen. Zunächst liegt der Fokus jedoch auf dem kurzfristigen sportlichen Erfolg.

Die Ausgangslage
Wie bereits erwähnt, erlebten die Saarbrücker einen durchwachsenen Start ins neue Jahr. Den bisher einzigen Treffer erzielte Florian Pick beim 1:1 gegen Cottbus. Der 30-jährige Offensivspieler ist mit elf Toren und sechs Assists der torgefährlichste Spieler im Kader des FCS. Mit 49 Torschussvorlagen weist er zudem den drittbesten Wert aller Drittligaklubs auf. Zweimal legte er einen Treffer für Kai Brünker auf, der mit sieben Saisontoren den zweitbesten Torschützen der Blau-Schwarzen stellt. Auf die Treffsicherheit des Mittelstürmers muss Trainer Jürgen Luginger in den kommenden Wochen jedoch verzichten. Der 31-Jährige verletzte sich am vergangenen Wochenende am Sprunggelenk und fällt vorerst aus.

Eine Schwachstelle der Saarbrücker bleibt die defensive Anfälligkeit. Zwar steht man mit 34 Gegentoren im Mittelfeld der 3. Liga, ließ jedoch bereits 122 Torschüsse auf den Kasten von Phillip Menzel zu. Sein Gegenüber Lukas Jonsson blickt dagegen auf ruhigere Arbeitstage zurück. Mit lediglich 71 zugelassenen Schüssen auf sein Tor weist der VfL Osnabrück den besten Wert der Liga auf.

Ein gutes Omen für die Lila-Weißen ist auch der Spielort der Partie. Schließlich steht man nicht nur an der Spitze der Auswärtstabelle der 3. Liga, sondern weist mit sechs Siegen auf fremden Plätzen auch die zweitmeisten im deutschen Profifußball auf. Nur der FC Bayern München hat in dieser Saison mehr Auswärtserfolge (acht Siege) gefeiert.

Mit viel Vorfreude auf die Partie am Samstag blickt auch VfL-Kapitän Jannik Müller. Denn beim vergangenen Gastspiel des VfL im Ludwigsparkstadion erzielte der Innenverteidiger mit seinem Kopfballtreffer nicht nur den wichtigen Ausgleich zum 1:1-Endstand, sondern auch sein allererstes Tor für den VfL. „Es war natürlich sehr schön. Leider haben wir das Spiel damals nicht gewonnen. Aber es war dennoch ein wichtiger Punkt, den wir in der englischen Woche geholt haben. Daher freue ich mich ins Saarland zurückzukehren“, blickt er selbst auf das Spiel zurück.

Generell ist ein Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Saarbrücken für den VfL in den vergangenen Jahren mit viel Freude verbunden gewesen. So hat man in der 3. Liga noch nie gegen die Saarländer verloren. In 13 Drittligaduellen feierten die Osnabrücker acht Siege und fünf Unentschieden. Die letzte Niederlage des VfL im Ludwigparkstadion liegt somit bereits über 25 Jahre zurück, als man sich am 17. September 2000 mit 1:2 geschlagen geben musste. Das soll aus Sicht des VfL auch am Samstagnachmittag so bleiben, wenn die Mannschaft von über 1.000 lila-weißen Anhängern begleitet wird, die teilweise mit einem Sonderzug anreisen.

Das Personal
Bei den Saarbrückern fallen mit Kai Brünker (Bänderdehnung im Sprunggelenk), Maurice Multhaup (Nackenbeschwerden), Amine Naifi (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Manuel Zeitz (Adduktorenzerrung) vier Spieler für die Partie am Samstag aus.

Beim VfL kehrte unter der Woche Robin Fabinski auf den Trainingsplatz zurück. Er ist ebenso wie Bryan Henning, der unter der Woche zwischenzeitlich das Mannschaftstraining aussetzen musste, für das Auswärtsspiel einsatzbereit.

