1. Spieltag

Auswärtsspiel
SpVgg Greuther Fürth
15'
Seguin
1:0
1
:
1
VfL Osnabrück
26'
Santos
1:1
So. 20.09.2020 Anstoß: 13:30 Uhr | Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka

match-center

Duell gegen das jüngste Team der Liga

Vor dem Start in die neue Zweitliga-Saison liegen gut 460 Kilometer: Am Sonntagmittag startet der VfL Osnabrück bei der SpVgg Greuther Fürth in die Spielzeit 2020/21. Das Auftaktmatch im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer wird um 13.30 Uhr angepfiffen.

Auch wenn von den neun Spielen nach der Corona-Pause nur ein einziges gewonnen werden konnte, war der fränkische Traditionsverein mit der Saison 2019/20 durchaus zufrieden. Am Ende stand ein sicherer Mittelfeldplatz zu Buche – wie nach elf Siegen, elf Unentschieden, zwölf Niederlagen und einem Torverhältnis von 46:45 kaum anders zu erwarten.

Kommen und Gehen

Doch wie geht es nun weiter? Finanziell sind die Franken nicht auf Rosen gebettet, außerdem haben mit Linksverteidiger Maximilian Wittek (Vitesse Arnheim), Stürmer Daniel Keita-Ruel (SV Sandhausen) sowie Innenverteidiger und Klub-Ikone Marco Caligiuri (Karriereende) drei Leistungsträger den Verein verlassen.

Mit Dickson Abiama (SC Eltersdorf/Oberliga), Anton Stach (Wolfsburg II/Regionalliga) und Abdourahmane Barry (FC Liefering/ 2. österr. Liga) wurden drei Spieler verpflichtet, die dazu beitragen, die SpVgg zum jüngsten Team der Liga zu machen. Aktuell liegt der Altersdurchschnitt nur bei 24,4 Jahren.
Manager Rachid Azzouzi befürchtet deshalb aber nicht, dass sein Team zu wenig Erfahrung in die Waagschale werfen könnte. Man habe immer noch genügend Spieler, welche die Jungen führen könnten, um am Ende den nächsten Schritt zu machen, gab Azzouzi zu Protokoll.

Dazu soll auch der jüngste Neuzugang beitragen, der Mitte dieser Woche vorgestellt wurde. Der 1,94-Meter große Mittelstürmer Emil Berggreen stand in Deutschland bereits bei Eintracht Braunschweig und Mainz 05 unter Vertrag. Zuletzt lief der 1993 in Helsingör geborene Däne für Twente Enschede auf.

Vorbereitung und Pokal

Gegen Ende der Vorbereitung überzeugte das Kleeblatt auf ganzer Linie und besiegte neben Borussia Mönchengladbach (2:0) auch Jahn Regensburg (3:0) und den österreichischen Erstligisten SCR Altach (5:0). Im DFB-Pokal bekamen es die Franken dann – wie der VfL – mit einem Oberligisten zu tun. Der RSV Meinerzhagen wehrte sich ähnlich tapfer wie der SV Todesfelde und zwang Greuther Fürth beim Stande von 1:1 sogar in die Verlängerung. Erst dann sorgte das höherklassige Team für klare Verhältnisse und gewann am Ende deutlich mit 6:1.

Taktisches

Favorisiert Stefan Leitl wieder ein 4-3-3-System und – wenn ja – wer ersetzt dann Daniel Keita-Ruel und komplettiert das Offensivtrio mit Branimir Hrgota und Havard Nielsen? Der 19-jährige Jamie Leweling käme dafür ebenso in Betracht wie der zwei Jahre ältere Dickson Abiama, der 2019/20 in der Bayernliga nur 21 Spiele für 17 Tore brauchte und im Pokalspiel am vergangenen Samstag zweimal traf.
Grundsätzlich wäre es aber auch denkbar, dass die Franken gegen den VfL mit einer 4-4-2-Formation auflaufen oder auf eine Dreierkette setzen.