Stimmen zum Spiel
Im Spieltagsinterview am Donnerstagvormittag erklärte VfL-Cheftrainer Timo Schultz, dass er trotz der prekären sportlichen Situation einen starken Gegner am Samstag erwartet: „Es ist eine Mannschaft, die eine sehr wechselhafte Vorrunde und auch schon einen Trainerwechsel hinter sich hat. Sie haben mit [Florian] Pick einen herausragenden Spieler in ihren Reihen, der es immer wieder schafft, alleine Situationen zu kreieren und torgefährlich zu werden. Sie haben nun den Neustart ausgerufen und auch zwei vernünftige Spiele gezeigt, mit Ausnahme von 30 Minuten in Köln. Sie wollen den Bock umstoßen. Sie haben einige Spiele hintereinander nicht gewinnen können – und ich hoffe, dass ihre Serie hält.“

Auch VfL-Kapitän Jannik Müller hob die Qualitäten der Saarbrücker hervor: „Es ist eine sehr erfahrene Mannschaft, die vor der Saison jeder als Aufstiegsaspirant gesehen hat und die jetzt ein Stück weit Probleme hat. Aber dennoch erkennt man, wenn man sich die Einzelspieler und die Qualität des Kaders anschaut, dass das eine richtig gute Mannschaft ist. Wir wollen auf uns schauen und die Dinge besser machen, die in den vergangenen zwei Wochen nicht optimal waren. Darauf liegt der Fokus.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR und SR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


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Wiemann trifft, VfL hält stand: Osnabrück feiert Auswärtssieg in Saarbrücken

In einer turbulenten Partie konnte der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag im Ludwigsparkstadion einen 1:0-Auswärtssieg gegen den 1. FC Saarbrücken feiern. Dabei hielt die lila-weiße Defensive dem Offensivdrang der Gastgeber stand und blieb damit zum elften Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Der Spielbericht.

Da der Sonderzug der Fanszene auf dem Weg aus der Hasestadt ins Saarland ordentlich Verspätung mitbrachte, entschieden sich die Verantwortlichen den Anpfiff der Partie um eine halbe Stunde auf 14:30 Uhr zu verschieben. Pünktlich auf das Feld schafften es am Samstagnachmittag dagegen Frederik Christensen und Kevin Wiethaup, die Tony Lesueur und Bryan Henning im Vergleich zum letzten Ligaspiel in der Startelf ersetzten. Zudem rückte Theo Janotta für David Kopacz in den Kader der Lila-Weißen. Auf der Gegenseite veränderte Trainer Jürgen Luginger seine Startelf auf drei Positionen. Elijah Krahn, Sebastian Vasiliadis und Dominic Baumann tauchten neu in der Anfangsformation auf.

Trotz des verschobenen Starts erfolgte der Anpfiff von Schiedsrichter Lars Erbst ohne die 1.000 Osnabrücker Fans, die mit dem Sonderzug die Reise nach Saarbrücken angetreten waren. Somit verpassten diese die erste Torgelegenheit der Partie, als die Gastgeber in Person von Niko Bretschneider gefährlich vor den Kasten von Lukas Jonsson kamen. Sein Schussversuch am zweiten Pfosten flog jedoch knapp über den Querbalken (2‘). Besser platzierte dagegen knapp zehn Minuten später Niklas Wiemann den ersten Abschluss des VfL. Nach einem Eckball von Lars Kehl stand der Verteidiger am ersten Pfosten goldrichtig und platzierte das Spielgerät mit dem rechten Oberschenkel im kurzen Eck (11‘). Aber auch in der Defensive stand der 26-Jährige im Mittelpunkt. Zentimeter vor dem Strafraum setzte Wiemann vor dem startenden Elijah Krahn zur Grätsche an und hinderte diesen am Abschluss (20‘). Die Pfeife des Schiedsrichters blieb zum Ärger der Saarbrücker jedoch stumm.

Mit dieser Aktion kamen die Blau-Schwarzen besser in die Partie. Wenige Augenblicke später schlug Niko Bretschneider einen langen Ball auf Dominic Baumann, der plötzlich frei vor VfL-Keeper Jonsson stand. Der Schwede stürmte jedoch rechtzeitig aus seinem Gehäuse und machte sich breit, sodass der Schussversuch des Mittelstürmers an ihm abprallte (22‘). Immer wieder kamen die Saarbrücker nun zu Abschlussgelegenheiten, ohne Jonsson jedoch zwingend herauszufordern. So flogen sowohl der Versuch von Florian Pick, am Strafraumrand (27‘), als auch der Kopfball von Tim Civeja (32‘), deutlich am Tor vorbei.

Den Kopfball des Mittelfeldakteurs sahen dann auch die 1.000 Osnabrücker Fans, die nach einer halben Stunde schließlich im Ludwigsparkstadion ankamen. In der Offensive ließen sich die Lila-Weißen dann nun nur noch selten blicken. In der 33. Minute wagte Niklas Wiemann über die linke Seite einen Vorstoß und brachte eine halbhohe Flanke auf den ersten Pfosten. Dort verpasste Julian Kania knapp den Abschluss und Torwart Phillip Menzel konnte die Kugel erst im Nachfassen festhalten. Ansonsten wäre Robin Meißner abschlussbereit gewesen (33‘). Die letzte Torgelegenheit der ersten Hälfte gehörte erneut den Blau-Schwarzen. Nach einem Eckball von Florian Pick verlängerte Lasse Wilhelm den Ball am ersten Pfosten, sodass Robin Bormuth am zweiten Pfosten völlig frei zum Abschluss kam, das Leder jedoch deutlich über den Kasten setzte (39‘). Somit ging es für den VfL trotz eines Torschussverhältnisses von 1:9 mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Unverändert aus den Kabinen gekommen, gönnten sich beide Mannschaften – wie schon in den ersten 45 Minuten – keine Annäherungsphase. Nach fünf Minuten kamen die Saarbrücker durch Tim Civeja gefährlich vor das Osnabrücker Tor. Sein Kopfball nach einem Freistoß aus halbrechter Position flog haarscharf am linken Pfosten vorbei (50‘). Ebenfalls knapp ging es wenige Minuten später zu, als die Saarbrücker nach einem Fehlpass von Niklas Wiemann im Aufbauspiel in Person von Dominic Baumann und Florian Pick einen Konter fuhren und Lars Kehl nach einem Sprint in letzter Not den Abschluss von Pick verhindern konnte (57‘). Die Gastgeber kamen nun ähnlich wie in der ersten Halbzeit immer wieder in Abschlusssituationen. Nach einer Hereingabe setzte Dominic Baumann in der 66. Minute noch einen Fuß an den Ball und zwang Lukas Jonsson zu einer Glanzparade (66‘). Der VfL kam dagegen kaum gefährlich vor den Kasten von Phillip Menzel. Einzig Robin Meißner forderte den Schlussmann mit seinem Abschluss aus der Drehung zu einer Parade heraus (71‘).

In der Schlussphase warfen die Saarländer weiter alles nach vorne, blieben dabei jedoch glücklos. Entweder verpasste man das Tor knapp, wie beispielsweise Baumann, der einen Kopfball auf das Dach des Osnabrücker Tores setzte (73‘), oder die Lila-Weißen warfen sich – wie in der 77. Minute Jannik Müller oder in der 87. Minute gleich mehrere Osnabrücker – mit vereinten Kräften in die Schussversuche des FCS. Zwar versuchte der VfL, sich in der Druckphase der Gastgeber mit Konterversuchen zu entlasten, kam jedoch nur kurz vor dem Schlusspfiff noch einmal zwingend vor das Tor, als die beiden eingewechselten Ismail Badjie und Fridolin Wagner im Zusammenspiel die Abwehr aushebelten. Der anschließende Abschluss von Wagner flog allerdings deutlich am linken Pfosten vorbei (89‘).

Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit blieb die lila-weiße Defensive standhaft, sodass die Mehrheit der mitgereisten Osnabrücker Fans zwar nicht den Treffer des Tages erlebte, dafür aber nach dem Schlusspfiff den Auswärtssieg und den damit einhergehenden vorzeitigen Sprung auf Platz drei feiern konnte. In der nächsten Woche erwartet der VfL am Samstag, den 7. Februar, an der Bremer Brücke den TSV Havelse (Anpfiff: 14:00 Uhr). Dann wollen die Lila-Weißen die nächsten drei Punkte einfahren.

 

Tore:
0:1 (Wiemann 11‘)

Aufstellungen:
1.FC Saarbrücken:

Menzel – Rizzuto, Wilhelm, Bormuth, Bretschneider (Groune 84‘) – Krahn, Sontheimer (Elongo-Yombo 73‘), Vasiliadis (Schmidt 58‘), Civeja (Caliskaner 58‘) – Pick, Baumann

VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer (Pröger 90‘), Christensen, Jacobsen, Wiethaup (Wagner 78‘), Meißner (Janotta 90‘), Kehl (Leseuer 78‘) – Kania (Badjie 59‘)