Lila-Weiß gegen Grün-Weiß

Seit 1981 trafen Franken und Niedersachsen in 17 Pflichtspielen aufeinander. Der VfL entschied 6 Partien für sich, die SpVgg Greuther Fürth (früher: SpVgg Fürth) hatte 8 Mal die Nase vorn. 3 Duelle fanden keinen Sieger.

Spieltag: 20.09.2020, 13.30 Uhr, Sportpark Ronhof | Thomas Sommer
Spieltags-Hashtag: #SGFOSN
Gegner-Homepage: www.sgf1903.de

SpVgg Greuther Fürth
Spielaufstellung
30
Sascha Burchert
 TW
4
Maximilian Bauer
5
Mergim Mavraj
10
Branimir Hrgota
14
Hans Nunoo Sarpei
15
Sebastian Ernst
16
Håvard Nielsen
18
Marco Meyerhöfer
22
David Raum
33
Paul Seguin
37
Julian Green
 
Ersatzbank
1
Marius Funk
 ETW
7
Robin Luca Kehr
19
Dickson Abiama
21
Timothy Tillman
23
Paul Jaeckel
24
Anton Stach
32
Abdourahmane Barry
40
Jamie Leweling
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
7
Bashkim Ajdini
9
Christian Santos
10
Niklas Uwe Schmidt
13
Ken Reichel
18
Maurice Trapp
23
David Blacha
27
Luc Ihorst
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
8
Ulrich Taffertshofer
14
Etienne Amenyido
17
Adam Susac
20
Marc Heider
25
Sven Köhler
26
Sebastian Klaas
29
Bryan Henning
30
Maurice Multhaup

Fotos: Sportfoto Zink

1:1 in Fürth

In der ersten Halbzeit kannte das Spiel fast ausschließlich eine Richtung und diese führte in Richtung des von VfL-Keeper Philipp Kühn gehüteten Tores. Gleich in der ersten Minute musste der Schlussmann sein ganzes Können aufbieten, um einen Hrgota-Abschluss abzuwehren. Die Dominanz mündete in der 15. Minute im 1:0 für Fürth, als Seguin im Strafraum freigespielt wurde und vor Kühn eiskalt blieb.

Den Offensivdrang der Kleeblätter konnten die Osnabrücker häufig nur in letzter Not stoppen und mussten sich glücklich schätzen, nicht weitere Gegentore zu kassieren. Eine Chance erspielte sich der VfL jedoch auch und nutzte diese eiskalt. Nach einer starken Kombination auf der linken Seite flankte Sebastian Kerk den Ball in den Strafraum, wo Christian Santos den Ball mit einem langen Ausfallschritt hinter die Linie setzte. SGF-Keeper Burchert konnte den Ball nicht mehr rechtzeitig retten (26.).

In der zweiten Halbzeit stellte VfL-Cheftrainer Marco Grote von Fünfer- auf Viererkette und hatte damit Erfolg. Die Fürther Chancen ließen nach und der VfL schaffte es immer mehr, eigene Gefahr zu kreieren. In der 77. Minute rettete nach Heider-Abschluss die Latte für die Fürther, in der 80. Minute der Kopf von Bauer, der ein sicheres Kerk-Freistoßtor auf der Linie klärte, indem er sich aus der Mauer gelöst hatte.

Trotz der Großchancen am Ende geht das Remis aufgrund der ersten Halbzeit aber in Ordnung. So reist die Mannschaft mit einem Punkt zurück in den Norden. Bereits am Freitag geht es weiter, wenn das Heimspiel gegen Hannover 96 ansteht (Anpfiff: 18:30).


Tore: 1:0 Seguin (15.), 1:1 Santos (26.)

Aufstellung VfL: Kühn – Gugganig, Beermann, Trapp – Ajdini, Blacha (68. Henning), Schmidt (46. Taffertshofer), Kerk (90. Klaas), Reichel – Ihorst (46. Heider), Santos (60. Amenyido)

Aufstellung Fürth: Burchert – Meyerhöfer, Bauer, Mavraj, Raum – Seguin (76. Stach), Sarpei, Green, Ernst (81. Leweling)– Hrgota (89. Abiama), Nielsen

Text: Malik Scherz

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